# taz.de -- Gender Solidarity Gap: Frauen machen's vor
       
       > Obwohl Frauen benachteiligt werden, sind sie solidarischer. Von
       > Organspende bis zu gleicheren Löhnen: Fünf Studien zeigen, wie das
       > konkret aussieht.
       
 (IMG) Bild: Solidarität in Zahlen
       
       Im binären Geschlechtervergleich werden Frauen nach wie vor strukturell
       benachteiligt: Weltweit verdienen sie weniger als Männer, sind [1][häufiger
       von Altersarmut bedroht] und leisten den Großteil unbezahlter Care-Arbeit.
       Sie putzen, übernehmen Pflegeverantwortung und tragen einen erheblichen
       Teil der emotionalen und organisatorischen Arbeit, damit unser
       gesellschaftliches Zusammenleben funktioniert.
       
       Diese Ungleichheiten – ob Gender Pay Gap, Pension Gap oder [2][Care Gap] –
       bleiben viel zu oft unsichtbar. Gleichzeitig werden die Leistungen von
       Frauen systematisch unterbewertet. Was braucht es, damit wir diesen Zustand
       nicht weiter normalisieren? Zum Beispiel mehr Solidarität für den
       feministischen Kampf – von Männern. Heute mehr denn je.
       
       Wie Solidarität aussehen kann, zeigen Frauen bereits selbst. Der sogenannte
       Gender Solidarity Gap verdeutlicht, dass [3][Frauen sich häufiger für
       Klimagerechtigkeit einsetzen], großzügiger spenden und in ihrem
       Arbeitsumfeld egalitärer handeln. Die entscheidende Frage ist daher nicht,
       ob Solidarität möglich ist – sondern wer bereit ist, sich anzuschließen.
       
       ## Geld bis Organe, Frauen geben mehr
       
       ## Gerechtere Wissenschaft
       
       In einem brasilianischen Netzwerk von mehr als 270.000
       Wissenschaftler:innen zeigt sich: Männer arbeiten stärker mit anderen
       Männern zusammen als Frauen, die egalitärer vernetzt sind. Frauen nähern
       sich bei der Zusammenarbeit dem tatsächlichen Frauenanteil im Feld an,
       Männer liegen immer darunter.
       
       Disclaimer: Geschlecht wird in quantitativen Studien häufig nur in männlich
       und weiblich unterteilt. Die hier dargestellten Studien sollten unter
       diesem Vorbehalt betrachtet werden.
       
       9 Mar 2026
       
       ## LINKS
       
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       ## AUTOREN
       
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