# taz.de -- EU-Deal mit China: Deutschland verlangt noch weniger Importe von Hybridautos
> Der deutschen Regierung reichen die von der EU vereinbarten
> Einschränkungen für die Einfuhr chinesischer Hybridautos nicht. Sie will
> Nachbesserungen.
(IMG) Bild: Die EU will zwar eine härtere Gangart gegen die Einfuhr von chinesischen E-Autos. Aber das reicht der Bundesregierung nicht
Im Streit über Chinas enorme Handelsüberschüsse fordert Deutschland weitere
Gegenmaßnahmen der EU. Die zwischen Brüssel und Peking [1][vereinbarte
Begrenzung der chinesischen Exporte von Hybridfahrzeugen reiche nicht aus],
sagte ein Regierungsvertreter am Dienstag in Berlin. Der EU-Gipfel, der am
Donnerstag in Brüssel beginnt, müsse hier noch nachbessern.
EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič hatte sich mit seinem chinesischen
Amtskollegen in Peking darauf geeinigt, die Importe [2][von Hybridautos]
aus der Volksrepublik in die EU zu halbieren. Die Zahl wird auf eine
Obergrenze von 350.000 Fahrzeugen jährlich gedeckelt. Jedes Jahr soll diese
Obergrenze um 6 Prozent steigen. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von
vier Jahren.
Dies sei ein „gutes Ergebnis“, sagte der Regierungsvertreter. Šefčovičs
Deal sei aber nur ein erster Schritt. Deutschland könne sich damit nicht
zufriedengeben, da Hybridautos nur einen kleinen Teil des chinesischen
Handelsüberschusses ausmachten. Die Bundesregierung erwarte daher neue
Vorschläge der EU-Kommission, um die Importe aus China zu drücken.
Zu den Ideen, die in Berlin und Brüssel diskutiert werden, gehören ein
Diversifizierungsinstrument und eine sogenannte Zweitschlagskapazität. Bei
der Diversifizierung geht es darum, den Handel auf eine breitere Basis zu
stellen und die Abhängigkeit von China zu verringern. Dazu werde die
EU-Kommission noch in diesem Herbst neue Vorschläge machen, hieß es.
## Spanien und Ungarn warnen
Die Zweitschlagskapazität bezieht sich auf einen möglichen Handelskrieg mit
China. Sollte sich Peking unkooperativ zeigen und etwa den Zugang zu
Seltenen Erden begrenzen, müsse die EU zurückschlagen können. Deutschland
und Frankreich wollen für diesen Fall den Zugang zum Binnenmarkt
blockieren. China könnte dann nicht mehr in die EU exportieren.
Bisher habe sich kein EU-Land gegen die deutsch-französische Initiative
ausgesprochen, hieß es vor dem Gipfeltreffen in Brüssel. Allerdings haben
Spanien und Ungarn vor einem allzu aggressiven Vorgehen gewarnt. Sie setzen
auf gute Geschäfte mit China und wollen einen Handelskrieg vermeiden.
[3][Beim EU-Gipfel] könnte es deshalb noch kontroverse Diskussionen geben.
13 Oct 2026
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## AUTOREN
(DIR) Eric Bonse
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