# taz.de -- Knappe Kassen: Wie Kommunen sich mehr Klimaschutz leisten könnten
> Kommunen haben oft wenig Geld, müssen aber viel Klimaschutz und
> -anpassung betreiben. Eine Studie zeigt, wie das besser funktionieren
> kann.
(IMG) Bild: Verbraucht weniger Energie: Straßenlaterne mit LED-Technik
Dämmung von Kitas, Begrünung von Straßen, Wärmeplanung: Die Kommunen sind
in Deutschland für vieles verantwortlich, was mit Klimaschutz und
Klima-Anpassungsmaßnahmen zu tun hat. Aber knappe Kassen und begrenztes
Personal behindern häufig wirksame Maßnahmen in den Städten und Gemeinden.
Das Institut für Urbanistik hat deshalb [1][untersucht], wie
Förderprogramme von Bund und Ländern besser werden könnten – und wo das
schon ausprobiert wird.
„Klimaschutz entscheidet sich oft in Städten, Gemeinden und Landkreisen“,
sagt Stefanie Langkamp von der Klima-Allianz, die mehr als 150
Mitgliedsorganisationen hat und ein Auftraggeber der Studie ist. Aber die
vielen unterschiedlichen Förderprogramme und hohen bürokratischen
Anforderungen bremsten die Umsetzung vor Ort aus, so Langkamp.
Die Forscher*innen vom Institut für Urbanistik schlagen deswegen vor,
dass Kommunen nicht mehr für jedes Projekt einen neuen Antrag stellen
müssen, sondern feste Klimabudgets und dauerhaft finanzierte
Klima-Manager*innen bekommen. Mit dem Geld könnten sie aus einer Liste
Maßnahmen auswählen, die andernorts schon Erfolg gezeigt haben, vom
LED-Austausch der Straßenlaternen über Fassadenbegrünung bis hin zu
Solarpanelen auf öffentlichen Gebäuden.
Ein Vorbild ist das Kommunale Investitionsprogramm Klimaschutz und
Innovation (Kipki) aus Rheinland-Pfalz. „Das ist das beste Förderprogramm,
das wir je hatten“, berichtet Manuel Steinbrenner, Bau- und Umweltdezernent
Kaiserslauterns. Dank der Förderpauschale „konnten wir uns damit
beschäftigen, was die größte Wirkung hat und schnell umsetzbar ist, statt
aufwendige Einzelmaßnahmen zu beantragen“, sagt er.
## Kommunen warnen vor Heizungsgesetz-Reform
Wie Klimaschutz in den Kommunen umgesetzt werden kann, wird trotzdem
maßgeblich vom Bund bestimmt. Das Klima-Bündnis, ebenfalls Auftraggeber der
Studie und Vertreterin von etwa 600 Kommunen, warnt unter anderem deshalb
vor den [2][Plänen der Bundesregierung, das Heizungsgesetz zu reformieren]
und den Einbau von fossilen Gas- und Ölheizungen unbeschränkt weiter zu
erlauben.
„Viele Kommunen haben in den vergangenen Jahren mit großem Einsatz die
Wärmewende angestoßen und in die Umsetzung gebracht“, sagt Andreas Wolter,
Vorsitzender des Klima-Bündnisses. Fehlende Planungssicherheit „erschwert
die Umsetzung der kommunalen Wärmeplanung und [3][gefährdet gesteckte
Klimaziele auf allen Ebenen].“
25 Mar 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://www.klima-allianz.de/fileadmin/user_upload/Dateien/Daten/Publikationen/Studien___Hintergrund/2026_03_24_Policy_Paper_Difu_Kommunaler_Klimaschutz.pdf
(DIR) [2] /Reform-des-Heizungsgesetzes-Aus-allen-Ecken-kommt-Kritik/!6157912
(DIR) [3] /Deutsche-Klimabilanz/!6162459
## AUTOREN
(DIR) Jonas Waack
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