# taz.de -- Krieg im Libanon: Israel will Grenzgebiet im Südlibanon unbewohnbar machen
       
       > In den Dörfern nahe der gemeinsamen Grenze sollen alle Häuser zerstört
       > werden, so Verteidigungsminister Katz. Das Ziel seien Verwüstungen wie im
       > Gazastreifen.
       
 (IMG) Bild: Stadt Tyros im Südlibanon: Das Gebiet zwischen dem Litani und der Grenze zu ‌Israel macht fast ein Zehntel des libanesischen Staatsgebiets aus
       
       rtr | Israel ‌will das [1][Grenzgebiet ‌im Süden des Libanons] unbewohnbar
       machen. In den Dörfern nahe der gemeinsamen Grenze sollen alle Häuser
       zerstört werden, kündigte Verteidigungsminister Israel Katz am Dienstag an.
       Ziel seien Verwüstungen wie im Gazastreifen. Die rund 600.000 aus dem Süden
       des Nachbarlandes geflohenen Menschen dürften erst in ‌ihre Heimat
       zurückkehren, wenn der Norden Israels wieder sicher sei.
       
       Zudem bekräftigte der Minister die Pläne, nach dem Ende des Krieges gegen
       die von Iran unterstützte libanesische [2][Hisbollah]-Miliz eine Pufferzone
       im Südlibanon einzurichten. Israel wolle die Kontrolle über das Gebiet bis
       zum Litani behalten. Der Fluss mündet etwa 30 Kilometer nördlich der
       israelischen Grenze ins Mittelmeer. Das Gebiet zwischen dem Litani und der
       Grenze zu ‌Israel macht fast ein Zehntel des libanesischen Staatsgebiets
       aus.
       
       Seit Beginn der israelischen Offensive gegen die Hisbollah am 2. März sind
       im Libanon ⁠mehr als 1,2 Millionen Menschen vertrieben und weitere 1.200
       getötet worden. Auslöser der Kämpfe war die Entscheidung der Miliz, zur
       Unterstützung Irans das Nachbarland ‌zu beschießen. ‌Das israelische
       Militär hatte Anfang des Monats ⁠die Bewohner großer Gebiete des Südens,
       der [3][von der Hisbollah kontrollierten] südlichen Vororte Beiruts sowie
       der politischen ‌Hochburgen der Organisation im Osten ‌des Libanons zum
       Verlassen ihrer Häuser aufgefordert.
       
       31 Mar 2026
       
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