# taz.de -- Exil
(DIR) Verfemter Expressionist in Hamburg: Hamburgs Brücken als neuronales Netz
Eine Ausstellung im neuen Hamburger Kunstort Parabel ehrt den einst
verfemten Expressionisten und Druckgrafik-Revolutionär Rolf Nesch.
(DIR) 2 Jahre nach ihrem Sturz in Bangladesch: Die verhasste Regentin will zurück
Bangladeschs frühere Premierministerin Sheikh Hasina verkündet, im Dezember
aus dem Exil zurückkehren zu wollen. Die Regierung reagiert empört.
(DIR) Unser Fenster nach Belarus: Pässe, Exil und Widerstand
Exil endet nicht an der Grenze: Belarussische Stimmen diskutieren über
Passentzug, Repression und die Kraft unabhängiger Medien.
(DIR) Regisseur über iranischen Exil-Film: „Ein Kind kann zu einem Mörder heranwachsen“
Parviz Sayyad hat vor über 40 Jahren einen Film über die iranische Republik
gedreht. Damals hoffte er noch, dass das Regime bald fallen würde.
(DIR) Buch über Abweisung vertriebener Juden: Im Niemandsland
Historikerin Susanne Heim zeigt in einer Studie, wie die Staaten nach 1933
die vertriebenen Juden abwiesen. Eine präzise Chronik von Verbrechen und
Versagen.
(DIR) Buch über Exilanten in Hollywood: Traumfabrik im Würgegriff
Jan Jekals Buch „Paranoia in Hollywood“ skizziert eindrucksvoll die
Exilantengemeinde in Hollywood während des Zweiten Weltkriegs – und die
Verwerfungen danach.
(DIR) Neue Biografie des Fotografen Fred Stein: Mit der Leica im Exil
Fred Stein porträtierte Willy Brandt, Bertolt Brecht und Anna Seghers. Eine
Biografie erinnert an den Fotografen, der vor den Nazis fliehen musste.
(DIR) Tagebuch aus Polen: Die Klassenfahrt findet ohne belarusische Kinder statt
Wer aus Belarus nach Polen geflüchtet ist, kann einen Ersatzpass erhalten.
Doch das ist kompliziert. Reisefreiheit in der EU gibt es für
Belarus:innen nicht.
(DIR) Band von Theodor Lessing: Wie die Fliegen
Ein Band mit Artikeln des jüdischen Publizisten Lessing gibt Einblick in
die deutsche Gesellschaft. Er beleuchtet das Ende der Zwanzigerjahre.
(DIR) Ausstellung Bauhaus-Fotografinnen: Mit der Kamera versprach sie Zukunft und Wirklichkeit
Die Ausstellung „Neue Frau, Neues Sehen. Die Bauhausfotografinnen“ im
Berliner Museum für Fotografie stellt 30 Fotografinnen vor. Manche von
ihnen waren lang vergessen.
(DIR) Schau über eine frühe Frauenkunstschule: Frauen am Rande der Wahrnehmung
Eine Ausstellung in Stade erinnert an eine frühe private Kunstschule für
Frauen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts ermöglichte sie professionelle
Ausbildung.
(DIR) Schauspielerin und Jüdin Ruth Albu: Die Vergessene
Die deutsch-amerikanische Schauspielerin Ruth Albu hat ihre Wurzeln in
Berlin. Vor den Nazis musste sie fliehen. Eine Erinnerung.
(DIR) Premiere von „Automatenbüfett“ am DT: Angel dir einen
Jan Bosse inszeniert „Automatenbüfett“ von Anna Gmeyner am Deutschen
Theater in Berlin als liebevolles Trash-Spektakel, das aber auch nervt.
(DIR) Filmemacherin zur Lage im Iran: „Für uns gibt es keinen Weg zurück“
Die Welt nicht länger in Gut und Böse einteilen, dafür plädiert die
Regisseurin Narges Kalhor. Sie hofft zudem, dass das Mullah-Regime von
selbst aufgibt.
(DIR) Unser Fenster in die Ukraine: Vier Jahre Krieg – Medien im Exil
Leben und arbeiten im Exil: Ukrainische Medienschaffende sprechen über
Krieg, geopolitische Risiken und die Rolle der russischen Sprache.
(DIR) Buch über Nazigegner im Prager Exil: Das Exil nebenan
Hitler-Gegner wie Gabriele Tergit oder Alfred Kerr emigrierten in die
Tschechoslowakei. In „Vertraute Fremde“ begibt sich Peter Lange auf ihre
Spur.
(DIR) Barbara Honigmann „Mischka“: Zwischen Rosenhügeln und Ersatzmüttern
Ein internationales Kulturbürgertum, das nie eine konkrete Verortung hatte:
Barbara Honigmann beschreibt das jüdisch-kommunistische Milieu des 20.
Jahrhunderts.
(DIR) Unser Fenster nach Russland: Russischer Imperialismus: Vergangenheit, Gegenwart und Verantwortung
Wie wirkt russischer Imperialismus heute? Sergej Lebedew und Anastasia
Tikhomirova diskutieren Geschichte, Krieg, Verantwortung und Exil.
(DIR) Menschenrechtlerin über Widerstand: „Ein Symbol des anderen Russland“
Die Menschenrechtsorganisation Memorial ist in Russland verboten worden.
Aber die Arbeit geht weiter, sagt Mitgründerin Irina Scherbakova.
(DIR) Debütroman von Jegana Dschabbarowa: Eine perfekte Feindin
Jegana Dschabbarowa blickt in ihrem Debütroman auf konservative
aserbaidschanische Gemeinschaften in Russland. Sie lebt in Deutschland im
Exil.
(DIR) Wen Russland für den Krieg rekrutiert: Stanislav weiß nicht, wofür er kämpft
Daten aus dem Moskauer Rathaus zeigen: Potenzielle Rekruten werden – trotz
dass sie offensichtlich einfache Fragen nicht beantworten können – in den
Dienst der Armee gestellt.
(DIR) Russische Autorin über das Exil: „Brutalität verändert Menschen irreparabel“
Die nach Berlin emigrierte russische Autorin Marija Stepanova verhandelt in
„Der Absprung“ Schuldgefühle im Exil. Der Roman versteht sich als Fabel.
(DIR) Demo an iranischer Botschaft in Berlin: Polizei schützt Flagge des Iran-Regimes
Demonstranten entfernen erfolgreich die Fahne der Islamischen Republik Iran
auf deren Botschaftsgelände. Vorherige Versuche scheitern.
(DIR) Exilrussen unter Beschuss: Putins langer Arm bis Dresden
In Dresden pflegen russische Exil-Oppositionelle ein Nawalny-Mahnmal. Ihr
Verein wurde in Russland nun als „unerwünschte Organisation“ eingestuft.
(DIR) Jafar Panahi über seinen neuen Film: „Das Kino ist nur ein Teil dieses Widerstands“
Der iranische Regisseur Jafar Panahi spricht über Trauma und Humor. Sein
preisgekrönter Film „Ein einfacher Unfall“ läuft jetzt an.
(DIR) Umweltverbrechen in Kolumbien: Einmal Whistleblower, immer Whistleblower
Der deutsch-kolumbianische Ingenieur Andrés Olarte wird für seine
Enthüllung von Umweltverbrechen mit dem Ellsberg Whistleblower Award
ausgezeichnet.
(DIR) Repression gegen Dissidenten im Ausland: Plant Vietnam die nächste Entführung in Deutschland?
2017 verschleppte der vietnamesische Geheimdienst einen abtrünnigen
Funktionär aus Berlin. Nun gibt es Indizien, dass einem Exiljournalisten
das Gleiche drohen könnte.
(DIR) Geflüchtete Ärzte in Uganda: Heilen im Exil
Sudans Ärzte kämpften einst gegen das Militärregime. Der Krieg zwang sie
zur Flucht. In Uganda haben einige von ihnen ein neues Krankenhaus
aufgebaut.
(DIR) Barbara Yelins Buch über Therese Giese: Und Therese spielt …
In einer Graphic-Novel-Biografie erzählt Barbara Yelin vom bewegten Leben
der Brecht-Schauspiel-Ikone Therese Giehse.
(DIR) Buch von afghanischen Frauen: Eine Burka für das Denken der Frauen
Das Buch „Geliebtes Kabul“ dokumentiert das Leben einiger Frauen unter
Talibanherrschaft. Man möchte es Alexander Dobrindt in Dauerschleife
vorlesen.
(DIR) Frühe Liebesbriefe Anna Seghers: Übungen in Selbstständigkeit
Die frühen Liebesbriefe von Anna Seghers sind Zeugnisse aus einer Zeit,
bevor sie weltberühmt wurde. Nun erscheinen sie in einem Sammelband.
(DIR) Russischer Popstar Monetochka: Sie vergießt keine Tränen für die alte Heimat
Der russische Popstar Monetochka lebt im Exil und engagiert sich gegen den
Krieg. In Russland entfalten ihre Songs enorme Wirkung. Nun geht sie auf
Tour.
(DIR) Deutsch-jüdisch-israelisches Erbe: Das Jackett hängt am richtigen Platz
Ein Museum in Haifa erinnert an die deutschsprachigen Einwanderer, die ab
1930 Palästina auf der Flucht vor den Nazis erreichten.
(DIR) Wiedergefundener Roman über die NS-Zeit: Mopsas unbedingte Schwere
19 Jahre lang hat Dorothea Sternheim an ihrem Roman über die NS-Zeit
gearbeitet. 70 Jahre nach Vollendung ist „Im Zeichen der Spinne“ nun
erschienen.
(DIR) Ukrainische Theatergruppe aus Lübeck: Der Einkaufswagen als Rednerpult
Das Lübecker Ukrainische Freie Theater bringt Stücke auf Ukrainisch für ein
deutsches Publikum auf die Bühne – etwa „Fluchtgeschichten der Tiere“.
(DIR) Russische Stimmen im Exil: Exodus von N.
Die Schriftstellerin Linor Goralik hat die Stimmen russischer Emigranten
nach Beginn des Ukrainekriegs eingefangen. In Berlin stellte sie ihr Buch
vor.
(DIR) Lateinamerikanisches Literaturfestival: Chronisten der Transformationen
Das Festival „Barrio (Bairro) Berlin“ ist gestartet. Es bildet ab, wie
vielfältig die lateinamerikanische Literaturszene hierzulande ist.
(DIR) Diffamierung des Malers Max Beckmann: Subtile Symbolik war nicht die Sache der Nazis
„Entartete“ Künstler wurden von den Nazis diffamiert, nicht verfolgt,
anders als verbotene Autoren. Die Ausgrenzung des Malers Max Beckmann
verdeutlicht das.
(DIR) Kirche wird Ausstellungsort: Eine Heimstatt für die Verfemten
Mit „Parabel“ hat Sammlerin Maike Bruhns den ersten Ort für Hamburger
verfemte Kunst eröffnet. Die aktuelle Schau zeigt auch
KZ-Häftlingszeichnungen.
(DIR) Kurdischer Autor Menaf Osman: Ein widerspenstiger Schriftsteller
Der kurdische Autor Menaf Osman war Jahrzehnte willkürlich in der Türkei in
Haft. Nun lebt er in München. Die Geschichte einer unglaublichen Odyssee.
(DIR) Unser Fenster nach Russland: Zwischen Drohne und Drohung
Russische Drohnen, Angst: Im Baltikum – und Osteuropa– wird nicht nur der
Luftraum verletzt, sondern auch die Psyche. Ein Gespräch mit
Exiljournalist*innen.
(DIR) Iranische Sängerin Faravaz im Exil: Kinky mit dem Mullah
Am Jahrestag von Jina Mahsa Aminis Ermordung spricht die iranische Sängerin
Faravaz aus dem Exil über die Frauenbewegung ihrer Heimat und Widerstand.
(DIR) Nachruf auf Ruth Weiss: Sie nannten sie „Ruth Weiss-heit“
Die jüdischstämmige Schriftstellerin und Menschenrechtsaktivistin Ruth
Weiss ist im Alter von 101 Jahren gestorben.
(DIR) Refugium-Auszeit-Stipendium 2025: Venezuela: Journalismus ohne Krieg unter Kriegsbedingungen
Ronna Rísquez berichtet über ihre Arbeit als Journalistin in Venezuela. Ein
Gespräch über Verlust, Widerstand und die Kraft journalistischer
Solidarität.
(DIR) Unser Fenster nach Belarus: Der Protest ist nicht tot – er hat nur seine Form verändert
Im August jähren sich die Proteste in Belarus zum 5. Mal. Drei
Exil-Journalist:innen erzählen, wie heute in Belarus, Russland und
Aserbaidschan protestiert wird.
(DIR) Regisseurin zu Abtreibungs-Drama „April“: „Die Klinik war ein sicherer Ort“
In ihrem Film „April“ zeigt Dea Kulumbegaschwili eine mutige Gynäkologin.
Die Regisseurin spricht über ihr Exil in Berlin und die Lage in Georgien.
(DIR) Schriftstellerin Friedl Benedikt: Probleme in Liebesdingen
Die österreichische Schriftstellerin Friedl Benedikt musste vor den Nazis
nach London fliehen. Staunend hat sie vom Leben in Kriegs- und
Nachkriegszeit erzählt.
(DIR) Belarusische Autorin Tania Arcimovich: Der Garten im Kopf
Sie fand das „Wir“ in der Pandemie und das Glück im Garten. Die
belarusische Autorin Tania Arcimovich erzählt von Unterdrückung und dem
Kampf dagegen.
(DIR) Kyjiwer Stück „Confronting the Shadow“: Den Monolog aus sich herauspressen
Regisseurin Tamara Trunova und das Kyjiwer Left Bank Theater spielten in
Berlin „Confronting the Shadow“ über unterdrückte ukrainische Kultur.