# taz.de -- Vorschläge der Rentenkommission: Rentenreform – gerecht und armutsfest?
> Die Rentenkommission hat 33 Vorschläge vorgelegt, die Bundesregierung
> will diese komplett übernehmen. Was bedeutet das genau?
Die Bundesregierung plant große Sozialstaatsreformen, Steuern, Gesundheit
und die Rente. Jetzt hat die Rentenkommission 33 Vorschläge vorgelegt,
Arbeitsministerin und SPD-Chefin Bärbel Bas spricht von einem
„Gesamtkunstwerk“. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) stimmt nun
Lobeshymnen auf die gesetzliche Rente als tragende Säule an, über die er
kürzlich noch lapidar sagte, sie könne allenfalls noch eine
Basisabsicherung für das Alter sein.
Merz und Bas haben angekündigt, dass Schwarz-Rot die [1][Vorschläge der
Rentenkommission komplett übernehmen will]. Was bedeutet das genau? Und wie
sieht es mit der Verteilungsgerechtigkeit aus? Gibt es eine Strategie gegen
Altersarmut?
Zu den Vorschlägen der Kommission gehört der Wegfall der Minijobs, sie soll
es künftig nur noch für Schüler:innen geben. Vorgesehen ist außerdem die
Abschaffung der Rente mit 63, die Lebensarbeitszeit soll steigen, indem das
Renteneintrittsalter an die allgemeine Lebenserwartung geknüpft wird. Die
Beschäftigten müssen entweder länger für dieselbe Rente arbeiten oder sie
bekommen weniger. Das ist nicht nur [2][eine Rentenkürzung, sondern auch
eine Umverteilung von unten nach oben], denn Menschen mit geringen
Einkommen haben im Schnitt eine kürzere Lebenserwartung.
Und [3][welche Ideen hat die Kommission zum Rentenniveau?] Im
OECD-Vergleich liegt Deutschland im unteren Mittelfeld, im Nachbarland
Österreich beispielsweise ist die Rente höher. Die Kommission setzt auf
eine sogenannte Kapitalrente nach schwedischem Vorbild. Wie sicher ist das?
Hohe Renditeerwartungen sollte man nicht schüren, und das nicht nur
angesichts der Turbulenzen, die Donald Trump gerade regelmäßig an den
Finanzmärkten auslöst.
Über diese Vorschläge der Rentenkommission, die Stabilität der gesetzlichen
Rentenversicherung und die Frage, was aus dem Plan der Arbeitsministerin
geworden ist, Beamte in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen,
diskutiert [4][Martina Mescher] aus dem wochentaz-Politikteam mit
[5][Stefan Reinecke] aus dem Parlamentsbüro, [6][Barbara Dribbusch],
taz-Redakteurin für Sozialpolitik und [7][Anna Lehmann], Leiterin des
taz-Parlamentsbüros.
[8][„Bundestalk“] – Der politische Podcast der taz erscheint jede Woche auf
taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
25 Jun 2026
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