# taz.de -- Medien
(DIR) Deutsche Presse-Agentur wird bestreikt: Die dpa hat kaum etwas zu melden
Erstmals gibt es einen ganztägigen Warnstreik bei Deutschlands führender
Nachrichtenagentur. Den Gewerkschaften ist das Arbeitgeberangebot zu
niedrig.
(DIR) Ausbau der DNB in Leipzig gestrichen: Bücher-, ähhh, Bürokratieabbau à la Weimer
Kurz vor der Buchmesse stoppt der Kulturstaatsminister den Ausbau der
Deutschen Nationalbibliothek – und entfacht eine neue Debatte über
Kulturpolitik.
(DIR) Ostdeutsche Allgemeine Zeitung: Chefredakteur sucht das Weite
Dorian Baganz, Chefredakteur der gerade erst gegründeten „Ostdeutschen
Allgemeinen Zeitung“, hat schon genug. Nun weht der Wind von rechts noch
schärfer.
(DIR) Deutsche Übernahme britischer Zeitung: Springer kauft Telegraph
In letzter Minute soll der deutsche Axel-Springer-Konzern die britische
Traditionszeitung „Telegraph“ gekauft haben. Für 575 Millionen Pfund.
(DIR) DuMont übernimmt „Kölnische Rundschau“: Journalisten-Verbände üben Kritik
DuMont übernimmt die „Kölnische Rundschau“. Gewerkschaften befürchten
Stellenstreichungen. DuMont dementiert: Die Redaktion soll eigenständig
bleiben.
(DIR) Medienskandal in Serbien: Ein Plan wird Realität
In Serbien sind freie Medien unter Druck von Präsident Vučić. Nun stehen
der TV-Sender N1 und die Zeitung „Danas“ vor einschneidenden Änderungen.
(DIR) Die Wahrheit: Staatliches Sandmännchen
Vor 69 Jahren endete ein bizarres TV-Ritual: Bis dahin war die BBC
gesetzlich dazu verpflichtet, für eine Stunde das Fernsehprogramm zu
unterbrechen.
(DIR) Neue „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“: Kuschelblatt für klasse Leute
Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ ist da. Das Blatt bedient eher
Befindlichkeiten, als zu informieren. Ob der Ost-Markt dafür groß genug
ist?
(DIR) Tötungsdelikt an Hamburger U-Bahn: Medien weisen Täter posthum aus
Nachdem ein 25-Jähriger eine 18-Jährige mit in den Tod gerissen hat,
empören sich Journalisten darüber, dass der Mann überhaupt in Deutschland
war.
(DIR) Springers Welt: Mit Vollgas gegen die Brandmauer
Springer macht Schlagzeilen – und nicht alle sind gut für den Verlag. Ein
Treffen mit Ulf Poschardt, seit einem Jahr Herausgeber der „Premiummarke“.
(DIR) Die Wahrheit: Kann das Sofa Mitleid?
Die Winterkatastrophe, die aus allen Medien zum Sturm bläst, ist eigentlich
ein ganz normaler Winter mit Schnee und Eis.
(DIR) Kunstaktion gegen Springer-Gruppe: 24 auf einen Streich
Aktivist:innen überkleben Bildschirme des BVG als Statement gegen
rechte Hetze. Die taz begleitet sie beim Reigen durch das Berliner
U-Bahn-Netz.
(DIR) Ministerpräsident schilt Medien: Gegenwind für Daniel Günther
Nach einem TV-Auftritt hagelt es Zensurvorwürfe: Schleswig-Holsteins
CDU-Ministerpräsident will rechte Medien auf Qualitätsstandards
verpflichten.
(DIR) Spektakel im Berliner Zoo: Tiere, Bäume, Sensationen
Im Berliner Zoo werden übrig gebliebene Weihnachtsbäume verfüttert. Medien
lieben so was. Es läuft aber nicht ganz so wie geplant.
(DIR) Das Medienjahr 2026: Ein Traumszenario
Eine Wunschliste für das neue Jahr: neue Bezahlmodelle für den öffentlichen
Rundfunk und ein neues Steuerrecht für gemeinnützigen Journalismus.
(DIR) Strafrechts-Professorin über Fake News: „Wahrheit als Kategorie steht auf dem Spiel“
Die Grenze zwischen Fakt und Fiktion wird in den sozialen Medien immer
verschwommener. Und das veraltete Strafrecht hinkt hinterher, sagt Elisa
Hoven.
(DIR) Wiener Schau zu Modedesigner Lang: Sei ganz du selbst, aber mach was draus!
Helmut Lang hielt das postindustrielle Feeling der 90er in seinem Design
fest. Nun widmet ihm das Museum für angewandte Kunst eine Retrospektive.
(DIR) Zum Abschied des Moderators Jörg Wagner: Der lebende Rundfunkauftrag
Am Samstag moderiert Jörg Wagner zum letzten Mal das „Medienmagazin“ bei
radioeins. Kaum jemand berichtet noch so akribisch über Medien wie er.
(DIR) Ludwig-Erhard-Gipfel: Weimers Wort-Inkontinenz
Nach dem Wirbel um seinen Gipfel wirken Wolfram Weimers ständige Warnungen
noch bizarrer. Denn vor Interessenskonflikten warnte er bisher nicht.
(DIR) „Spiegel“ und ARD: Angst ist kein guter Ratgeber für Medien
Der „Spiegel“ hat die Öffentlich-Rechtlichen ins Visier genommen. Man
könnte so viel kritisieren an der ARD, aber die „Spiegel“-Geschichte ist
dünn.
(DIR) Prozess in Magdeburg: Nicht auf Kosten der Opfer
Wie über einen Täter berichten, der Aufmerksamkeit als Lohn für seine
verbrecherische Tat geradezu sucht? Eine Frage, die sich in Magdeburg
stellt.
(DIR) Neues Medium in Österreich: „Jetzt“ will Journalismus neu erfinden
Nach holpriger Kampagne ist das neue Medium „Jetzt“ mit 5.900 zahlenden
Mitgliedern gestartet. Ob sich das Konzept durchsetzen kann, bleibt
abzuwarten.
(DIR) Linkes Magazin stellt Druckausgabe ein: „Konkret“ gibt es bald nur noch digital
Nach 68 Jahren stellt das linke Magazin Konkret die Druckausgabe ein. Für
Leser*innen und freie Autor*innen kommt der Schritt überraschend.
(DIR) Repressionen gegen Medien in Kirgistan: Ein weiterer Schlag
Mehrere Onlinemedien werden per Gerichtsbeschluss zu „extremistischen
Organisationen“ erklärt, ihre Gründer bekommen Berufsverbot. Bald wird
gewählt.
(DIR) Medienrelevanz bei jungen Menschen: Schnell sein, ohne an Haltung zu verlieren
Junge Menschen informieren sich gänzlich anders als ältere. Was bedeutet
das für Redaktionen der klassischen Medien? Eine Befragung gibt Antworten.
(DIR) Afrikanistin über Sudan in den Medien: „Medien spielen eine große Rolle bei internationalem Druck“
Der Krieg in Sudan wird in den meisten Medien nur wenig behandelt. Freie
Autorin Meret Weber zu Hierarchien medialer Aufmerksamkeit.
(DIR) Autorin zu Vertrauensverlust in Medien: „Diejenigen sichtbar machen, die keine Stimme haben“
Vertrauen in Journalismus gehe teilweise verloren. Nadia Zaboura spricht
über Fehlerkultur, Doppelstandards und warum Neutralität ein „Fantasma“
ist.
(DIR) Berichterstattung über Kriminalität: „Dreifach überrepräsentiert“
Eine Studie ergibt: Ausländische Tatverdächtige sind in Medien
überproportional vertreten. Die Polizeistatistiken sprechen eine andere
Sprache.
(DIR) „nd“ in der Krise: Bleib wach – sonst stirbst du!
Das linke „nd“ braucht mehr Leser*innen und mehr Geld. Warum sich das
für alle lohnt – ein Plädoyer aus dem Maschinenraum der Zeitung.
(DIR) Medien in Zeiten der Krisen: Raus aus der Erregungsfalle
Nicht nur „die Politik“ muss in angespannten Zeiten liefern, auch Medien
sollten das tun. Sechs Ideen für einen konstruktiven Journalismus.
(DIR) Oppositionelle in der Türkei: Fatih Altayli muss im Gefängnis bleiben
Der bekannte Journalist soll zu Gewalt gegen Präsident Recep Tayyip Erdogan
aufgerufen haben. Die Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft.
(DIR) Berichterstattung über Coronapandemie: „Medien haben die Regierung vor sich hergetrieben“
Der Kommunikationswissenschaftler Marcus Maurer hat die Berichterstattung
großer Medienhäuser in der Pandemie untersucht. Die ausgewerteten Daten
sind überraschend.
(DIR) Politik auf Social Media: Die Supermacht der Influencer
Der erschossene Podcaster Charlie Kirk war einer der engsten
Trump-Vertrauten. Doch nicht nur in den USA gewinnen Social-Media-Stars an
politischem Einfluss.
(DIR) Julia Klöckner und die Medien: Postfaktische Presseschau
Julia Klöckner bestreitet, taz mit Nius verglichen zu haben – dabei gibt es
sogar Aufnahmen von der Rede. Von der Politikerin ist man leider nichts
anderes gewohnt.
(DIR) Aktivistin und Nahost: Grimmige Kritik
Judith Scheytt wurde nach Antisemitismusvorwürfen ein Preis für
Medienkritik zur Gaza-Berichterstattung aberkannt. Das bleibt nicht
unwidersprochen.
(DIR) Privatsender ProSiebenSat.1.: Nun übernimmt Berlusconi die Regie
Nach einem langen Bieterstreit und einem gescheiterten ersten Anlauf ist
der Weg nun frei: Der italienische Konzern MediaForEurope sichert sich die
Mehrheit an ProSiebenSat.1.
(DIR) Nach Gleichsetzung von taz und Nius: Klöckner in der Kritik
Nach dem Vergleich der taz mit der radikal rechten Nius kritisiert der
Journalistenverband die Bundestagspräsidentin. Es gibt erste
Rücktrittsforderungen.
(DIR) Kauf durch RedBird Capital: Protest gegen Übernahme der britischen Zeitung „Telegraph“
Die britische Zeitung „Telegraph“ soll vom Investmentunternehmen RedBird
Capital übernommen werden. Kritisiert wird dessen Nähe zu China.
(DIR) Rupert Murdoch: Der letzte Medienmogul
Rupert Murdoch, 94, streitet mit seinen Kindern immer noch darum, wer sein
Medienimperium weiterregieren wird. Kann ihn überhaupt jemand ersetzen?
(DIR) Pressefreiheit in Georgien: Georgische Journalistin zu zwei Jahren Haft verurteilt
Mzia Amaghlobeli ist zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt
worden. Sie ist die erste politische Gefangene in Georgien seit 1991.
(DIR) Übernahme von ProSiebenSat.1: Berlusconi-Konzern MFE will Sender kaufen
Der italienische Medienriese MFE könnte bald ProSiebenSat.1 übernehmen. Die
Manager aus Unterföhring haben ihren Widerstand aufgegeben.
(DIR) Studien der TU Braunschweig: Bewegte Bilder stören beim Lernen
Kurzvideos haben gegenüber Texten erhebliche Nachteile für die
Wissensvermittlung. Trotzdem können sie im Unterricht eine Rolle spielen.
(DIR) Italienischer Medienriese: Berlusconi junior
Die Mediengruppe der Familie Berlusconi will ihren Anteil bei
ProSiebenSat.1 aufstocken. Das würde die Medienmachtstruktur in Deutschland
verändern.
(DIR) Holger Friedrichs „Berliner Zeitung“: Der Systemsprenger
Die „Berliner Zeitung“ wird 80. Zum Geburtstag wächst intern der Unmut über
den Verleger Holger Friedrich. Über die Abgründe eines Medienimperiums.
(DIR) Entführungsprozess in Hamburg: Schlammschlacht und kindliche Todesangst
In Hamburg startet der Prozess um die Entführung zweier Kinder. Die Mutter,
Millionenerbin Christina Block, soll dafür den Auftrag gegeben haben.
(DIR) Holger Friedrich: Die schärfsten Kritiker der Elche sind selber welche
Der Verleger der „Berliner Zeitung“ und Herausgeber der „Weltbühne“ Holger
Friedrich fühlt sich unfair behandelt. Dabei gehen seine Medien genauso
vor.
(DIR) Die Wahrheit: Jutebeutel! Gratis!
Eigentlich das perfekte Werbegeschenk für einen geheimnisvollen
Intellektuellen: ein Gimmick mit einem lustigen Spruch drauf. Eigentlich…
(DIR) Die Wahrheit: Der mit dem Geldbeutel denkt
Schurken, die die Welt beherrschen wollen – heute: Wolfram „Häppchen“
Weimer, Kulturstaatsfürst und Ludwig-Erhard-Epigone vom Tegernsee.
(DIR) „Compact“-Urteil: Die Unberechenbarkeit von Verboten
Hätten die Leipziger Richter gewollt, wäre Compact verboten geblieben –
demokratische Richter tun sich schwer mit einer solchen Entscheidung.
(DIR) Ost und West auf den JugendPolitikTagen: Junge Stimmen gegen Medienklischees
Der Osten – unsichtbar und missverstanden? Katharina Mielke, Fabienne
Joswig und Marie Eisenmann sprechen über die Verantwortung des
Journalismus.