# taz.de -- Ein Jahr Bundesregierung: Kriege, Reformen und Rechtsruck. Kann Schwarz-Rot Krise?
       
       > Die Koalition steht vor riesigen Herausforderungen, hat aber keine großen
       > Visionen. Wie geht es weiter und wo steuern wir hin? Live-Podcast vom
       > taz.lab.
       
       Ein Jahr ist die von Friedrich Merz geführte schwarz-rote Bundesregierung
       jetzt im Amt – und bislang scheinen die Enttäuschungen zu überwiegen. Der
       im vergangenen Jahr angekündigte „große Herbst der Reformen“ [1][ist
       ausgeblieben], die Koalition scheint ohne gemeinsame Vision im Großen und
       zerstritten in den Details vor sich hin zu fuhrwerken. Die rechtsextreme
       AfD, deren Stimmenanteil Merz zu halbieren versprochen hatte, führt die
       Umfragen an und scheint noch immer die Agenda zu bestimmen.
       
       Wir fragen und diskutieren in drei Thesenblöcken das erste Jahr dieser
       Koalition. Erstens: [2][Kann diese Koalition Krise]? Dass die externen
       Faktoren, die Kriege im Nahen Osten und in der Ukraine mit ihren
       politischen und [3][ökonomischen Auswirkungen] und das vollkommen
       veränderte Verhältnis zu den USA einen gewaltigen Druck auf die
       Bundesregierung ausüben, ist unbestreitbar. Zeigt sie damit einen guten
       Umgang, der Vertrauen schafft? Das fragt und diskutiert Sabine am Orde aus
       dem taz-Parlamentsbüro.
       
       Zweitens: Egal, was bei den derzeit diskutierten Reformen (und
       Sparmaßnahmen) im Einzelnen herauskommt, ein zentraler Konstruktionsfehler
       des deutschen Sozialstaats bleibt: Er wird zentral über Abgaben auf die
       Arbeit finanziert. Das muss sich zugunsten steuerfinanzierter Modelle
       ändern, findet Stefan Reinecke, ebenfalls aus dem taz-Parlamentsbüro. Wie
       bereit ist die Regierungskoalition für wirklich neues Denken?
       
       Wochentaz-Politikredakteurin Martina Mescher fragt drittens angesichts des
       allgemeinen Rechtsrucks, ob wir nachhaltig auf eine konservative Republik
       zusteuern. Sie analysiert den modernen Konservatismus, der ebenfalls in der
       Krise steckt, und fragt sich, was es für dessen traditionelle Parteien
       bedeutet, von Rechtsextremen und Rechtspopulisten vor sich hergetrieben zu
       werden. Was wiegt da schwerer: Kulturkampf oder Neoliberalismus?
       
       Diese beim taz.lab 2026 live aufgezeichnete Folge mit allen vier
       „Bundestalk“-Hosts wird moderiert von Auslandsredakteur Bernd Pickert.
       
       30 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /CDU-Sozialpolitiker-zu-Reformen/!6173231
 (DIR) [2] /Schwarz-rotes-Chaos-Krisenmanagement/!6170371
 (DIR) [3] /Energiekrise/!6172392
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Bernd Pickert
 (DIR) Martina Mescher
 (DIR) Sabine am Orde
 (DIR) Stefan Reinecke
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Podcast „Bundestalk“
 (DIR) SPD CDU Koalition
 (DIR) Rechtsruck
 (DIR) Krankenhausreform
 (DIR) Friedrich Merz
 (DIR) Schwarz-rote Koalition
 (DIR) wochentaz
 (DIR) Podcast „Bundestalk“
 (DIR) Podcast „Bundestalk“
 (DIR) Podcast „Bundestalk“
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Ein Jahr schwarz-rote Bundesregierung: Koalition der Missgunst
       
       Merz kritisiert die SPD für ihre angeblich fehlende Kompromissbreitschaft.
       Das ist unklug – und dürfte für den Kanzler nach hinten losgehen.
       
 (DIR) Bilanz nach einem Jahr Schwarz-Rot: Hier spricht die Fachebene
       
       Ist die Bundesregierung so schlecht wie ihr Ruf? Wir haben langjährige
       Fach- und Führungskräfte in Bundesministerien befragt – anonym, damit sie
       frei antworten können.
       
 (DIR) Wochentaz-Podcast: Trumps größte Abschiebeaktion
       
       475 Menschen wurden in einer Fabrik verhaftet. Wie schauen Einheimische auf
       die ICE-Razzia? Und: Ist die Bundesregierung so schlecht wie ihr Ruf?
       
 (DIR) Iran, USA und die Straße von Hormus: Chaos ohne Ausweg?
       
       Der Krieg ist pausiert, gelöst ist nichts. Warum die Lage zwischen Iran,
       USA und Israel weiter eskalieren könnte.
       
 (DIR) Niederlage für die radikale Rechte: Viktor Orbán war ihr Vorbild bis in die USA. Und nun?
       
       Orbán ist weg, sein System wankt. Was heißt das für Europas Rechte, die EU
       und die Ukraine? Und kann man illiberale Politik wieder zurückdrehen?
       
 (DIR) Liberale Partei am Boden: Kann Kubicki die FDP retten?
       
       Die FDP kämpft ums Überleben. Kubicki will sie retten, doch der Streit um
       den Kurs könnte die Partei weiter nach rechts treiben.