# taz.de -- Berliner Stromausfall: Blackout im Berliner Südwesten vorbei
       
       > Seit Mittwochvormittag fließt der Strom auch für die letzten noch 25.000
       > betroffenen Haushalte wieder – einen Tag früher als angekündigt.
       
 (IMG) Bild: Die Reparaturarbeiten an der durch einen Anschlag zerstörten Kabelbrücke im Berliner Südwesten sollen schon heute beendet sein
       
       Der Blackout im Berliner Südwesten ist überraschenderweise schon an diesem
       Mittwochmorgen um 11 Uhr zu Ende gegangen. Das erfuhr die taz aus dem
       Umfeld der Senatskanzlei, der Berliner Regierungszentrale. 25.500 stromlose
       Haushalte in den Stadtteilen Zehlendorf, Lichterfelde, Nikolassee und
       Wannsee gehen wieder ans Netz. Am Dienstag noch hatten die schwarz-rote
       Landesregierung [1][auf einer Pressekonferenz] eine Wiederversorgung für
       Donnerstagnachmittag in Aussicht gestellt.
       
       Der Zeitpunkt 11 Uhr bedeute allerdings nicht, dass dann schon alle
       Haushalte auf einen Schlag wieder versorgt seien, hieß es. Schrittweise
       sollen nach Angaben von Stromnetz Berlin in den nächsten Stunden alle
       Haushalte wieder angeschlossen werden.
       
       Die schnellere Wiederversorgung erklärte die Senatskanzlei mit dem Ausrufen
       einer Großschadenslage durch Regierungschef Kai Wegner (CDU). Das habe
       schnelleres Arbeiten ermöglicht. Details gab es dazu nicht.
       
       Noch am Dienstag hatte der Stromnetz-Chef Bernhard Büllmann auf die
       andauernden Minusgrade hingewiesen, die den Wiederanschluss seit dem
       Wochenende erschwert hätten. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD)
       präsentierte zum Veranschaulichen ein gut zehn Zentimeter dickes
       Kabelstück, das in mehreren Schichten unter herausfordernden Bedingungen
       verlegt werden müsse.
       
       ## Bundesanwaltschaft ermittelt
       
       [2][Den Ausfall, von dem anfangs rund 45.000 Haushalte im Berliner
       Südwesten betroffen waren], hatte ein Anschlag auf eine Kabelbrücke zu
       einem Kraftwerk am Teltowkanal fast an der Landesgrenze zu Brandenburg
       verursacht. Dazu bekannte sich eine „Vulkangruppe“, der auch ein Anschlag
       auf das Stromnetz im Berliner Südosten im September 2025 zugerechnet wird.
       Nach Spekulationen um die Authentizität erschien [3][ein zweites
       Bekennerschreiben.] Darin reklamierte die Gruppe den Anschlag für sich. Nur
       kurz darauf distanzierte sich die „Vulkangruppe“ [4][in einem dritten
       Schreiben von ihrem doppelten Bekenntnis].
       
       Weil der Vorfall als terroristische Attacke eingestuft wird – Wegner und
       auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprechen von
       „Linksterrorismus“ –, hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen
       übernommen. Die Berliner Polizei hatte am Dienstag von acht
       erfolgversprechenden Hinweisen aus der Bevölkerung gesprochen, denen man
       nachgehe.
       
       7 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Stromausfall-im-Berliner-Suedwesten/!6143256
 (DIR) [2] /Brandanschlag-auf-Stromnetz-in-Berlin/!6142611
 (DIR) [3] /Brandanschlag-auf-Stromnetz-in-Berlin/!6143455
 (DIR) [4] /Brandanschlag-auf-Stromnetz-in-Berlin/!6143455
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Stefan Alberti
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Kai Wegner
 (DIR) Terrorismus
 (DIR) Social-Auswahl
 (DIR) Stromausfall
 (DIR) Resilienz
 (DIR) Stromausfall
 (DIR) Stromausfall
 (DIR) Linksextremismus
 (DIR) Stromausfall
 (DIR) Stromausfall
 (DIR) Stromausfall
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Nach Stromausfall in Berlin: Mehr Kabelbrücken und Powerbanks
       
       Nach dem Stromausfall in Berlin verschärft sich die Debatte, wie die
       Versorgung sicherer werden kann. Fragen und Antworten zum Thema Resilienz.
       
 (DIR) Blackout im Berliner Südwesten: Ein Ende mit Pannen
       
       Alle unversorgten Haushalte hatten Mittwochmittag wieder Strom. Der Senat
       gab ihnen aber tags zuvor keine Chance, diese Möglichkeit einzukalkulieren.
       
 (DIR) Anschlag auf das Stromnetz in Berlin: Ohne Beweise keine Täter
       
       Zum Anschlag gibt es drei sich zum Teil widersprechende Bekennerschreiben.
       Was daraus folgt? Bei Schlussfolgerung über die Täter die Klappe halten!
       
 (DIR) Brandanschlag auf Stromnetz in Berlin: „Vulkangruppe“ distanziert sich von „Vulkangruppe“
       
       Noch ein Schreiben einer „Vulkangruppe“: Nun distanziert sich die
       angebliche Ursprungsgruppe von dem aktuellen Brandanschlag in
       Berlin-Lichterfelde.
       
 (DIR) Stromausfall nach Brandanschlag: Berlins Südwesten bleibt dunkel
       
       Notstromaggregate sichern nach dem großen Stromausfall die Versorgung von
       Krankenhäusern und Pflegeheimen. Auch die Bundeswehr soll nun helfen.
       
 (DIR) Anschlag auf Stromnetz in Berlin: „Es gibt keine absolute Sicherheit“
       
       Der Anschlag auf das Berliner Stromnetz hat eine Schwachstelle getroffen,
       sagt Energieexperte Kai Strunz. Es brauche mehr dezentrale Netzwerke.
       
 (DIR) Stromausfall im Berliner Südwesten: Zu Hause in Blackouthausen
       
       Was tun ohne Strom? Unser Autor hat die Winternacht mit Campingkocher und
       Kurbelradio duchgestanden und dabei ganz besondere Wärmequellen gefunden.