# taz.de -- Gespräch mit den USA: Iran will reden
> Vertreter der USA und Irans wollen sich für Gespräche in der Türkei
> treffen. Diese Verhandlungen wirken jedoch nicht vielversprechend.
(IMG) Bild: Teheran, Iran, 29. Januar: Straßenszene mit Anti-US- und Anti-Israel-Plakaten
In den kommenden Tagen könnten Vertreter der USA und der [1][Islamischen
Republik Iran] in der Türkei für Gespräche aufeinandertreffen. Das erklärte
Ismail Baghai, Sprecher des iranischen Außenministeriums. Baghai sagte,
neben „den Bedrohungen“ seitens der USA solle es auch um die Aufhebung von
Sanktionen gehen. Das sei „eine fundamentale und nicht verhandelbare
Priorität“.
Seitens der USA soll an den Gesprächen der Sondergesandte Steve Witkoff
teilnehmen. Am Dienstag soll er aber zunächst den israelischen Premier
Benjamin Netanjahu und den Generalstabschef Eyal Zamir treffen. Dieser
hatte am Wochenende Washington besucht. Teheran hatte wiederum nach eigenen
Angaben jüngst mit Saudi-Arabien, Ägypten und der Türkei telefoniert.
Die Ausgangssituation der angesetzten Verhandlungen wirkt nicht sonderlich
vielversprechend: Zwar scheint Iran den Aufbau der US-Militärkapazitäten in
seiner Nähe ernst zu nehmen und auch unter diesem Eindruck an den
Verhandlungstisch zu treten.
[2][Die USA hatten jüngst den Flugzeugträger „USS Lincoln“ sowie mehrere
Zerstörer in die Gewässer unter der Kontrolle des US-Regionalkommandos
Centcom geschickt.] Außerdem wurden Kampfjets, sowie Stratotanker, die
diese im Flug betanken können, und Jets zur Störung von Radarsystemen in
die Region verlegt. Berichten zufolge unter anderem nach Jordanien und
Katar.
## Iran fährt Rhetorik nicht runter
Doch andererseits hat die Führung der Islamischen Republik ihre Rhetorik
kaum heruntergefahren. Und das wohl Wichtigste ist der Kontext der
Gespräche: So sollen diese laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars
im Rahmen der Atomverhandlungen stattfinden.
Die Agentur änderte das zwar später wieder, doch zeigt sich da ein
grundsätzliches Problem: Schon im vergangenen Jahr führten die USA und Iran
dazu Gespräche. Sie scheiterten aber. So fordern die USA etwa, dass Irans
Führung die Urananreicherung vollständig einstellt. Teheran ist zur
Begrenzung seines Atomprogramms bereit, nicht aber zu mehr. Weitere
Streitpunkte sind Irans Raketenprogramm, die Unterstützung militanter
Gruppen in Nahost sowie der Verbleib von 400 Kilogramm hochangereichertem
Uran.
Angesichts der ökonomisch katastrophalen Situation und des massiven
Währungsverfalls in Iran, die auch den internationalen Sanktionen
zuzurechnen sind, könnte das bislang geringe signalisierte Entgegenkommen
an die USA ein Fehler sein. Auch weil Donald Trump in seiner Politik vor
allem eins ist: unberechenbar.
Mit Agenturen
2 Feb 2026
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## AUTOREN
(DIR) Lisa Schneider
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