# taz.de -- Gedenken zum Tag der Befreiung: Beflügelnde Innenansichten
       
       > Türen in eine schmerzhafte Vergangenheit: Wie Terry Mandel aus San
       > Francisco die Geschichte ihrer jüdischen Familie in Köln aufarbeitet.
       
 (IMG) Bild: Terry Mandel sitzt an einem Flügel in der ehemaligen Kölner Wohnung ihrer Urgroßtante Lina Silberbach
       
       Das Haus mit den Nummern 12–14 hat schon so einige Zeit auf dem Buckel.
       Doch die Fassade mit ihren fünf Geschossen strahlt in cremefarbenem Weiß
       vermutlich schöner als am ersten Tag. 1906 war das, also vor 120 Jahren, da
       entstand das Schmuckstück in der Kölner Lochnerstraße mit viel Kunst am
       Bau. Geschwungene Applikationen zeugen von der Leichtigkeit des
       Jugendstils, so wie die kunstvoll gearbeiteten Fensterrahmen mit ihren
       vielen Scheiben.
       
       Durch die Tür hindurch geht es an einem Sonntag Mitte April in den
       Hausflur, in der Jugendstilelemente die Wände verschönern, weiter die
       Treppe hinauf. Die Wohnungsbesitzerin, die nicht erkennbar sein möchte in
       diesem Text, öffnet die Türe und bittet herein. Terry Mandel, die mit
       hinaufgestiegen ist, lässt sich nicht zweimal bitten. Rechts herum geht es
       ins Wohnzimmer.
       
       Seit 2016 organisiert die Initiative „Denk mal am Ort“ jedes Jahr diese
       Veranstaltung. In mehreren deutschen Großstädten will sie Türen öffnen: in
       Privathäuser, die eine Geschichte zu erzählen haben, die nicht einfach
       vergessen werden sollte.
       
       Also ins Wohnzimmer und da steht er, braunes Holz, makellos, goldene
       Kerzenständer links und rechts des Notenpults: ein Flügel. Was mag an einem
       Flügel schon besonders sein, noch dazu, wenn er in so einem schönen Gebäude
       im Kölner Süden steht, mögen Sie fragen? Nun, ein wenig Geduld bitte, dazu
       kommen wir gleich. Für den Fall, dass Sie diesen Text daheim lesen und
       nicht gerade in der U-Bahn sitzen, wäre es angebracht, wenn Sie jetzt ein
       wenig Klaviermusik auflegen, vielleicht die „Sonata facile“ von Mozart oder
       Beethovens „Mondscheinsonate“, ganz egal.
       
       Denn in dieser Wohnung, möglicherweise sogar in diesem Zimmer waren schon
       Klaviertöne zu hören, da werden die allermeisten noch nicht geboren worden
       sein. In den 1930er Jahren war das. Lina Silberbach, geborene Glaser, hieß
       die Pianistin, die dort nicht nur Klavier spielte, sondern auch
       unterrichtete. Sie wurde 1874 geboren. 1934 zog sie in das Haus in der
       Lochnerstraße, da war ihr Mann schon elf Jahre tot. Die verwitwete Jüdin
       wurde dann 1941 von den Nazis in das Ghetto Lodz im besetzten Polen
       verschleppt und im Folgejahr in Chelmno ermordet.
       
       Terry Mandel setzt sich an den Flügel. Nicht, dass sie auch eine Pianistin
       wäre. Aber Lina Silberbach ist ihre Urgroßtante. Mandels Verwandte aus der
       Linie ihrer Mutter Ingelore Silberbach kommen zu einem guten Teil aus der
       Domstadt. Nur ist Ingelore 1939 die Flucht nach Amerika gelungen. Mandel
       ist extra aus San Francisco angereist. Lina Silberbach gelang die Flucht
       damals nicht. Der Flügel in ihrer früheren Wohnung, an dem ihre
       Urgroßnichte jetzt sitzt, hat nichts mit der ermordeten Vormieterin zu tun,
       es ist Zufall, dass dieses Modell hier steht. Aber was für ein Zufall.
       
       Stoßweise bittet die heutige Wohnungsbesitzerin all die Besucher in ihr
       Heim. Sie blicken auf die restaurierten Jugendstilelemente an den Decken,
       stehen auf dem Fischgrätparkett und machen dabei eine Reise in die
       Vergangenheit, die, dem anmutigen Ambiente zum Trotz, überhaupt nicht schön
       ist. Sondern brutal und mörderisch.
       
       Terry Mandel und ihre Freundin Rita von Schwartzenberg, eine Kölner
       Psychotherapeutin und Biografin der exilierten Künstlerin Ruth Prawer
       Jhabvala, haben die Menschen an diesem Sonntagnachmittag in die
       Lochnerstraße 12–14 eingeladen. 30, 40 Personen, Alte wie Junge sind
       gekommen. Wer nicht gerade zur ehemaligen Wohnung von Lina Silberbach
       hochsteigt, drängelt sich in der Erdgeschosswohnung von Sabine Heineken.
       Sie sitzen dort auf dem Sofa und auf Klappstühlen, hocken vor dem
       Himmelbett. Im Nebenraum spielen zwei Musikerinnen in den Pausen
       Klezmer-Musik.
       
       Die 70-jährige Heineken hat die Wohnungstür weit geöffnet für Mandel und
       die vielen Bekannten und Unbekannten. Die Künstlerin lernte Terry Mandel
       vor ein paar Jahren kennen. Da stand sie vor dem Haus. Stolpersteine
       sollten verlegt werden für die Jüdinnen und Juden, die dort einmal gelebt
       hatten, so wie Lina Silberbach, erzählt Heineken. Doch ein für die Arbeiten
       notwendiger Stromanschluss habe gefehlt. Die Künstlerin half aus. Seitdem
       sind sie befreundet.
       
       Terry Mandel, schmal, nicht sehr groß, kurze lockige Haare, hat auf einem
       Stuhl in einer Ecke des Raums Platz genommen. Die 72-jährige frühere
       Managerin spricht englisch. „Mein ganzes Leben lang habe ich in Amerika
       gelebt. Aber meine Mutter und ihre Familie kamen erst 1938 und 1939 in die
       USA. Sie kamen aus Köln. Meine Mutter wollte nicht über Köln sprechen.“
       Doch vor fünf Jahren lag eine E-Mail in ihrem Postfach, erzählt Mandel.
       Anna, eine Schülerin aus Köln, bat darin um Auskunft über Familie
       Silberbach. Sie mache eine Recherche für eine Projektarbeit am
       Königin-Luise-Gymnasium, schrieb die Schülerin. „Du hast den Jackpot
       geknackt, ich bin die Tochter“, antwortete Mandel. [1][Den Essay, den Anna
       Eith auf Basis ihrer umfangreichen Recherchen schrieb], lobt Mandel in den
       höchsten Tönen. Es wurde inzwischen in einen Sammelband aufgenommen.
       
       Aber jetzt in der Lochnerstraße 12–14 geht es um Lina Silberbach und ihre
       Familie. Terry Mandel berichtet von ihren Eltern und den Großeltern, den
       vielen weiteren Verwandten, von sich selbst. Dies ist kein Oberseminar an
       der Universität, ganz und gar nicht. Sie lässt die Vergangenheit, die sie
       selbst so lange in ihrem Leben links liegen gelassen hat, wiederaufleben,
       lässt Bilder und Kopien von Dokumenten durch das Zimmer wandern, von Hand
       zu Hand: die Deportationsliste mit dem Namen, Karteikarten und Papiere von
       Linas Söhnen Erich und Walter, die es schafften, rechtzeitig nach Palästina
       auszureisen, das Foto eines älteren Herrn, zu dessen Füßen Hühner flattern:
       Sally Silberbach, der 1923 verstorbene Ehemann von Lina. Es ist
       mucksmäuschenstill im Wohnzimmer von Sabine Heineken geworden. Ida, Paula
       und Marlene schreiben wie wild mit. Die drei Schülerinnen forschen über
       eine andere Jüdin, die ebenfalls in diesem Haus gelebt hat und ermordet
       worden ist.
       
       Rita von Schwartzenberg übernimmt es, von Anna Cohn-Wolff zu berichten, die
       ein Stockwerk unterhalb von Lina Silberbach zusammen mit ihrem Mann Max und
       Sohn Ariel wohnte. Auch bei Anna, Jahrgang 1894, stand ein Klavier, auch
       sie war Pianistin. Die Familien kannten sich gut. Nur dass Anna, Max und
       Ariel 1936 vor den Nazis nach Amsterdam flohen, wo der Mann Arbeit gefunden
       hatte. Doch 1940 besetzte die Wehrmacht die Niederlande, wo die
       judenfeindlichen Gesetze nun auch bald galten. 1943 wurden Anna Cohn-Wolff
       und ihr Sohn Ariel in das Vernichtungslager Sobibor deportiert. Max
       überlebte als Zwangsarbeiter in Holland. Nach dem Krieg wurde in Köln
       aufgeräumt. Die ehemaligen jüdischen Bewohner des Hauses wurden vergessen.
       Ein neuer Besitzer teilte das Gebäude in Eigentumswohnungen auf.
       
       Der Krieg hat viele der Häuser in der Umgebung zerstört. Auch die
       Lochnerstraße 12–14 habe so einiges abbekommen, erzählt Sabine Heineken,
       ein Seitenflügel fiel den Bomben zum Opfer. Sie habe restauriert und
       renoviert, den Keller in Ordnung gebracht. Die Erdgeschosswohnung, in der
       Lina Silberbach und Anna Cohn-Wolff gedacht wird, beherbergte einmal einen
       Laden für Schnürsenkel. Heineken fand beim Aufräumen noch einige Exemplare.
       
       An diesem Sonntagnachmittag wird die Geschichte des Hauses und ihrer
       Bewohner wieder lebendig. „Unsere Aufgabe ist es, die Geschichte von morgen
       zu bestimmen“, sagt Terry Mandel.
       
       Die E-Mail der Schülerin Anna Eith habe ihr Leben gründlich verändert, sagt
       Terry Mandel selbst. Im Anschluss an ihre Projektarbeit sollten
       Stolpersteine für Familie Silberbach in Köln verlegt werden. Mandel flog
       2023 zum ersten Mal nach Köln. Sie dachte, das wäre eine Sache von
       vielleicht ein paar Tagen, sagt sie. Aber dann traf sie eine Schulklasse.
       Lernte die Stadt ein wenig kennen. Sie musste feststellen, dass das Wenige,
       was ihre Mutter ihr über ihre Kölner Familie berichtet hatte, nicht richtig
       war. Keineswegs alle Silberbachs hatten überlebt, lernte sie bei ihren
       Nachforschungen. „Ich erhielt Antworten auf Fragen, die meine Mutter nie
       beantwortet hatte, und Antworten auf Fragen, die ich da noch gar nicht
       kannte.“ Mandel zeigt auf den Stammbaum der Familie, den sie recherchiert
       hat. Und sie sagt: „Wir sind nicht alle entkommen. 28 Mitglieder der
       Familie Silberbach wurden ermordet.“
       
       So kam es, dass sich Terry Mandel einzumischen begann in die Geschichte der
       Stadt Köln. „Anfangs kannte ich kaum jemanden“, sagt sie selbst. Das
       änderte sich rasch. Es ist nicht so, dass Mandel als zurückhaltende ältere
       Dame auftritt, im Gegenteil. Sie ist eine sehr bestimmte Frau, sagen
       diejenigen, die sie näher kennen. Sie nennt sich selbst eine Feministin und
       sie nimmt auch kein Blatt vor den Mund, wenn es um US-Präsident Donald
       Trump geht, den sie verachtet. Es sei „unglaublich, was derzeit in den USA
       geschieht“, sagt sie. „Meine Großeltern waren immer dankbar dafür, dass
       Amerika sie aufgenommen hat. Ihnen würde heute das Herz brechen, so wie es
       mir bricht.“
       
       Mandel will etwas ändern, nicht nur das Andenken ihrer Familie bewahren,
       sondern das des jüdischen Kölns, einer Stadt, die vor 1933 etwa 20.000
       Jüdinnen und Juden beherbergte. Mandel kann fordernd sein. Manche
       Stadtbediensteten fühlten sich bisweilen von ihrem Drängen ein wenig
       überfordert, sagt ihre Freundin Rita von Schwartzenberg.
       
       Einen Tag vor dem Gedenken an Lina Silberbach und Anna Cohn-Wolff steht
       Terry Mandel vor einer Villa im feinen Kölner Stadtteil Marienburg,
       Godesberger Straße 8. Die Bewohner möchten sie und ihre Zuhörer nicht
       einlassen. Also findet die Geschichtsstunde auf der Straße statt.
       
       Das hübsche Haus, neben dem sie zusammen mit etwa zwei Dutzend Zuhörern
       steht, war einmal das Zuhause ihrer Mutter Ingelore. Der Vater Paul hatte
       mit seinem Geschäft für Fleisch- und Fettwaren genug Geld verdient, um sich
       die Villa leisten zu können, mitsamt Köchin und Kindermädchen. Die 1925
       geborene Ingelore und ihre ältere Schwester Gisela hatten ihre Kinderzimmer
       oben unterm Dach. Sonderlich religiös ging es in der Godesberger Straße 8
       nicht zu. Die Töchter besuchten nicht jüdische Schulen.
       
       Fenster und Türen des Hauses bleiben fest verschlossen, während Terry
       Mandel draußen auf der Straße vom Leben ihrer Familie in Köln erzählt. Wie
       es dort drinnen ausgesehen hat, hat ein Verwandter der Familie
       aufgeschrieben, der sich mit einem Kindertransport nach England retten
       konnte. Rita von Schwartzenberg liest auf dem Bürgersteig stehend aus dem
       Buch von Vernon Katz, der von seinem Besuch Anfang der 1930er im Haus
       schreibt: „Wir gingen hinein und machten große Augen. Durch ein
       Mosaik-Marmor-Foyer kamen wir zu einer rostfarbenen Marmor-Eingangshalle
       mit elegant geschwungenem Treppengeländer. Im Obergeschoss erwartete uns
       ein Marmor-Badezimmer. Mutter schaute besonders auf den Marmor und die
       Perserteppiche und sagte nichts.“
       
       Fünf Stolpersteine liegen vor der Godesberger Straße 8. Sie künden vom
       Überleben. Fünfmal steht dort „Flucht USA“, nur die Jahreszahlen
       differieren. Die Schwestern Ingelore und Gisela Silberbach wechselten
       zuerst auf ein Internat in Großbritannien. Die Eltern flohen zusammen mit
       der Mutter des Vaters am 10. November 1938 bei Nacht und Nebel in die
       Niederlande. Die Flucht war gut vorbereitet. Von dort erreichten sie die
       Vereinigten Staaten. Die Silberbachs ließen sich in Chicago nieder. Die
       Kinder kamen später aus England nach. Ingelore wurde 1946 US-Amerikanerin
       und zog später ins kalifornische Pasadena. Sie hat zweimal geheiratet und
       zwei Kinder zur Welt gebracht, eines davon bekam den Namen Terry. Im Jahr
       2014 ist sie gestorben.
       
       Die Stolpersteine künden aber nicht nur von einer Rettung. Sondern auch von
       der Vernichtung der Existenz einer deutsch-jüdischen Familie, von deren
       Verfolgung, von Ingelores Ausschluss aus dem städtischen Gymnasium und vom
       Exil in einem anfangs fremden Land.
       
       Nach der Veranstaltung berichtet Terry Mandel, dass sie einmal von den
       Kindern einer Kölner Schulklasse gefragt worden sei, wonach sie denn suchen
       sollten. Da habe sie geantwortet, sie sollten danach fragen, was ihre
       Familie im Krieg gemacht habe. Danach habe die ganze Klasse geschwiegen,
       nur ein Mädchen berichtete stolz von ihrem sozialdemokratischen
       Urgroßvater.
       
       Terry Mandel ist viel mehr in Köln angekommen, als sie es selbst zu Beginn
       gedacht hätte. Zweimal im Jahr fliegt sie ins Rheinland und verbringt so
       die eine Hälfte des Jahres dort, die andere in Berkeley bei San Francisco.
       Sie ist Mitglied bei den Kölschen Kippa Köpp, des ersten jüdischen
       Karnevalsvereins. Sie hat mit [2][The Unerasure Projekt] einen Verein
       gegründet, der Lebensgeschichten von Opfern, Überlebenden und Geflüchteten
       in Köln sichtbar machen will. Sie mischt sich ein und das mit Begeisterung.
       Nur Kölsch spricht sie noch nicht. Nein, Antisemitismus sei ihr in
       Deutschland noch nicht begegnet, sagt sie, aber sie sei nicht naiv, sie
       wisse um die Rechtspopulisten.
       
       Zurück zur Lochnerstraße 12–14, dem Haus der jüdischen Pianistinnen. Die
       Straße befindet sich in der Nähe der großen Synagoge von Köln, in einem
       Viertel also, in dem früher einmal viele Jüdinnen und Juden gelebt haben.
       [3][Auch vor dem Eingang dieses Gebäudes blinken Stolpersteine in der
       Sonne], aber fast alle von ihnen verkünden keine geglückten Fluchten und
       ein Weiterleben nach dem Holocaust, so wie bei den Silberbachs in
       Marienburg. Sondern vom Tod. Für Lina Silberbach, Anna Cohn-Wolff, Ariel
       Wolff, Ilse Moses, Hella Katz und Anna Katz sind die Stolpersteine der
       profane Ersatz für fehlende Grabsteine.
       
       Nein, Terry Mandel schüttelt bedauernd ihren Kopf. Sie wisse nicht welche
       Klaviermusik in der Lochnerstraße 12–14 gespielt worden sei und was die
       Lieblingsstücke von Lina Silberbach und Anna Cohn-Wolff gewesen sein
       könnten. Was geblieben ist, sind ein paar Fotos und Dokumente, darunter
       manches von den Überlebenden Gesammelte und vieles, das die Nazis während
       ihres bürokratischen Prozesses der Deportation hinterlassen haben. Aber
       keine Partituren.
       
       Dann ist Terry Mandel fertig mit ihrem Vortrag, hat alle Fragen beantwortet
       und bittet die Anwesenden, in kleinen Gruppen zur früheren Wohnung von Lina
       Silberbach hinaufzusteigen, wenn sie denn interessiert seien. Was für eine
       Frage! Natürlich sind alle interessiert. Sie geht selbst voran. Es ist
       still im Hausflur mit den Jugendstilelementen. Die Besucher unterhalten
       sich so leise, als wollten sie eine Klavierspielerin hinter einer der
       Wohnungstüren nicht bei ihrem Spiel stören.
       
       8 May 2026
       
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