# taz.de -- Haushaltsentwurf 2027: Kürzungen bei Entwicklungsgeldern
> Hilfswerke melden Protest gegen Sparpläne für Montag an. Hochschulen
> kritisieren, dass die Kooperationen mit Unis im Globalen Süden gestrichen
> wird.
(IMG) Bild: Die Bundesregierung will kein Geld mehr für Kooperationen mit Hochschulen im Globalen Süden geben
Ein Bündnis von rund 20 Entwicklungs- und Hilfsorganisationen hat für
Montag Proteste vor dem Bundeskanzleramt gegen die [1][geplanten Abstriche
im Bundeshaushalt 2027] angekündigt. Dort will die schwarz-rote Koalition
am Montag den Haushaltsentwurf beschließen. Aus den bereits
veröffentlichten Eckdaten dazu geht hervor, dass dem
Bundesentwicklungsministerium (BMZ) dann weitere 600 Millionen Euro weniger
zur Verfügung stehen sollen. Seit 2022 hat die Bundesregierung den Etat
bereits um ein Drittel gekürzt und das Budget für humanitäre Hilfe um die
Hälfte beschnitten.
In dem gemeinsamen Dossier [2][„Der Preis der Kürzungen“] weisen die
Organisationen, darunter Oxfam, Aktion gegen den Hunger und Misereor, auf
das Ausmaß der Mittelkürzungen hin. Bis 2030 könnten schätzungsweise 9,4
bis 22,6 Millionen vermeidbare Todesfälle nicht verhindert werden, darunter
rund fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren. Auch Kirchenvertreter
kritisierten die Sparpläne vergangene Woche.
## Kein Geld mehr für Hochschulkooperationen
Die [3][Allianz der Wissenschaftsorganisationen warnte zudem vergangene
Woche] vor den Folgen der geplanten Kürzungen beim BMZ für die
internationale Hochschulzusammenarbeit. Das BMZ will bis 2031 schrittweise
alle Hochschulkooperationsprogramme der Entwicklungszusammenarbeit
einstellen, einzig das Alumniprogramm soll weiterlaufen.
Über diese Programme hat bislang zum Beispiel der Deutsche Akademische
Austauschdienst (DAAD) Forschungskooperationen mit Hochschulen im Globalen
Süden sowie die Ausbildung von Fachkräften oder Entwicklung von
Studiengängen gefördert.
Bis 2031 wären rund 60 Hochschulen in Deutschland von der Beendigung der
Programme betroffen sowie zahlreiche Hochschulen weltweit: Allein 2025
hätten rund 450 Partnerhochschulen und -institutionen und fast 120.000
Menschen in knapp 60 Ländern weltweit von den Programmen profitiert,
erklärt der DAAD.
„Wer akademische Kooperationen – sowohl institutionelle als auch
individuelle – zurückfährt, beschneidet international Potenziale für
Wohlstand und die Fähigkeit, global vernetzt Antworten auf die
Herausforderungen unserer Zeit zu finden“, sagte der Sprecher der Allianz,
Walter Rosenthal.
5 Jul 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Bundeshaushalt-2027/!6174995
(DIR) [2] https://www.oxfam.de/publikationen/preis-kuerzungen
(DIR) [3] https://www.allianz-der-wissenschaftsorganisationen.de/themen-stellungnahmen/geplante-kuerzung-von-foerderprogrammen-in-der-internationalen-hochschulzusammenarbeit-schwaecht-deutschlands-interessen/
## AUTOREN
(DIR) Leila van Rinsum
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