# taz.de -- Roman
(DIR) Erster Spielfilm von Brezel Göring: Männer sind ein Problem
Brezel Görings Spielfilm „Für immer 16“ ist ein Super-8-Spektakel. Bunt,
frei, bekloppt. Er beruht auf dem Roman „Lebenslänglich vierzehn“ von
Françoise Cactus.
(DIR) Comic „Der Schnee war schmutzig“: Abgründiges Gesellschaftsporträt
Der Autor Jean-Luc Fromental und der Zeichner Yslaire adaptieren einen
Roman von Georges Simenon. Die Bilder sind in fast giftigem Stil gehalten.
(DIR) Autorin Valeria Luiselli: „Auf Sizilien spürt man den Ursprung des Planeten“
Vulkane, antike Halbgötter und der Verlust einer Patchworkfamilie: Die
mexikanische Autorin Valeria Luiselli über ihren Roman „Anfang Mitte Ende“.
(DIR) Longlist zum Deutschen Buchpreis: Ein jeder wird geboren
Heimaterkundung bedeutet im Jahr 2026 nicht nur Fischen in der
bundesrepublikanischen Ursuppe: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis ist
da.
(DIR) Strandthriller über den Sommer 1972: Länger werdende Schatten über dem Bagno Stella
Sandro Veronesi entfaltet ein Coming-of-Age-Drama am italienischen
Mittelmeer. Es spielt vor dem historischen Hintergrund des
Olympia-Attentats 1972.
(DIR) Roman „Sonnenspiel“: Sperr die Journalistin in die Speisekammer
Andrea Grill erzählt in „Sonnenspiel“ eine queere Liebesgeschichte vor
malerischer italienischer Landschaft. Der Roman strotzt nur so vor
Klischees.
(DIR) Neuer Roman von Dave Eggers: Eine amerikanische Idee
Erfolg oder Wahrhaftigkeit: Dave Eggers hat genug von Tech-Dystopien und
legt nun mit „Contrapposto“ einen Künstlerroman vor.
(DIR) Roman von Maria Reva: Wenn das Gehäuse links dreht
Drei Frauen entführen dreizehn Männer in einem Wohnmobil voller Schnecken:
Nichts ist zu absurd in Zeiten des Krieges und in Maria Revas brillantem
Ukraine-Roman.
(DIR) Roman über Sudan: Dir soll niemals ein Kind sterben
Zwischen den Fronten: Die Autorin Stella Gaitano macht in „Eddos goldenes
Lächeln“ die Geschichte eines Kriegs erfahrbar, der den Sudan zweiteilen
sollte.
(DIR) Roman „Lori“ von Anousch Mueller: Wie die anderen Außenseiter zuvor
Anousch Mueller erzählt von einem verunsicherten Aufwachsen in Thüringen.
Das Familienleben im Abseits ist von Verschweigen geprägt. Ein Kind fehlt.
(DIR) Debütroman von Şeyda Kurt: Schleichende Versumpfung in sieben Tagen
Fiebertraum statt Revolution: Vor dem Hintergrund der Apokalypse macht sich
Şeyda Kurt in ihrem ersten Roman an die Abschaffung bürgerlicher Normen.
(DIR) Bücher von Johanna Sebauer: Wenn du wirklich ich bist, wirst du all das sehen
Johanna Sebauer im Doppelpack: Die österreichische Autorin erzählt vom
Medienzirkus und vom Sterbenlernen in „Das Gurkerl“ und „Popóm“.
(DIR) Roman „Kleine Schwächen“: Welche Abgründe müssen in dieser Familie lauern
Aus dem streng katholischen Irland der 70er ins düstere London der 90er:
Megan Nolan erzählt von einem Todesfall und den Tricks der Boulevardpresse.
(DIR) Roman „Eisen“: Monteur der Avantgarde
Gusel Jachina kommt dem Regisseur Sergej Eisenstein in ihrem Roman nahe.
Nebenbei erzählt sie, wie der Osten auf den Westen prallt und beide um
Vorherrschaft ringen.
(DIR) Roman „Verlorene Schäfchen“: Gott und der freie Markt
Gelungene US-Komödie: In Madeline Cashs Debütroman lauert hinter jedem Witz
eine Kränkung. Und hinter jeder Kränkung eine Sehnsucht.
(DIR) Die USA in sechs Romanen: Oh, say can you see?
Die USA werden 250 Jahre alt: Das literarische Amerika ist mehr als Moby
Dick, Walden und Manhattaner Geldadel. Ein kleiner taz-Gegenkanon.
(DIR) Elspeth Barker „O Caledonia“: Die Unverstandene
Barkers einziger Roman „O Caledonia“ spielt in der romantischen Landschaft
der schottischen Highlands. Der Humor ist finster.
(DIR) Roman von Lídia Jorge: Die Mythen der Revolution
Lídia Jorge setzt in ihrem neuen Roman den Protagonisten der
Nelkenrevolution in Portugal ein Denkmal. 1974 hatten sie die Diktatur zu
Fall gebracht.
(DIR) Debütroman von Clara Umbach: Die totale Bejahung und ihr Gegenteil
Clara Umbach erzählt in ihrem Debütroman eine queere Liebesgeschichte zum
Teil in Form von Chatnachrichten. Das entwickelt einen eigentümlichen Sog.
(DIR) Kinderbücher für den Sommer: Picknick und Fieberträume
Nikolaus Heidelbach und Jockum Nordström illustrieren ein staunenswertes
Miteinander. „Stuxx“ erzählt von koreanischem Kimchi und der ersten Liebe.
(DIR) Deutsch-dänisches Roman-Debüt: Die Gegenwart ist ein Archiv
Marie-Louise Monrad Møllers neuer Roman „Viel wichtiger ist jetzt die
Gegenwart“ erzählt eindrucksvoll nüchtern vom Sterben im Norden. Und vom
Erinnern.
(DIR) Roman „Michaela Kohlhaas“: Unmerklicher Umstieg auf ein paralleles Leben
Heike Geißler erfindet Kleist neu: Unbeirrbar schreitet in ihrem Roman die
Aussätzige „Michaela Kohlhaas“ dem eigenen Ende entgegen.
(DIR) Neuer Roman von Asako Yuzuki: Wie der Nilbarsch so der Mensch
Eine etwas zu enge Beziehung: Im neuen Roman der Bestsellerautorin Asako
Yuzuki geht es um Freundschaft und die Rolle der Frau in der japanischen
Gesellschaft.
(DIR) Neuer Roman von Ben Lerner: Transatlantisches Elysium
Ben Lerners neuer Roman gilt hierzulande bereits als Meisterwerk. Vor allem
ist er jedoch eine Versicherung, dass man Amerika nicht aufgeben darf.
(DIR) Booker Prize an Autorin Yang Shuang-zi: „Unsere Zwei“ gehen leer aus
Mit Yang Shuang-zi und „Taiwan Travelogue“ geht der Booker Prize 2026
erstmals an einen auf Mandarin verfassten Roman. Nominiert waren auch zwei
deutsche Autor:innen.
(DIR) Roman von Johann Reißer: In einem schönen Schwarzwaldtal
Wo heute Rheinmetall Kanonen fertigt: Johann Reißer nimmt in „Pulver“ auf
mitreißende Weise die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie in den Blick.
(DIR) Roman aus Japan „Die Fabrik“: Den Waldgeist bitte ignorieren
Hiroko Oyamada beschreibt Arbeit als totalen Zustand in „Die Fabrik“. Was
genau dort produziert wird, bleibt ebenso unklar wie der Sinn der
Tätigkeiten.
(DIR) Lara Rüter schreibt über „Affenliebe“: Die zwei Cousinen Rührung und Berührung
Eine Dichterin unter Affen: Lara Rüters poetische Annäherung an Primaten
vor und hinter Käfigstäben, „Affenliebe“.
(DIR) Neuer Roman von Birgit Birnbacher: Mutter und Sohn sind im Spielen nicht gut
Birgit Birnbacher schaut auch in ihrem neuen Roman dahin, wo zwischen
Mensch und sozialen Strukturen Reibung entsteht: „Sie wollen uns erzählen“.
(DIR) Roman von Sharon Dodua Otoo: Worte allein werden nicht helfen
In „So, in etwa, ist es geschehen“ erdrosselt die Protagonistin ihren Chef
mit einem Schal von FC Bayern München. Es ist ein Roman wie ein Geständnis.
(DIR) Roman von Yavuz Ekinci: Die Gewalt in Frage stellen
Der kurdisch-türkische Schriftsteller Yavuz Ekinci widmet sich in seinem
neuen Roman dem Leid, das der Krieg zwischen PKK und türkischer Armee
verursacht.
(DIR) Roman „Nelka“ von Svenja Leiber: Es kostet zu viel
Spätes Wiedersehen: Eine polnisch-jüdische Zwangsarbeiterin trifft in
Svenja Leibers Roman auf ihren einstigen Vorgesetzten und Vergewaltiger.
(DIR) Roman „Real Americans“: Aus dem Leben echter Amerikaner
Ein Generationenroman, der so langatmig wie didaktisch daherkommt: Rachel
Khongs „Real Americans“ erscheint mit viel Marketingtamtam.
(DIR) Debütroman von Saba Sams zu Mutterschaft: Eine Art Geschenk
Saba Sams begleitet in ihrem Debütroman „Wir sind das Leben“ zwei Frauen
auf dem Weg zur Geburt. Wie entsteht Familie ohne klassische romantische
Liebe?
(DIR) Neuer Roman von Elias Hirschl: Die schweigende Sekte vor deiner Haustür
Die Verschriftlichung der Verschriftlichung der Verschriftlichung: Elias
Hirschls Roman „Schleifen“ ist eine humorvolle Tour de Force durch die
Sprachphilosophie.
(DIR) Neuer Roman von Christoph Peters: Bildnis des Künstlers als Alkoholiker
„Entzug“ von Christoph Peters: Nicht nur von der Flasche muss sich der
Ich-Erzähler entziehen, auch von überholten Vorstellungen vom
Schriftstellerdasein.
(DIR) Roman von Kae Tempest: Vom Glück, ein Mann zu sein
„Ein Leben lang gesucht“ erzählt von einer dysfunktionalen Familie, einer
großen Liebe – und dem Gefängnis, das der Körper sein kann.
(DIR) Neuer Roman von Navid Kermani: Alles mit allem verzahnt
In seinem neuen Roman „Sommer 24“ schreibt Navid Kermani über das Jahr
2024. Das Psychogramm offenbart einen Alltag voller Instabilität.
(DIR) Kinder- und Jugendbücher im Frühjahr: Lakikak heißt Ziegenmist
Ein Kind lernt skaten, ein Hund lesen und Mirza eine neue Sprache.
Neuerscheinungen von Julie Flett, Enne Koens, Andreas Greve und Lena
Winkel.
(DIR) Leipziger Buchmesse: Belletristik-Preis geht an Katerina Poladjan
Odessa, ein bulgarischer Schwarzmeerort, eine Couch in Rom: Katerina
Poladjan rauscht durch Europa – und gewinnt dafür den Preis der Leipziger
Buchmesse.
(DIR) Debütroman „Fische im Trüben“: Ohne Lippenstift auf Deutschland warten
Elli Unruh schreibt vom kargen Leben der Russlanddeutschen in der
kasachischen Steppe. Damit ist sie für den Preis der Leipziger Buchmesse
nominiert.
(DIR) Len Deighton gestorben: Aus der Arbeiterklasse, gegen das Establishment
Sein Geheimagent Harry Palmer war mehr schrulliger Rebell als gelackter
Superheld. Der britische Autor Len Deighton erfand die Spionagewelt neben
James Bond neu.
(DIR) Roman „Toxibaby“ von Dana von Suffrin: Sie spielt mit dem Klischee, dass es eine Freude ist
Herzchen und Toxibaby lieben und hassen sich: Der dritte Roman der
Schriftstellerin Dana von Suffrin verschränkt amourösen und politischen
Wahnwitz miteinander.
(DIR) Ken Keseys Roman „Seemannslied“: Nach den Sonnenstürmen
Aus der amerikanischen Gegenkultur der 1960er ans Ufer der Gegenwart: Ken
Keseys prophetischer Roman über die 2020er Jahre erscheint in deutscher
Übersetzung.
(DIR) Shortlist Leipzger Buchmesse: Der Vergangenheit zugewandt
Die Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse stehen fest. Deutlich
erkennbar ist eine Hinwendung zum Geschichtlichen.
(DIR) Alfred-Kerr-Preis an Dietmar Dath: Viel Schreib, viel Ehr
Der Schriftsteller und „FAZ“-Redakteur Dietmar Dath erhält den
Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik.
(DIR) Neuer Roman von Abbas Khider: Papier auf der Flucht
Ein Junge, seine Familie und die Mudschaheddin, die das Kalifat ausrufen.
Khiders Roman „Der letzte Sommer der Tauben“ funktioniert wie eine
Flaschenpost.
(DIR) Bühnenfassung von „Auf allen vieren“: Die Frau an der Klippe
Ein vierköpfiges Frauenkollektiv hat Miranda Julys Roman „Auf allen vieren“
in den Sophiensaelen in Berlin uraufgeführt. In den Hauptrollen: Fritzi
Haberlandt und Meike Droste.
(DIR) Neue Romance von Colleen Hoover: Männer in Uniform
Colleen Hoover schreibt wieder einen Bestseller: Was schätzen Millionen
Leser:innen an der Lovestory von einer Autorin und einem Kleinstadtcop?
(DIR) Neuer Roman von Leïla Slimani: Das Leben der anderen
Drei Generationen: Mit „Trag das Feuer weiter“ beendet Leïla Slimani ihre
Romantrilogie über eine marokkanische Familie mit französischer Großmutter.