# taz.de -- Bundesregierung protegiert Gasheizungen: Verschiebung nach rechts
> Ja, fossile Wärme könnte auch in Zukunft bezahlbar sein. Aber die Folgen
> fürs Klima wären katastrophal, wenn heute nicht mehr auf Wärmepumpen
> gesetzt wird.
(IMG) Bild: Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) im Bundestag
Weiterhin neue Gasheizungen einbauen zu dürfen, betrachtet Katherina Reiche
als Ausdruck schützenswerter Entscheidungsfreiheit der Bürger:innen.
[1][Folglich will sie das Gebäudemodernisierungsgesetz ändern].
Organisationen wie dem Umweltverband BUND und dem Fraunhofer Institut ISI
bleibt es vorbehalten, vor den fatalen Folgen zu warnen. Horrende Kosten
kämen dann wahrscheinlich auf Mieter:innen und Immobilienbesitzende zu.
Den vermeidbaren Verlust pro Privathaushalt beziffern die Expert:innen
beispielsweise auf rund 20.000 Euro in den nächsten 20 Jahren. Diese Summe
kommt zustande, weil Gas schätzungsweise erheblich teurer wird, unter
anderem durch den Kohlendioxidpreis.
In der schlechten Nachricht steckt aber auch eine gute: Mit
strombetriebenen Wärmepumpen lassen sich die Zusatzkosten vermeiden. Die
Berechnungen beruhen allerdings auf den heutigen Rahmenbedingungen. Viele
Einflussfaktoren können sich ändern, etwa die Höhe des Kohlendioxidpreises.
Dieser hängt eng zusammen mit dem europäischen Emissionshandel, dessen Ziel
darin besteht, Kohle, Erdöl und Erdgas bis 2050 nahezu vollständig durch
klimafreundliche Energiequellen zu ersetzen.
Grundsätzlich vorstellbar aber ist, dass konservative, rechte und
rechtsextreme Parteien diese momentan noch als unverrückbar geltenden
Ecksteine der Wirtschafts- und Umweltpolitik verschieben. Klimaneutralität
erst 2060 oder 2070?
Die Veränderungen, die [2][Wirtschaftsministerin Reiche] und CDU-Kanzler
Friedrich Merz bei Heizungen, erneuerbaren Energien, Stromnetzen und neuen
Autos vorantreiben, könnten erste Anzeichen einer solchen Verschiebung
sein. Vielleicht sind dann Gasheizungen auch in 20 Jahren noch eine
bezahlbare Wärmevariante. Die Warnung vor den hohen Kosten fossiler
Heizungen wäre im Rückblick möglicherweise gegenstandslos gewesen. Gültig
blieben damit umso mehr die aktuellen Warnungen vor den katastrophalen
Folgen unterlassener Klimapolitik.
24 Mar 2026
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(DIR) [1] http://ww.mdr.de/nachrichten/deutschland/politik/heizungsgesetz-gas-oel-waermepumpe-reiche-klimaschutz-kritik-100.html
(DIR) [2] https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/politik/wirtschaftsministerin-reiche-bundesregierung-energie-benzinpeis-reportage-e967928/?reduced=true
## AUTOREN
(DIR) Hannes Koch
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