# taz.de -- Popmusik
(DIR) Zum Tod von Dolly Parton: Dolly gehörte allen
Nie waren die USA politisch so gespalten wie jetzt – aber auf
Country-Sängerin Dolly Parton können sich alle einigen. Auch unsere
Autorin.
(DIR) Dolly Parton mit 80 Jahren gestorben: Sie hat den Feminismus vorgelebt
Frauenrechte, queere Personen, Black Lives Matter – Country-Musikerin Dolly
Parton stand immer auf der Seite der Selbstbestimmung. Nun ist sie
gestorben.
(DIR) Das langsame Sterben der Indie-Szene: Weimer kloppt die Popkultur in den Eimer
Links ist die Popszene schon lange nicht mehr, sondern Teil der „Creative
Industries“. Die kleinen Clubs und alternativen Festivals sterben langsam.
(DIR) Die Wahrheit: Federtyrannen in Liverpool
Bei einem Besuch an der Merseyside pirschen sich auf einem Boot zwei
extrovertierte Unterhaltungskünstlerinnen an die Passagiere heran.
(DIR) „Music, Film, Fashion“ von Charli XCX: Alles ist vergänglich bis zur letzten Zigarette
Auf „Music, Film, Fashion“ wird Charli XCX selbstreferenziell rockistisch
und knüpft musikalisch doch immer wieder an ihr Vorgängeralbum an. Was
bleibt, ist Ratlosigkeit.
(DIR) Domiziana Performance: 59 Mal Intimität auf Knopfdruck
Mit einer Schaufenster-Performance hinterfragt die Hyperpop-Künstlerin
Domiziana die permanente Verfügbarkeit von Musik im Streaming-Zeitalter.
(DIR) Rainbirds-Sängerin über Hits und Wohnen: „Natürlich gibt es auch dort Konflikte“
Sängerin Katharina Franck ist in der Welt herumgekommen, seit 2012 wohnt
sie in einem Dorf bei Neuruppin. Mit den Rainbirds tritt sie dort beim
Ostmusik-Festival auf.
(DIR) Kritik an Dua Lipas Hochzeit: Viele Hochzeiten und kein Todesfall
Die britisch-kosovarisch-albanische Popsängerin Dua Lipa hat auf Sizilien
geheiratet. Boulevardmedien werfen ihr deshalb ein Event im Mafia-Style
vor.
(DIR) Jacob-Grimm-Preis für Annette Humpe: „Da bleib ich kühl, kein Gefühl“
Annette Humpe erhält den Jacob-Grimm-Preis für ihre Verdienste um die
deutsche Sprache. Songs wie „Berlin“ und „Blaue Augen“ machten sie bekannt.
(DIR) Biopic über Michael Jackson: Bad
Der neue Film über Michael Jacksons Leben bestätigt die Regel seines
Genres: Biopics taugen meistens nichts. Wieso gelingen sie so selten?
(DIR) Roman über postapokalyptisches Berlin: Neustart auf Nektar II
In dem Zukunftsroman „Der Gräber“ ist die Welt weitgehend zerstört. Durch
das postapokalyptische Berlin geistern alte Bekannte aus Otrembas
Erzählungen.
(DIR) Netflix Doku „BTS: The Return“: Zwischen Anspruch und globalem Markt
Hinter der großen Comeback-Inszenierung von BTS steht eine K-Pop-Band am
Limit. Aber Druck begleitet die Band schon seit ihren Anfängen.
(DIR) Robyn über ihr Album „Sexistential“: „Mit Musik schaffe ich Raum für Utopien und Gefühle“
Nach sieben Jahren Pause kehrt Robyn auf die Dancefloors zurück. Ein
Gespräch über ihr neues Album „Sexistential“, die Freiheit der Liebe und
den Groove.
(DIR) K-Pop-Band BTS: Zehntausende bei Comeback-Show in Seoul
Millionen Fans in aller Welt haben das Comeback-Konzert der K-Pop-Band BTS
aus Südkorea verfolgt. Der Start ihrer Tournee wurde live in 190 Länder
übertragen.
(DIR) Neues Album von Lola Young: Bis das Bett zerbricht
Die junge britische Popsängerin Lola Young kämpft auch auf ihrem neuen
Album „I'm only f**cking myself“ mit ihren Dämonen. Die Fans mögen sie
genau deshalb.
(DIR) Protest bei den Grammys: Die Stimme der Kunst
Bei der Grammy-Verleihung kritisieren Stars die Trump-Regierung und ICE
aufs Schärfste. Zeit, dass auch hier Promis gegen die AfD laut werden.
(DIR) Rapperin Nicki Minaj für Trump: Queen of Cringe
Die Rap-Ikone Nicki Minaj unterstützt plötzlich Trump. Für ihre Fans ist
das eine herbe Enttäuschung.
(DIR) Rätseln um Comeback von Harry Styles: Schimmer im Staub
Nachdem der britische Musiker Harry Styles oft in Berlin gesichtet wurde,
plant er offenbar einen Karriereschritt. Ob ihm die Stadt gut bekommen ist?
(DIR) Wie New Wave in Sheffield begann: Das Space Age landete in einer britischen Doppelhaushälfte
Bands wie Human League und Clock DVA schufen um 1980 in Sheffield visionäre
Musik. Das Debütalbum von Clock DVA ist wieder erhältlich.
(DIR) Wolfgang Ambros Dokumentation: Der Rockstar vom Süden
Eine ORF-Doku handelt von der österreichischen Musiklegende Wolfgang
Ambros. Sie bleibt zwar recht brav, ist aber dennoch erhellend.
(DIR) Neues Album von Say She She: Herzschmerz in der Disco
Die New Yorker Band Say She She kommt mit ihrem fabulösen Album „Cut &
Rewind“ für zwei Konzerte nach Deutschland. Was macht ihre Musik so
besonders?
(DIR) Buch über Sexismus im Musikbetrieb: Wann ist eine Frau eine Frau und ein Mann ein Gitarrist?
Sonja Eismann untersucht in „Candy Girls. Sexismus in der Musikindustrie“
die strukturelle Benachteiligung von Frauen im Popmainstream.
(DIR) Neues Album von Gwen Dolyn: Sie ist manchmal müde und immer besonders
Die Chemnitzer Musikerin Gwen Dolyn geht mit ihrem Powerpoppunk-Soloalbum
„X-RATED Feelings“ auf Tour. Porträt einer nahbaren Künstlerin.
(DIR) Neues Album von Superstar Rosalía: Sie ist das Licht der Welt
Rosalía arbeitet sich auf ihrem neuen Album „Lux“ an klassizistischen
Themen ab. Die Musik spielt mit Flamenco und Pathos, Gänsehautmomente
inklusive.
(DIR) Die Freuden des Italo-Pops: Eigentlich ist es ganz einfach mit dem Glück
Wenn einen die ganzen Zumutungen des Lebens nur noch frösteln lassen, muss
man nicht verzagen. Man darf doch im Berliner Schokoladen Italo-Pop hören.
(DIR) Blood Orange-Album „Essex Honey“: Stimmung der Stadt
Der britische Künstler Blood Orange setzt der britischen Provinz seiner
Jugend ein Denkmal. Nun kommt er für ein Konzert nach Deutschland.
(DIR) Dave Ball von Soft Cell ist tot: Tainted Love
Mit Synthiepop wurde das britische Duo Soft Cell stilprägend. Nun ist
Instrumentalist Dave Ball gestorben. Für Fans gibt es einen kleinen
Lichtblick.
(DIR) Antisemitismus im Pop: Just another brick in the wall
Kann es sein, dass Pop ein Antisemitismusproblem hat? Maria Kanitz und
Lukas Geck durchleuchten die Szene in ihrem Buch „Lauter Hass“.
(DIR) Neues Musikvideo von Taylor Swift: Eine schöne Leiche kehrt zurück
Das neue Musikvideo des Weltstars gleicht einem Fiebertraum. Das
Landesmuseum Wiesbaden profitiert davon. Was haben nur alle mit dieser
Ophelia?
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Mal spielerisch, mal Kraut
Der Sound von Löwenzahnhonig ist reinste Entschleunigung. Leichtfüßiger
geht es bei Valentina Magaletti zu. Immer in Bewegung: Bulgarian Cartrader.
(DIR) Kinotipp der Woche: Badass im Kino
Postpunk, Filmmusik und ein verspätetes Debütalbum: Die Musikdoku „Mona Mur
In Conversation“ feiert Premiere im Lichtblick-Kino. Mona Mur kommt auch.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Mysteriöse Musik mit Kind
Michael Vorfeld lässt elektrische Spannung tönen, „The Wats“ verbindet
Soundexperiment mit Musiktheater, beim Kiezsalon geht es etwas klassischer
zu.
(DIR) Neues Album von Ethel Cain: Liebe mit Schmerzen
Ethel Cain schwelgt auf ihrem neuen Album im Southern-Gothic-Sound. Es ist
eine musikalisch überzeugende Absage an den evangelikalen Mainstream in den
USA.
(DIR) Sound der Stadt: Präzise bis knallig
Bobby Conn präsentiert sein neues Album, Dell-Lillinger-Westergaard ihre
strukturierte Improvisation. Und Anja Huwe interpretiert alte Hits ganz
neu.
(DIR) Neues Album von Rapper Ghostface Killah: Wenn alles fließt und zugleich brennt
Wu! Auf seinem neuen, geschichtsbewussten Soloalbum „Supreme Clientele 2“
entsteht ein unwiderstehlicher Reim-Flow. Wie macht Ghostface Killah das?
(DIR) Debütalbum von Audrey Hobert: Das Peinliche umarmen
Das Album „Who’s the Clown?“ ist das erste Solo-Projekt von Audrey Hobert.
Verspielten Pop unterlegt sie darauf mit erfrischend selbstironischen
Texten.
(DIR) Indieband Tops: Sie klingen sehr raffiniert, aber nie selbstzufrieden
Sophisti-Pop vom Feinsten: „Bury the Key“, das neue Album der Indieband
Tops aus Montreal, glitzert und strahlt.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Alles mitnehmen, was draußen geht
Kurz vor dem Ende des Sommers laden die Citadel Music Days zum Finale, Yves
Fontanille lädt zu Konzerten im Kiez. Dort trifft Postpunk auf Avant-Pop.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Elegant psychedelische Gewitter
Das Duo Lail & Lomar hat mit ihrer EP „My Head Could Explode“ ein
funkelndes Debüt veröffentlicht. Am Mittwoch stellen sie es live in der Bar
Bobu vor.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Tanz der Finsternis
Das Berghain lädt zu einer Session in totaler Dunkelheit, der Kühlspot
Social Club zum Tanz, im ZK/U erklingen die Pflanzen, am Kotti Sentimental
Punk.
(DIR) Detlef Diederichsen Böse Musik: Die schlimmste Ära der Popkultur?
Altstars gehen regelmäßig auf Tour, so sie noch jemand sehen will und die
Gesundheit noch mitspielt. Das hat nichts mit Retromania zu tun.
(DIR) Italo-Pop-Revival: Deutsches dolce far niente
Musica leggera, Moshpits und Crucchi am Teutonengrill: Italo-Pop erlebt den
zigsten Hype in Deutschland. Warum ist das so? Ein Zustandsbericht.
(DIR) Cooler linker Musiker Richard Pinhas: Hier steppt und zuckt der Cyborg
Zwischen Programmierung und Empfindung: Das musikalische Universum des
Musikers Richard Pinhas und seiner Band Heldon wird neu entdeckt.
(DIR) Zum Tod von Connie Francis: Zeilen, die im Gedächtnis bleiben
Connie Francis prägte zwischen 1960 und 1964 die damalige Jugendkultur. Nun
ist sie im Alter von 87 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
(DIR) Afrobeats-Star in Bremen: Bereit zum Tanzen? Yeah!
In seiner nigerianischen Heimat ist Ruger eine große Nummer. In Bremen ist
noch Luft nach oben. Das Publikum im Aladin aber zeigt sich begeistert.
(DIR) Konzert von Nick Cave in Hamburg: Herausgeschälte Kerne
„Ein unglaublicher Ort“: In der Elbphilharmonie eröffnete Nick Cave seine
Europatour. Zu erleben waren konzentrierte Songs und ein wenig Koketterie.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Krieg als Oper
Die Deutsche Oper bringt Richard Wagner ins Nachrichtenformat, Philip Glass
kommt in die Philharmonie. Eigenwillig wird es wieder bei Jazzexzess.
(DIR) Zum Tod von Beach Boy Brian Wilson: Tragödien, Surfer und Teenagesinfonien
Mit den Beach Boys schuf Brian Wilson unbeschwerte Welthits voll
kalifornischer Sonne. Als Mensch hatte es der begnadete Komponist nicht so
leicht.
(DIR) US-Rock- und Popmusik: Beach-Boys-Legende Brian Wilson ist tot
„Fun Fun Fun“, „Good Vibrations“ und „Surfin' USA“: Brian Wilson,
Mitgründer und Genie der Beach Boys, ist im Alter von 82 Jahren gestorben.
(DIR) Die andere Poptheorie: Ich verstehe kein Wort, was für ein toller Song
Homeschooling is saving money: Plädoyer für eine strategische Unkenntnis
vom Thema Songwriting und das Recht auf Pathos im Pop.