# taz.de -- Ermittlung gegen SPD-Kandidat: Steffen Krach weist Vorwürfe zurück
> Er habe sich nicht bestechen lassen, sagt Steffen Krach, nachdem seine
> Privaträume und SPD-Büros durchsucht wurden. Eine Spende sei
> zurückgewiesen worden.
(IMG) Bild: Erstes Statement nach der Razzia: Steffen Krach weist Vorwurf der Bestechlichkeit zurück
SPD-Spitzenkandidat [1][Steffen Krach hat Vorwürfe, er habe sich in einem
Vergabeverfahren bestechen lassen], zurückgewiesen. Am Rande eines
Wahlkampftermins am Mittwochabend bezeichnete er sie als „haltlose
Unterstellungen“. Er betonte: „Ich habe in keinster Weise irgendeine Summe
von diesem Bieter, weder privat noch als SPD-Landesvorsitzender, jemals
angenommen.“
Am Mittwoch hatten Ermittler:innen auf Anweisung der Staatsanwaltschaft
Hannover Krachs private Wohnung in Berlin-Schöneberg, die Zentrale der
Berliner SPD im Ortsteil Wedding sowie seinen früheren Amtssitz in Hannover
durchsucht. In dem Ermittlungsverfahren geht es um den Vorwurf, Krach habe
eine Spende erhalten, um sich für einen Bieter einzusetzen.
Hintergrund ist die Entscheidung über ein Gesundheitszentrum im Kreis
Lehrte Ende vergangenen Jahres. Krach war als Regionspräsident der Region
Hannover Aufsichtsrat der kommunalen Krankenhauskette und soll sich intern
für einen Bieter eingesetzt haben, der den Zuschlag schlussendlich nicht
erhielt.
Laut Krach und der Berliner SPD hat es tatsächlich eine Spende gegeben.
Schatzmeister Fabian Fischer teilte mit: Es habe „über den Jahreswechsel
den Versuch einer Spende an die SPD Berlin in Höhe von 9.900 Euro“ gegeben.
„Auf Weisung unseres Spitzenkandidaten wurde umgehend entschieden, diese
Spende abzuweisen.“ Krach sagte dazu: „Es gab eine Spende, die wir
innerhalb von 24 Stunden zurücküberwiesen haben, weil ich sofort gesagt
habe, dass ich diese Spende definitiv nicht annehmen kann.“ Nach seiner
Erinnerung seien es 9.500 Euro gewesen.
Laut Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hat Krach am Mittwoch
sowohl im geschäftsführenden Landesvorstand als auch in der Fraktion sehr
ausführlich berichtet. „So wie Steffen das gestern alles geschildert hat,
haben die Genossinnen und Genossen ihm die volle Solidarität und
Rückendeckung ausgesprochen“, so Giffey.
Für die SPD ist die Lage anderthalb Wochen vor der Wahl zum
Abgeordnetenhaus dennoch prekär. In jüngsten Umfragen stand die Partei
abgeschlagen nur noch bei 11 bis 15 Prozent.
10 Sep 2026
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