# taz.de -- taz goes Mecklenburg-Vorpommern: Ohne Wow und ohne Wal
       
       > Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern sucht die taz nach Ihren
       > Themen – und eine Wohnung in Rostock. Schreiben Sie uns!
       
 (IMG) Bild: Sicher auch bald Teil der MV-Imagekampagne: Möwen in Rostock-Warnemünde
       
       Seit Jahren wirbt Mecklenburg-Vorpommern mit dem Slogan „#MVwow“ für sich.
       Dazu gibt es Bilder und Sinnsprüche mit Menschen an Maschinen, Menschen auf
       Fischkuttern, Menschen am Strand, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang. Die
       Landesregierung behauptete bei der Einführung Ende 2023: „Wir erzielen
       Wow-Effekte.“ Und: „Das wird unser Land noch wahrnehmbarer machen.“
       
       Eine nicht repräsentative Umfrage unter taz-Kolleg:innen zeigt, dass
       womöglich nur sehr wenige Menschen von der Kampagne „#MVwow“ gehört haben
       könnten, die allein im ersten Jahr seiner Existenz über 600.000 Euro
       verschlungen hat.
       
       Auch als taz müssen wir feststellen: Während wir das politische und
       zivilgesellschaftliche Leben in anderen ostdeutschen Bundesländern
       mittlerweile breit abdecken, blicken wir noch zu selten nach
       Mecklenburg-Vorpommern. [1][Es sei denn, ein Buckelwal strandet.] Aber das
       soll sich ändern. Zumal dort am 20. September ein neuer Landtag gewählt
       wird – und die Gefahr real ist, dass im schlimmsten Fall [2][die extreme
       Rechte in der Schweriner Staatskanzlei die Macht übernimmt].
       
       „Was auf dem Spiel steht“, hieß 2024 [3][ein Sonderprojekt der taz zu den
       Wahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg]. Unter anderem zogen damals
       drei Kolleg:innen für einen Monat in die jeweiligen Bundesländer, um von
       vor Ort zu berichten. Das Prinzip wollen wir in diesem Sommer wiederholen:
       ein Kollege, ein Monat, vor Ort. In Mecklenburg-Vorpommern sind wir in
       Rostock.
       
       Und jetzt kommen Sie ins Spiel: Sie kennen ein Projekt, das sich um
       Geflüchtete kümmert und dem die Gelder gestrichen werden? Sie kämpfen
       allein gegen den Rechtsruck in Ihrer Gemeinde? Der einstige Badesee nahe
       Ihres Dorfs ist aufgrund der vielen Dürrejahre nur noch ein Tümpel?
       
       Schreiben Sie uns unter [4][m-v@taz.de]. Auch wenn Sie Tipps haben für eine
       Unterkunft in Rostock von Mitte August bis Mitte September. Wir berichten
       dann auch ganz ohne Wow und Wal. Versprochen.
       
       14 May 2026
       
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 (DIR) Rainer Rutz
       
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