# taz.de -- Konflikt zwischen Iran und USA: Treffen in Aussicht
> Iran will mit den USA verhandeln. Es solle wieder Diplomatie das Wort
> haben, heißt es aus Teheran. Die Sorge vor einem neuen Krieg war zuletzt
> groß.
(IMG) Bild: Hoffentlich können die Abgeordneten im iranischen Parlament die Kampfkutten wieder ausziehen
dpa | Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran wollen Regierungsvertreter
beider Länder einem iranischen Bericht zufolge neue Verhandlungen
aufnehmen. In den kommenden Tagen sei ein Treffen voraussichtlich zwischen
Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff
geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Tasnim, die den mächtigen
Revolutionsgarden im Iran nahesteht. Der genaue Ort und Zeitpunkt des
Treffens sind demnach noch nicht bekannt. Eine Bestätigung aus den USA
stand zunächst aus.
Die [1][Sorgen vor einem neuen Krieg] waren zuletzt wieder gewachsen.
US-Präsident Donald Trump hat der Staatsführung in Teheran mehrfach mit
Militärschlägen gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher
Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten.
Dabei sollen Tausende, wenn nicht sogar Zehntausende Menschen getötet
worden sein. Das US-Militär hat seine Präsenz in der Region seit Anfang
Januar deutlich ausgebaut, etwa mit dem Flugzeugträger „USS Abraham
Lincoln“ und dessen Begleitschiffen.
## Iranisches Atomprogramm weiter im Fokus
Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans
umstrittenes Atomprogramm verhandelt, die Gespräche waren jedoch bei
zentralen Fragen ins Stocken geraten. So fordern die USA etwa, dass Irans
Führung ihre Urananreicherung vollständig einstellt. Teheran ist zur
Begrenzung seines Atomprogramms bereit, betrachtet die Maximalforderung
jedoch als rote Linie.
Nur einen Tag vor Beginn der geplanten sechsten Verhandlungsrunde im Juni
2025 griff Israel den Iran an. Die Streitkräfte der Islamischen Republik
reagierten mit Raketenbeschuss. Knapp eine Woche später schloss sich das
US-Militär dem Krieg an und bombardierte zentrale Atomanlagen. Trump sagte
damals, Irans Nukleareinrichtungen seien komplett vernichtet worden.
Weitere Streitpunkte sind Irans Raketenprogramm, die Unterstützung
militanter Gruppen in Nahost sowie der Verbleib von 400 Kilogramm
hochangereichertem Uran. Irans Regierung hatte vor Gesprächen betont,
zunächst nur über das Atomprogramm verhandeln zu wollen.
## Trump zwischen Drohung und ausgestreckter Hand
Irans Regierung erhofft sich von Verhandlungen eine Aufhebung der harten
internationalen Sanktionen und wirtschaftlichen Aufschwung. Ausgelöst
wurden die jüngsten Demonstrationen Ende Dezember durch die schwere
Wirtschaftskrise, ehe sich die Proteste zu einem politischen Aufstand
ausweiteten.
Trump hatte den Demonstranten auf dem Höhepunkt der Proteste [2][seine
Unterstützung zugesagt.] Mitte Januar sprach sich der Republikaner für
einen Machtwechsel in der Islamischen Republik aus. Dass er nun einen Deal
mit der Staatsführung erwägt, sehen viele Iranerinnen und Iraner kritisch.
2 Feb 2026
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