# taz.de -- Anschlag auf Antisemitismusbeauftragten: „Ich bin geschockt“
> Ein Anschlag auf das Grundstück von Andreas Büttner hatte für Aufsehen
> gesorgt. Nun sind zwei Bekannte des Antisemitismusbeauftragten
> verdächtigt.
(IMG) Bild: Andreas Büttner spricht bei einer Gedenkveranstaltung in der Gedenkstätte Sachsenhausen, 14. April 2026
dpa | Nach einem Brandanschlag auf dem Grundstück des Beauftragten gegen
Antisemitismus in Brandenburg im Januar sind zwei Verdächtige ermittelt
worden. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft mit. Zuerst berichtete der
Tagesspiegel. Die Verdächtigen kommen aus dem persönlichen Umfeld des
Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner. Wie er der dpa bestätigte,
handelt es sich dabei um zwei Bekannte.
Ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft des Landes Brandenburg teilte
mit, es seien im Ermittlungsverfahren wegen gemeinschaftlicher
Brandstiftung zwei Beschuldigte „namhaft“ gemacht worden. Nähere Auskünfte
gebe die Generalstaatsanwaltschaft derzeit nicht. Der Tagesspiegel
berichtete zuvor, es habe Durchsuchungen in mehreren Bundesländern gegeben.
Büttner sagte, bei den Verdächtigen handele es sich um Bekannte, mit denen
er 2023 eine Firma gegründet habe. Er sei bei der Polizei auch als Zeuge
vernommen worden. „Wenn die beiden tatsächlich die Täter sind, [1][hat das
aus meiner Sicht nichts mit Antisemitismus zu tun]“, so Büttner. Es gebe
für ihn keine Erklärung dafür.
„Ich bin geschockt“, sagte Büttner. Er hoffe, dass die Polizei schnell die
Motivlage herausfinde. Die Gesellschaft, die im Bereich Solar habe arbeiten
wollen, sei zwar gemeinsam gegründet worden, habe aber keine Projekte
realisiert. „Da ist nichts passiert, das ist eine tote Gesellschaft“,
meinte Büttner. Er ist seit 2024 Antisemitismusbeauftragter des Landes
Brandenburg.
## Brand, Schmierereien, Drohbrief
[2][Auf seinem Privatgrundstück in Templin setzten Täter im Januar dieses
Jahres ein Gebäude in Brand]. Es stand neben dem Wohnhaus, in dem Büttner
mit seiner Familie lebt. Verletzt wurde niemand. An der Haustür des
Wohnhauses wurde außerdem mit roter Farbe ein Dreieck angebracht. Laut
Generalstaatsanwaltschaft entsprach es dem Zeichen, das die
palästinensische Terrororganisation Hamas nutzt. Zudem ging ein Drohbrief
gegen Büttner beim Landtag in Potsdam ein.
Die Generalstaatsanwaltschaft sprach von einem Anschlag und teilte im
Januar mit, sie habe die Ermittlungen „im Hinblick auf das offenkundig
politisch motivierte Tatgeschehen sowie die besondere Stellung des
Geschädigten“ übernommen. Es wurden danach Schutzmaßnahmen auf Büttners
Grundstück umgesetzt.
29 Apr 2026
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