# taz.de -- Sowjetunion
(DIR) Deutscher Überfall auf die Sowjetunion: Zeitkapsel der Angst
70 Jahre vergessen, jetzt wiederentdeckt: Das Museum Karlshorst stellt
Briefe aus der Sowjetunion aus, geschrieben kurz nach dem deutschen
Überfall.
(DIR) Film „Transit Times“: Ein Land verschwindet nicht mit einem Knall
In Deutschland gibt es nur selten Filme aus Moldau zu sehen. Dieser fängt
den Alltag im Land im Jahr 1997 grandios ein.
(DIR) Repressives Gesetz in Russland: Die neuen Rechtlosen
In der Sowjetunion hießen sie „Lischenzy“, Menschen ohne Bürgerrechte.
Heute entzieht Russland unliebsamen Personen wie politischen Emigranten
wieder die Rechte.
(DIR) Russlanddeutsche Geschichte: Dieser Ort am Ende der Welt
Unsere Autorin ist Russlanddeutsche, kam als Kind nach Deutschland. Sie
fragt sich: Was ist das für eine Nostalgie, die sich durch meine Familie
zieht?
(DIR) Geschichtspolitik in Moskau: Wie in Putins Russland an den 22. Juni 1941 erinnert wird
Zynische Instrumentalisierung des Gedenkens an Hitlers Überfall auf die
UdSSR: Wo an den Gulag erinnert wurde, inszeniert der Kreml einen neuen
Kriegskult.
(DIR) „Der Staatsbewohner“ von Andrej Platonow: Wir alle kochen im selben Klassenkessel
Ein neuer Band in der Andrej-Platonow-Reihe umfasst drei erstaunlich
satirisch gestimmte Erzählungen. Sie führen in die frühe Phase des
Stalinismus.
(DIR) Nachruf auf Nina Litwinowa: Die unerträgliche Schwere des Seins
Von der sowjetischen Elite zur furchtlosen Dissidentin: Nina Litwinowa
kämpfte ein Leben lang gegen Unrecht in ihrer Heimat. Nun hat sie
aufgegeben.
(DIR) Gedenken zum 8. und 9. Mai in Berlin: Polizei verbietet russische und sowjetische Fahnen
Zum Tag der Befreiung sind russische und sowjetische Symbole erneut
untersagt. Provokationen durch die kremlnahen „Nachtwölfe“ bleiben wohl
aus.
(DIR) Sowjetische Ehrenmale in Berlin: Zu viel der Ehre
Kann man Stalin-Zitate kontextualisieren oder müssen sie weg? Die Kritik an
den sowjetischen Ehrenmalen bekommt mit zwei Anträgen neuen Schwung.
(DIR) Estnische Grenzstadt Narva: Leben im möglichen Einfallstor für Putin
Das estnische Narva grenzt direkt an Russland. Wie lebt es sich in einer
Stadt, über die es immer wieder heißt, sie sei die nächste Kriegsfront?
(DIR) 40 Jahre nach der Reaktorkatastrophe: Die Kinder von Tschornobyl
Mehr als eine Million Kinder aus den kontaminierten Gebieten reisten seit
den Neunzigern zur Erholung ins Ausland. Dieser Ost-West-Austausch hat eine
ganze Generation geprägt.
(DIR) Iryna Fingerova und ihr Roman „Zugwind“: „Sie vermeidet negative Emotionen“
Die auf den Tresen springt: Iryna Fingerova, in Dresden lebende ukrainische
Schriftstellerin, über Arztgeheimnisse und Perspektiven der Migration.
(DIR) Sowjetnostalgie in Russland: Putin ehrt Organisator des „Roten Terrors“
Feliks Dzierżyński hatte bis zu 250.000 Menschen auf dem Gewissen. Grund
genug für Putin, die Akademie des Inlandsgeheimdiensts nach ihm zu
benennen.
(DIR) Postsowjetische Communitys: Ist es noch akzeptabel, Russisch zu sprechen?
Der Kölner Verein Makosa will die tiefen Gräben in den postsowjetischen
Communitys überwinden. Dabei setzt er auf spielerische Formate.
(DIR) Repression in Russland: Russisches Gericht stuft Memorial als extremistisch ein
Die Organisation Memorial wahrt das Andenken an die Opfer politischer
Verfolgung. Doch Putins Führung macht aus kritischer Erinnerung eine
Straftat.
(DIR) Die Post-Ost-Community im Spiel: Sei kein Durak
Rund um ein Kartenspiel aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion trifft
sich die Post-Ost-Community regelmäßig in Berlin. Ein Besuch mit
Spielanleitung.
(DIR) Podcast „Stalino.“: Östlich unserer Erinnerung
Ein Podcast von Dekoder widmet sich dem Vernichtungskrieg der deutschen
Wehrmacht in der Donbass-Region der Ukraine – und den Parallelen zur
Gegenwart.
(DIR) Die Tradition, Menschen zu vergiften: Gift vom Kreml
Die Sowjetunion betrieb geheime Labors, die Experimente an Häftlingen
durchführten. Das toxikologische Wissen in Russland ist hoch, bis heute.
(DIR) Neue Diskussion um sowjetische Ehrenmale: Erklären, nicht abreißen
Vier Jahre nach dem russischen Überfall fordert der Verein Vitsche eine
Neubewertung der sowjetischen Ehrenmale. Abriss aber steht nicht zur
Debatte.
(DIR) Sowjetische Nostalgie: Lenin – ewig lebendig
In der Perestroika schien es, als wäre Russland bereit für einen Abschied
vom Lenin-Kult. Doch Putin nutzt ihn wieder für seine Erinnerungspolitik.
(DIR) Unser Fenster nach Russland: Russischer Imperialismus: Vergangenheit, Gegenwart und Verantwortung
Wie wirkt russischer Imperialismus heute? Sergej Lebedew und Anastasia
Tikhomirova diskutieren Geschichte, Krieg, Verantwortung und Exil.
(DIR) Journalistin über LQBTQI*-Rechte: „Queerfeindlichkeit ist ein politisches Machtmittel“
Im sogenannten postsowjetischen Raum ist Queerfeindlichkeit noch immer weit
verbreitet. Norma Schneider kennt die Hintergründe.
(DIR) Roman über Babyn-Jar-Massaker: „Nichts ist ausgedacht, nichts ist übertrieben“
Anatoli Kusnezow hat in den Sechzigern einen großen Dokumentarroman über
das Massaker von Babyn Jar vorgelegt. Nun erscheint er in neuer
Übersetzung.
(DIR) Russische Propaganda in der Geschichte: Die Politik des Nazi-Vorwurfs ist keine Erfindung Putins
Immer wieder behauptet Wladimir Putin, in der Ukraine seien Nazis an der
Macht. Eine Historikerkonferenz in Lwiw zeigt, dass es solche Narrative
schon seit Jahrzehnten gibt.
(DIR) Was ist die Republik Somaliland?: Ein Staat, der mit der Waffe geboren wurde
Somaliland ist seit 1991 ein eigener Staat. Der Norden Somalias wehrte sich
einst erfolgreich gegen seine Vernichtung und will seine Freiheit wahren.
(DIR) Spielfilm „Zwei Staatsanwälte“ im Kino: Hier überlebt man nur mit Gehorsam
Der ukrainische Regisseur Sergei Loznitsa hat den sowjetischen Roman „Zwei
Staatsanwälte“ verfilmt. Stalinistischen Terror inszeniert er als kafkaeske
Parabel.
(DIR) Nürnberger Prozess in Russland: Das Erbe von Nürnberg
Der Nürnberger Prozess ist in Russland ein Baustein des nationalistischen
Geschichtsbildes. Für Verbrechen des Sowjetstaats hat das keinen Platz.
(DIR) Micha Brumlik über russischen Faschismus: Der Philosoph hinter Putin
Alexander Dugin ist der ideologische Großmeister der russischen Neuen
Rechten. Er findet seine Anhänger auch im Westen.
(DIR) 1.335 Tage Krieg in der Ukraine: Wie sich die Ukrainer ihre Geschichte zurückholen
Nicht erst seit Kriegsbeginn ist das Interesse an historischen Themen stark
gewachsen. Ein Youtube-Kanal klärt über südukrainische Geschichte auf.
(DIR) Buch über die AK-47: Barfüßige Kriegsgötter
Mogadischu, Grosny, Aleppo: Der italienische Kriegsreporter Domenico
Quirico folgt der blutigen Spur des Sturmgewehrs AK-47.
(DIR) Friedenspreis für Osteuropa-Historiker: Die Zeichen der Zeiten lesen
Jahrzehntelang erforschte er die russische Gedankenwelt: Der Historiker
Karl Schlögel erhält zu Recht den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
(DIR) Kinotipp der Woche: Die Ausnahmeschauspielerin
Das Zeughauskino zeigt Filme der ukrainischen Schauspielerin Anna Sten, die
es nach Hollywood zog, darunter der verschollen geglaubte „Moi Syn“ von
1928.
(DIR) Remixalbum von Galya Bisengalieva: Zwischen Geigenbogen und Geigerzähler
Die Kasachin Galya Bisengalieva veröffentlicht mit „Polygon Reflections“
Remixe ihrer Songs von befreundeten Kollegen. Nicht alle sind gelungen.
(DIR) Archiv für die Musik Osteuropas: Rettung nach dem Zusammenbruch
In Oldenburg werden Partituren und Aufnahmen von KomponistInnen aus
Rumänien, Polen, der Sowjetunion gesammelt. Archivgründerin war Violeta
Dinescu.
(DIR) US-Atompläne auf dem Mond: Wer zuerst kommt, strahlt zuerst
Die USA prahlen damit, einen Atomreaktor auf den Mond setzen zu wollen.
Doch statt um Wissenschaft oder Energiegewinnung geht es dabei um
Geopolitik.
(DIR) Buch über Musik aus Diktaturen: Wie Musikfans die strikte staatliche Zensur umgingen
Ein Sammelband ruft Musik aus der Zeit der totalitären Systeme in Ost- und
Westeuropa in Erinnerung.
(DIR) Friedenspreis des deutschen Buchhandels: Frühzeitiger Warner
Der Osteuropahistoriker Karl Schlögel erhält verdientermaßen den
Buchhandelspreis. Niemand hierzulande kennt den postsowjetischen Raum so
gut wie er.
(DIR) Belarusische Autorin Tania Arcimovich: Der Garten im Kopf
Sie fand das „Wir“ in der Pandemie und das Glück im Garten. Die
belarusische Autorin Tania Arcimovich erzählt von Unterdrückung und dem
Kampf dagegen.
(DIR) Ukrainischer Patriarch ausgebürgert: Metropolit Onufrij soll Verbindung zu Moskau haben
Der ukrainische Geheimdienst entzieht dem Erzbischof der
ukrainisch-orthodoxen Kirche den Pass. Er soll auch die russische
Staatsbürgerschaft haben.
(DIR) Mythos und Propaganda: Meisterwerk mit fragwürdiger Botschaft
Im Berliner Babylon-Kino wurde der Film „Alexander Newski“ anlässlich des
„Tags der Befreiung“ gezeigt. Dies blieb nicht ohne Proteste.
(DIR) Beschluss von 1975: Der humanitäre Geist der Helsinki-Akte
Was in der sogenannten „Helsinki-Schlussakte“ bei der OSZE 1975 beschlossen
wurde, war für sowjetische Dissidenten sehr wichtig. Eine Erinnerung.
(DIR) Feldforschung in New York: Brighton Beach Calling
„Little Odessa“ lautet der Beiname eines Stadtteils im Süden von Brooklyn
auf Coney Island. Unsere Kolumnistin begibt sich auf einen Ortsbesuch.
(DIR) Ukrainische Literatur im Deutschen: Die Ukraine als Subjekt
In der BRD und in der DDR hatte Literatur aus der Ukraine lange einen
schweren Stand. Die Geschichte ihrer Übersetzung ist eine mit vielen
Leerstellen.
(DIR) 80 Jahre Kriegsende in Berlin: Gedenken mit Fallstricken
80 Jahre nach der deutschen Kapitulation wird in der Stadt an das
Kriegsende gedacht: im Roten Rathaus, im Treptower Park und auf einem
Fahrradkorso.
(DIR) Neue Musik aus der Ukraine: Drohnen, Tränen und Liebestod
Musik aus der Ukraine ist experimentierfreudig, stilistisch vielfältig und
trotzt der prekären Lage im Krieg. Ein Überblick zu spannenden neuen Alben.
(DIR) Publizist Lasha Bakradze über Georgien: „Es gibt hier enorme Sympathien für die Ukraine“
Der gefeuerte Museumsdirektor Lasha Bakradze im Gespräch über die Proteste
in Georgien. Sowie sowjetische Avantgarden und westliche Kulturtradition.
(DIR) Vernichtungskrieg gegen die UdSSR: Vom Antikommunismus getrieben
Jochen Hellbeck will das Bild des Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion
revidieren. Sahen die Nazis die UdSSR vor allem als jüdischen Staat?
(DIR) Russischer Künstler Zereteli gestorben: Staatskunst der Superlative
Wegen seiner Staatsnähe war der georgisch-russische Künstler Surab Zereteli
umstritten. Nun ist der Bildhauer und Maler in Moskau 91-jährig gestorben.
(DIR) Schlacht um die Seelower Höhen: Gedenken mit „angezogener Handbremse“
Vor 80 Jahren starben Zehntausende sowjetische Soldaten auf den Seelower
Höhen. Es war die größte Schlacht auf deutschem Boden.
(DIR) Eastsplaining: Sowjetische Heimat
Dreißig Jahre lang erschien die jiddische Zeitschrift Sovetish heymland.
Dann zerfiel die Sowjetunion, die meisten Jiddisch-sprachigen emigirierten.