# taz.de -- Konsequenz aus CDU-Fördergeldaffäre: Berlins Finanzsenator macht Kultur noch nebenher
> Stefan Evers (CDU) soll bis zur Wahl die Kulturverwaltung übernehmen.
> Seine Vorgängerin war über die Affäre mit Antisemitismusgeldern
> gestolpert.
(IMG) Bild: Ist der Nachfolger von Sarah Wedl-Wilson (parteilos): Stefan Evers (CDU)
dpa | Berlins Finanzsenator Stefan Evers (CDU) übernimmt auch die Leitung
für die Senatskulturverwaltung. Das teilte der Regierende Bürgermeister,
Kai Wegner, am Mittwochvormittag mit. „Finanzsenator Stefan Evers
verhandelt bereits den Hauptstadtfinanzierungsvertrag, bei dem es auch um
die Finanzierung der Hauptstadtkultur geht“, so der CDU-Politiker. „Deshalb
danke ich Stefan Evers sehr für seine Bereitschaft, die zusätzliche Aufgabe
für die kommenden Monate zu übernehmen.“
Evers wird damit Nachfolger von Sarah Wedl-Wilson (parteilos). [1][Sie war
als Kultursenatorin am Freitag zurückgetreten]. Sie zog damit die
Konsequenzen aus einem Bericht des Landesrechnungshofs, der die Förderung
von 13 Projekten im Bereich der Antisemitismusprävention im Umfang von 2,6
Millionen Euro als rechtswidrig bewertet hatte. Wedl-Wilson hatte die
Fördermittel freigegeben.
[2][Zunächst war für die Nachfolge der ehemalige Justizsenator und
Ex-Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (CDU) im Gespräch]. Bei einem
Treffen am Dienstagabend haben sich die CDU-Kreisvorsitzenden dann aber auf
Evers verständigt. Die Kreisvorsitzenden seien sich einig gewesen, dass
Evers der Richtige für die Aufgabe sei, weil er zum einen finanzpolitische
Expertise mitbringe, zum anderen aber auch kulturaffin sei. An der Sitzung
nahm nach Angaben aus Teilnehmerkreisen auch der Regierende Bürgermeister
und CDU-Landesvorsitzende Kai Wegner teil.
Wegner hatte am Dienstagnachmittag betont, er habe bis dahin noch keine
Entscheidung über die Nachfolge von Wedl-Wilson getroffen und führe noch
Gespräche. Am 20. September sind Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus – bis
dahin soll Evers zwei Senatsverwaltungen führen.
29 Apr 2026
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