# taz.de -- Krach zwischen Ukraine und USA: Welche Chancen hat die Ukraine noch?
       
       > Die neue Allianz zwischen Trump und Putin sorgt für einen Eklat vor
       > laufenden Kameras. Die EU will Gelder für die Ukraine bereitstellen. Kann
       > das den Krieg beenden?
       
       Berlin taz | Eigentlich war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenksyj
       in der vergangenen Woche nach Washington gereist, um ein von den USA
       gefordertes Rohstoffrahmenabkommen zu unterzeichnen. Stattdessen düpierten
       US-Präsident Donald Trump und sein Vize J.D. Vance Selenskyj vor laufenden
       Kameras, es kam [1][zu einem so nie gesehenen Eklat], und schließlich
       musste Selenskyj vorzeitig abreisen.
       
       Zahlreiche europäische Staats- und Regierungschefs drückten sofort ihre
       [2][Solidarität mit der Ukraine] aus und trafen sich in London mit
       Selenskyj zu einem Krisengipfel – während aus den trumpnahen Kreisen in den
       USA erst die Forderung kam, Selenskyj möge sich entschuldigen oder
       zurücktreten und schließlich die Erklärung, Washington setze mit sofortiger
       Wirkung alle Militärhilfe an die Ukraine so lange aus, bis man überzeugt
       sei, dass die Ukraine tatsächlich Frieden wolle.
       
       In Deutschland einigten sich CDU und SPD in ihren Sondierungsgesprächen
       darauf, doch eine Verfassungsänderung mit dem alten Bundestag
       durchzusetzen, um zukünftige Militärausgaben grundsätzlich von der
       Schuldenbremse auszunehmen. EU-Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen
       stellte unter dem Titel „ReArm Europe“ („Europa wiederbewaffnen“) die Idee
       vor, „nahezu 800 Milliarden Euro“ für die Aufrüstung der EU zu
       mobilisieren. Noch an diesem Donnerstag – ein Tag nach der Aufzeichnung
       dieser Podcastfolge – [3][sollte bei einem EU-Sondergipfel in Brüssel] über
       das weitere Vorgehen diskutiert werden.
       
       Unterdessen schrieb Selenskyj auf X, er wolle Frieden, sei weiterhin
       bereit, das Rohstoffabkommen zu unterzeichnen und bedauere den Verlauf des
       Besuchs in Washington. Donald Trump reagierte darauf in seiner Rede zur
       Lage der Nation gönnerhaft – aber Militärhilfe und Aufklärungsinformationen
       bleiben zunächst dennoch ausgesetzt.
       
       Was bedeutet der aktuelle Bruch der USA mit der Ukraine für das
       angegriffene Land? [4][Wie schaut Moskau auf Trump und auf Europa]? Kann
       Europa die Unterstützung der USA ersetzen? Gibt es tatsächlich irgendeine
       Chance auf Frieden?
       
       Darüber spricht taz-Auslandsredakteur Bernd Pickert mit der ukrainischen
       taz-Autorin Anastasia Magasowa, Moskau-Korrespondentin Inna Hartwich und
       Brüssel-Korrespondenten Eric Bonse.
       
       „Bundestalk“ – Der politische Podcast der taz erscheint jede Woche auf
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       6 Mar 2025
       
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