# taz.de -- Alle Artikel von Benjamin Moldenhauer
(DIR) Neues Soloalbum von Michaela Melián: Am schönsten dröhnt es in der Geisterbahn
Vom Lerchenfeld nach Tübingen: „Music for a While“, das neue Soloalbum der
Münchner Künstlerin Michaela Melián, verortet Kammerpop mit
Gothic-Coverversionen.
(DIR) Horrorroman „Verbrenn das Negativ“: Die Todesfälle häufen sich
Josh Winnings neuer Roman ist gelungener selbstreflexiver Horror. Der Plot
ist so plausibel, wie ein Slasherplot eben sein muss.
(DIR) Liveaufnahmen der US-Band Hüsker Dü: Sie hatten ein goldenes Händchen für Melodien in Mach-3
Das Posthardcore Trio Hüsker Dü war zwischen 1979 und 1988 hochproduktiv.
Die Liveaufnahmen von „1985: The Miracle Year“ bestätigen diesen Eindruck.
(DIR) Die Pandemie von links gelesen: Das Leben hat einen Wert an sich
Der Sammelband „Die verdrängte Pandemie“ liest die Gesundheitskrise als
Labor. Die Coronapolitik zeigte demnach, wer im Zweifelsfall überflüssig
ist.
(DIR) Neuer Roman von Richard Schuberth: Lust, Performance und Labern auf Facebook
Richard Schuberth hat einen Roman über prekarisierte linke Kulturarbeiter
in den sozialen Medien geschrieben. „Der Paketzusteller“ ist anrührend.
(DIR) Werkschau der Band Huah!: Sie entflohen der Provinz
Huah!, eine Hamburger Band, die es von 1988 bis 1992 gab, bekommt mit „Ich
möchte auf deinem Plattenteller liegen“ eine Retrospektive. Ist die Musik
gut gealtert?
(DIR) Vegetarismus im Deathmetal: Schlachtenlärm fürs Tierwohl
Der Künstler Jan Meininghaus versteigert zwei Gemälde, die er für die
britische Deathmetalband Bolt Thrower angefertigt hat. Die Erlöse kommen
Peta zugute.
(DIR) Familiendrama „Sentimental Value“: Die nicht zur Welt finden
Regisseur Joachim Trier erzählt in seinem Spielfilm „Sentimental Value“
alles mehrschichtig. Im Zentrum stehen Menschen, die einander nicht lieben
können.
(DIR) Skandal um Sänger Konstantin Wecker: Nicht zu bremsender libertärer Geist
Was die Beziehung Konstantin Weckers zu einem 16-jährigen Mädchen mit der
Backstage-Kultur von Rammstein und ihrem Sänger Till Lindemann zu tun hat.
(DIR) Neues Album von „Tortoise“: Komplexe Grooves, komplett relaxt
Die US-Postrockband Tortoise veröffentlicht nach langer Pause das neue
Album „Touch“. Wie zeitgemäß ist dieser Sound?
(DIR) Neues Album vom Chicago Underground Trio: Dieser Jazz ist offen für alles
Seit dreißig Jahren spielen Chad Taylor und Rob Mazurek skizzenhaften Jazz.
Für ihr Album „Hyperglyph“ kommen viele Gäste der Szene aus Chicago dazu.
(DIR) Film über glücklosen Kunstdieb: Ein Superhirn fährt ziellos durch die Landschaft
Der Spielfilm „The Mastermind“ von Kelly Reichardt erzählt mit kleinsten
Gesten von einem Kunstraub als ruheloses, irreversibles Scheitern.
(DIR) Überdrehter Meta-Film: Bilder mit klaren Ansagen
Das Regieduo Cattet und Forzani verzichtet auf erzählerischen Ballast.
„Reflection in a Dead Diamond“ erinnert an das italienische
Exploitation-Kino.
(DIR) Doku über NRW-Thrashmetalband Kreator: Veganer, die Innereien essen
„Kreator – Hate & Hope“, ein Dokfilm über die Thrashmetaller Kreator aus
Essen, porträtiert die Stars hinter ihrer finsteren Inszenierungswelt.
(DIR) Subkultur Heavy Metal: Autoritäten die Köpfe abbeißen
Wie hart bangt Metal im Globalen Süden? Beeindruckende Beispiele aus
Indonesien, Brasilien, Togo und Kuba beweisen das subversive Potenzial des
Genres.
(DIR) Konzert von Sofia Isella in Berlin: Etwas Düsteres, das aber aufputscht
Sie spielt alleine Gitarre, Violine und Klavier: Der einzige Berliner
Auftritt von US-Musikerin Sofia Isella während ihrer Europa-Tour war dufte.
(DIR) Musiklabel Noisolution wird 30 Jahre alt: Schon wieder 30 Jahre rum
Das Berliner Independent-Label Noisolution übersteht mit DIY-Ethos,
Loyalität und einer Menge Gitarren seit drei Jahrzehnten Trends und Krisen.
(DIR) Soundtrack von Horrorklassiker: Auf der Affektebene ist die Hölle los
Wayne Bell und Regisseur Tobe Hooper komponierten den noisig-kratzigen
Soundtrack von „Texas Chainsaw Massacre“. Waxwork hat diesen neu
veröffentlicht.
(DIR) Hardrocksänger Ozzy Osbourne ist tot: Geschenke an die Menschheit
Ozzy Osbourne war nicht für Ruhm vorgesehen. Trotzdem wurde er zum
stilbildenden Hardrocksänger mit Black Sabbath. Nachruf auf einen
Finsterfürsten.
(DIR) Hardrockszene streitet wegen Nahost: Schlimmes Gegniedel über Gaza
Eine Onlinefehde über den Gaza-Krieg entzweit die anglo-amerikanische
Musikzene. Den Opfern in Nahost hilft Virtue Signalling im Pop aber
keineswegs.