# taz.de -- Mögliche US-Intervention: Flugzeuge und Drohungen Richtung Iran
> Die USA schicken Flugzeugträger und andere Geräte in die Region. Vor
> allem Irans Rivalen Israel und Saudi-Arabien verfolgen das mit Interesse.
(IMG) Bild: Ein Zerstörer der US-Streitkräfte im Hafen der südisraelischen Stadt Eilat
Noch immer steht [1][die Möglichkeit eines US-Angriffs in der Islamischen
Republik Iran] im Raum. Schon vergangene Woche war der US-Flugzeugträger
„USS Lincoln“ mit mehreren Zerstörern in der Region angekommen. Das
US-Militär verlegt außerdem weiterhin Flugzeuge nach Jordanien, unter
anderem wohl Boeing Growler – Kampfjets, die Radarsysteme der Gegenpartei
stören, täuschen und neutralisieren können – und Stratotanker – Flugzeuge,
die Kampfjets in der Luft betanken können.
Das anhaltende Verlegen von Equipment deutet wohl auf einen Krieg. Auch
wenn US-Präsident Donald Trump weiter von Verhandlungen spricht und
Richtung Teheran warnt: „Redet mit uns, wir werden sehen, ob wir etwas tun
können, andernfalls werden wir sehen, was passiert.“
Hinzu kommt: Auch unter den Staaten in der Region gibt es großes Interesse
an einer Schwächung der Islamischen Republik.
Da ist einmal – wenig überraschend – Israel. [2][Der zwölftägige
Schlagabtausch im Sommer 2025 hatte gezeigt]: Iran ist durchaus dazu in der
Lage, über einen längeren Zeitraum Raketen mit großer Firepower nach Israel
zu schießen.
## Israel berät USA
Im Krieg 2025 vermeldeten israelische Medien nach kurzer Zeit, dass die
Raketen der eigenen Abwehrsysteme zur Neige gingen. Schon im vergangenen
Sommer hatte Israel deren Produktion hochgefahren. Darüber hinaus ist am
Freitag der US-Zerstörer „USS Delbert D. Black“ im Hafen des
südisraelischen Eilat eingetroffen.
Auch wenn Israel sich an US-Angriffen in Iran nicht beteiligen sollte,
würde Teheran mit größter Wahrscheinlichkeit im Falle eines Krieges Israel
angreifen. Außerdem waren zuletzt Vertreter des Militärs und des
Geheimdienstes Mossad nach Washington gereist, laut Medienberichten sollen
sie bei der Auswahl möglicher Ziele in Iran beraten haben.
Auch Vertreter Saudi-Arabiens trafen jüngst in Washington ein. Als das
Verlegen von Equipment seitens der USA gerade Fahrt aufnahm, hatte Riad
öffentlich verkündet: Man werde seinen Luftraum nicht für Attacken auf Iran
zur Verfügung stellen. Laut [3][einem Bericht des Nachrichtenportals Axios]
erklärte dann aber Saudi-Arabiens Verteidigungsminister Prinz Khaled bin
Salman: Nach dem Aufbau der US-Kapazitäten in der Region Iran nun doch
nicht anzugreifen, würde das Regime stärken.
Und das liegt kaum im Interesse Saudi-Arabiens. Mit der Islamischen
Republik hatte es zwar jüngst eine Annäherung gegeben – allerdings eine
kalte. Irans Politik in der Region, vor allem der Einsatz von Proxy-Gruppen
wie der Hisbollah im Libanon oder den Huthis im Jemen, ist Riad ein Dorn im
Auge. Und wurde dem Königreich teils sogar gefährlich: [4][etwa, als die
Huthis 2022 eine saudi-arabische Meerwasserentsalzungslange] sowie Erdöl-
und Erdgaseinrichtungen angriffen.
Ein geschwächter Iran, der weniger Einfluss in der Region ausübt, ist also
wohl im Interesse Saudi-Arabiens. Nicht aber ein Flächenbrand, der die
ganze Region umfasst. Aus ihrer Perspektive sollten die USA also mit Maß
vorgehen. Aber – so der Axios-Bericht – eben vorgehen.
1 Feb 2026
## LINKS
(DIR) [1] /-Konflikt-zwischen-USA-und-Iran-/!6150293
(DIR) [2] /Irans-Waffenarsenal/!6147020
(DIR) [3] https://www.axios.com/2026/01/31/saudi-us-strike-iran-kbs-trump
(DIR) [4] https://www.reuters.com/world/middle-east/saudi-led-coalition-says-four-houthi-attacks-hit-targets-kingdom-no-casualties-2022-03-19/
## AUTOREN
(DIR) Lisa Schneider
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