# taz.de -- Medien
(DIR) Buckelwal Hartwin: Keine Möwe kräht nach ihm
Der Buckelwal Timmy hatte im April die Schlagzeilen beherrscht, aber für
seinen Nachfolger gibt es weder Liveblogs noch Demos. Liegt es am Namen?
(DIR) Zuwachs bei Politico: Michael Bröcker wechselt von Table Media zu Axel Springer
Michael Bröcker übernimmt bei Axel Springer gleich zwei Leitungsfunktionen,
und auch bei „Politico Deutschland“ gibt es weitere personelle
Veränderungen.
(DIR) Die Wahrheit: Zu wenig Drama, gar keine Floskeln
Die Wahrheit vor Ort beim Prozess gegen den Gerichtsreporter Joachim
Schwimmmeister aus Niedersachsen.
(DIR) Anschläge auf Bahn und Stromnetz: Linksextremisten? Nur ein Verdacht
Wer Anschläge vorschnell Linksextremisten zuschreibt, verwechselt Verdacht
mit Beweis. Gerade in Zeiten hybrider Angriffe ist das gefährlich.
(DIR) Vertrauen in die Medien: Ikkimel und was der Journalismus sich so einbildet
Bei einem ZDF-Auftritt der Sängerin Ikkimel waren sich die Medienberichte
einig: das Publikum sei verstört gewesen. Aber stimmt das eigentlich?
(DIR) IFG-Reform auf Bundesebene: Der autoritäre Staatsumbau nimmt Fahrt auf
Schwarz-Rot will das Informationsfreiheitsgesetz de facto abschaffen. Es
ist der schwerste Angriff auf staatliche Transparenz in der Geschichte der
BRD.
(DIR) Medien-Generalstreik in Tschechien: Schwarze Fahnen, leere Schreibtische
Tschechiens öffentlich-rechtliche Sender streiken. Die redaktionelle
Unabhängigkeit sei durch die geplante Finanzierung durch den Staat
gefährdet, warnen sie.
(DIR) Bremer Straßenmagazin feiert Geburtstag: Mehr als nur eine Zeitung
Die Bremer „Zeitschrift der Straße“ feiert ihr 15-jähriges Bestehen. Doch
auch sie hat mit dem Sprung ins Digitale und Papierpreisen zu kämpfen.
(DIR) KI-Vorfälle bei „Welt“ und „FAZ“: Nehmt den Boomern das Internet weg
„Kann Anteile von Referenten oder Pressesprechern enthalten“ müsste als
Disclaimer unter vielen Texten stehen. Was, wenn da auch KI aufgeführt ist?
(DIR) Cosmo-Radio und Repräsentation: Die Lücke wird größer
Das Aus des Radiosenders Cosmo ist beschlossen, doch es gibt öffentliche
Gegenwehr. Es geht nicht zuletzt um den Raum für Minderheiten.
(DIR) Aus dem Tagebuch des Fifa-Präsidenten: Chillt doch endlich mal ne Runde!
Nach einer mal wieder leidigen Pressekonferenz ist Gianni Infantino
genervt. Er denkt über die Gründung einer Fifa-Journalistenschule nach.
(DIR) Medienfreiheit eingeschränkt: Pentagon sperrt das Pressebüro für Journalist:innen
Das US-Verteidigungsministerium schränkt den Zugang für Medien weiter ein.
Das Pressebüro ist jetzt Sicherheitszone, Zutritt für Journalist:innen
verboten.
(DIR) Ungarische Medien nach Orbán: Was bleibt nach 15 Jahren Propaganda?
Márton Gergely erzählt vom Niedergang der Fidesz-Medien, journalistischen
Überlebensstrategien und welche Hoffnungen es nun in Ungarn für Medien
gibt.
(DIR) ÖR-Sender vs. Tech-Plattformen: Zurück zur aufgeklärten Öffentlichkeit
Die öffentlich-rechtlichen Sender tun sich schwer dabei, gegen die
Algorithmen der Plattformen und ihre kommerzielle Logik zu bestehen. Doch
es gibt Auswege.
(DIR) Sexualisierte Gewalt gegen Palästinenser: Meinung mit Methode
Ein Meinungsbeitrag der „New York Times“ erhebt sensationelle Vorwürfe
gegen Israel. Doch die Quellen sind dubios – und die Form des Textes
falsch.
(DIR) Axel Springer: Ulf Poschardt gibt Herausgeber-Position bei „Welt“ auf
Ulf Poschardt, Herausgeber der „Premiummarke“ von Axel Springer, tritt
zurück. Der Journalist wird zum 1. Juli „freiester Autor“ des Verlags.
(DIR) Medienkompetenz als Festival: „Die Meinung ins Handy brabbeln, ist kein Journalismus“
Von Zeitung zum Twitch-Stream: Das Jugendmedienfestival in Bad Segeberg
spiegelt den Wandel der Medienbranche, sagt Crew-Mitglied Katharina Dushe.
(DIR) NSDAP-Datenbanken von Spiegel und Zeit: Die Nazi-Dateien sind hilfreich – und keine Gegenwartsflucht
Datenbanken über NSDAP-Mitglieder erleichtern die Ahnenforschung enorm.
Solche Recherchen können auch für heutigen Rechtsextremismus
sensibilisieren.
(DIR) Konservative Journalisten: Kritisch bleiben für alle
Braucht der Journalismus mehr konservative Stimmen? Wer das fordert,
bedient die Erzählung der Rechtsextremen von einer „linkslastigen Branche“.
(DIR) Alternativmedien früher und heute: Geschäft mit der Angst
Angst ist eine treibende Kraft von Alternativmedien. Während Rechte sie zur
Zerstörungslust einsetzen, nutzten Linke sie nach Tschornobyl produktiv.
(DIR) PressTV: Das Auslandsmedium der Mullahs
PressTV ist der internationale Propagandasender Irans. Zum Programm gehören
Verschwörungsmythen, Holocaustleugnung und erzwungene Zugeständnisse.
(DIR) Demo gegen die Öffentlich-Rechtlichen: Der Spritpreis ist nicht alles
Dutzende demonstrieren vor den NDR-Studios mit „Lüge“-Rufen gegen die
Iran-Berichterstattung. Das ist falsch, doch die Wut ist verständlich.
(DIR) Medienfreiheit in Litauen: Durchregieren in TV und Radio
In Vilnius haben erneut über 10.000 Menschen gegen ein Gesetz der Regierung
protestiert. Die will den öffentlich-rechtlichen Sender LRT stärker
kontrollieren.
(DIR) Lokaljournalismus in Großbritannien: Ein Blatt für die Community
Der „Bristol Cable“ gehört seiner Leserschaft – mehreren tausend Menschen
in der britischen Stadt. Ein Modell für die Zukunft des Lokaljournalismus?
(DIR) Umbau der Presse: Wie trump sind die US-Medien?
US-Präsident Donald Trump greift immer stärker in die Medienlandschaft der
Vereinigten Staaten ein. Was heißt dies für die Berichterstattung?
(DIR) Abschied von den sozialen Medien: Und tschüss!
Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk war in sozialen Medien omnipräsent –
und bekam positive wie Hasskommentare. Er zog die Notbremse und stieg aus.
(DIR) Digitale Gewalt: Medien können Frauenfeindlichkeit befeuern
Darstellungen von Frauen in sozialen Medien, Werbung und Nachrichten prägen
den Blick der Gesellschaft, zeigt eine neue Studie. Und was jetzt?
(DIR) Nach schweren Fehlern seines Vorgängers: Ex-Google-Chef Brittin wird neuer BBC-Intendant
Ex-Google-Chef und Ruderer Matt Brittin wird neuer BBC-Chefintendant.
Mitarbeiter*innen der Medienanstalt finden das „verheerend“.
(DIR) Deutsche Presse-Agentur wird bestreikt: Die dpa hat kaum etwas zu melden
Erstmals gibt es einen ganztägigen Warnstreik bei Deutschlands führender
Nachrichtenagentur. Den Gewerkschaften ist das Arbeitgeberangebot zu
niedrig.
(DIR) Ausbau der DNB in Leipzig gestrichen: Bücher-, ähhh, Bürokratieabbau à la Weimer
Kurz vor der Buchmesse stoppt der Kulturstaatsminister den Ausbau der
Deutschen Nationalbibliothek – und entfacht eine neue Debatte über
Kulturpolitik.
(DIR) Ostdeutsche Allgemeine Zeitung: Chefredakteur sucht das Weite
Dorian Baganz, Chefredakteur der gerade erst gegründeten „Ostdeutschen
Allgemeinen Zeitung“, hat schon genug. Nun weht der Wind von rechts noch
schärfer.
(DIR) Deutsche Übernahme britischer Zeitung: Springer kauft Telegraph
In letzter Minute soll der deutsche Axel-Springer-Konzern die britische
Traditionszeitung „Telegraph“ gekauft haben. Für 575 Millionen Pfund.
(DIR) DuMont übernimmt „Kölnische Rundschau“: Journalisten-Verbände üben Kritik
DuMont übernimmt die „Kölnische Rundschau“. Gewerkschaften befürchten
Stellenstreichungen. DuMont dementiert: Die Redaktion soll eigenständig
bleiben.
(DIR) Medienskandal in Serbien: Ein Plan wird Realität
In Serbien sind freie Medien unter Druck von Präsident Vučić. Nun stehen
der TV-Sender N1 und die Zeitung „Danas“ vor einschneidenden Änderungen.
(DIR) Die Wahrheit: Staatliches Sandmännchen
Vor 69 Jahren endete ein bizarres TV-Ritual: Bis dahin war die BBC
gesetzlich dazu verpflichtet, für eine Stunde das Fernsehprogramm zu
unterbrechen.
(DIR) Neue „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“: Kuschelblatt für klasse Leute
Die „Ostdeutsche Allgemeine Zeitung“ ist da. Das Blatt bedient eher
Befindlichkeiten, als zu informieren. Ob der Ost-Markt dafür groß genug
ist?
(DIR) Tötungsdelikt an Hamburger U-Bahn: Medien weisen Täter posthum aus
Nachdem ein 25-Jähriger eine 18-Jährige mit in den Tod gerissen hat,
empören sich Journalisten darüber, dass der Mann überhaupt in Deutschland
war.
(DIR) Springers Welt: Mit Vollgas gegen die Brandmauer
Springer macht Schlagzeilen – und nicht alle sind gut für den Verlag. Ein
Treffen mit Ulf Poschardt, seit einem Jahr Herausgeber der „Premiummarke“.
(DIR) Die Wahrheit: Kann das Sofa Mitleid?
Die Winterkatastrophe, die aus allen Medien zum Sturm bläst, ist eigentlich
ein ganz normaler Winter mit Schnee und Eis.
(DIR) Kunstaktion gegen Springer-Gruppe: 24 auf einen Streich
Aktivist:innen überkleben Bildschirme des BVG als Statement gegen
rechte Hetze. Die taz begleitet sie beim Reigen durch das Berliner
U-Bahn-Netz.
(DIR) Ministerpräsident schilt Medien: Gegenwind für Daniel Günther
Nach einem TV-Auftritt hagelt es Zensurvorwürfe: Schleswig-Holsteins
CDU-Ministerpräsident will rechte Medien auf Qualitätsstandards
verpflichten.
(DIR) Spektakel im Berliner Zoo: Tiere, Bäume, Sensationen
Im Berliner Zoo werden übrig gebliebene Weihnachtsbäume verfüttert. Medien
lieben so was. Es läuft aber nicht ganz so wie geplant.
(DIR) Das Medienjahr 2026: Ein Traumszenario
Eine Wunschliste für das neue Jahr: neue Bezahlmodelle für den öffentlichen
Rundfunk und ein neues Steuerrecht für gemeinnützigen Journalismus.
(DIR) Strafrechts-Professorin über Fake News: „Wahrheit als Kategorie steht auf dem Spiel“
Die Grenze zwischen Fakt und Fiktion wird in den sozialen Medien immer
verschwommener. Und das veraltete Strafrecht hinkt hinterher, sagt Elisa
Hoven.
(DIR) Wiener Schau zu Modedesigner Lang: Sei ganz du selbst, aber mach was draus!
Helmut Lang hielt das postindustrielle Feeling der 90er in seinem Design
fest. Nun widmet ihm das Museum für angewandte Kunst eine Retrospektive.
(DIR) Zum Abschied des Moderators Jörg Wagner: Der lebende Rundfunkauftrag
Am Samstag moderiert Jörg Wagner zum letzten Mal das „Medienmagazin“ bei
radioeins. Kaum jemand berichtet noch so akribisch über Medien wie er.
(DIR) Ludwig-Erhard-Gipfel: Weimers Wort-Inkontinenz
Nach dem Wirbel um seinen Gipfel wirken Wolfram Weimers ständige Warnungen
noch bizarrer. Denn vor Interessenskonflikten warnte er bisher nicht.
(DIR) „Spiegel“ und ARD: Angst ist kein guter Ratgeber für Medien
Der „Spiegel“ hat die Öffentlich-Rechtlichen ins Visier genommen. Man
könnte so viel kritisieren an der ARD, aber die „Spiegel“-Geschichte ist
dünn.
(DIR) Prozess in Magdeburg: Nicht auf Kosten der Opfer
Wie über einen Täter berichten, der Aufmerksamkeit als Lohn für seine
verbrecherische Tat geradezu sucht? Eine Frage, die sich in Magdeburg
stellt.
(DIR) Neues Medium in Österreich: „Jetzt“ will Journalismus neu erfinden
Nach holpriger Kampagne ist das neue Medium „Jetzt“ mit 5.900 zahlenden
Mitgliedern gestartet. Ob sich das Konzept durchsetzen kann, bleibt
abzuwarten.