# taz.de -- Nach Brandanschlag in Berlin: Eine Million Euro Belohnung auf Vulkangruppe
> Nach dem Stromausfall in Berlin setzt der Bund eine Belohnung auf die
> Täter aus. Senat und Grüne wollen vorstellen, wie sich das Stromnetz
> schützen lässt.
(IMG) Bild: Polizei und Behörden wollen Licht ins Dunkel bringen
Die schwarz-rote Landesregierung will zeitnah Konsequenzen aus dem
[1][Stromausfall im Berliner Südwesten Anfang Januar] ziehen. Der
Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger
(SPD) wollen offenbar am Dienstagmittag nach der Senatssitzung ein
Maßnahmenpaket zur Sicherung der kritischen Infrastruktur in Berlin
vorstellen. Schon vorher will die Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus ihre
Vorstellungen dazu präsentieren.
Am 3. Januar hatten nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am
Teltowkanal in Lichterfelde auf einen Schlag rund 45.000 Haushalte in
Zehlendorf, Wannsee, Nikolassee und Lichterfelde keinen Strom und auch bald
keine funktionierende Heizung mehr. Für etwa 25.000 davon hielt dieser
Zustand an, bis nach einer früher als erwartet erfolgten Notreparatur vier
Tage später am 7. Januar der Strom wieder floss.
Die inzwischen mit den Ermittlungen betraute Bundesanwaltschaft geht von
einem linksterroristischen Hintergrund aus. Das legen mehrere
Bekennerschreiben nahe, die von einer sogenannten [2][Vulkangruppe] oder
mehreren Gruppen dieses Namens kommen sollen. Ermittlungserfolge sind
bislang nicht bekannt. Eine Reaktion darauf war nun, einen Betrag von einer
Million Euro als Belohnung für Hinweise auszusetzen, die zur Ermittlung der
Täter führen. Das bestätigte am Dienstagmorgen Bundesinnenminister
Alexander Dobrindt (CSU) vor Journalisten. Das Geld kommt demnach aus
Mitteln des Bundes.
## Grüne stellen Positionspapier vor
Der Senat hatte schon kurz nach dem Anschlag angekündigt, [3][sensible
Punkte der Stromversorgung künftig besser zu schützen], dabei auch auf
Videoüberwachung im öffentlichen Raum zu setzen und dafür den Datenschutz
hintanzustellen. Gleiches soll für das Thema Transparenz gelten: Daten zu
eben jenen Standorten sollen künftig weniger zugänglich sein.
Auch die Grünen-Fraktion drängt auf Konsequenzen. Der Brandanschlag auf die
Stromversorgung „hat wiederholt vor Augen geführt, wie verletzlich Berlin
ist und wie gravierend die direkten Folgen für die Menschen in unserer
Stadt sind“, heißt es von ihr. Die Fraktion erinnert damit daran, dass es
[4][bereits im September im Bezirk Köpenick einen Anschlag auf das
Stromnetz] gab. Sie hat nach eigenen Angaben in den vergangenen Monaten ein
Positionspapier für eine krisenfeste Hauptstadt erarbeitet.
27 Jan 2026
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## AUTOREN
(DIR) Stefan Alberti
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Bundesanwaltschaft.