# taz.de -- Konsequenz der „Landesverrat“-Affäre: Harald Range entlassen
       
       > Am Vormittag kritisierte Generalbundesanwalt Range noch eine Weisung des
       > Justizministeriums als „Eingriff in die Justiz“. Nun wurde er entlassen.
       
 (IMG) Bild: Muss gehen: Harald Range
       
       Berlin rtr/dpa | Im Streit über umstrittene Ermittlungen gegen den
       Internetblog netzpolitik.org entlässt Bundesjustizminister Heiko Maas
       Generalbundesanwalt Harald Range. Dies gab Maas am Dienstagabend in Berlin
       bekannt. Range habe in seiner Pressekonferenz am Dienstag Tatsachen
       verdreht, sagte Maas. Das Vertrauen in ihn sei nachhaltig gestört.
       Nachfolger soll der Generalstaatsanwalt Peter Frank aus München werden.
       
       Range hatte dem Bundesjustizministerium am Dienstag einen Eingriff in die
       Unabhängigkeit der Justiz vorgeworfen. Maas wies dies zurück. „Die
       Äußerungen und das von Generalbundesanwalt Range heute gewählte Vorgehen
       sind nicht nachvollziehbar und vermitteln der Öffentlichkeit einen falschen
       Eindruck“, sagte Maas vor Journalisten.
       
       Range steht seit einigen Tagen in der Kritik, weil er Ermittlungen gegen
       die verantwortlichen Journalisten bei netzpolitik.org eingeleitet hatte.
       Ihnen wird Landesverrat vorgeworfen, weil sie unter anderem interne Pläne
       des Bundesamtes für Verfassungsschutz zum Ausbau der Überwachung von
       Internetinhalten veröffentlicht hatten.
       
       Justizminister Heiko Maas hatte sich bereits kritisch zu den Ermittlungen
       geäußert; am Montag ging auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf
       Distanz.
       
       4 Aug 2015
       
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