# taz.de -- Nationalsozialistischer Untergrund (NSU)
(DIR) Dokuzentrum für rechten Terror: 6 Millionen Euro für NSU-Gedenken
Der NSU mordete jahrelang, die Behörden versagten. Ein Dokuzentrum fand die
Bundesregierung erst zu teuer. Jetzt stehen doch 6 Millionen Euro bereit.
(DIR) Prozess um Susann Eminger: NSU-Helferin kommt mit Bewährung davon
Der wohl letzte Prozess um den rechtsterroristischen NSU endet mit einem
sehr milden Urteil. Vertreter:innen der Opfer und Hinterbliebenen sind
empört.
(DIR) Zschäpe-Freundin drohen vier Jahre Haft: Sie soll alles gewusst haben
Im Prozess gegen die frühere Zschäpe-Freundin Susann Eminger fordert die
Bundesanwaltschaft vier Jahre Haft. Sie sei in den Terror eingeweiht
gewesen.
(DIR) NSU-Aufklärung in Hamburg: Antifa hilft Bundesanwaltschaft auf die Sprünge
Hamburger Bündnis gegen Rechts veröffentlicht Akten, die die
Bundesanwaltschaft nicht herausrücken will. Dabei hängt davon die
Aufklärung ab.
(DIR) Erinnerung an Fatih Saraçoğlu: Bis heute nichts
Der Regensburger Fatih Saraçoğlu wurde in Hanau von einem Rechtsextremisten
ermordet. Angehörige und Freunde kämpfen für eine Stätte des Gedenkens.
(DIR) Blick in verschlossene NSU-Akten: Polizei ignorierte Hinweise auf rechtsextreme Motive
Der Generalbundesanwalt hält die Akten zum Hamburger NSU-Mord unter
Verschluss. Die taz konnte nun Teile davon einsehen.
(DIR) Rassistische Briefe in Thüringen: Polizei ermittelt in 19 Fällen
Die Drohschreiben des „NSU 2.0“ sind Jahre her. Jetzt sind Briefe in
Thüringen aufgetaucht, die unter anderem zum Mord an Muslim:innen
aufrufen.
(DIR) Kunstprojekt blickt auf NSU-Terror: „Die Aufklärung ist zumindest lückenhaft“
Katharina Kohls Projekt „Gedächtnislücken#revisited“ beleuchtet die
NSU-Aufarbeitung. Ganz geklärt sind die zehn rassistischen Morde bis heute
nicht.
(DIR) 25 Jahre Hamburger NSU-Mord: Familie beim Gedenken übergangen
Die zentrale NSU-Gedenkveranstaltung in Hamburg fällt aus. Die Angehörigen
des ermordeten Süleyman Taşköprü fühlen sich übergangen.
(DIR) Waffenlieferant für Rechtsterror: NSU-Helfer Wohlleben wieder auf freiem Fuß
Er lieferte dem NSU die Mordwaffe, gibt sich bis heute ungeläutert: Nun hat
Ralf Wohlleben seine Haftstrafe verbüßt. In der Szene wird er gefeiert.
(DIR) Nationaler Erinnerungsort in Nürnberg: Wackelt die Finanzierung für das NSU-Dokuzentrum?
Union und SPD wollen einen nationalen Gedenkort für die NSU-Opfer schaffen.
Doch nun sieht das Innenministerium Bedarf an „hausinternen Beratungen“.
(DIR) Hamburger NSU-Forschungsgruppe: Generalbundesanwalt will Akten nicht herausrücken
Eine Forschungsgruppe soll noch immer offene Fragen um den Mord an Süleyman
Taşköprü beantworten. Doch nun grätscht die Bundesanwaltschaft dazwischen.
(DIR) Bewegungstermine in Berlin: Den Tech-Bros den Kampf ansagen
Die Woche steht im Zeichen des Kampfes gegen die Tech-Milliardäre. Sonntag
wird Burak Bektaş gedacht, der von einem mutmaßlichen Rechten getötet
wurde.
(DIR) Dortmund erinnert an Mehmet Kubaşık: „Mein Baba, heute sind es 20 Jahre ohne dich“
Vor 20 Jahren ermordete der NSU Mehmet Kubaşık in seinem Kiosk. Seine
Familie und weitere Hinterbliebene kämpfen bis heute um Aufklärung.
(DIR) NSU-Prozess in Dresden: Irgendwie blöd gelaufen
Im Dresdner NSU-Prozess berichtet ein Ermittler, wie er die Terroristin
Zschäpe vernahm. Er nennt einen Grund, warum es lange dauerte, bis es zu
einem Verfahren kam.
(DIR) Verschwörungsideologien und Neonazismus: Xavier Naidoo an der Siegessäule, Neonazis in Mitte und Marzahn
Am Samstag marschierten Neonazis und Verschwörungsideologen an gleich drei
Orten in Berlin auf.
(DIR) Keine Klage gegen Linken-Abgeordneten: Blamage für den Hamburger Verfassungsschutz
Das Landesamt für Verfassungsschutz zieht seine Klage gegen den
Linken-Abgeordneten Deniz Çelik zurück. Er hatte die Behörde scharf
kritisiert.
(DIR) Buch über neuen Faschismus: Jung, migrantisch, konform
Wie ein Detektiv will Canberk Köktürk faschistisches in Deutschland
offenlegen und damit provozieren. Das klappt so aber nicht.
(DIR) Letzter NSU-Prozess in Dresden: „Dann sag die Wahrheit!“
Beate Zschäpe zeigt vor Gericht Erinnerungslücken zum NSU-Terror und
beteuert Mitleid mit den Mordopfern. Die Angehörigen reagieren emotional.
(DIR) Prozess wegen NSU-Terrorhilfe: Wo Beate Zschäpe ins Schwimmen gerät
Im Prozess gegen die beschuldigte NSU-Helferin Susann Eminger sagt Beate
Zschäpe aus. Sie nimmt ihre frühere Freundin in Schutz – und kommt in
Erklärungsnot.
(DIR) NSU-Opferanwälte vor Zschäpe-Aussage: „Wer waren die Helfer des NSU?“
Die NSU-Terroristin Beate Zschäpe soll im Prozess gegen ihre frühere
Freundin aussagen. Opferanwältin Antonia von der Behrens fordert endlich
Aufklärung.
(DIR) Prozess wegen NSU-Terrorhilfe: Die Zschäpe-Freundin schweigt
14 Jahre nach dem NSU-Auffliegen steht nochmal eine Helferin vor Gericht:
Susann Eminger. Ein NSU-Opfer reist zum Prozessauftakt und wird enttäuscht.
(DIR) 14 Jahre NSU-Prozess: Die letzte Angeklagte
Sie war Beate Zschäpes engste Freundin, half ihr im Untergrund mit
Tarnnamen. 14 Jahre später startet am Donnerstag der Prozess gegen Susann
Eminger.
(DIR) Fotoausstellung über NSU-Morde: Mitten im Alltag ermordet
Jahrelang hat sich die Künstlerin Regina Schmeken mit dem NSU-Komplex
beschäftigt. „Blutiger Boden“ in Hamburg zeigt die verstörend normalen
Tatorte.
(DIR) Fotografin über ihr NSU-Fotoprojekt: „Diese Morde fanden mitten unter uns statt“
Regina Schmeken hat die Tatorte des NSU fotografiert, um sich mit den
Opfern solidarisch zu zeigen. Ihre Fotos sind im Altonaer Museum zu sehen.
(DIR) Jugendbuch zu NSU: Die Kraft der Solidarität
Im Buch „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ erzählen Gamze Kubaşık und Semiya
Şimşek, deren Väter vom NSU ermordet wurden, von ihrem Kampf um
Gerechtigkeit.
(DIR) Ungeklärter Doppelmord in Hessen: Nur ein Verdacht
In Dietzenbach wurden vor 25 Jahren Seydi und Aysel Özer erschossen. Die
Ermittler verdächtigten die Familie, ohne Beweise. Das erinnert an
NSU-Fälle.
(DIR) Kriminologe über Polizeireformen: Verpasstes Momentum
Nach dem NSU-Versagen versprach die Polizei Reformen und sieht sich heute
sensibilisiert im Umgang mit Rassismus. Ein Kriminologe hat da Zweifel.
(DIR) Neonazis, Soldaten und Polizisten: Das radikale Netzwerk des Johannes K.
Bei Hannover treibt ein Neonazi mutmaßlich eine Vernetzung einer
paramilitärischen Gruppe voran. Die Behörden ließen den „Nordbund“ lange
gewähren. Wie kann das sein?
(DIR) Razzia bei Neonazis: Polizei findet Waffen bei Rechtsextremen vom „Nordbund“
Acht Rechtsradikale sollen eine bewaffnete Gruppe gebildet haben. Die
Polizei durchsuchte am Dienstag 14 Objekte in 3 Bundesländern.
(DIR) Kunst über das Leben im Plattenbau: Variationen über ein heruntergekommenes Kulturgut
Die Schau „Wohnkomplex“ im Potsdamer Minsk zeigt Kunst über das Leben im
Plattenbau. Mit geisterhaften Betonlandschaften, Mief und
Rechtsterrorismus.
(DIR) 25 Jahre später: „Wer hat den NSU unterstützt?“
In Nürnberg fand eine Gedenkveranstaltung für Enver Şimşek statt, eines der
Mordopfer der Anschlagserie des NSU. Die Angehörigen haben noch Fragen.
(DIR) Kein Exit für Nazis!: Angehörige fordern Ausschluss Zschäpes von Ausstiegsprojekt
Die inhaftierte NSU-Terroristin nimmt an einem Aussteigerprogramm für Nazis
teil. Angehörige von Opfern fürchten dadurch ein vorzeitiges Haftende.
(DIR) Zschäpe im Aussteigerprogramm: „Das wäre eine weitere Demütigung“
NSU-Terroristin Beate Zschäpe befindet sich in einem Aussteigerprogramm.
Die Ombudsfrau der Opferfamilien hält das für wenig glaubwürdig.
(DIR) Dokumentarfilmerin Aysun Bademsoy: Leben im Schwebezustand
Die Kinothek Asta Nielsen Frankfurt zeigt die erste Retro der
Dokumentarfilmerin Aysun Bademsoy. Sie blickt auf Fußballerinnen, Migration
und Terror.
(DIR) Buch über rechte Gewalt in den 1980ern: „Rassistische Morde waren keine Einzelfälle“
Die „Baseballschlägerjahre“ waren kein reines Ostphänomen, sagt Felix
Krebs. Er hat ein Buch über rechte Gewalt in den 1980ern in Hamburg
geschrieben.
(DIR) Neues Dokumentationszentrum in Chemnitz: Pilotprojekt für das NSU-Gedenken
In Chemnitz erinnert ein neues Dokumentationszentrum an den rechten Terror.
Pläne für einen bundesweiten Gedenkort nutzte die Union als
Verhandlungsmasse.
(DIR) NSU-Dokumentationszentrum in Chemnitz: „Wir müssen selbst entscheiden können“
In der Kulturhauptstadt Europas ist das erste Dokuzentrum eröffnet worden,
das vom Terror des NSU erzählt – aus der Perspektive von Opfern und
Angehörigen.
(DIR) NSU-Aufklärung ausgebremst: Hamburg gibt NSU-Akten für Forscher nur teilweise frei
Wissenschaftler sollen in Hamburg den NSU-Komplex durchleuchten. Ihr Zugang
zu den Dokumenten ist aber eingeschränkter als vom Senat versprochen.
(DIR) Erinnerungsarbeit: Webseite für Opfer rechter Gewalt
Betroffene bekommen in Deutschland zu wenig Aufmerksamkeit. Eine neue
Webseite soll das ändern. Noch stehen aber Fragezeichen hinter der
Finanzierung.
(DIR) Aufarbeitung der Mordserie: NSU-Terror bleibt in Hamburg eine akademische Frage
In Hamburg werden Forscher den Mordanschlag des NSU aufarbeiten. Das sei
gut, könne aber keinen Untersuchungsausschuss ersetzen, findet Die Linke.
(DIR) Ombudsfrau über NSU-Dokuzentrum: „Überlebende und Angehörige sollten im Mittelpunkt stehen“
Ein Gesetzentwurf für das geplante NSU-Dokuzentrum ist gescheitert.
Angehörigen-Vertreterin Barbara John sagt, was in Zukunft besser werden
muss.
(DIR) Erinnerung an Opfer rechten Terrors: Gesetz für NSU-Dokuzentrum gescheitert
Weil SPD und Grüne sich mit der Union nicht einigen konnten, liegt das
geplante NSU-Dokuzentrum auf Eis. Auch der Schutz kritischer Infrastruktur
hängt.
(DIR) Anhörung im Innenausschuss: Kritik an Plan für NSU-Gedenkzentrum
Expert*innen fordern beim geplanten NSU-Gedenkort mehr Mitsprache für
Angehörige der Opfer. Doch das Vorhaben dürfte ohnehin an der Union
scheitern.
(DIR) Eröffnung Chemnitz Kulturhauptstadt 2025: Einfach mal ausprobieren
DIY, Ostmoderne, Apfelbäume: In Chemnitz kommt Unterschätztes zur Geltung.
Ein Bericht von der Eröffnung des Europäischen Kulturhauptstadtjahres.
(DIR) Letzte Ampel-Vorhaben im Bundestag: Rot-Grün sucht Last-Minute-Mehrheiten
SPD und Grüne bringen das Kritis-Dachgesetz und NSU-Dokumentationszentrum
trotz Ampel-Bruch in den Bundestag ein. Die Union hat ein anderes Projekt.
(DIR) Aufarbeitung der NSU-Mordserie: Bundestagsbeschluss auf der Kippe
SPD und Grüne wollen im Kabinett den Bau eines NSU-Dokumentationszentrum
beschließen. Für einen Beschluss im Bundestag kommt das wohl zu spät.
(DIR) Fachtagung der Amadeu Antonio Stiftung: „Ich bin hier, um auf den Tisch zu hauen“
Auf einer Fachtagung beklagen Opfer rechter Gewalt, wie Behörden mit ihnen
umgehen. Sie kämpfen für Empathie und Anerkennung.
(DIR) Halbherziges Erinnern: Bloß ein Stück Symbolpolitik
Eine Hamburger Straße soll an Süleyman Taşköprü erinnern, der vom NSU in
seinem Laden erschossen wurde. Aber wer das nicht weiß, erfährt es nicht.
(DIR) „Überlandschreiberinnen“: Erinnern an die Gewalt des NSU
Kosmonaut Sigmund Jähn ist in seinem Geburtsort in Sachsen omnipräsent,
aber über das Zuhause des NSU-Trios wächst Gras. Wie erinnert man an
Terror?