# taz.de -- Migration nach Europa: Wer steckt hinter der Ceuta-Krise?
       
       > Von Marokko aus passierten 72.000 Menschen die Grenze zu der spanischen
       > Exklave. Wurden sie manipuliert, um Spaniens Premier Sánchez unter Druck
       > zu setzen?
       
       Am 30. und 31. Juli passierten Zehntausende meist junge Menschen die
       [1][Grenze zur spanischen Exklave Ceuta], die an Marokkos nördlicher
       Mittelmeerküste liegt. Viele ertranken oder wurden zu Tode getrampelt. Die
       Bilder gingen um die Welt und dienten vielen als Vorlage, um die liberale
       Migrationspolitik von Spaniens Premier Pedro Sánchez scharf zu kritisieren.
       
       Italiens rechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni forderte, Spanien aus
       dem Schengenraum auszuschließen. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz reihte
       sich ein in die Kritik. Viele der Migrant:innen waren Aufrufen in den
       sozialen Medien gefolgt. Videos zeigten, wie einige in Bussen und LKWs an
       die Grenze gebracht worden waren. Einzelne marokkanische Grenzbeamte hatten
       die jungen Menschen durchgewunken.
       
       Während zunächst von kriminellen Schleuserbanden als Drahtzieher der Aktion
       die Rede war, wurde schnell auch über ein Mitwirken Marokkos, Russlands,
       der USA oder Israels spekuliert. Vermutet wird, dass Migration hier
       instrumentalisiert wird, um die linke spanische Regierung unter Druck zu
       setzen.
       
       Was ist dran an den Spekulationen? Welche Interessen verfolgen Marokko und
       internationale Akteure? Und wie geht es den Menschen vor Ort jetzt?
       
       Über diese Fragen spricht taz-Auslandsredakteur [2][Fabian Schroer] mit
       Nordafrika-Korrespondent [3][Mirco Keilberth], der gerade für die taz aus
       Marokko und Ceuta berichtet.
       
       Die aktuelle Folge wurde aufgezeichnet am 12. August um 11.30 Uhr MEZ.
       
       [4][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf
       taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
       
       14 Aug 2026
       
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