# taz.de -- Streit in der Koalition: Will die CDU regieren?
       
       > Der wirtschaftsliberale Flügel attackiert die SPD, Kanzler Merz
       > assistiert. Nach einem Jahr Schwarz-Rot fragt sich, wie wacklig diese
       > Regierung ist.
       
       „Diese Regierung wird keine vier Jahre halten.“ Das hat kürzlich der
       CDU-Wirtschaftspolitiker Christian von Stetten prophezeit. Der
       wirtschaftsliberale Flügel der Union ist frustriert, weil die SPD bei
       zackigen [1][Reformen des Sozialstaats] zögert. Die Sozialdemokraten haben
       zu Recht Angst, mit Kürzungen ihre schwindende Anhängerschaft zu verjagen.
       
       Aber weder die CDU-Rechte noch die SPD-Linke haben machtpolitische
       Alternativen. Das stabilisiert das Regierungsschiff. Kapitän Merz bringt es
       allerdings durch [2][jähe Ansagen über Kurswechsel] immer mal wieder ins
       Schlingern, anstatt für Ruhe an Deck zu sorgen.
       
       Wahrscheinlich wollte Friedrich Merz ein Jahr schwarz-rote Bundesregierung
       mit dem Interview im Spiegel und dem [3][Auftritt bei „Miosga“] in
       freundlichem Licht erscheinen lassen. Das hat nicht funktioniert. Der
       CDU-Politiker wirkte [4][aggressiv gegenüber der SPD] – sein Satz, kein
       Kanzler habe zuvor solche Angriffe ertragen müssen wie er, wurde als
       selbstmitleidig wahrgenommen. In Umfragen liegt die AfD vor der Union. Dass
       die Regierung scheitert, ist zwar nach wie vor unwahrscheinlich, rückt aber
       in den Bereich des Denkbaren.
       
       Hält die Koalition? Wie stark sind die Kräfte, die eine
       Union-Minderheitsregierung mit Unterstützung der AfD der Regierung mit der
       störrischen SPD vorziehen? Und hat jemand Sehnsucht nach Olaf Scholz? Das
       diskutiert Moderator Stefan Reinecke mit seinen Kolleginnen Sabine am Orde
       und Anna Lehmann aus dem taz-Parlamentsbüro sowie mit Kersten Augustin, dem
       Leiter des Inlandressorts der taz.
       
       7 May 2026
       
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