# taz.de -- Konzertempfehlungen für Berlin: Frickelnde Frequenzen in der Tiefsee
> Soundreisen und akustische Parcours: Die nächste Woche wird für
> Musikliebhaber:innen ereignisreich. Und die Postrocker „Tortoise“
> spielen zu Ostern.
(IMG) Bild: Voll im Tunnel: Das MaerzMusik-Festival findet diese Woche sein Ende
Futter für Freunde der Abstraktion. Im Ausland startet mit [1][Frictive
Frequencies] eine Reihe, die sich nicht nur für aufreibende Klangwelten
interessiert, sondern auch für den Kontext ihrer Entstehung: Zum Auftakt
machen Flötistin Marina Cyrino, Klangkünstler Régis Lemberthe und die
bassaffine Elektroakustikerin Cate Hops nicht nur Musik, sondern
diskutieren auch über DIY-Praktiken und andere Themen. (Ausland, 28. März,
20 Uhr).
Zudem geht [2][die MaerzMusik auf die Zielgerade]. Am Samstag treffen sich
unter dem utopistischen Titel „No Nation Left But the Imagination“ der
Elektroniktüftler Jan St. Werner (Mouse on Mars) und der nigerianische
Schriftsteller Louis Chude-Sokei, um das dialogische Projekt „Music for
Commons Sensed“ fortzuführen. Chude-Sokei bekam viel Resonanz für seine
Autobiografie „Floating in a Most Peculiar Way“ und forscht unter anderem
zu diasporischen Kulturen. (Radialsystem, 28. März, 20.30 Uhr).
Im Anschluss folgt mit „Noise Is a Queer Space“ ein installativer Parcours.
Auch für den Sonntag darf man sich parcoursartiges vorstellen. Schließlich
spielt die Konzertinstallation [3][„I AM ALL EARS“] nicht nur auf der
Hauptbühne der Berliner Festspiele, sondern an unterschiedlichsten Ecken
des immer wieder tollen Gebäudes (29. März, Zeitfenster zwischen 15 und 21
Uhr, Haus der Berliner Festspiele).
Auch für den Sonntag gibt es dank Anda Kryeziu alias YAAND eine spannende
Alternativveranstaltung. Die aus dem Kosovo stammende Komponistin, die an
der hiesigen Hanns-Eisler-Schule Elektroakustische Musik studierte, stellt
ihre EP [4][„Body in Space“] vor. Bei der verschmilzt Electronica mit
Ambient, auch Noise und Hyperpop-steckt drin (29. März, 20.30 Uhr, Studio
db)
## Reise in Tiefseewelten
Deutlich mehr Spektakel ist beim Klassik-meets-Pop-Pianisten Sofiane Pamart
zu erwarten – war er es doch, der bei Eröffnung der Pariser Olympischen
Spiele „Imagine“ am brennenden Piano interpretierte. Pamarts viertes
Soloalbum, das er präsentieren wird, trägt den Titel „Movie“. Das Skript
dieses „Films“ schöpft jedoch allein Leben aus Hip-Hop und modeaffinem
Pianisten, der in Frankreich Stadien füllt. (31. März, 20 Uhr,
Philharmonie, [5][Ticketlink]).
Einen Live-Soundtrack in ungewöhnlichem Setting schafft dagegen die
Elektronikkünstlerin Laurel Halo, die nach einem Jahre in Berlin wieder in
Los Angeles lebt. Inspiriert sind ihre elektroakustischen Kompositionen vom
Film „Midnight“, einer Reise in Tiefseewelten von Julian Charrière, die
hier Berlin-Premiere feiert – präsentiert von der Analogue Foundation (2.
April, 20 Uhr, Saal Zenner, [6][Ticketlink])
Weil die nächste Ausgabe dieser Kolumne feiertagsbedingt ausfällt, noch ein
Ausblick auf die Woche nach Ostern. Da werden [7][die großartigen Tortoise]
ihr tolles Album „Touch“, bei dem Vertrautheit auf Verfremdungseffekte
tritt, ein zweites Mal hier präsentieren – der Auftritt der Chicagoer
Postrock-Band im Januar war ja ratzfatz ausverkauft. (8. April, 20 Uhr,
Columbia Theater, [8][Ticketlink])
27 Mar 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://ausland.berlin/event/cate-hops-marina-cyrino-regis-lemberthe-frictive-frequencies
(DIR) [2] /Meredith-Monk-und-MaerzMusik/!6164374
(DIR) [3] https://www.berlinerfestspiele.de/maerzmusik/programm/2026/kalender
(DIR) [4] https://rausgegangen.de/en/events/double-release-party-0/
(DIR) [5] https://konzertdirektion-palme.reservix.de/p/reservix/event/2445849
(DIR) [6] https://de.ra.co/events/2214537
(DIR) [7] /US-Postrockband-Tortoise/!6147188
(DIR) [8] https://www.reservix.de/tickets-tortoise-in-berlin-columbia-theater-am-8-4-2026/e2485608
## AUTOREN
(DIR) Stephanie Grimm
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