# taz.de -- Kommunalwahlen in Frankreich: Raufen sich Frankreichs Linke doch zusammen?
       
       > Zuerst wollte keiner mit der Linkspartei LFI zusammenarbeiten. Nun
       > zeichnen sich doch Bündnisse ab. Wie kommt das? Geht Paris trotzdem an
       > die Rechten?
       
       Frankreichs Linke schien wieder tief zerstritten. So hieß es noch kurz vor
       der ersten Runde der [1][französischen Kommunalwahlen] am 15. März, bei
       denen in 35.000 Städten und Kommunen die Rathäuser neu besetzt werden. Die
       einst bejubelte Nouveau Front populaire, die neue linke Volksfront, die
       2024 die Parlamentswahlen für sich entscheiden konnte, ist Geschichte.
       
       Doch warum das Ganze? Zum einen geht es um linke Grundsatzfragen, zum
       anderen um den Nahostkonflikt, um Antisemitismusvorwürfe gegen die
       Linkspartei La France insoumise (LFI) und im Speziellen gegen Parteigründer
       Jean-Luc Mélenchon. In vielen Kommunen schlossen die Sozialisten (PS) eine
       [2][Zusammenarbeit mit der LFI] kategorisch aus.
       
       Nicht nur in Kleinstädten, sondern auch in Metropolen sah es zunächst so
       aus, als könnte die Spaltung der Linken sie die Mehrheiten kosten und so
       den Weg für die Konservativen oder sogar den rechtsextremen Rassemblement
       National in die Rathäuser ebnen.
       
       Doch überraschend zeichnen sich nun doch Bündnisse ab. LFI-Kandidat:innen
       verzichteten auf ihre Kandidatur oder schließen sich den Lagern der Grünen
       und Sozialisten an – so etwa in Lyon oder [3][Marseille]. Andernorts – wie
       etwa in Paris – bleibt es spannend. Weil Emmanuel Grégoire (PS) partout
       keine Zusammenarbeit wollte, könnte die französische Hauptstadt nach der
       Stichwahl am kommenden Sonntag an die konservative Rachida Dati gehen.
       
       Warum können sich Frankreichs Linke so schwer einigen? Ist die LFI wirklich
       so problematisch, dass es sich lohnt, einen Sieg der Rechten zu riskieren?
       Und was bedeutet das alles für die französischen Präsidentschaftswahlen im
       Frühjahr 2027? Darüber sprechen taz-Frankreichkorrespondent [4][Rudolf
       Balmer] und taz-Auslandsredakteur [5][Fabian Schroer] in der neuen Folge
       der Fernverbindung.
       
       Diese Folge wurde aufgezeichnet am 17. März 2026 um 16 Uhr
       mitteleuropäischer Zeit. 
       
       [6][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf
       taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
       
       18 Mar 2026
       
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