# taz.de -- Geflüchtete in Ceuta: Spanien plant temporäre Aufnahmeeinrichtungen
> Nach dem Massenansturm sind noch rund 1.800 Geflüchtete in der Exklave
> Ceuta. Die Regierung will sie von der Straße holen. 500 Mädchen sollen
> aufs Festland.
(IMG) Bild: Eine Gruppe von Migranten, die am Donnerstag in Ceuta von der Polizei vom Strand zu Notunterkünften begleitetet wurde
afp | Drei Wochen nach dem Massenandrang von Migranten will die spanische
Regierung zwei „temporäre Aufnahmeeinrichtungen“ in der spanischen Exklave
Ceuta einrichten. Ziel sei es, den rund 1.800 dort verbliebenen
Flüchtlingen eine Unterbringungsmöglichkeit zu bieten, „damit sie die
Nächte nicht mehr auf der Straße oder am Strand verbringen müssen“,
erklärte das Migrationsministerium am Donnerstag.
Ende Juli hatten nach Angaben der spanischen Behörden etwa 72.000 Migranten
[1][die neben Marokko gelegene Exklave Ceuta auf dem Landweg oder
schwimmend erreicht]; Dutzende Menschen kamen dabei ums Leben. Etwa 70.000
Migranten [2][kehrten wenig später nach Marokko zurück] oder wurden dorthin
zurückgebracht.
1.800 Migranten sollen sich nach Angaben der spanischen Regierung aber
[3][nach wie vor in Ceuta aufhalten], unter ihnen viele unbegleitete
Minderjährige. Die meisten von ihnen haben die vergangenen Wochen auf der
Straße oder am Strand geschlafen. Einwohner klagen über Sicherheits- und
Hygieneprobleme und werfen der Regierung in Madrid vor, ihre Bedürfnisse zu
vernachlässigen.
Der Umgang mit den in Ceuta verbliebenen Migranten ist in Spanien ein
Streitthema zwischen der linksgerichteten Regierung und der konservativen
Opposition. Während sich von der rechtsgerichteten PP regierte Regionen
weigern, unbegleitete Minderjährige aufzunehmen, will die Zentralregierung
500 Mädchen auf das spanische Festland bringen.
Diese Mädchen, von denen einige erst zehn oder elf Jahre alt seien,
befänden sich in „sehr komplexen familiären Situationen“ und „benötigen
eine spezialisierte Betreuung“, sagte der spanische Staatssekretär für
Kinder und Jugendliche, Rubén Pérez Correa, dem Radiosender Cadena SER.
21 Aug 2026
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