# taz.de -- Sondierungsgespräche von Union und SPD: Kann Merz Kanzler?
       
       > Die schwarz-rote Koalition legt ein enormes Tempo vor und droht dabei
       > über die eigenen Beine zu stolpern. Kurz nachdenken, wäre nicht schlecht.
       
       Berlin taz/afp/dpa | „Machen, machen, machen“ lautet das Motto von Carsten
       Linnemann, einem der engsten Berater des Kanzlers in spe, Friedrich Merz.
       Mal kurz nachdenken, wie es weitergeht, wäre aber auch nicht schlecht.
       [1][SPD und Union haben in Windeseile ein Sondierungspapier] vorgelegt:
       
       Sie wollen einen Fonds von 500 Milliarden für die Infrastruktur – außerhalb
       der Schuldenbremse. Und auch ein Großteil des Verteidigunghaushalts soll in
       Zukunft von der Schuldenbremse befreit sein. Dafür brauchte es eine
       Grundgesetzänderung.
       
       Das alles soll noch der alte Bundestag beschließen, weil dessen
       Mehrheitsverhältnisse für das Vorhaben günstiger erscheinen als die
       Besetzung des neuen. Doch auch jetzt braucht Merz für eine
       Zweidrittel-Mehrheit die Grünen. Und die stellen verständlicherweise
       Forderungen:
       
       Die 500 Milliarden sollen auf keinen Fall benutzt werden dürfen, um die
       Pendlerpauschale zu erhöhen oder die Mütterrente zu finanzieren. Und es
       müsse [2][Geld in Klimaprojekte] fließen. Willenlose Mehrheitsbeschaffer
       wollen die Grünen nicht spielen.
       
       ## Gespräche unter ungewöhnlichen Bedingungen
       
       Der Ausgang ist offen. Und: Wenn Merz Plan scheitert, steht auch die
       schwarz-rote Regierung infrage. Am Donnerstagnachmittag beginnen CDU/CSU
       und SPD formell ihre Koalitionsverhandlungen, die zur Bildung einer neuen
       Regierung unter einem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) führen sollen. Die
       Gespräche in der Berliner CDU-Zentrale finden unter ungewöhnlich
       schwierigen innen- und außenpolitischen Bedingungen statt.
       
       16 Arbeitsgruppen, geordnet nach Themenblöcken, sollen den
       Koalitionsvertrag aushandeln und dabei in nur zehn Tagen Ergebnissen
       vorlegen. Am Ende der Verhandlungen soll ein ausformulierter
       Koalitionsvertrag vorliegen, der Grundlage für die Entscheidungen der
       künftigen Regierung sein soll. Zentrale Themen der Koalitionsverhandlungen
       sind die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit und die Belebung der
       Wirtschaft.
       
       Darüber und mehr diskutiert im aktuellen Bundestalk Parlamentskorrespondent
       [3][Stefan Reineke] mit seinen Kolleg:innen aus dem taz-Parlamentsbüro
       [4][Sabine am Orde], [5][Anna Lehmann] und [6][Tobias Schulze].
       
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       13 Mar 2025
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Stefan Reinecke
 (DIR) Sabine am Orde
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