# taz.de -- Anti-Spanner-Aktivistin Yanni Gentsch: „Die Männer sind noch zu leise“
       
       > Dank ihr sollen Voyeuraufnahmen unter Strafe gestellt werden: Die
       > Aktivistin Yanni Gentsch über Solidarität unter Frauen und warum sie noch
       > nicht am Ziel ist.
       
 (IMG) Bild: Ein Mann filmte ihr beim Joggen auf den Hintern - und sie filmte zurück: Yanni Gentsch
       
       Yanni Gentsch kommt mit Lastenrad zum Decksteiner Weiher im Kölner
       Südwesten gefahren, ihr Hund sitzt vorne in einem Korb. Hier joggt sie
       häufig, auf einer Allee gesäumt von fast hundert Jahre alten
       Kastanienbäumen. Zum Gespräch mit der taz setzt sie sich auf eine hölzerne
       Anlegestelle am Rand des Wassers. 
       
       taz: Sogar mit Hund! Wie heißt er?
       
       Yanni Gentsch: Sie heißt Sury. Morgen wird sie zwei.
       
       taz: Seit wann haben Sie Sury, Frau Gentsch?
       
       Gentsch: Ich habe sie zwei Wochen nach dem Vorfall über eine
       Tierschutzorganisation bekommen. Wildes Timing.
       
       taz: Mit „dem Vorfall“ meinen Sie, dass ein Mann mit einem Fahrrad hinter
       Ihnen herfuhr und Sie beim Joggen auf den Hintern filmte. Das war im
       Februar vergangenen Jahres. Der Zeitpunkt war Zufall? Sie haben sich den
       Hund gar nicht deswegen geholt?
       
       Gentsch: Nein. Ich war schon seit Monaten auf der Suche nach einem Hund,
       der passt. Mit Sury war es dann ein Match.
       
       taz: Sie haben damals ziemlich geistesgegenwärtig reagiert. Sie haben sich
       umgedreht, Ihre Handykamera angeschaltet und den Mann konfrontiert. Das
       Video haben auf Instagram Millionen gesehen. Sie [1][haben eine Petition
       gestartet], und etwas mehr als ein Jahr später [2][will das
       Justizministerium] heimliches voyeuristisches Fotografieren unter Strafe
       stellen. 
       
       Gentsch: Darüber freue ich mich sehr.
       
       taz: Waren Sie damals überrascht über Ihre eigene Reaktion? 
       
       Gentsch: In dem Moment habe ich einfach reagiert. Geistesgegenwärtig ist
       wahrscheinlich das richtige Wort. Wie das kam, weiß ich nicht – in neun von
       zehn Fällen bin ich diejenige, die einfach nur perplex ist und aus Wut oder
       Hilflosigkeit quasi einfriert.
       
       taz: Das heißt, Sie haben so etwas schon mal erlebt? 
       
       Gentsch: Ich habe schon alles Mögliche erlebt, aber genau so etwas nicht.
       Wobei, vorgekommen ist es bestimmt. Im Bus, in der U-Bahn denkt man das ja
       ständig: Ob der gerade nur ein Selfie macht oder mich filmt? Jetzt beginnt
       wieder die Saison, [3][in der es am allerschlimmsten ist]. Weil Sommer,
       weil mehr Haut. Jede soll natürlich tragen, was sie will. Aber man kann
       nicht leugnen, dass kürzere Jogginghosen in der Logik von Männern noch mehr
       eine Einladung sind.
       
       taz: Sie sind nach dem Vorfall zur Polizei gegangen und wollten Anzeige
       erstatten, wurden aber abgewiesen, weil das Filmen von angezogenen Menschen
       bisher keine Straftat ist. Was haben Sie da gedacht? 
       
       Gentsch: Ich war total irritiert und quasi das zweite Mal fassungslos. Ich
       bin mit der Erwartung in diese Polizeiwache gegangen, dass das
       selbstverständlich verfolgt wird. Ich hatte zwar keine Personalien von der
       Person, aber wie oft habe ich schon anderen Frauen gesagt, sie sollen
       Vorfälle anzeigen – wenigstens für die Statistik. Ich stand wie
       festgewurzelt da und habe ungläubig gefragt: Hä? Warum? Was fehlt denn?
       
       taz: Sie mussten einfach wieder gehen? 
       
       Gentsch: Irgendwann kam heraus, dass man zumindest einen Beobachtungs- und
       Feststellungsbericht machen kann. Das habe ich dann getan. Alles, was
       passiert war, wurde festgehalten, sie haben die unzensierten Fotos und das
       Video aufgenommen. Im Grunde heißt das: Wenn er noch mal auffällt, könnte
       man das miteinander verbinden, und je mehr sich ansammelt, desto eher hätte
       man eine Grundlage für eine Strafanzeige. Das richtige Wording ist wohl:
       Ich konnte eine Anzeige stellen, aber strafrechtlich relevant war es nicht.
       
       taz: Und daraufhin haben Sie entschieden, eine Petition zu starten? 
       
       Gentsch: Tatsächlich kam die Petitionsplattform ein paar Wochen später auf
       mich zu. Bis dahin hatte ich das Gefühl, dass ich immer wieder erzähle, was
       passiert ist, aber gegen eine Wand laufe. Mir war wichtig, dass es nicht
       nur um mich geht, weil solche Erlebnisse – Surprise! – kein Einzelfall
       sind. Petitionen können extrem viel verändern, und ich habe auf eine
       Signalwirkung gehofft. Dass es dann so riesig wird und sich so viel daraus
       entwickelt, hat mich positiv überrascht.
       
       taz: Über 160.000 Menschen [4][haben inzwischen unterzeichnet]. 
       
       Gentsch: Und so viele Frauen haben mir geschrieben, denen Ähnliches
       passiert ist. Die haben sich gefreut, dass sie endlich eine Möglichkeit
       haben, sich zu wehren. Und sei es nur, sich mit anderen zu verbünden, das
       hilft auch schon. Dass das Thema jetzt Teil eines Gesetzentwurfes ist,
       fühlt sich utopisch an, aber es ist tatsächlich Realität.
       
       taz: Sind Sie stolz? 
       
       Gentsch: Auf jeden Fall. Safe. 100 Prozent.
       
       taz: Sie sind dadurch öffentlich viel sichtbarer geworden. Haben Sie auf
       das Video hin viel Hass abbekommen? 
       
       Gentsch: Am Anfang, als das Video viral ging, kamen schon Hasskommentare.
       Aber man hat wirklich an jedem einzelnen Buchstaben gemerkt, dass ich nur
       ein Ventil und eine Projektionsfläche für ein völlig anderes Problem war.
       
       taz: Das ist ja wahrscheinlich meistens so, trotzdem kann das etwas mit
       einem machen. Haben Sie sich professionelle Hilfe geholt? Es gibt ja zum
       Beispiel Organisationen wie HateAid, die bei Hasskommentaren Unterstützung
       anbieten. 
       
       Gentsch: Nein, weil ich ganz gut damit klarkam. Ich habe außerdem bei
       Instagram bestimmte Worte, die immer wieder vorkamen, weggefiltert. So
       wurden Kommentare, in denen zum Beispiel die Worte „Arsch“ oder „eng“
       vorkamen, mir automatisch gar nicht mehr angezeigt. Mich haben die
       Kommentare vor allem genervt. Am Anfang habe ich von einzelnen
       [5][frauenfeindlichen Kommentare]n Screenshots gemacht und diese in meiner
       Story gepostet, unzensiert. Quasi zu Aufklärungszwecken.
       
       taz: Sind Sie durch die Geschichte zur Aktivistin geworden? 
       
       Gentsch: Ja. Also mit Aktivistin verbinde ich Öffentlichkeit, vielleicht
       sogar eine berufliche Tätigkeit. Wenn man es aber so versteht, dass man
       auch privat im kleinen Kreis Aktivistin sein kann, dann war ich das vorher
       schon. Ich setze mich schon lange für Frauenrechte ein.
       
       taz: Was hat Sie dazu gebracht? 
       
       Gentsch: Äh … als Frau geboren sein.
       
       taz: Das ist nicht für jede Frau ein Grund, sich auch mit Frauenrechten zu
       beschäftigen. Man wird ja nicht [6][als Feministin] geboren. 
       
       Gentsch: Leider nein, schön wär’s. Kann man das nicht irgendwie in die DNA
       einarbeiten? Ich glaube, bei mir war das ein schleichender Prozess. Social
       Media hat mir dann geholfen, Ungerechtigkeiten, die ich erlebt habe,
       richtig einzuordnen, Worte für gewisse Erfahrungen zu finden. Macht.
       Übergriff. Grenzüberschreitung. Patriarchat. Ich habe mich quasi vom Sofa
       aus politisiert. Und dann habe ich angefangen, im persönlichen Umfeld zu
       diskutieren. Bei Menschen, mit denen man seit Jahren eng ist oder die Teil
       der Familie sind, verlangt einem das richtig viel ab.
       
       taz: Welche Diskussionen hatten Sie zum Beispiel? 
       
       Gentsch: Wenn man sagt, ein Mann könne nicht anders als schönen jungen
       Frauen hinterherzuschauen, dann finde ich das unmöglich. „Das ist doch ein
       Kompliment“, habe ich von älteren Frauen aus meiner Familie immer wieder
       gehört, weil sie das so verinnerlicht hatten. Aber nein, das waren keine
       Komplimente. Oder Diskussionen über Vorfälle, die eigentlich Übergriffe
       waren. Sie hatten aber eingetrichtert bekommen, dass so ein Verhalten okay
       sei. Wie kommt das? Denken sie das wirklich? Oder versuchen sie, sich zu
       schützen, um sich nicht eingestehen zu müssen, dass sie Opfer von
       Übergriffen wurden?
       
       taz: Sie selbst haben es von Anfang an als Übergriff benannt, dass Sie beim
       Joggen gefilmt wurden. Wie hat Ihr Umfeld reagiert, als Sie öffentlich
       gemacht haben, was Ihnen passiert ist? 
       
       Gentsch: Da war ganz viel Respekt. Natürlich auch viel: „Aber pass auf dich
       auf!“ Die gucken darauf ja durch eine ganz andere Linse.
       
       taz: Ihre Eltern? 
       
       Gentsch: Zum Beispiel. Aber auch Freundinnen und Freunde – meine Chosen
       Family.
       
       taz: Freund*innen sind wichtig für Sie? 
       
       Gentsch: Ja, die spielen eine absolut elementare Rolle. Nach dem Vorfall
       hatte ich mich sofort an zwei Freundinnen gewendet. Zu wissen, dass ich
       diese Rückendeckung habe, dass da jemand ist, der oder die nachfühlen kann,
       was ich fühle – das hilft ungemein.
       
       taz: Haben Sie auf Ihr Video damals auch Reaktionen von Männern bekommen,
       die Sie positiv überrascht haben? 
       
       Gentsch: Positiv überrascht vielleicht nicht, aber es gab schon einige
       Nachrichten von solidarischen Männern. Viele endeten mit: Und das sage ich
       als Mann. Oder sie haben geschrieben: Ich schäme mich für mein Geschlecht.
       Da bin ich mir noch nicht sicher, wie ich über diese Aussage denke.
       
       taz: Es geht ein bisschen in die Richtung: [7][„Nicht alle Männer, aber
       immer ein Mann“], was man jetzt immer häufiger liest und hört. 
       
       Gentsch: Ich bekomme tatsächlich viele Nachrichten von Männern, die sich
       für meine Aufklärungsvideos und für meine Reposts von Frauen, die
       sexualisierte Gewalt erfahren haben, bedanken. Die sagen, dass sie auf
       meinem Account einen Zugang zu dem Thema finden. Letztens sagte ein Freund,
       dass er sich mehr mit der Lebensrealität von Frauen beschäftigt und das
       sein Alltagsdenken beeinflusst und sein Weltbild ändert. Ich finde das sehr
       wertvoll – sowohl für die Männer selbst als auch für Frauen. Und es freut
       mich auch deshalb, weil ich immer etwas Sorge habe, dass das Thema wieder
       an Präsenz verliert.
       
       taz: War das der Grund, weshalb Sie zum Jahrestag des Übergriffs einen
       Community Run organisiert haben? 
       
       Gentsch: Auch. Aber vor allem ging es mir darum, dass dadurch, dass ich den
       Vorfall öffentlich gemacht habe, so viele Menschen zusammengekommen sind,
       die das als heilsam empfinden. Und ich wollte an dem Tag auf keinen Fall
       einfach random alleine zu Hause sitzen. Ich wollte dieses Kollektiv, das
       vor allem online entstanden war, ins reale Leben bringen. Wir sind zusammen
       gelaufen in schöner Atmosphäre und haben danach Käffchen getrunken.
       
       taz: Könnte man so was nicht regelmäßig veranstalten? In Berlin gibt es
       über den Winter gemeinsame Laufgruppen für Frauen, damit sie nicht alleine
       im Dunkeln joggen müssen. 
       
       Gentsch: Um so etwas regelmäßig machen zu können, fehlt mir die Kapazität.
       Es gibt ja schon viele tolle Run Clubs, die man aus unterschiedlichsten
       Gründen besuchen kann. Um nicht alleine zu sein, neue Menschen
       kennenzulernen, sich sportlich zu challengen oder vieles mehr.
       
       taz: Laufen Sie im Dunkeln? 
       
       Gentsch: Jetzt ist ja die Jahreszeit, in der man nicht so schnell in diese
       dunklen Zeitfenster rutscht. Wobei man bald schon wieder lieber im Dunkeln
       laufen will, weil es sonst zu heiß ist. Es ist schon absurd, wie viel
       Frauen planen müssen, nur um Laufen zu gehen. Dabei ist es eigentlich egal,
       ob es dunkel ist oder nicht. Ich bin das beste Beispiel dafür, ich wurde ja
       tagsüber gefilmt. Trotzdem ist es im Dunkeln viel beängstigender, allein
       schon, weil man überall Silhouetten sieht.
       
       taz: Sie checken Ihre Umgebung? 
       
       Gentsch: Ja klar. Letztens habe ich in einer Doku gesehen, wie Männer und
       Frauen ihre Umgebung scannen: Männer gucken immer auf den Weg. Und bei
       Frauen geht der Blick kaum auf den Weg, sondern ständig nach links, rechts,
       oben, unten, in die Nischen. Plakativer könnte man nicht beschreiben, wie
       unterschiedlich Männer und Frauen durch die Welt gehen.
       
       taz: Die meisten sexualisierten Übergriffe passieren allerdings im
       häuslichen Umfeld und nicht im dunklen Park. 
       
       Gentsch: Wenn ich in die Nachrichten schaue, die ich auf Instagram bekomme,
       liest sich das ganz anders. Ich hätte das selbst nicht gedacht. Wie oft
       Frauen belästigt, gefilmt, fotografiert, verfolgt werden. Alles allein beim
       Laufen. Das ist Wahnsinn. Und wenn das nur die sind, die mir schreiben,
       dann will ich mir gar nicht vorstellen, wie vielen das noch passiert. Aber
       dieselben Frauen bedanken sich, dass ich ihnen eine Stimme gebe. Das sehe
       ich als tolles Kompliment.
       
       taz: Haben Sie auch Zuschriften von Frauen bekommen, die mit Smart Glasses
       gefilmt wurden, also mit Brillen, die eine Kamera integriert haben? Laut
       journalistischen Recherchen gibt es das jetzt immer häufiger. 
       
       Gentsch: Ja, das habe ich auch mitbekommen und finde gut, dass darüber
       berichtet wird. Das Filmen mit Smart Glasses wird jetzt mit Sicherheit noch
       weiter zunehmen.
       
       taz: Im März erschien ein Artikel im „Spiegel“, in dem die Moderatorin und
       Schauspielerin Collien Fernandes ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vorwarf, ihr
       digitale sexuelle Gewalt angetan zu haben. Was haben Sie da gedacht? 
       
       Gentsch: Geschockt war ich nicht, auch nicht überrascht. Solche Reaktionen
       beobachtet man ja eher bei Männern. Für Frauen, ob betroffen oder nicht,
       ist das nichts außerhalb ihrer Vorstellungskraft. So ging es mir
       jedenfalls. Aber das macht die Sache natürlich nicht weniger schlimm.
       
       taz: Es gab daraufhin [8][deutschlandweit mehrere Demos gegen sexualisierte
       Gewalt]. Man dachte zumindest kurz: Da passiert jetzt mal was. 
       
       Gentsch: Ja, das Thema hat tatsächlich an Präsenz gewonnen. Plötzlich
       setzen sich auch Männer damit auseinander, die keine Schwester, Mutter oder
       Freundin haben, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, sondern die das
       generell als Problem erkennen. Wenn jeden Tag in einem männlichen Hirn ein
       Licht aufgeht, ist das schon was.
       
       taz: Sie meinen, da bewegt sich jetzt etwas bei den Männern? 
       
       Gentsch: Na ja, es hat sich ein bisschen was getan. Aber die Männer sind
       trotzdem noch zu leise. Da geht noch einiges. Und es kann jederzeit wieder
       kippen. Deshalb bin ich auch froh, dass durch die Gesetzesinitiative das
       Thema am Laufen gehalten wird.
       
       taz: Wenn man Ihnen auf Social Media folgt, gewinnt man den Eindruck, dass
       sich gerade vieles bei Ihnen ändert. Wie geht es beruflich bei Ihnen
       weiter? 
       
       Gentsch: Ich könnte mir vorstellen, weiter Marketing zu machen für Marken
       und Unternehmen, die eine Haltung haben. Ich will selbstständig Produkte
       bewerben, hinter denen ich auch stehen kann, oder für Menschen arbeiten,
       die, wenn sie sexistisches Verhalten beobachten, nicht zwei Augen zumachen.
       
       taz: Ist das eine Folge des Vorfalls damals, oder besser von allem, was
       sich seitdem ergeben hat, dass Sie über Ihr Leben, Ihre Zukunft neu
       nachdenken? 
       
       Gentsch: Ich wünschte, mein Umfeld und ich würden das nicht sowieso jeden
       Tag machen. Wir sind die Generation, die auf keine sehr geile Zukunft
       guckt. Aber vielleicht habe ich im vergangenen Jahr tatsächlich noch ein
       bisschen mehr über mein Leben nachgedacht. Es haben sich neue berufliche
       Tore geöffnet, die mir das Gefühl geben: Das macht Sinn, hier kann ich was
       bewirken. Im April habe ich außerdem angefangen, Soziologie an der Fernuni
       zu studieren. Fragen Sie mich in einem Jahr noch mal, was daraus geworden
       ist.
       
       taz: Was die Voyeuraufnahmen angeht, haben Sie Ihr Ziel erreicht. Zumindest
       fast. Der Gesetzentwurf zum Schutz vor sexualisierter Gewalt steht kurz vor
       der Verabschiedung im Bundestag. 
       
       Gentsch: Ja. Lange habe ich gedacht, wenn der durch ist, bin ich am Ziel.
       Aber die ganze Reise bis hierhin hat mir gezeigt, dass das ein forever
       ongoing Prozess ist. Man muss ja auch sehen: Die digitale Welt entwickelt
       sich so viel schneller weiter als jedes Gesetz, und Männer werden immer
       Wege finden, Frauen Gewalt anzutun. Es wird mir immer ein Anliegen bleiben,
       mich für Frauenrechte einzusetzen und für Veränderung. Aber das Gesetz ist
       ein großer Schritt, und wenn es verabschiedet ist, dann werde ich den
       Erfolg auch feiern, gerne wieder mit einem Community-Event.
       
       25 Jun 2026
       
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