# taz.de -- Alle Artikel von Benjamin Moldenhauer
       
 (DIR) Beziehungsdrama „Dreams“: Die schönen Räume wirken entleert
       
       Der Regisseur Michel Franco erzählt im Beziehungsdrama „Dreams“ in kühlen,
       analytischen Bildern von einem ungleichen Paar. Gesprochen wird wenig.
       
 (DIR) Film „The Love That Remains“: Die Ereignislosigkeit ist das Ereignis
       
       Regisseur Hlynur Pálmason zeigt im langsam geschnittenen Spielfilm „The
       Love That Remains“ den Alltag eines getrennten Paars. Streit gibt es kaum –
       und keine Moral.
       
 (DIR) „Die drei Tage des Condor“ im Kino: Wer erschießt wen und warum?
       
       Als man begann, dem Staat nicht mehr zu trauen: In Sydney Pollacks
       Paranoiathriller „Die drei Tage des Condor“ hat die CIA noch die Würde des
       Bösen.
       
 (DIR) Album von Dälek und Charles Hayward: Die sehr ähnliche Kälte des Sounds
       
       Der experimentelle HipHop von Dälek kratzte immer schon am Postpunk. Wie
       auch der britische Drummer Charles Hayward, mit dem der US-Act jetzt ein
       Album rausbringt. 
       
 (DIR) Horrorfilm „A Useful Ghost“: Es spukt in der Staubsaugerfabrik
       
       Der thailändische Regisseur Ratchapoom Boonbunchachoke verbindet in seinem
       Film stilistisch elegant Geistergeschichte, Familiensatire und
       Gesellschaftskritik.
       
 (DIR) Film „La Grazia“ von Paolo Sorrentino: Die posthume Eifersucht des Witwers
       
       In „La Grazia“ gleitet der italienische Filmregisseur Paolo Sorrentino
       opulent um einen amtsmüden Präsidenten zwischen Schuld, Gnade und
       Vergebung.
       
 (DIR) Dokumentarfilm „No Mercy“: Die Härte ist bloß der Anfang
       
       Im Dokumentarfilm „No Mercy“ fragt die Regisseurin Isa Willinger ihre
       Kolleginnen nach Gewalt in Bildern und im Verhältnis zwischen den
       Geschlechtern.
       
 (DIR) Thriller „Send Help“ von Sam Raimi: Endlich bekommen, was man schon immer wollte
       
       Der Regisseur Sam Raimi lässt in seinem Thriller „Send Help“ zwei verhasste
       Kollegen auf einer Insel stranden. So was geht nicht ohne böses Blut.
       
 (DIR) Neues Soloalbum von Michaela Melián: Am schönsten dröhnt es in der Geisterbahn
       
       Vom Lerchenfeld nach Tübingen: „Music for a While“, das neue Soloalbum der
       Münchner Künstlerin Michaela Melián, verortet Kammerpop mit
       Gothic-Coverversionen.
       
 (DIR) Horrorroman „Verbrenn das Negativ“: Die Todesfälle häufen sich
       
       Josh Winnings neuer Roman ist gelungener selbstreflexiver Horror. Der Plot
       ist so plausibel, wie ein Slasherplot eben sein muss.
       
 (DIR) Liveaufnahmen der US-Band Hüsker Dü: Sie hatten ein goldenes Händchen für Melodien in Mach-3
       
       Das Posthardcore Trio Hüsker Dü war zwischen 1979 und 1988 hochproduktiv.
       Die Liveaufnahmen von „1985: The Miracle Year“ bestätigen diesen Eindruck.
       
 (DIR) Die Pandemie von links gelesen: Das Leben hat einen Wert an sich
       
       Der Sammelband „Die verdrängte Pandemie“ liest die Gesundheitskrise als
       Labor. Die Coronapolitik zeigte demnach, wer im Zweifelsfall überflüssig
       ist.
       
 (DIR) Neuer Roman von Richard Schuberth: Lust, Performance und Labern auf Facebook
       
       Richard Schuberth hat einen Roman über prekarisierte linke Kulturarbeiter
       in den sozialen Medien geschrieben. „Der Paketzusteller“ ist anrührend.
       
 (DIR) Werkschau der Band Huah!: Sie entflohen der Provinz
       
       Huah!, eine Hamburger Band, die es von 1988 bis 1992 gab, bekommt mit „Ich
       möchte auf deinem Plattenteller liegen“ eine Retrospektive. Ist die Musik
       gut gealtert?
       
 (DIR) Vegetarismus im Deathmetal: Schlachtenlärm fürs Tierwohl
       
       Der Künstler Jan Meininghaus versteigert zwei Gemälde, die er für die
       britische Deathmetalband Bolt Thrower angefertigt hat. Die Erlöse kommen
       Peta zugute.
       
 (DIR) Familiendrama „Sentimental Value“: Die nicht zur Welt finden
       
       Regisseur Joachim Trier erzählt in seinem Spielfilm „Sentimental Value“
       alles mehrschichtig. Im Zentrum stehen Menschen, die einander nicht lieben
       können.
       
 (DIR) Skandal um Sänger Konstantin Wecker: Nicht zu bremsender libertärer Geist
       
       Was die Beziehung Konstantin Weckers zu einem 16-jährigen Mädchen mit der
       Backstage-Kultur von Rammstein und ihrem Sänger Till Lindemann zu tun hat.
       
 (DIR) Neues Album von „Tortoise“: Komplexe Grooves, komplett relaxt
       
       Die US-Postrockband Tortoise veröffentlicht nach langer Pause das neue
       Album „Touch“. Wie zeitgemäß ist dieser Sound?
       
 (DIR) Neues Album vom Chicago Underground Trio: Dieser Jazz ist offen für alles
       
       Seit dreißig Jahren spielen Chad Taylor und Rob Mazurek skizzenhaften Jazz.
       Für ihr Album „Hyperglyph“ kommen viele Gäste der Szene aus Chicago dazu. 
       
 (DIR) Film über glücklosen Kunstdieb: Ein Superhirn fährt ziellos durch die Landschaft
       
       Der Spielfilm „The Mastermind“ von Kelly Reichardt erzählt mit kleinsten
       Gesten von einem Kunstraub als ruheloses, irreversibles Scheitern.