# taz.de -- Kolumne Stadtgespräch
(DIR) Staatskrise Südkoreas 2024: Ein Ex-Präsident und sein irritierendes Lächeln
Südkoreas früherer Präsident Yoon Suk Yeol muss sich wegen der Verhängung
des Kriegsrechts vor Gericht verantworten. Ihm droht die Todesstrafe.
(DIR) Bahnfahren in Indien: Mit der Aqua Line durch Mumbai
Nach acht Jahren Bauzeit wurde die erste unterirdische Metrolinie eröffnet.
Das Projekt war umstritten, noch haben sich nicht alle an sie gewöhnt.
(DIR) Trotz chaotischem Verkehr: Mit dem Rad durch Bogotá
In der kolumbianischen Hauptstadt können Menschen kostenlos Fahrradfahren
lernen. Zu Besuch in einer Radschule, die die Gesellschaft verändern will.
(DIR) Japanisch-chinesische Beziehungen: Das Geheimnis der Panda-Diplomatie
Die letzten beiden Pandas verlassen den Zoo von Tokio. Denn China verleiht
sie nur auf Zeit und gegen Gebühr. Ihr Abschied erzeugt Wehmut und
Zynismus.
(DIR) Sarkozys Gefängnis-Memoiren: Knast-Bestseller aus Frankreich
Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy war knapp drei Wochen in Haft.
Jetzt will er sich mit seinen Haft-Memoiren eine goldene Nase verdienen.
(DIR) Rechtsextreme in den Niederlanden: In der Scheinidylle
Das niederländische Städtchen Lisse ist bekannt für seine bunten
Blumenfelder. Nun wird der Bürgermeister wegen einer Asylunterkunft
bedroht.
(DIR) Alkoholverkauf in Warschau: Polnische Prohibition
In vielen Orten Polens darf nachts kein Alkohol mehr verkauft werden. Jetzt
zieht auch Warschau nach - vorerst nur in zwei Stadtvierteln.
(DIR) Antike Bauwerke in Libanon: Beirut reißt Kulturdenkmäler ein
In der libanesischen Hauptstadt wird über eine römische Grabstätte ein
Parkplatz gebaut. Doch es regt sich Widerstand aus der Zivilgesellschaft.
(DIR) Straßenmusik in Russland: Im Karussell der Repression
In Sankt Petersburg werden Bands von der Polizei angefeindet. Nicht selten
landen sie im Gefängnis. Ans Aufhören denken sie trotzdem nicht.
(DIR) Bosniens Abhängigkeit von Russland: Sprit-Sorgen in Sarajevo
In der Hauptstadt Bosnien-Herzegowinas ist ein Einbruch der Gasversorgung
kaum vorstellbar. In Wahrheit ist ein solches Szenario näher als gedacht.
(DIR) Kongresswahl in Argentinien: Wo Hundefutter zur Anlage wird
Vor der Parlamentswahl in Argentinien hat der US-Finanzminister einen
Währungstausch in Milliardenhöhe verkündet. Doch nur, wenn Javier Milei
gewinnt.
(DIR) Telefon-Scamming in Russland: Eine perfide Masche mit System
Ein Anruf vom großen Unbekannten – Telefonbetrug ist in Russland zur
gängigen lukrativen Methode geworden. Für die Opfer sind die Folgen fatal.
(DIR) ÖPNV in Beirut: Ohne Haltestellen und Fahrplan
Im Libanon hat der Staat einen öffentlichen Nahverkehr installiert. Bisher
fuhren nur private Busse. Doch das System hat noch Tücken.
(DIR) Drohnenangriff auf Polen: Wenn Studierende sich über einen Fluchtrucksack austauschen
Während in Polen Drohnen einschlagen, rüsten sich manche schon für den
Ernstfall. Im Gepäck: Campinggeschirr, Wasserfilter und ein Kurbelradio.
(DIR) Südkoreas Beziehung zu den USA: Allianz auf dem Prüfstand
Südkorea fühlte sich den Vereinigten Staaten eng verbunden. Doch dann
stürmte Trumps Migrationsbehörde ICE ein Hyundai-Werksgelände im
Bundesstaat Georgia. Der Schock sitzt noch immer tief.
(DIR) Stadtgespräch aus Härnösand: Wolkenbruch mit Folgen
Wie sintflutartiger Regen eine Region im Norden Schwedens geradewegs in den
Abgrund und urplötzlich auch in die überregionalen Nachrichten reißt.
(DIR) Stadtgespräch aus Diyarbakır: Im Vakuum zwischen Stillstand und Ausbruch
„Hausjugendliche“ werden in der Türkei junge Erwachsene genannt, die weder
studieren noch arbeiten. Perspektiven gibt es für sie kaum.
(DIR) Werbeaktion in Japan: Unhappy Meals in Tokio
Eine Werbeaktion von McDonald’s in Japan zeigt die Schattenseiten des
Sammelbooms. Das Spielzeug der Kindermenüs wird weiterverkauft, das Essen
weggeworfen.
(DIR) Nationalismus in Malaysia: Streit und Hetze zum Nationalfeiertag
Wegen einer falsch aufgehängten Flagge schürt die malaiisch-islamistische
Partei Umno Hass. Jüngere Menschen sehen das kritisch.
(DIR) Architekturdenkmal in Tunis: Als Brutalismus den Aufbruch verkündete
Das Hôtel du Lac ist ein rebellischer Gegenentwurf aus der Vergangenheit.
Über Pläne für den Abriss von Tunesiens berühmtester Bauruine gibt es
Streit.
(DIR) Mumbai schließt Taubenhäuser: Glaubensfrage Vogelfütterung
Die Stadt Mumbai schließt ihre 51 Taubenhäuser – das Gesundheitsrisiko sei
zu hoch. Die Jain-Gemeinschaft fühlt sich in ihrem Glauben eingeschränkt.
(DIR) Freihängende Stromleitungen in Bangkok: Beim Mopedfahren durch Kabel enthauptet
In Thailand verursachen frei hängende Kabel immer wieder Unfälle und
Stromausfälle. Jetzt sollen mehr Leitungen unter die Erde.
(DIR) Ertrinken in Uganda: Wenn Kinder im Abwasserkanal sterben
In Uganda sterben täglich neun Menschen im Wasser. Doch anstatt sich um die
Infrastruktur zu kümmern, verordnet die Regierung der Bevölkerung
Schwimmkurse.
(DIR) Kulturpalast in Warschau: Vom Symbol der Sowjetmacht zur kulturellen Heimat
Den Kulturpalast, einst ein Geschenk Stalins, möchten viele Polen nicht
mehr missen. Nun feiert das gigantische Bauwerk seinen 70. Geburtstag.
(DIR) „Akon City“ im Senegal: Dem „Projekt von Idioten“ droht das Aus
Mit „Akon City“ wollte der Sänger Akon eine Megastadt im Senegal bauen.
Doch bislang weiden nur Kühe neben einem halbfertigen Haus.
(DIR) Big-Mac-Index in Buenos Aires: Burger teuer, Dollar billig
Argentinien ist so teuer, dass Besserverdienende zum Einkaufen rund um die
Welt fliegen können. Für alle anderen bleibt nur: Gürtel enger schnallen.
(DIR) Rauchverbot an Frankreichs Stränden: Wo die Zigarette zur Lebensart gehört
Frankreich hat vorige Woche die Zonen, in denen Rauchen verboten ist,
deutlich ausgeweitet. Vor allem an Stränden sorgt das für Ärger.
(DIR) Städte-Ranking: Super leben in Kopenhagen
Die dänische Hauptstadt wurde zur lebenswertesten Hauptstadt der Welt
gekürt. Und die Kopenhagener? Sind so zufrieden, dass es fast langweilig
ist.
(DIR) Verkehrsgesetz in Uganda: Bußgelder kosten einen halben Monatslohn
In Uganda gibt es ein neues Verkehrsgesetz, eine Reaktion auf eine extrem
hohe Todesrate im Land. Wie russische Technik Autofahrer in Kampala
schröpft.
(DIR) Verschuldetes Brüssel: Pleite und regierungslos
Die letzte Hoffnung für Brüssel ist ein Linksbündnis – doch das müsste sich
vertragen und sparen, sparen, sparen.
(DIR) Mental Load in Tunesien: Taekwondo bei 40 Grad im Schatten
Drei Monate dauern die tunesischen Sommerferien. Zwischen Bildungsmisere,
Wirtschaftskrise und Drittjob fragen sich die Eltern: Wohin mit den
Kindern?
(DIR) Koloniales Erbe im Senegal: Ausgrabungen mit politischer Sprengkraft
Vor über 80 Jahren beging Frankreich ein Kolonialverbrechen an
afrikanischen Soldaten. Nun soll es dazu Ausgrabungen geben – oder doch
nicht?
(DIR) Rekord-Konzert in Athen: 60.000 verkaufte Tickets in drei Stunden
Der Rapper Lex, Stimme der Krisengeschüttelten, schreibt griechische
Musikgeschichte. Fans kommen aus Australien und den USA zum Konzert nach
Athen.
(DIR) Luftqualität in Schweden: Fahrverbot für Winterreifen im schwedischen Sommer
Im Winter braucht man in Schweden Autos mit Spikes. Doch die stacheligen
Reifen werden mit dem Frühlingsbeginn zu einem echten Problem.
(DIR) Stromausfall in Spanien: Von Transistorradios, Gasherden und Rettern in der Not
Der Blackout in Spanien war ein Schock für die Bevölkerung. Aber die
Extremsituation zeigte auch, wie Menschen sich in der Not helfen können.
(DIR) Wirtschaftskrise im Libanon: Staat und Bürger sind pleite
Nach sechs Jahren Stillstand will Libanons Regierung nun eingefrorene
Sparguthaben auszahlen. Doch die Einleger*innen glauben nicht daran.
(DIR) Landtagswahl in Wien: Rot sehen in Wien
Der Wahlkampf um den Wiener Landtag wird bestimmt von Koks-Plakaten und
SPÖ-Bräsigkeit. Dabei ist diese Wahl eine der wichtigsten in Österreich.
(DIR) Royaler Beef in Spanien: Es war einmal ein König
Ex-Politiker Miguel Angel Revilla streitet mit Ex-König Juan Carlos I. In
der Bäckerei hat man sich für eine Seite entschieden.
(DIR) Hygiene in japanischer Gastronomie: Ratte an Fastfood
Eine japanische Kette muss für vier Tage alle Läden schließen, nachdem ein
Bild von einem Rattenkadaver im Essen viral ging.
(DIR) Ärger über polnische Straßenkapelle: Jesus und Maria im Simpson-Look
In Oberschlesien herrscht heiliges Entsetzen über eine Straßenkapelle. Das
denkmalgeschützte Bauwerk wurde von Unbekannten neu bemalt.
(DIR) Gipfel in Südafrika: Wie Johannesburg G20-tauglich werden will
Erstmals soll der Gipfel der wichtigsten Industriestaaten in Afrika
stattfinden. Doch Südafrikas größte Metropole ist kein geeigneter Ort
dafür.
(DIR) Sonntags in Schweden: Herr Olsson will mit Menschen reden
Unsere Autorin wohnt auf dem Land, in der schwedischen Kommune Härnösand.
Im Dorfladen sorgte eine Innovation kürzlich für Überraschung.
(DIR) Gewalt gegen LGBTQ in Uganda: Schwule haben keine Lobby
Aus Frust über hohe Schulgebühren verprügeln manche in Kampala
vermeintliche Schwule. Niemand schreitet ein. Uganda hat eines der
schärfsten Anti-Homo-Gesetze weltweit.
(DIR) Müll in Buenos Aires: Mit Zitronenduft durch den heißen argentinischen Sommer
In Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires wird versucht, Müllgestank mit
Duftstoffen zu überdecken. Dazu hört unser Autor bei der Hunderunde
Gespräche.
(DIR) Streik in Kroatien: Weniger einkaufen und bei Besuchen in Restaurants sparen
In Kroatien gehen bei einigen Handelsketten die Preise durch die Decke.
Produkte sind teurer als in Deutschland. Bei Verbrauchern regt sich
Protest.
(DIR) Mehrwertsteuer in Indien: Süßes Popcorn wird deutlich teurer
Die indische Regierung plant, süßes Popcorn mit 18 Prozent Mehrwertsteuer
zu belegen, salziges mit deutlich weniger. Das sorgt für Unverständnis.
(DIR) Präsidentschaftswahl Polen: Ex-Boxer oder Schickimicki-Bubi
Die nationalpopulistische PiS unterstützt im Wahlkampf den Ex-Boxer Karol
Nawrocki. Doch die Bevölkerung ist skeptisch, in Umfragen führt ein
anderer.
(DIR) „Geh scheißen!“: Warum die Unesco die Wiener Würstelstände schützt
Die Lebensqualität sinkt, der Nahverkehr nervt. Aber immerhin eine gute
Nachricht gibt es in Österreichs Kapitale.
(DIR) Kriegsrecht in Südkorea: Wachsam für die Demokratie
Erst vor wenigen Jahrzehnten haben sich die Koreaner ihre Demokratie
erkämpft. Nach dem kurzzeitig ausgerufenen Kriegsrecht sind sie bereit, sie
zu verteidigen.