# taz.de -- Nachrichten im Irankrieg: Steinmeier nennt Irankrieg „völkerrechtswidrig“
> Anders als der Kanzler findet der Bundespräsident deutliche Worte zum
> Krieg. Israels Verteidigungsminister will im Südlibanon Kontrolle bis zum
> Fluss Litani.
(IMG) Bild: Menschen inspizieren einen Krater nach einem israelischen Luftangriff, der die Brücke von al-Kasmijeh in der Nähe der libanesischen Küstenstadt Tyrus getroffen hat
## Toter und Verletzte bei iranischen Angriffen auf Bahrain
Bei iranischen Angriffen auf Bahrain kommt nach Angaben des
Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein
marokkanischer Zivilist ums Leben. Zudem werden mehrere Soldaten aus
Bahrain und den VAE verwundet, wie die bahrainische Armee auf der Plattform
X mitteilt. Zuvor hatte das Militär in Bahrain den Toten fälschlicherweise
als emiratischen Soldaten identifiziert. Das Ministerium der VAE stellt nun
klar, dass es sich bei dem Opfer um einen zivilen Vertragsarbeiter aus
Marokko handelt. (rtr)
## Israel greift christliche Stadt nördlich von Beirut an
Israel hat die überwiegend von Christen bewohnte Stadt Sahel Alma
nördlich von Beirut angegriffen. Das berichtet der staatliche Rundfunk im
Libanon. Die Region ist im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz
bislang verschont geblieben. Berichte über Opfer liegen zunächst nicht vor.
Augenzeugen sagen der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten mehrere
Explosionen gehört und weißen Rauch über der Stadt gesehen. (rtr)
## NNA: Raketen über dem Libanon abgefangen
Über dem Libanon sind nach Angaben der staatlichen libanesischen
Nachrichtenagentur NNA mehrere Raketen abgefangen worden. Es war zunächst
unklar, auf welche Ziele die Raketen abgefeuert wurden und wie sie
abgefangen wurden, da das libanesische Militär kaum funktionsfähige
Luftabwehrsysteme besitzt. Laut NNA waren nördlich der Hauptstadt Beirut im
Bezirk Kesserwan Explosionen zu hören, die von Abfangraketen verursacht
wurden. Raketen seien daraufhin über der Stadt Faitrun und im Bergdorf
Baskinta zu Boden gestürzt. Journalisten der Nachrichtenagentur AP sahen im
Küstengebiet Sahel Alma leichte Schäden an Gebäuden und einer Mauer. Opfer
wurden zunächst nicht gemeldet. (ap)
## Pakistan bestätigt Angebot für Vermittlung
Pakistan ist bereit, Gespräche zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung
des Nahost-Konflikts auszurichten. Das bestätigt Ministerpräsident Shehbaz
Sharif auf X. „Vorbehaltlich der Zustimmung der USA und des Iran ist
Pakistan bereit und fühlt sich geehrt, als Gastgeber substanzielle und
zielführende Gespräche für eine umfassende Lösung zu ermöglichen“, erklärt
er. (rtr)
## Mindestens drei Verletzte bei iranischem Angriff auf Israel
Bei einem iranischen Raketenangriff sind im Süden Israels mindestens drei
Menschen verletzt worden, unter ihnen eine Frau und ein zwei Jahre altes
Kind. Der Einschlag habe ein Wohnmobil beschädigt, teilten die Feuerwehr
und der Rettungsdienst David Magen Adom am Dienstag mit. Die Frau und das
Baby seien leicht verletzt worden, ein 40-jähriger Mann mittelschwer. Viele
Mitglieder der israelischen Beduinengemeinschaft leben in nicht anerkannten
Dörfern im Süden des Landes, oft in Wohnmobilen und behelfsmäßigen Häusern.
Sie leiden unter einem erheblichen Mangel an Bunkeranlagen.
Das israelische Militär hat nach eigenen Angaben zum zweiten Mal innerhalb
einer Stunde weitere Raketen identifiziert, die vom Iran in Richtung
Südisrael abgeschossen wurden. Es handelt sich um die zehnte Welle von
Raketen, die am Dienstag aus dem Iran in Richtung Israel abgeschossen
wurden. Zur gleichen Zeit heulten in Teilen Nordisraels Sirenen, was auf
einen Beschuss aus dem Libanon schließen lässt. Von dort nimmt die mit dem
Iran verbündete Hisbollah-Miliz Ziele in Israel ins Visier. (ap)
## EU verschiebt Verbotsplan für russische Ölimporte
Nach Beginn des Iran-Kriegs verschiebt die EU-Kommission die Präsentation
von Plänen für ein vollständiges und dauerhaftes Verbot von russischen
Ölimporten. Die ursprünglich für den 15. April geplante Vorlage wurde auf
unbestimmte Zeit verschoben, wie aus einer Terminübersicht zu geplanten
Initiativen der Brüsseler Behörde hervorgeht. Wann die Maßnahmen
stattdessen vorgestellt werden sollten, ließ eine Sprecherin auf Nachfrage
offen. Auch Gründe für die Verschiebung nannte sie nicht. Denkbar ist, dass
die Situation auf dem weltweiten Ölmarkt oder auch die Kritik des
ungarischen Regierungschefs Viktor Orban eine Rolle spielen. Bis zuletzt
bezogen noch Ungarn und die Slowakei Öl aus Russland. 2022 hatte die EU ein
weitgehendes Einfuhrverbot beschlossen, allerdings mit entsprechenden
Ausnahmen. (dpa)
## AfD-Lob für Steinmeier nach Kritik an Iran-Krieg
Die AfD stellt sich hinter die Kritik von Bundespräsident Frank-Walter
Steinmeier am Krieg der USA und Israels gegen den Iran. „Da hat er mal
recht gehabt, so oft kommt das ja beim Bundespräsidenten nicht vor“, sagte
Co-Parteichef Tino Chrupalla vor Journalisten in Berlin. Steinmeier hatte
gesagt, der Iran-Krieg sei nach seinem Dafürhalten völkerrechtswidrig. Es
gebe wenig Zweifel daran, dass die Begründung mit einem unmittelbar
bevorstehenden Angriff auf die USA nicht trage.
Chrupalla sagte: „Der Angriff auf die Ukraine war völkerrechtswidrig. Der
Angriff auf den Iran ist es auch.“ Der AfD-Chef erneuerte angesichts der
Energiepreise die Forderung seiner Partei, wieder Verhandlungen mit
Russland über Energielieferungen aufzunehmen. Man müsse sich für Frieden
auf dem Kontinent und der Welt einsetzen. „Wir dürfen aber zu
kriegsführenden Staaten die Beziehungen auch nicht abbrechen lassen.“ (dpa)
## Philippinen rufen Energienotstand aus
Auf den Philippinen ist angesichts der Auswirkungen des Iran-Krieges auf
die Versorgungssicherheit des Landes ein „nationaler Energienotstand“
ausgerufen worden. Der von Präsident Ferdinand Marcos am Dienstag
unterzeichnete Erlass ermächtigt das Energieministerium unter anderem dazu,
zur Sicherung von Verträgen zur Treibstofflieferung Vorauszahlungen zu
leisten und außerdem gegen Hamsterkäufe oder Wucher vorzugehen. Zudem soll
das Verkehrsministerium Steuervergünstigungen für Kraftstoffe gewähren und
Mautgebühren oder Luftverkehrsgebühren senken oder aussetzen dürfen.
Erforderlich werde die Ausrufung des Notstandes durch die „unmittelbare
Gefahr für die Verfügbarkeit und Stabilität der Energieversorgung“ des
Landes, die aus dem „anhaltenden Konflikt im Nahen Osten“ resultiere, hieß
es im Erlass. Die Philippinen zählen zu den Ländern mit den höchsten
Energiekosten in der Region. Zugleich ist das Land stark von importierten
Kraftstoffen abhängig. (afp)
## Sri Lanka ordnet Stromsparmaßnahmen an
In Sri Lanka ordneten die Behörden unterdessen an, dass ab Dienstag die
Lichter von Straßenbeleuchtungen und Reklametafeln ab 21.00 Uhr (Ortszeit)
ausgeschaltet werden sollen; lediglich in Hochsicherheitsbereichen sollen
die Laternen demnach an bleiben. Regierungssprecher Nalinda Jayatissa
kündigte zudem an, dass staatliche Einrichtungen die Verwendung von
Klimaanlagen künftig stärker einschränken sollen. Insgesamt will Sri Lanka
durch verschiedene Maßnahmen seinen Energieverbrauch um 25 Prozent senken.
Ein Vertreter des Energieministeriums warnte, dass landesweite
Stromausfälle drohten, falls der Verbrauch nicht drastisch reduziert werde.
Bereits in der vergangenen Woche hatte der Inselstaat eine Vier-Tage-Woche
eingeführt und Homeoffice-Regelungen wieder in Kraft gesetzt, um das
Verkehrsaufkommen und damit den Spritverbrauch zu verringern. (afp)
## Spitzen der Unionsfraktion auf Distanz zu Steinmeiers Äußerungen
Mit Unverständnis und Kritik haben führende Unionspolitiker auf Äußerungen
von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier reagiert, der den Iran-Krieg
der USA und Israels als völkerrechtswidrig bezeichnet hatte.
Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) warf dem Bundespräsidenten am Dienstag
vor, damit seine Befugnisse überschritten zu haben. „Die völkerrechtliche
Prüfung obliegt in diesem wie in anderen Fällen der Bundesregierung“, sagte
Spahn. „Ich erwarte von Amts- und Würdenträgern der Bundesrepublik, dass
sie diese Prüfung abwarten und sie auch respektieren.“ Der Fraktionschef
äußerte Unverständnis über Steinmeiers Äußerungen: „Im Übrigen frage ich
mich: Was folgt jetzt aus dieser Feststellung?“ Auch CSU-Landesgruppenchef
Alexander Hoffmann bewertete die Äußerungen des Bundespräsidenten
distanziert: „Für uns hat das Völkerrecht allerhöchste Priorität, aber
Völkerrecht darf eben auch nicht zur Schutzklausel terroristischer Regime
werden“, sagte Hoffmann. (afp)
## Krieg im Nahen Osten dämpft Stimmung in der US-Wirtschaft
Der Krieg im Nahen Osten bremst die US-Wirtschaft und schürt die Furcht
vor einer anziehenden Inflation. Der Einkaufsmanagerindex für die
Privatwirtschaft fiel im März auf den niedrigsten Stand seit elf Monaten,
wie aus einer am Dienstag veröffentlichten Unternehmensumfrage von S&P
Global hervorgeht. Das Barometer – das Dienstleister und Industrie
zusammenfasst – sank um 0,5 auf 51,4 Punkte. Es blieb aber über der Marke
von 50, ab der es Wachstum anzeigt. „Die Umfrage signalisiert eine
ungünstige Kombination aus langsamerem Wachstum und steigender Inflation“,
sagte Chris Williamson, Chefvolkswirt bei S&P Global.
Der Rückgang war vor allem auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen.
Die Stimmung in der Industrie verbesserte sich hingegen. Die Unternehmen
meldeten insgesamt deutlich höhere Einkaufspreise. Der entsprechende Index
sprang auf 63,2 Punkte von 60,0 im Februar. Als Grund dafür gilt der
kriegsbedingte Anstieg der Energiekosten. Die Beschäftigung im Privatsektor
ging zum ersten Mal seit 13 Monaten zurück. (rtr)
## UN: Mehr als eine Million Menschen im Libanon auf der Flucht
Mehr als eine Million Menschen sind nach UN-Angaben seit Anfang März vor
dem Krieg zwischen Israel und der pro-iranischen innerhalb des Libanons
geflüchtet. Weitere 130.000 Menschen hätten die Grenze zu Syrien
überschritten, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM)
am Dienstag in Genf mit. Der Krieg im Nahen Osten führe zu immer mehr
Vertreibungen und Grenzübertritten in der Region, hieß es. (dpa)
## Zwei indische Tanker passieren Straße von Hormus
Zwei Gastanker unter indischer Flagge haben die Straße von Hormus ohne
Zwischenfälle passiert. Ein indischer Beamter erklärte am Dienstag, dass
die Schiffe voraussichtlich im Laufe der Woche indisches Festland erreichen
würden. Die LPG-Tanker „Pine Gas“ und „Jag Vasant“ durchquerten die
Meerenge am Montagabend, wie der Sondersekretär im Ministerium für Häfen,
Schifffahrt und Wasserstraßen, Rajesh Kumar Sinha, mitteilte. Indische
Medien berichteten, die beiden Tanker, die den Tagesbedarf an Kochgas für
Indien geladen hatten, seien in geringem Abstand voneinander gefahren und
einer vom Iran genehmigten Route nahe an der Küste gefolgt. Der Iran hat
weiterhin die Kontrolle über die Straße von Hormus, die vom Persischen Golf
zum offenen Meer führt und durch die ein Fünftel des weltweiten Öls sowie
viele weitere Güter transportiert werden. Teheran beharrt darauf, dass die
Wasserstraße auch im Krieg geöffnet sei – nur eben nicht für die USA,
Israel und deren Verbündete. (ap)
## Katar: Sind nicht als direkte Vermittler aktiv
Katar ist nach eigenen Angaben nicht als direkter Vermittler zwischen den
USA und Iran aktiv. Das Emirat unterstütze jedoch alle diplomatischen
Kanäle zur Beendigung des Krieges, sagt ein Sprecher des katarischen
Außenministeriums. Das Land stehe in engem Kontakt mit der US-Regierung, um
eine Deeskalation zu erreichen und einen Ausweg aus der Krise zu finden. Er
fügt hinzu, Katar habe seit Jahren gesagt, eine ungebremste Eskalation in
der Region werde nicht nur zu einer Ausweitung des Konflikts führen,
„sondern zu einem umfassenden Krieg, der uns alle erfasst. Und genau da
sind wir jetzt.“ (rtr)
## Hisbollah: Werden israelische Besetzung bekämpfen
Die Hisbollah kündigt Widerstand gegen die von Israel geplante Besetzung
des südlichen Libanons an. Eine solche Besetzung würde eine „existenzielle
Bedrohung“ für den Libanon als Staat darstellen, sagt der
Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah der Nachrichtenagentur Reuters. Die
Hisbollah werde kämpfen, um dies zu verhindern. Israels
Verteidigungsminister Israel Katz hat erklärt, dass sein Land eine
Pufferzone von der Grenze bis zum Fluss Litani plane. (rtr)
## Zehntausende zivile Einrichtungen Irans im Krieg beschädigt
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen im Iran sind nach Angaben des
Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder
zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281
medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der
iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand. Koliwand zufolge
wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt – bei direkten Angriffen oder bei
Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner
Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien
zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden. Er verwies auf
einen Vorfall in der Stadt Lar. „Während sie Verletzte transportierten, ist
vom Krankenwagen überhaupt nichts mehr übriggeblieben“, sagte Koliwand in
einem Video, das der Rote Halbmond auf Telegram veröffentlichte. (dpa)
## Shakira-Konzerte in Doha und Abu Dhabi verschoben
Ein am 1. April in Doha geplantes Konzert der kolumbianischen Popmusikerin
Shakira wird verschoben, wie die Tourismusstelle Visit Qatar in den
sozialen Medien mitteilt. Grund sei die „gegenwärtige Lage in der Region“.
Auch das kurz darauf geplante Offlimits Music Festival in Abu Dhabi wird
verlegt, und zwar bis November, wie der Ticketplattform Platinumlist zu
entnehmen ist. Shakira und die Jonas Brothers waren als Headliner
vorgesehen. (rtr)
## Rubio will bei G7-Ländern um Unterstützung für Krieg werben
US-Außenminister Marco Rubio reist zu einem Treffen mit Kollegen der G7
nach Frankreich. Bei Gesprächen mit Vertretern von Großbritannien, Kanada,
Deutschland, Frankreich, Italien und Japan am Freitag nahe Versailles bei
Paris wolle er sich für „wichtige US-Interessen“ einsetzen, teilte das
US-Außenministerium mit. Zudem solle über „gemeinsame Sicherheitsbedenken
und Gelegenheiten zur Zusammenarbeit“ gesprochen werden. Schwerpunktthemen
seien der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, „die Lage im Nahen
Osten und Bedrohungen in der Welt für Frieden und Stabilität“. Beinahe alle
der anderen G7-Länder haben eine kritische Haltung zum Krieg der USA und
Israels gegen den Iran eingenommen und eine Beteiligung abgelehnt. (ap)
## Libanon weist iranischen Botschafter aus
Libanon hat den iranischen Botschafter im Land zur Persona non grata
erklärt. Mohammed Resa Scheibani sei aufgefordert worden, das Land bis
kommenden Sonntag (29. März) zu verlassen, teilte das Außenministerium in
Beirut mit. Gleichzeitig wurde der libanesische Botschafter im Iran, Ahmad
Sweidan, für Beratungen in den Libanon berufen. Die iranische Botschaft
werde weiterhin einen Geschäftsträger im Libanon haben, der die
diplomatische Mission weiter leite, sagte die Sprecherin des
Außenministeriums, Denise Rahme, der Deutschen Presse-Agentur. Vorerst sei
nur der Botschafter aufgefordert worden, das Land zu verlassen. (dpa)
## Iranischer Militärsprecher: Kampf „bis zum vollständigen Sieg“
Ein Sprecher der iranischen Militärführung hat einen Kampf „bis zum
vollständigen Sieg“ angekündigt. Damit schien Ali Abdollahi Aliabadi am
Dienstag auf eine Bekanntgabe von US-Präsident Donald Trump zu reagieren,
wonach es Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA gebe. Teheran hat
bestritten, dass es Gespräche gibt. Aliabadi sagte, „die mächtigen
Streitkräfte des Irans sind stolz, siegreich und standhaft bei der
Verteidigung der Integrität des Irans“, wie das iranische Staatsfernsehen
meldete. Was er unter einem „vollständigen Sieg“ versteht, teilte der
Militärsprecher nicht mit. Doch schien das Militär vor Zugeständnissen der
iranischen Regierung in möglichen Verhandlungen mit den USA zu warnen. (ap)
## Ex-Kommandeur wird neuer Chef des Nationalen Sicherheitsrats
Der Iran ernennt den ehemaligen Kommandeur der Revolutionsgarden, Mohammed
Baker Solkadr, zum neuen Chef des Obersten Nationalen Sicherheitsrats. Er
folgt auf Ali Laridschani, der in der vergangenen Woche bei US-israelischen
Angriffen getötet wurde, wie der stellvertretende Kommunikationschef des
iranischen Präsidenten auf der Plattform X mitteilt. Solkadr gilt als
Hardliner und bekleidete in der Vergangenheit bereits ranghohe
Sicherheitsposten. (rtr)
## Lufthansa schränkt Flugverkehr wegen Irankriegs weiter ein
Der Irankrieg hat weiterhin erhebliche Auswirkungen auf den internationalen
Luftverkehr. Wegen der „volatilen Situation im Nahen Osten“ setzt die
Lufthansa Flüge sämtlicher Airlines der Gruppe in die Region bis
einschließlich 30. April aus, wie der Konzern in Frankfurt am Main
ankündigte. Außerdem finden demnach zu mehreren Zielen keine Flüge bis zum
Herbst bis einschließlich 24. Oktober statt, darunter neben Teheran, auch
Beirut, Riad und Abu Dhabi. Flüge nach Dubai und Tel Aviv werden bis zum
31. Mai gestrichen, wie der Luftfahrtriese mit Airlines wie Eurowings,
Austrian, Swiss und Brussels Airlines am Montagabend mitteilte. Betroffene
Fluggäste können demnach kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen
oder erhalten alternativ den vollständigen Ticketpreis zurück. (afp)
## Minister: Israel will Kontrolle von Gebiet im Libanon bis Fluss Litani
übernehmen
Beim Vorgehen gegen die Hisbollah-Miliz will Israel nach den Worten von
Verteidigungsminister Israel Katz im Südlibanon die Kontrolle über das
Gebiet bis zum Fluss Litani übernehmen. Nach der Sprengung von fünf Brücken
über den Fluss werde das israelische Militär „die restlichen Brücken und
die Sicherheitszone bis zum Litani kontrollieren“, sagte Katz am Dienstag
beim Besuch eines Militärstützpunkts in Israel. Die aus dem Südlibanon
vertriebenen hunderttausenden Bewohner dürften nicht in das libanesische
Gebiet südlich des Flusses zurückkehren, bis die Sicherheit für die
Bewohner im Norden Israels „garantiert“ sei.
Der Fluss Litani spielt seit Jahren eine wichtige Rolle bei den
israelischen Bemühungen, die libanesische Hisbollah-Miliz zurückzudrängen.
Die Regierung in Beirut hatte im vergangenen Jahr die Armee angewiesen, bis
Ende 2025 die militärische Infrastruktur der Hisbollah südlich des Litani
zu zerstören und die pro-iranische Miliz anschließend auch im Rest des
Landes zu entwaffnen. Aus Israels Sicht setzte die libanesische Armee
dieses Vorhaben jedoch nur unzureichend um. Bereits Ende des vergangenen
Jahres verstärkte die israelische Armee ihre Angriffe auf die Hisbollah.
Nach Beginn des Irankrieges am 28. Februar eskalierte der Konflikt zwischen
Israel und der vom Iran finanzierten Miliz dann wieder massiv. (afp)
## Steinmeier kritisiert Irankrieg der USA und Israels als
„völkerrechtswidrig“
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und Israels
gegen den Iran als „völkerrechtswidrig“ kritisiert. „Unsere Außenpolitik
wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht
Völkerrechtsbruch nennen“, sagte Steinmeier am Dienstag in seiner Festrede
zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin.
„Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel.“ Damit
schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher
vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen. Der
Bundespräsident ging in seiner Rede scharf mit der Entscheidung von
US-Präsident Donald Trump und Israels Regierung zum Krieg gegen den Iran
ins Gericht.
Dieser Krieg sei „ein politisch verhängnisvoller Fehler, und – das
frustriert mich am meisten – ein vermeidbarer, ein unnötiger Krieg, wenn
denn sein Ziel war, den Iran auf dem Weg zur Atombombe zu stoppen“, sagte
der Bundespräsident. Er verwies auf den Abschluss des internationalen
Atomabkommens mit dem Iran 2015: „Wir waren nie so weit entfernt von einer
atomaren Bewaffnung des Iran“, sagte Steinmeier. US-Präsident Trump habe
dieses Abkommen scheitern lassen: „Im zweiten Jahr seiner ersten Amtszeit
kündigte Präsident Trump das Abkommen auf, in seiner zweiten Amtszeit nun
führt er Krieg.“ (afp)
## Ägyptischer Minister führt diplomatische Gespräche über Irankrieg
Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatti hat mit dem US-Gesandten Steve
Witkoff und Amtskollegen aus mehreren Ländern über diplomatische Bemühungen
für ein Ende des Irankriegs gesprochen. In dem Telefonat mit Witkoff sei es
um mögliche Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran gegangen, teilte
das ägyptische Außenministerium am Dienstag mit. Abdelatti sprach zudem mit
den Außenministern der Türkei, Pakistans, Omans, Saudi-Arabiens, der
Vereinigten Arabischen Emirate, Frankreichs und Zyperns. (ap)
## Iranische Medien: Iran nimmt Hunderte wegen Gefährdung der Sicherheit
fest
Im Iran wurden staatlichen Medien zufolge 466 Menschen wegen
Online-Aktivitäten zur Untergrabung der nationalen Sicherheit festgenommen.
Die Polizei erklärte, die Festgenommenen stünden mit „feindlichen“
Netzwerken in Verbindung, die auf eine interne Destabilisierung abzielten.
Den Berichten zufolge handelt es sich um eine der größten
Sicherheitsaktionen seit Beginn des Krieges mit Israel und den USA. (rtr)
## Wadephul hofft auf Wendepunkt
Angesichts von den USA verkündeter Gespräche mit dem Iran hat sich
Bundesaußenminister Johann Wadephul vorsichtig optimistisch über eine Wende
in dem Konflikt gezeigt. „Wir haben aus meiner Sicht einen ersten
Ansatzpunkt jetzt gefunden dafür, dass die beiden Konfliktparteien
miteinander direkt sprechen und dass an Lösungen gearbeitet wird“, sagte
der CDU-Politiker dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR). Diese Gespräche seien
„ein zartes Pflänzchen“, bei dem sich alle bemühen sollten, „dass dieses
gedeiht und wächst“. Dass die iranische Seite Verhandlungen dagegen
dementiert hatte, sieht Wadephul gelassen. Der Iran habe die Gespräche im
„im engeren Sinne“ nicht bestritten, „sondern man nennt das dann indirekte
Gespräche“. (dpa)
## Schiitische Milizen melden US-Angriffe auf eigene Stellungen im Irak
Mit dem Iran verbündete Milizen haben im Irak erneut einen US-Angriff auf
eine ihrer Stellungen im Westen des Landes gemeldet. Dabei seien 14 ihrer
Mitglieder getötet worden, teilten die sogenannten
Volksmobilisierungskräfte (PMF) mit. Unter den Opfern sei auch der
Einsatzkommandeur der Provinz Anbar im Westen des Landes gewesen. Die PMF
teilten mit, ihre Kämpfer seien „bei einem hinterhältigen US-Luftangriff“
getötet worden, der ihr Hauptquartier getroffen habe, während sie „ihre
nationale Pflicht“ erfüllt hätten. Die schiitischen Milizen pflegen enge
Verbindungen zu Teheran. Die Angaben konnten zunächst nicht unabhängig
geprüft werden. Die irakische Regierung in Bagdad sowie die USA äußerten
sich nicht dazu. (dpa)
## Israelische Insider: Trump will Einigung mit dem Iran – Wohl ohne Erfolg
Israel rechnet Insidern zufolge nicht damit, dass der Iran auf
US-Forderungen eingeht. US-Präsident Donald Trump sei zwar entschlossen,
einen Deal mit dem Iran zu erzielen, sagen drei hochrangige israelische
Vertreter. Der Iran werde sich darauf aber wohl nicht einlassen. Die
US-Forderungen beträfen wahrscheinlich das Atom- und Raketenprogramm des
Irans. (rtr)
## Iranischer Medienbericht: Energie-Infrastruktur im Iran bei Angriffen
beschädigt
Im Iran sind einem Medienbericht zufolge mehrere Einrichtungen der
Energieinfrastruktur bei Angriffen der USA und Israels beschädigt worden.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars vom Dienstag wurden unter anderem
in der zweitgrößten Stadt Isfahan ein Verwaltungsgebäude und eine
Gasdruckregelstation „teilweise beschädigt“. Zudem sei eine Erdgas-Pipeline
im Kraftwerk Chorramschar im Südwesten des Irans an der Grenze zum Irak
attackiert worden. (afp)
## Südkorea ruft zum Energiesparen auf: Kürzer duschen
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung ruft wegen der Risiken für die Öl- und
Gasversorgung durch den Irankrieg zum Energiesparen auf. Die Bevölkerung
wird gebeten, im Alltag mehrere Maßnahmen zu beherzigen – etwa kürzeres
Duschen oder das Aufladen von Handys und E-Autos nur während des Tages. Das
Wäschewaschen oder Staubsaugen soll auf das Wochenende gelegt werden.
Öffentliche Einrichtungen sollen Dienstwagen weniger nutzen.
Einschränkungen für Privatfahrzeuge seien vorerst freiwillig, sagt
Energieminister Kim Sung-whan. Dies könnte bei einer höheren
Energiealarmstufe aber überdacht werden. Zudem werde die Regierung die 50
Unternehmen mit dem größten Ölverbrauch auffordern, ihren Verbrauch zu
drosseln. Um die Abhängigkeit von Flüssigerdgas (LNG) zu verringern, will
die Regierung in Seoul zudem bis Mai fünf Atomreaktoren wieder anfahren,
Beschränkungen für Kohlekraftwerke lockern und den Ausbau erneuerbarer
Energien vorantreiben. (rtr)
## Sechs Verletzte bei iranischen Raketenangriffen auf Tel Aviv
Bei iranischen Raketenangriffen auf die israelische Küstenmetropole Tel
Aviv sind am Dienstagmorgen laut Sicherheitskräften sechs Menschen verletzt
worden. Die Betroffenen hätten leichte Blessuren erlitten, sie seien an
vier verschiedenen Orten der Stadt verletzt worden, erklärte der
israelische Rettungsdienst Magen David Adom. Er veröffentlichte zudem
Videoaufnahmen einer teilweise zerstörten Immobilie und brennender
Fahrzeuge. Die Polizei erklärte, ihre Einsatzkräfte sowie Experten für
Minenräumung seien an den Einschlagsorten unterwegs. Das iranische
Staatsfernsehen hatte zuvor einen [1][erneuten Raketenangriff auf Israel]
bekanntgegeben – und erklärt, mehrere der Raketen hätten Israels
Abwehrsysteme überwunden. Die israelische Armee schrieb ihrerseits, sie
habe iranische Raketen geortet und arbeite daran, sie abzufangen. (afp)
## Preis für Brent-Öl wieder über 100 US-Dollar
Die Ölpreise steigen nach den starken Kursschwankungen zu Beginn der Woche.
Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung
im Mai kostete heute Morgen 101,91 US-Dollar und damit knapp zwei Prozent
mehr als am Vortag. Am Montag war es zu starken Preisschwankungen gekommen,
nachdem US-Präsident Donald Trump ein Ultimatum an den Iran verschoben und
von „produktiven“ Gesprächen mit dem Kriegsgegner gesprochen hatte. Der
Iran hatte daraufhin aber Verhandlungen zwischen Teheran und Washington zur
Beendigung des Kriegs dementiert. Im Zuge dieser Nachrichten schwankte der
Preis für Brent-Öl in einer Spanne zwischen 96 Dollar und mehr als 114
Dollar. (dpa)
## CDU-Politiker Hardt: Straße von Hormus nur durch Verhandlungen zu
sichern
Nach Ansicht des CDU-Außenpolitikers Jürgen Hardt kann eine sichere Passage
durch die Straße von Hormus nur durch Verhandlungen ermöglicht werden. „Mit
Kriegsschiffen alleine kann die Straße von Hormus nicht gesichert werden“,
sagt der außenpolitische Sprecher in der ARD. Deshalb bringe auch eine
militärische Unterstützung der USA durch europäische Kriegsschiffe nichts.
„Die Küste des Iran muss unter Kontrolle entweder eines Regimes oder einer
fremden Macht sein, die verhindert, dass von dort aus Schiffe in der
Straße von Hormus beschossen werden“, sagt Hardt. Insofern könne es nur
eine Verhandlungslösung geben. Er könne sich vorstellen, dass US-Präsident
Donald Trump den konkreten Plan habe, „mit wem auch immer im Iran eine
Verhandlungslösung zu erzielen, die die Durchfahrt durch die Straße von
Hormus und die Aggressivität des Regimes beendet“. (rtr)
## Mindestens 15 Kämpfer von pro-iranischem Netzwerk bei Luftangriff im
Irak getötet
Bei einem Luftangriff im Westen des Irak sind mindestens 15 Kämpfer eines
pro-iranischen Netzwerks getötet worden. Es habe sich um einen Angriff der
USA gehandelt, teilte das Netzwerk Hasched al-Schaabi am Dienstagmorgen
mit. Getötet wurde demnach unter anderem der örtliche Kommandant der
Provinz Anbar, Saad Dawai al-Baidschi. Zuvor hatte es aus Kreisen des
Netzwerks geheißen, der Angriff habe einem Treffen von Kommandanten auf
einem Stützpunkt in der Provinz Anbar gegolten. Sicherheitskreisen zufolge
wurden die Verletzten in einem Krankenhaus behandelt. (afp)
## Insider: Sechs Kurdenkämpfer bei Angriff im Irak getötet
Bei einem Raketenangriff im Nordirak sind Insidern zufolge mindestens sechs
Kämpfer der kurdischen Peschmerga-Streitkräfte getötet und 22 weitere
verletzt worden. Der Vorfall habe sich auf einem Peschmerga-Stützpunkt
nördlich von Erbil in der Autonomen Region Kurdistan ereignet, hieß es in
Sicherheitskreisen. Wer hinter dem Angriff steckt, ist zunächst nicht klar.
(rtr)
## Trotz Niederlage vor Gericht: Pentagon verschärft Restriktionen für
Journalisten
Trotz eines gegenteiligen Richterspruchs hat das Verteidigungsministerium
in Washington die Beschränkungen für Journalisten, die über das US-Militär
berichten, nochmals verschärft. Der bisherige Arbeitsbereich für
Journalisten im Ministerium werde geschlossen, erklärte am Montag
Pentagon-Sprecher Sean Parnell. Journalisten dürften sich zudem nicht mehr
allein im Gebäude bewegen. Die Entscheidung fiel wenige Tage, nachdem ein
Gericht die bereits zuvor geltenden Restriktionen für Journalisten für
teilweise verfassungswidrig erklärt hatte.
Gegen dieses Urteil werde das Ministerium Berufung einlegen, kündigte
Parnell auf X an. Zeitgleich würden wegen „Sicherheitsrisiken“ die
Vorschriften für die Medien nochmals verschärft: „Der Zugang zum Pentagon
wird künftig nur noch in Begleitung autorisierter Mitarbeiter des
Ministeriums gewährt.“ Zudem werde der sogenannte Correspondents' Corridor
„ab sofort geschlossen“, erklärte Parnell. Es solle ein neuer
Arbeitsbereich für Journalisten geschaffen werden. Dieser werde „in einem
Nebengebäude außerhalb des Pentagons, aber weiterhin auf dem
Pentagon-Gelände“ eingerichtet. (afp)
## Sechs Tote nach Luftangriff im Nordwesten Irans
Im Nordwesten Irans sind bei der Bombardierung eines Wohnviertels
mindestens sechs Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien bei
dem Luftangriff in Tabris verletzt worden, berichteten iranische Medien
übereinstimmend. Betroffen war ein Stadtteil im Norden sowie ein Platz im
Südwesten der iranischen Millionenmetropole. Seit mehr als drei Wochen
führen Israel und die USA Krieg gegen den Iran. Nutzer in den sozialen
Medien berichteten von schweren Explosionen in der Großstadt, die sich
gegen 02.00 Uhr nachts vor Ort ereigneten. Vollständige Opferzahlen aus dem
Iran liegen nicht vor. Seit mehr als zwei Wochen veröffentlichen die
Behörden keine Statistiken zu Kriegstoten mehr. Nach Angaben des in den USA
ansässigen Menschenrechtsnetzwerks HRANA wurden mehr als 3.200 Tote
verifiziert, darunter mindestens 1.400 Zivilisten. (dpa)
## Bericht: US-Angriffe gehen weiter
Die Verschiebung des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump um fünf Tage
gilt einem Medienbericht zufolge explizit nur für Angriffe auf iranische
Energieanlagen. Militärische Ziele, die Marine, Raketen und die
Rüstungsindustrie seien von dem Stopp ausgenommen und würden somit weiter
angegriffen, zitiert das Nachrichtenportal „Semafor“ einen
US-Regierungsvertreter. Trump hatte dem Iran ein Ultimatum zur Öffnung der
Straße von Hormus gestellt, das ursprünglich in der Nacht zu Dienstag (MEZ)
abgelaufen wäre. Am Montag verlängerte er die Frist aber um fünf Tage mit
der Begründung, dass es zwischen den USA und namentlich nicht genannten
Vertretern des Iran produktive Gespräche hinsichtlich einer Einigung
gegeben habe. Allerdings hat der einflussreiche Parlamentspräsident
Mohammed Baker Kalibaf Trumps Darstellung dementiert. Es habe keine
Verhandlungen mit den USA gegeben, erklärte er auf X. Von den USA liegen
zunächst keine Stellungnahmen zu dem „Semafor“-Bericht vor. (rtr)
## Israel fliegt weitere Luftangriffe auf Libanon
Die israelische Armee hat in der Nacht zum Dienstag w[2][eitere Angriffe
auf den Libanon geflogen]. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge
wurden bei einem Luftangriff in der Ortschaft Bschamun südöstlich der
Hauptstadt zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt. Der staatlichen
libanesischen Nachrichtenagentur NNA zufolge attackierten israelische
Kampfjets zudem sieben Gebiete am südlichen Stadtrand der Hauptstadt
Beirut. Das in einer bergigen und mehrheitlich von der Minderheit der
Drusen bevölkerten Region Aley gelegene Bschamun liegt außerhalb der
etablierten Hochburgen der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz, die
Israel üblicherweise attackiert.
Zu den Angriffen auf südliche Beiruter Vororte meldete die
Nachrichtenagentur NNA, israelische Kampfflugzeuge hätten die Gebiete Bir
al-Abed, al-Ruwais, Außenbezirke von al-Manschijja, Haret Hreik, die
Sajjed-Hadi-Nasrallah-Schnellstraße, Saint Thérèse, Burdsch al-Baradschneh
und al-Kafaat angegriffen. Das israelische Militär hatte am Montag erneut
Evakuierungsaufrufe an die Einwohner der südlichen Vororte veröffentlicht.
(afp)
## EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen fordert Ende der Kampfhandlungen
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein Ende der
Kampfhandlungen im Nahen Osten gefordert. „Es ist von größter Bedeutung,
dass wir zu einer ausgehandelten Lösung kommen, die den Kampfhandlungen,
die wir im Nahen Osten beobachten, ein Ende setzt“, sagte von der Leyen vor
Journalisten während eines Besuchs in Canberra anlässlich der
Unterzeichnung eines Handelsabkommens zwischen Australien und der EU. Von
der Leyen verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des
Irankriegs. „Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise
in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften“, sagte die
EU-Kommissionspräsidentin. (afp)
## Ostermärsche nehmen Kriege in der Ukraine und in Nahost in den Blick
Die Ostermärsche von Friedensaktivisten stehen in diesem Jahr unter dem
Eindruck der Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten. Zahlreiche
Organisationen [3][fordern von der Bundesregierung diplomatische
Initiativen zur Beendigung dieser Kriege], eine Stärkung des Völkerrechts
und mehr Einsatz für die Leidtragenden der Kriege. Bundesweit sind nach
Angaben des Netzwerks Friedenskooperative in Bonn am Osterwochenende in
rund 100 Städten Demonstrationen, Kundgebungen und Mahnwachen angekündigt.
Scharfe Kritik üben Aktivisten in den Ostermarsch-Aufrufen an einer
„selektiven Auslegung des Völkerrechts“ durch die Bundesregierung. Der
Krieg Russlands gegen die Ukraine sei ebenso ein Verstoß gegen das
Völkerrecht wie die Angriffe der USA und Israels gegen Iran oder der
Angriff der USA auf Venezuela zu Jahresbeginn. Auch die Aufrüstung
Deutschlands wird von den Ostermarschierern angeprangert. Ein weiteres
zentrales Thema ist den Angaben zufolge die Ablehnung der Wehrpflicht.
(epd)
## Börse in Tokio legt nach Trumps Iranwende zu
Die asiatische Leitbörse in Tokio hat nach der Verschiebung angedrohter
Angriffe auf iranische Kraftwerke durch US-Präsident Donald Trump etwas an
Boden gut gemacht. Rund eine Dreiviertelstunde nach Handelsbeginn notierte
der Nikkei-225-Index ein Plus von 66,78 Punkten oder 1,36 Prozent beim
Stand von 52.215,27 Punkten. Trump hatte gedroht, iranische Kraftwerke
anzugreifen, falls Teheran die Straße von Hormus nicht freigibt. Dass der
US-Präsident davon vorerst absieht und den Ablauf seines Ultimatums um
mehrere Tage verschob, ließ die Ölpreise sinken. (dpa)
## Kiew fordert Waffen für Angriffe auf russische Drohnenfabriken
Die Ukraine hat russische Produktionsstätten für Drohnen als legitime
militärische Ziele bezeichnet und den Westen zur Lieferung weitreichender
Waffen aufgefordert. Russlands Lieferung modernisierter Drohnen an den Iran
mache Moskau zu Teherans wichtigstem Komplizen im Krieg, sagte der
ukrainische UN-Botschafter Andrij Melnyk am Montag vor dem
Weltsicherheitsrat. Die Lieferungen modernisierter Versionen der iranischen
Schahed-Drohnen an Teheran stellten eine beispiellose Eskalation dar, die
es dem Iran ermögliche, Golfstaaten und US-Streitkräfte in der Region über
längere Zeit anzugreifen.
„Russische Drohnenproduktionsstätten sollten als legitime Ziele für
Militärschläge im Kampf gegen das Mullah-Regime betrachtet werden“,
erklärte Melnyk. Die Ukraine greife bereits russische Drohnenfabriken an,
könne jedoch mit neuen Waffen und Ressourcen effektiver sein. Die
Bereitstellung von Waffen für Angriffe in der Tiefe und die Unterstützung
der ukrainischen Produktion von Langstreckenraketen würden die kollektiven
Bemühungen um Frieden im Nahen Osten unterstützen. Russland nutzt die aus
iranischen Entwürfen entwickelten Schahed-Drohnen seit Beginn seiner
großangelegten Invasion im Februar 2022 gegen die Ukraine. (rtr)
## Ernährungsindustrie sieht keine Engpässe bei Lebensmitteln
Wenige Tage vor Ostern hat die Ernährungsindustrie Entwarnung bei der
Lebensmittelversorgung gegeben. „Wir gehen derzeit nicht davon aus, dass es
zu Engpässen bei einzelnen Lebensmitteln kommt“, sagte der Geschäftsführer
der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE), Olivier
Kölsch, den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND,
Dienstagsausgaben). „Die Lager der Hersteller sind gut gefüllt“, fügte
Kölsch hinzu. Selbst wenn der Irankrieg länger anhalte und Lieferketten
beeinträchtige, ließen sich viele Rohstoffe aus dem Nahen Osten durch
Importe aus anderen Regionen ersetzen, erklärte der BVE-Geschäftsführer.
Kölsch wies allerdings auch darauf hin, dass sich durch veränderte
Handelswege und ein knapperes Angebot „die Einkaufspreise für zahlreiche
Rohstoffe bereits erhöht“ hätten. Gleichzeitig würden die Produktionskosten
steigen, insbesondere durch höhere Energie- und Kraftstoffpreise. „Das
belastet die Lebensmittel- und Getränkehersteller in Deutschland schon
jetzt spürbar“, erklärte Kölsch, der in seiner Funktion als
BVE-Geschäftsführer die Bundesregierung zu Fragen der Export- und
Importförderung berät. „Ob und in welchem Umfang sich diese Mehrkosten
künftig in den Preisen für Verbraucher niederschlagen, entscheidet
letztlich der Lebensmittelhandel, nicht die Hersteller“, sagte er. (afp)
## Israelischer Minister fordert Annexion des Südlibanon
Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat die Annexion des
Südlibanon gefordert. Der Krieg gegen die vom Iran unterstützte
Hisbollah-Miliz müsse zu „grundlegenden Veränderungen“ führen, sagte
Smotrich am Montag. Dazu gehöre, dass Israel den Libanon bis zum Fluss
Litani, etwa 30 Kilometer nördlich der Grenze, kontrollieren müsse. „Der
Litani muss unsere neue Grenze werden“, forderte Smotrich vor Abgeordneten
seiner ultranationalistischen Mafdal-Partei. Er verglich seine Forderung
mit den Grenzen, die Israel im Gazastreifen und auf den Golanhöhen gezogen
hat. (ap)
## Bericht: USA sehen in Irans Parlamentspräsidenten möglichen Partner
Die US-Regierung zieht einem Medienbericht zufolge den iranischen
Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf als möglichen Partner und
sogar als künftigen Staatschef in Betracht. Zumindest einige Vertreter im
Weißen Haus sähen in ihm einen geeigneten Ansprechpartner, der den Iran
führen und in der nächsten Phase des Krieges mit US-Präsident Donald Trump
verhandeln könnte, berichtet das Nachrichtenportal „Politico“ unter
Berufung auf zwei Regierungsvertreter. Stellungnahmen aus Washington und
Teheran liegen zunächst nicht vor. (rtr)
## Netanjahu kündigt nach Telefonat mit Trump Fortsetzung der Angriffe im
Iran an
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat eine Fortsetzung der
Angriffe auf Ziele im Iran und im Libanon angekündigt. Er habe am Montag
mit US-Präsident Donald Trump telefoniert, sagte Netanjahu in einer
Videobotschaft. Trump sei der Ansicht, dass es eine Chance gebe, die
„enormen Erfolge“ der israelischen und US-Armee zu nutzen, „um die
Kriegsziele in einem Abkommen zu verwirklichen“. Ein solches Abkommen werde
„unsere vitalen Interessen sichern“.
„Gleichzeitig setzen wir unsere Angriffe sowohl im Iran als auch im Libanon
fort“, betonte Netanjahu. Israel werde seine Interessen „unter allen
Umständen“ verteidigen. Die anhaltenden Angriffe würden das iranische
Raketen- und Atomprogramm „zerstören“ und der pro-iranischen
Hisbollah-Miliz „schweren Schaden“ zufügen. „Erst vor wenigen Tagen haben
wir zwei weitere (iranische) Atomwissenschaftler eliminiert und das ist
noch nicht das Ende“, fuhr Netanjahu fort. (afp)
## Irak: Raketenangriff auf US-Militärbasis in Syrien
Aus der irakischen Stadt Rabia werden Insidern zufolge mindestens sieben
Raketen auf eine US-Militärbasis im Nordosten Syriens abgefeuert. Im Bezirk
Rabia westlich von Mossul werde ein auf einem ausgebrannten Lastwagen
montierter Raketenwerfer sichergestellt, heißt es aus irakischen
Sicherheitskreisen weiter. Dieser sei mutmaßlich für die Attacke auf die
Rmeilan-Basis genutzt worden. Es ist der erste grenzüberschreitende Angriff
auf US-Truppen in Syrien seit dem US-israelischen Angriff auf den Iran.
(rtr)
## Israels Bodentruppen holen Hisbollah-Mitglieder nach Israel
Israels Armee setzt eigenen Angaben zufolge ihre „gezielten Bodeneinsätze
im Südlibanon“ fort. Dabei hätten Soldaten am Sonntag auch mehrere
bewaffnete Mitglieder der Hisbollah-Miliz gefangen genommen und „zur
weiteren Befragung“ nach Israel gebracht, teilte das israelische Militär am
Abend mit. Die Hisbollah-Mitglieder wollten den Angaben zufolge eine Rakete
auf israelische Soldaten feuern. Zudem hätten sie geplant, eine Stellung
für Raketenangriffe auf Israel zu errichten. Die Hisbollah-Mitglieder
hätten sich ergeben, hieß es in einer Armee-Mitteilung weiter. Sie hätten
eine große Menge Waffen und Ausrüstung bei sich gehabt. Nach ersten
Erkenntnissen sollen sie zu Beginn des Irankriegs aus dem Osten des
Libanons in den Süden gekommen sein. Israels Armee warf der libanesischen
Armee, die die Miliz im Rahmen eines Abkommens entwaffnen und ihre
militärische Präsenz im Südlibanon verhindern soll, Versagen vor. Die
Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. (dpa)
## Insider: Russland verschiebt wegen hohem Ölpreis Aufbau von Rücklagen
Der durch den Irankrieg ausgelöste Anstieg der Ölpreise ermöglicht es der
russischen Regierung Insidern zufolge, Pläne zur Aufstockung ihrer
langfristigen Finanzreserven zu verschieben. Dadurch werde der Druck auf
die kurzfristigen Finanzen gelindert, sagen drei mit den Beratungen
vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Während die russische
Wirtschaft unter den Kosten des Krieges in der Ukraine und den
internationalen Sanktionen leidet, profitiert sie als eine der wenigen
weltweit von dem Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Die
internationalen Ölpreise notierten zuletzt bei etwa 100 Dollar pro Barrel,
nach rund 70 Dollar vor Kriegsbeginn Ende Februar. Auch die Erdgaspreise
ziehen an. Berechnungen von Reuters zufolge dürften die russischen Öl- und
Gaseinnahmen im April im Vergleich zum März um 70 Prozent steigen. Israels
Armee hat bereits mehrfach in Nachbarländern Personen gefangen genommen und
nach Israel geholt, denen sie Terroraktivitäten vorwirft. (rtr)
## Israels Militär beendet weitere Angriffswelle im Iran
Ungeachtet der von den USA verkündeten Gespräche mit dem Iran über eine
mögliche Vereinbarung zum Ende des Kriegs hat Israels Luftwaffe laut
Militärangaben wieder Stellungen der iranischen Führung ins Visier
genommen. Eine weitere Angriffswelle auf Ziele in Irans Hauptstadt Teheran
sei beendet worden, teilte die israelische Armee am Abend mit. Zuvor hatte
sie am Nachmittag neue Angriffe dort gemeldet. Ins Visier genommen habe das
Militär dabei ein Hauptquartier der iranischen Revolutionsgarden, hieß es
nun. Dieses soll sich den Angaben zufolge inmitten ziviler Infrastruktur
befunden haben. Unter anderem sei präzise Munition eingesetzt worden, um
Unbeteiligte zu schonen, teilte die Armee weiter mit. Die Angaben ließen
sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. (dpa)
## Scharfe Kritik von Israels Außenminister an Botschafter Seibert
Israels Außenminister Gideon Saar hat scharf auf einen X-Post des deutschen
Botschafters Steffen Seibert reagiert – und dafür Widerspruch aus Berlin
geerntet. „Botschafter Seibert fällt es schwer, Angriffe auf Israelis zu
verurteilen, ohne die Palästinenser zu erwähnen“, schrieb Saar auf der
Plattform X. „Gut zu wissen, dass bald ein neuer Botschafter kommt – einer,
der die israelisch-deutschen Beziehungen stärken wird.“ Das israelische
Außenministerium warf Seibert fehlende Empathie für Israel vor. Seibert
hatte am Sonntagabend in seinem X-Post von einem Tag der Trauer und
Empörung nach dem Tod eines Israelis durch Hisbollah-Beschuss und hunderten
Verletzten durch iranische Raketen gesprochen. Zugleich schrieb er über
Siedlergewalt gegen palästinensische Dorfbewohner im Westjordanland und
erwähnte dabei auch, dass es zuvor zum Tod eines Siedlers gekommen war.
Wegen der Kritik an Siedlergewalt warf Saar Seibert „Besessenheit“ vor, die
ihn hindere, den Tod eines Juden durch Palästinenser zu verurteilen. Das
Auswärtige Amt in Berlin stellte sich klar hinter den Botschafter. „Es ist
ganz klar, dass es auch die Aufgabe unseres Botschafters ist, Themen
anzusprechen, bei denen wir Differenzen haben“, sagte ein Sprecher.
Außenminister Johann Wadephul (CDU) habe Saar am Sonntagabend angerufen und
betont, dass Seibert ein überzeugter Unterstützer Israels sei. „Damit ist
die Sache auch ausgeräumt“, ergänzte der Sprecher. (dpa)
24 Mar 2026
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