# taz.de -- Landtagswahlen in Ostdeutschland: Wie schlägt man die AfD?
       
       > Die AfD stellt sich gern als unbesiegbar hin, dabei hat sie in diesem
       > Jahr fast alle Kommunalwahlen verloren. Was lässt sich daraus lernen?
       
       Bei der [1][Landratswahl in der Uckermark] hat sich die AfD große
       Hoffnungen gemacht: Die Amtsinhaberin von der CDU, Karina Dörk, stand im
       April dem Herausforderer Felix Teichner gegenüber, einem Abgeordneten der
       AfD im Brandenburger Landtag. Der gibt sich freundlich und spielt auf dem
       Klavier auch mal Songs des linken Liedermachers Hannes Wader. Am Ende hat
       die Landrätin ihren Posten verteidigt und das mit einem sehr klaren
       Ergebnis. Kompetenz schlägt Populismus, kommentierte taz-Redakteur Stefan
       Reinecke das Ergebnis.
       
       Die Landratswahl in der Uckermark ist nur [2][eine von vielen Niederlagen],
       die die AfD in diesem Jahr bereits in Ostdeutschland einstecken musste –
       also da, wo sie sich besonders siegesgewiss gibt. Zu bislang 26 Wahlen für
       Bürgermeister- und Landratsposten ist sie angetreten, gewonnen hat sie nur
       zweimal: mit André Barth im sächsischen Altenberg Anfang des Jahres und
       [3][aktuell mit René Stadtkewitz in Zehdenick/Brandenburg].
       
       Was kann man aus diesen Ergebnissen lernen? Und welche Rolle spielt es,
       dass eine CDU-Frau wie Karina Dörk im Wahlkampf sagt, für „Pseudoprobleme“
       wie die Brandmauer habe sie keine Zeit?
       
       Wie schlägt man die AfD? Das ist die Frage, um die es in der neuen Folge
       des Bundestalks geht – natürlich auch mit Blick auf die Landtagswahlen im
       Herbst. In Sachsen-Anhalt steht die extrem rechte Partei laut Umfragen
       inzwischen bei 41 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 36. Aber auch in
       bundesweiten Umfragen hat sich die AfD auf Platz eins geschoben und liegt 2
       bis 3 Prozent vor der Union. Interessant dabei: Laut Wahlforscher*innen
       ist seit der Bundestagswahl nur ein kleiner Teil der Unionswähler*innen,
       die sich von CDU und CSU abgewandt haben, zur AfD übergelaufen. Ein
       deutlich größerer will jetzt gar nicht mehr wählen. Oder für Parteien links
       der Union stimmen.
       
       Was heißt all das für die Zukunft des Landes? Und welche Strategien gibt es
       gegen die AfD? Darüber diskutieren in der neuen Folge des Bundestalks der
       AfD-Watcher der taz, [4][Gareth Joswig], die Leiterin des
       Recherche-Ressorts [5][Anne Fromm] und [6][Stefan Reinecke] aus dem
       Parlamentsbüro. [7][Sabine am Orde] innenpolitische Korrespondentin der
       taz, moderiert.
       
       [8][„Bundestalk“] – Der politische Podcast der taz erscheint jede Woche auf
       taz.de, Spotify, Deezer und iTunes.
       
       15 May 2026
       
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