# taz.de -- Aufruf zur Demonstration am 7. Oktober: Hemmungslose Hamas-Huldigung
> Unter dem Motto „Until total liberation“ wollen propalästinensische
> Gruppen zum Jahrestag des Massakers durch Berlin ziehen. Die Polizei
> ermittelt bereits aufgrund des Aufrufs.
(IMG) Bild: Demonstrant beim verbotenen Protest am 7. Oktober 2025
Erneut wollen in Berlin am Jahrestag des Hamas-Massakers auf Israel
propalästinensische Gruppen genau [1][jenen Angriff feiern]. In einem
Aufruf für eine Demonstration am kommenden Mittwoch unter dem Motto „Until
total liberation“ heißt es, der 7. Oktober wurde „zu unserem Leuchtfeuer
der Standhaftigkeit“.
In dem in sozialen Netzwerken kursierenden Text heißt es außerdem: Das
eingesperrte palästinensische Volk „brach gestärkt durch seine Überzeugung
aus und versetzte dem siedlerkolonialen Projekt einen Schlag ins Herz“. Der
„Mythos der Unbesiegbarkeit des Zionismus“ sei an einem einzigen Tag
zusammengebrochen. Beim Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 starben etwa
1.200 Menschen, die meisten davon Zivilisten, mehr als 250 wurden
verschleppt.
Angemeldet wurde die Demo, die am Abend vom Schlesischen Tor bis zum
Hermannplatz führen soll, laut Polizei von einer Privatperson – für 150
Teilnehmer:innen. Beworben wird sie von mehreren sich als links verortenden
propalästiensischen Gruppen und Protestnetzwerken, wie Global South United,
der Alliance of Internationalist Feminists, Palestinians and Allies und
Young Struggle.
Das verwendete Sharepic des Demoaufrufs zeigt einen Bulldozer, der eine
Stacheldrahtzaun durchbrochen hat. Auch Kämpfer der Hamas waren auf diesem
Weg von Gaza nach Israel gelangt. Das Landeskriminalamt hat wegen
Gewaltverherrlichung Ermittlungen aufgenommen.
## Letztes Jahr verboten
Einen ganz ähnlichen Aufruf zu einer Demonstration hatte es bereits im
vergangenen Jahr gegeben. Die Polizei hatte dazu ebenfalls ermittelt und
den Aufzug schließlich untersagt. Trotzdem [2][waren am Abend Hunderte
Demonstrant:innen vor dem Roten Rathaus zusammengekommen], wurden dort
aber von der Polizei eingekesselt. Es gab zahlreiche
Identitätsfeststellungen und Festnahmen.
Strukturen der Linkspartei haben den Aufruf zu der neuerlichen
Demonstration nicht geteilt. Die Berliner Landesarbeitsgemeinschaft
Palästinasolidarität der Berliner Linken, [3][gegen deren Sprecherin
zuletzt ein Ausschlussverfahren angestrengt wurde], bewirbt stattdessen
eine Demonstration am Samstag, dem 10. Oktober. Unter dem Motto „United for
Palestine“ wollen laut polizeilicher Anmeldung 3.000 Teilnehmer:innen
am Brandenburger Tor zusammenkommen.
Die Organisator:innen beklagen, dass angesichts von mehr als 1.200
getöteter Palästinenser:innen seit dem Waffenstillstand im Oktober
2025 der Genozid in Gaza nicht vorbei sei. In einem Text rufen sie gezielt
die Linke zur Unterstützung auf: „Die Linke ist die einzige Partei im
Bundestag, die das Versagen Deutschlands bei der Benennung
völkerrechtswidriger Verbrechen eines Kernpartners – Israel – anspricht.“
1 Oct 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Pro-palaestinensische-Szene/!6118415
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(DIR) [3] /Berliner-Linkspartei/!6215575
## AUTOREN
(DIR) Erik Peter
## TAGS
(DIR) Antisemitismus
(DIR) 7. Oktober 2023
(DIR) Social-Auswahl
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