# taz.de -- Geldspenden von Frauen: Solidarisch mit Cash
       
       > Deutlich mehr Frauen als Männer spenden Geld für einen guten Zweck. Was
       > für unterstützenswert gehalten wird, unterscheidet sich ebenfalls.
       
 (IMG) Bild: Auch der Kampf gegen die globale Erwärmung ist auf Spenden angewiesen
       
       [1][Geld zu spenden,] ist eine der einfachsten Formen der Solidarität –
       sofern Gebewillige genug haben. Mehr Frauen als Männer praktizieren diese
       Form der Solidarität.
       
       Im vergangenen Jahr waren 56,6 Prozent der Spendenden weiblich. Das zeigen
       die Zahlen des Charity-Panels, die das Meinungsforschungsportal YouGov
       monatlich erhebt. Auch in den Jahren davor gaben deutlich mehr Frauen als
       Männer Geld für einen aus ihrer Sicht guten Zweck. Allerdings ist die Höhe
       der Einzelspende niedriger. Frauen zahlten 2025 im Schnitt 37,36 Euro im
       Jahr, Männer 48,08 Euro. Früher stammte mehr als die Hälfte des gesamten
       Spendenaufkommens von Frauen. Das hat sich 2025 geändert – möglicherweise
       wegen der schlechten Wirtschaftslage, [2][die Frauen stärker trifft.] 50,1
       Prozent des gesamten Spendenvolumens wurde von Männern aufgebracht.
       
       „Frauen spenden für andere Zwecke als Männer“, sagt Bianca
       Corcoran‑Schliemann, vom Marktforschungsinstitut YouGov. Bei Frauen steht
       an erster Stelle Hilfe für Kinder, dann folgen religiöse Zwecke, Not- und
       Katastrophenhilfe und Tierschutz. Männer spenden in erster Linie für
       religiöse Zwecke. Dann kommen Hilfe für Kinder, Not- und Katastrophenhilfe,
       andere soziale Zwecke sowie Hilfen für Behinderte und Kranke. „Der
       Tierschutz fehlt bei den Männern“, sagt Corcoran‑Schliemann.
       
       ## Ratgeber für Spendenportale
       
       Wer sicher sein will, dass Zuwendungen an seriöse Organisationen gehen,
       kann sich an Spendensiegeln orientieren, etwa vom Deutschen Spendenrat oder
       dem Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Kein Siegel zu
       haben, bedeutet aber nicht, dass eine Organisation nicht seriös ist –
       möglicherweise ist der Zertifizierungsprozess für sie zu aufwendig.
       
       Die Stiftung Warentest stellt eine [3][kostenlose Checkliste für
       Spendenwillige zur Verfügung.] Von Spendenportalen im Internet rät sie ab.
       Oft verbergen sich dahinter Vermittler, deren Provision die Spende
       schmälert. Auch sollten Organisationen nicht zu viel Geld für Verwaltung
       und Werbung ausgeben. Mehr als maximal 30 Prozent sollten es nicht sein,
       sagt das DZI. Bei seinen Mitgliedern liegen diese Ausgaben im Schnitt bei
       12,7 Prozent.
       
       Manche Spender:innen glauben, dass eine zweckgebundene Zuweisung
       sinnvoll, weil zielgerichtet ist. Davon rät das DZI ab. „Zweckgebundene
       Spenden sollten die Ausnahme bleiben“, empfiehlt das Institut. „Sie sind
       nur als Ergänzung, nicht als Ersatz ungebundener Spenden sinnvoll.“ Denn
       die Zweckbindung enge den Spielraum der Hilfsorganisation ein und
       verursache zusätzlichen Verwaltungsaufwand.
       
       9 Mar 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Spenden/!t5018890
 (DIR) [2] /Journalistin-ueber-Equal-Pay/!5917281
 (DIR) [3] https://www.test.de/Richtig-spenden-So-erkennen-Sie-serioese-Organisationen-4633447-0/#id4633454
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Anja Krüger
       
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