# taz.de -- Nach Interview-Äußerung: Bundestag plant Debatte zu Linken-Chef
       
       > Der Bundestag soll auf Antrag der Regierung die Aussagen von Linken-Chef
       > Pantisano debattieren. Dieser hatte die CDU mit der AfD gleichgesetzt.
       
 (IMG) Bild: Luigi Pantisanos Aussagen gegenüber der „Bild“ sollen im Bundestag debattiert werden
       
       afp | Der Bundestag soll sich in dieser Woche in einer Aktuellen Stunde mit
       den [1][umstrittenen Äußerungen des neuen Linken-Chefs Luigi Pantisano zur
       CDU] befassen. Darauf habe sich die Union mit dem Koalitionspartner SPD
       geeinigt, sagte CDU/CSU-Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (CDU) am
       Dienstag in Berlin. Pantisanos Aussagen seien „inakzeptabel“ und seine
       Entschuldigung dafür „nicht wirklich glaubwürdig“.
       
       Pantisano hatte am Wochenende der Bild-Zeitung gesagt, es gebe „gerade gar
       keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der
       AfD oder den Faschisten selbst“. Am Montag entschuldigte er sich für die
       Äußerung. Seine Aussage sei „verkürzt und in dieser Form falsch“ gewesen.
       
       Offiziell ist die [2][Aktuelle Stunde] durch den Bundestag noch nicht
       angekündigt, dies dürfte aber auf Antrag der Koalitionsfraktionen im Laufe
       des Tages passieren. Als möglicher Termin für die Debatte gilt der
       Mittwoch.
       
       Bilger bezeichnete einiges, was auf dem Linken-Parteitag passiert sei, als
       „erschreckend“. Wie dort teilweise über Unternehmer, Vermieter, Politiker
       anderer Parteien aus der demokratischen Mitte gesprochen worden sei, „hat
       schon ein sehr schreckliches Bild auf die Linkspartei geworfen“. Es habe
       sich gezeigt, dass „da wirklich ein Konflikt schwelt zwischen sehr vielen
       neuen aktivistischen Mitgliedern“ und anderen Delegierten.
       
       Bilger sieht sich durch den Parteitag in seiner Haltung bestätigt, am
       Unvereinbarkeitsbeschluss seiner Partei zur Linkspartei festzuhalten. Auch
       mit Blick auf die Landtagswahl im September in Sachsen-Anhalt bleibe für
       die CDU klar, „dass es eben keine Zusammenarbeit in Form von Koalitionen
       oder Ähnlichem geben kann“. Auch der amtierende [3][CDU-Ministerpräsident
       Sven Schulze] sage sehr deutlich, dass seiner Landesregierung weder
       Minister der AfD noch der Linkspartei angehören würden.
       
       In den jüngsten Umfragen zu der Wahl am 6. September in Sachsen-Anhalt
       steht die AfD derzeit mit über 40 Prozent auf Platz eins, weit vor der CDU
       mit 24 bis 26 Prozent. Die SPD kommt auf sechs bis sieben Prozent, was
       nicht für eine Koalition mit der CDU reichen würde. Die Linke steht bei 12
       bis 13 Prozent. Grüne und das BSW wären nach den letzten Umfragen nicht im
       Parlament vertreten.
       
       23 Jun 2026
       
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