# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran schließt erneut Straße von Hormus
       
       > Iran erwägt den Rücktritt von der vereinbarten Feuerpause. Die Straße von
       > Hormus ist laut Staatsmedien wieder geschlossen. Netanjahu hält „Finger
       > am Abzug“
       
 (IMG) Bild: Straßenszene mit Propaganda. Teheran, 8. April
       
       ## 20.11 Uhr: Netanjahu spricht von „enormen Erfolgen“ im Iran-Krieg
       
       Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat betont, die
       Waffenruhe im Iran-Krieg sei „nicht das Ende des Kampfes“. Es sei vielmehr
       eine „Station auf dem Weg zum Erreichen aller unserer Ziele“, sagte
       Netanjahu in einer Ansprache.
       
       Im Krieg mit dem Iran habe der Staat Israel „enorme Erfolge erzielt –
       Erfolge, die bis vor kurzem völlig unrealistisch schienen“, sagte
       Netanjahu. „Der Iran ist schwächer als je zuvor, Israel ist stärker als je
       zuvor.“
       
       Gleichzeitig sagte der Premier, Israel habe „noch Ziele zu erreichen, und
       wir werden dies tun“. Dies könne entweder durch eine Einigung oder eine
       Wiederaufnahme der Kämpfe geschehen. „Wir sind bereit, jederzeit die Kämpfe
       wieder aufzunehmen.“, sagte der Regierungschef. Man habe weiter den „Finger
       am Abzug“. (dpa)
       
       ## 20.04 Uhr: Iran fordert Ende der israelischen Angriffe im Libanon
       
       Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat ein Ende der israelischen
       Angriffe auf die Hisbollah-Miliz im Rahmen der vereinbarten Waffenruhe im
       Iran-Krieg gefordert. Araghtschi erklärte am Mittwoch, Israel sei Teil der
       Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten, auch wenn Israel das Gegenteil
       behaupte. „Die Welt sieht die Massaker im Libanon“, teilte Araghtschi in
       einem Beitrag auf der Plattform X mit. „Der Ball liegt nun bei den USA, und
       die Welt beobachtet, ob sie ihren Verpflichtungen nachkommen werden.“ (ap)
       
       ## 19.02 Uhr: Iran schließt Straße von Hormus
       
       Laut einem Bericht staatlicher Medien hat Iran die Straße von Hormus wieder
       gesperrt. Der Schritt sei als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon
       erfolgt. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi warf Israel
       Verletzungen der Waffenruhe „im Iran und im Libanon“ vor.
       
       „Ein Angriff auf den Libanon ist ein Angriff auf den Iran“, schrieb der
       Kommandeur der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte der iranischen
       Revolutionsgarde, Sejed Madschid Mussawi, auf der Plattform X. Die
       iranischen Streitkräfte bereiteten eine harte Reaktion vor, warnte er, ohne
       jedoch Einzelheiten zu nennen.
       
       Iranische Medien und der Fernsehsender Al Dschasira berichteten
       unterdessen, dass Teheran bereit sei, sich aus der Waffenruhe
       zurückzuziehen und Vergeltung für israelische Angriffe im Libanon zu üben.
       (afp/dpa/taz)
       
       ## 18.38 Uhr: Neue Luftangriffe Israels in Beirut
       
       Israel setzt seine heftigen Luftangriffe auf Ziele in der libanesischen
       Hauptstadt Beirut trotz einer Waffenruhe im Iran-Krieg fort. Augenzeugen
       berichteten, ein Gebäude in der Mittelmeerstadt sei zerstört worden. Es
       habe Opfer gegeben. Die israelische Armee teilte mit, in Beirut sei ein
       Kommandeur der mit dem Iran verbündeten Schiitenmiliz Hisbollah angegriffen
       worden. (dpa)
       
       ## 18.29 Uhr: Israel und USA verteidigen Angriffe auf Hisbollah
       
       Das israelische Außenministerium stellte die massiven Angriffe auf Ziele
       der libanesischen Hisbollah-Miliz als Notwendigkeit dar und griff die
       Führung des Nachbarlands scharf an: Diese schäme sich nicht, „Israel dafür
       anzugreifen, dass es genau das tut, was sie selbst hätten tun sollen: gegen
       die Hisbollah vorzugehen“, hieß es in einem Post des Außenministeriums auf
       der Plattform X.
       
       US-Präsident Donald Trump erklärte, dass die Waffenruhe im Iran-Krieg auch
       seiner Ansicht nach nicht für den Libanon gilt. Grund sei die pro-iranische
       Hisbollah-Miliz im Libanon, sagte Trump dem Sender PBS.
       
       Deutschland, andere europäische Staaten und Kanada hatten zuvor dazu
       aufgerufen, die Waffenruhe „auch im Libanon“ umzusetzen. Die unter anderem
       in Berlin veröffentlichte Erklärung wurde von den Staats- und
       Regierungschefs Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Großbritanniens,
       Kanadas, Dänemarks, der Niederlande, Spaniens sowie von
       EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António
       Costa abgegeben. (dpa/afp/taz)
       
       ## 18.20 Uhr: Iran erwägt Ausstieg aus Feuerpause
       
       Iran erwägt nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars, aus der vereinbarten
       zweiwöchige Feuerpause mit den USA auszusteigen. Hintergrund seien die
       anhaltenden israelischen Angriffe auf die Hisbollah im Libanon, berichtet
       Fars unter Berufung auf eine informierte Quelle. Die Hisbollah gilt als
       wichtigster Verbündeter Irans in der Region.
       
       Zugleich drohte ein anonymer Militärvertreter laut Nachrichtenagentur Fars
       Israel mit weiteren Angriffen, sollte die Offensive gegen die Hisbollah
       weitergehen. Nach Angaben von Fars passierten nur zwei Öltanker die Straße
       von Hormus, bevor der Schiffsverkehr aus Protest wieder eingestellt wurde.
       Diese Blockade widerspricht der Vereinbarung mit den USA.
       
       Nach Auffassung der iranischen Führung verstößt Israel mit seinen
       andauernden Angriffen auf die Hisbollah gegen die mit den USA abgestimmte
       Waffenruhe. Pakistans Premier, Shehbaz Sharif, schrieb auf X, die
       Feuerpause gelte ausdrücklich auch für den Libanon. (dpa/taz)
       
       ## 17.43 Uhr: Libanon meldet 89 Tote bei israelischen Angriffen
       
       Ungeachtet der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran weitet Israel seine
       Angriffe im Libanon aus. Die jüngsten Bombardierungen Israels seien die
       schwersten, die das Land seit Beginn des Krieges zwischen der Hisbollah und
       Israel Anfang März erlebt habe, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters am
       Mittwoch aus libanesischen Sicherheitskreisen. Das libanesische
       Gesundheitsministerium sprach von 89 Toten und 700 Verletzten bei den
       Angriffen auf die Hauptstadt Beirut und andere Orte.
       
       Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz wiederum bezeichnete die
       Angriffe als schweren Schlag gegen die Hisbollah-Miliz – die ihrerseits
       ihre Angriffe aber nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen am
       Mittwochmorgen eingestellt ‌hatte. Iranische Medien berichten, dass die
       iranische Führung die Straße von Hormus für den Schiffsverkehr erst
       freigeben will, wenn Israel auch seine Angriffe im Libanon stoppt. (rtr)
       
       ## 17.34 Uhr: Katar meldet Beschuss aus dem Iran
       
       Der Iran hat trotz Waffenruhe seine Angriffe auf Katar fortgesetzt. Das
       Verteidigungsministerium des Golfstaats teilte mit, das Land sei heute mit
       sieben ballistischen Raketen und mehreren Drohnen aus dem Iran angegriffen
       worden. Die katarische Armee habe alle Raketen und Drohnen erfolgreich
       abgefangen.
       
       Auch die Golfstaaten Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate hatten
       selbst nach Verkündung einer Waffenruhe neuen Beschuss aus dem Iran
       gemeldet. (dpa)
       
       ## 16.28 Uhr: Iran droht mit Ende der Waffenruhe wegen Libanon-Angriffen
       
       Der Iran droht einem Medienbericht zufolge mit einem Ende der Waffenruhe,
       sollten die israelischen Angriffe im Libanon weitergehen. Das iranische
       Militär erfasse Ziele für eine Vergeltung wegen der jüngsten Attacken,
       meldet ‌die iranische Nachrichtenagentur Tasnim unter Berufung auf einen
       Insider. Die mit den USA vereinbarte Feuerpause schließe ein Ende der
       Kämpfe an allen Fronten ein. (rtr)
       
       ## 16.18 Uhr: Pakistan: Delegationen aus USA und Iran reisen am Freitag an
       
       Die Delegationen aus den USA und dem Iran werden am Freitag zu Gesprächen
       in Pakistan eintreffen. Dies teilt der pakistanische Ministerpräsident
       Shehbaz Sharif mit. (rtr)
       
       ## 16.15 Uhr: Waffenruhe beflügelt Wall Street
       
       Die US-Börsen ‌haben dank der angekündigten ‌Feuerpause im Irankrieg eine
       Erholungsrally gestartet. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte kletterte
       am Mittwoch um drei Prozent auf 47.990 Punkte. Der breiter gefasste S&P 500
       stieg um 2,5 Prozent auf 6.784 Zähler. Der Index der Technologiebörse
       Nasdaq gewann 3,2 Prozent auf 22.720 Punkte. (rtr)
       
       ## 16.12 Uhr: Iran und Saudi-Arabien melden Drohnen-Abschüsse
       
       Saudi-Arabien und der Iran melden jeweils den Abschuss von Drohnen. In den
       vergangenen Stunden seien neun Flugkörper abgefangen worden, teilt das
       Königreich mit. Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben
       ‌eine Hermes-900-Drohne über dem Süden des Landes abgeschossen. Dieser Typ
       wird von Israel eingesetzt. Die Garden warnen, dass jedes Eindringen in den
       iranischen Luftraum als ‌Verletzung der Feuerpause gelte.
       
       ## 16.12 Uhr: Waffenruhe im Irankrieg: Merz telefoniert mit Trump
       
       Nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA hat
       Bundeskanzler Friedrich Merz mit US-Präsident Donald Trump telefoniert. Das
       verlautete aus Regierungskreisen. Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber
       berichtet. Über Inhalte wurde nichts bekannt. (dpa)
       
       ## 16.09 Uhr: CSU-Verteidigungspolitiker Erndl unterstützt möglichen
       Hormus-Einsatz
       
       Der Unions-Verteidigungspolitiker Thomas Erndl (CSU) befürwortet eine
       mögliche deutsche Beteiligung an einer Militärmission an der Straße von
       Hormus. „Als Parlament erwarten wir eine frühzeitige Einbindung und
       unterstützen die Regierung bei einem möglichen Engagement“, sagte Erndl den
       Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft (NBR) nach Angaben vom
       Mittwoch. Nun liege es in der Verantwortung des
       Bundesverteidigungsministeriums, „konkrete Handlungsoptionen zu prüfen und
       vorzubereiten“. (afp)
       
       ## 16.06 Uhr: US-Militär ist zu weiteren Angriffen auf den Iran bereit
       
       Das US-Militär ist nach Angaben von Verteidigungsminister Pete Hegseth zu
       weiteren Angriffen auf den Iran bereit. Dies werde geschehen, wenn Teheran
       sein angereichertes Uran nicht übergebe, sagte Hegseth am Mittwoch in
       Washington. Der Pentagon-Chef machte keine näheren Angaben dazu, ob der
       Iran einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten gemeinsamen Bergung
       von Nuklearmaterial zugestimmt hat. Der Iran werde das Material freiwillig
       aushändigen, sagte Hegseth, andernfalls könnten die USA ähnlich wie im
       vergangenen Sommer iranische Atomanlagen angreifen. „Wir behalten uns diese
       Möglichkeit vor“, sagte er und betonte, das iranische Militär stelle keine
       nennenswerte Bedrohung mehr für die US-Streitkräfte oder die Region dar.
       Der Iran sei deutlich besiegt worden.
       
       „Das Pentagon hat – vorerst – seinen Teil getan“, sagte Hegseth. „Wir
       stehen im Hintergrund bereit, um sicherzustellen, dass der Iran alle
       Bedingungen einhält.“ Auch Generalstabschef Dan Caine erklärte, die
       US-Luftangriffe hätten das iranische Militär und dessen Rüstungsindustrie
       erheblich geschwächt. Er sagte ebenfalls, das Militär sei bereit, die
       Angriffe wieder aufzunehmen, sollte die Waffenruhe scheitern. (ap)
       
       ## 16.04 Uhr: Trump: Könnten Schiffsverkehr gemeinsamen mit Iran schützen
       
       Die Schifffahrt durch die Straße von Hormus könnte nach den Worten von
       US-Präsident Donald Trump gemeinsam von den USA und dem Iran abgesichert
       werden. Es gebe die Überlegung, es als Gemeinschaftsprojekt umzusetzen,
       sagte er dem Sender ABC News zufolge. „Das ist eine Möglichkeit, sie
       abzusichern – auch vor anderen Leuten“, sagte er, ohne weiter ins Detail zu
       gehen. (dpa)
       
       ## 15.48 Uhr: Dutzende Tote und Chaos nach israelischem Großangriff in
       Libanon
       
       Ungeachtet der Waffenruhe im Irankrieg greift Israel den Libanon weiterhin
       massiv an. Die Armee berichtete am Nachmittag vom „größten koordinierten
       Angriff“ seit dem Wiederaufflammen des Konflikts mit der Hisbollah Anfang
       März. Das libanesische Gesundheitsministerium meldete Dutzende Tote und
       Hunderte Verletzte. Demnach sind noch Menschen unter Trümmern nach
       Angriffen verschüttet. Auch aus einem Krankenhaus hieß es, die Klinik
       behandle eine große Zahl von Opfern.
       
       Israels Armee berichtete am Nachmittag, sie habe innerhalb von zehn Minuten
       in der libanesischen Hauptstadt Beirut, im Osten sowie im Süden des
       Nachbarlandes mehr als 100 Kommandozentralen und Militärstützpunkte der
       Hisbollah ins Visier genommen worden. Der israelische Verteidigungsminister
       Israel Katz sprach von einem „Überraschungsangriff“, der Hunderte
       Hisbollah-Mitglieder getroffen habe. Aus libanesischen Sicherheitskreisen
       hieß es, es habe mehr als 150 Angriffe gegeben, viele in Beirut. Auf
       Aufnahmen waren mehrere Rauchschwaden über Beirut zu sehen. (dpa)
       
       ## 15.46 Uhr: US-Militär: Mehr als 13.000 Angriffsziele im Iran getroffen
       
       Das US-Militär hat Statistiken zu seinen Angriffen auf den Iran
       präsentiert. Generalstabschef Dan Caine sagte am Mittwoch in einem
       Pressebriefing, bei den Einsätzen seien mehr als 13.000 Ziele getroffen
       worden. Dadurch seien 80 Prozent der iranischen Luftabwehrsysteme zerstört
       und 90 Prozent der Waffenfabriken attackiert worden. Caine erklärte den
       versammelten Reportern im Pentagon, mehr als 90 Prozent der regulären
       iranischen Flotte seien versenkt worden, „einschließlich aller größeren
       Überwasserkampfschiffe“. 150 Schiffe lägen nun auf dem Meeresgrund. Der
       Generalstabschef beschrieb auch die Versorgung der US-Truppen: Das Militär
       habe mehr als sechs Millionen Mahlzeiten ausgegeben. Zudem seien
       schätzungsweise mehr als 3,6 Millionen Liter Kaffee, zwei Millionen
       Energy-Drinks und „eine Menge Nikotin“ konsumiert worden. (ap)
       
       ## 15.24 Uhr: Iran: Gehen mit großem Misstrauen in Gespräche mit USA
       
       Der Iran geht nach den Worten seines UN-Botschafters in Genf mit großer
       Vorsicht in die anstehenden Friedensgespräche mit den USA. Es gebe ein
       großes Misstrauen, sagt Ali ‌Bahreini der Nachrichtenagentur Reuters. Die
       iranischen Streitkräfte hielten ihre Einsatzbereitschaft aufrecht. Man
       wolle in den Verhandlungen jedoch prüfen, wie ernst es die USA meinten.
       ‌Alle bestehenden Vereinbarungen, auch die zur Straße von Hormus, seien nur
       vorläufig, sagt der Diplomat weiter. Der Krieg werde sich auf den künftigen
       rechtlichen Status der Meerenge auswirken. (rtr)
       
       ## 15.16 Uhr: Hegseth: US-Militär kann jederzeit erneut zuschlagen
       
       Die US-Streitkräfte bleiben nach den Worten von Verteidigungsminister Pete
       Hegseth weiterhin bereit für schnelle militärische Schläge. „Wir gehen
       nirgendwo hin. Wir stellen sicher, dass Iran sich an die Waffenruhe hält“,
       sagte Hegseth auf einer Pressekonferenz in Washington. Die Streitkräfte
       seien bereit, jederzeit wieder loszulegen, mit welchen Zielen auch immer.
       Den Krieg im Iran erklärte Hegseth für gewonnen. In weniger als sechs
       Wochen hätten die USA einen „historischen Sieg“ errungen. „Wir haben die
       Verteidigungsindustrie des Iran vollständig zerstört – ein zentrales Ziel
       unserer Mission.“ Es sei zwar möglich, dass der Iran noch vereinzelt in der
       Lage sei zurückzuschießen. Hegseth zufolge kann Teheran aber keine weiteren
       Raketen oder Drohnen mehr herstellen. (dpa)
       
       ## 15.14 Uhr: Insider: Saudiarabische Ost-West-Pipeline bei Angriff
       getroffen
       
       Die saudiarabische Ölleitung zur Umgehung der Straße von Hormus ist einem
       Insider zufolge bei einem iranischen Angriff getroffen worden. Das Ausmaß
       des Schadens an der Ost-West-Pipeline ‌werde geprüft, sagt der
       Branchenvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Auch andere Anlagen seien
       angegriffen worden. Die Pipeline verläuft quer über die Arabische Halbinsel
       zum ‌Roten Meer. Nur über sie kann das Königreich bei einer Sperrung der
       Straße von Hormus Rohöl exportieren. (rtr)
       
       ## 15.03 Uhr: Iran plant Feier für getöteten Revolutionsführer Chamenei
       
       40 Tage nach dem Tod von Revolutionsführer Ali Chamenei ist am Donnerstag
       in Teheran eine große Gedenkfeier geplant. Nach Angaben des islamischen
       Propagandabüros ist die Teilnahme der Menschen an dieser Zeremonie „ein
       Zeichen der Treue zur islamischen Revolution und des Respekts gegenüber dem
       getöteten Führer“. Das Motto der Trauermärsche laute: „Niemals Beugung vor
       Erniedrigung“. Bereits am Mittwoch, unmittelbar nach Inkrafttreten einer
       Waffenruhe, sollte in der Schiiiten-Metropole Ghom südlich von Teheran eine
       ähnliche Gedenkfeier stattfinden. Die war im Schrein der heiligen Fatima
       Masuma, der Schwester des achten Schiiten-Imams Resa, geplant. Chamenei war
       am 28. Februar bei Luftangriffen der USA und Israels auf seine Residenz in
       Teheran getötet worden. (dpa)
       
       ## 15.02 Uhr: Iran meldet Explosionen am Persischen Golf
       
       Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue
       Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer
       Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete.
       Die Ursache war zunächst unbekannt. Die Ölraffinerie auf Lawan sei Ziel
       eines „feindlichen, hinterhältigen Angriffs“ geworden, berichtete die
       Agentur unter Berufung auf die nationale Ölgesellschaft. Die Feuerwehr sei
       im Einsatz, die Brände unter Kontrolle zu bringen und die Anlagen zu
       sichern. Todesopfer gab es demnach nicht. Der israelische Militärsprecher
       Nadav Schoschani sagte am Nachmittag, Israels Armee habe keine Beteiligung
       daran. Auch auf der Insel Sirri kam es zu Explosionen, wie Mehr weiter
       berichtete. Auf jede Aggression werde der Iran mit einer „Reue bringenden
       Antwort“ reagieren, hieß es in dem Bericht. (dpa)
       
       ## 14.51 Uhr: Iran: Erstes Schiff passiert seit Feuerpause die Straße von
       Hormus
       
       Dem iranischen Staatsfernsehen zufolge passiert das erste Schiff seit dem
       Beginn der Feuerpause die Straße von Hormus. (rtr)
       
       ## 14.51 Uhr: WHO fordert Waffenruhe zwischen Israel und Hisbollah
       
       Die Weltgesundheitsorganisation hat die zweiwöchige Feuerpause zwischen den
       USA und dem Iran begrüßt und gleichzeitig weitere Schritte angemahnt.
       Angesichts der vielen Vertriebenen im Libanon sei eine weitere Waffenruhe
       zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz erforderlich, teilte
       die WHO am Mittwoch mit. „Weitere Gewalt und Vertreibungen werden das
       libanesische Gesundheitssystem weiterhin zerstören und die Schwächsten –
       darunter Menschen mit chronischen Erkrankungen, ältere Menschen und Kinder
       – unverhältnismäßig stark treffen“, sagte der WHO-Regionaldirektor Hanan
       Balkhy. Er erläuterte in einer Pressekonferenz die Nothilfemaßnahmen der
       Organisation im gesamten Nahen Osten. Krankenhäuser und
       Gesundheitseinrichtungen in der Region stünden unter enormem Druck,
       erklärte Balkhy. Dies gelte insbesondere im Iran, wo mehr als 33.000
       Menschen verletzt und mehr als 2.300 getötet worden seien. (ap)
       
       ## 14.36 Uhr: Europäer und Kanadier pochen auf rasches Kriegsende
       
       In einer gemeinsamen Erklärung fordern mehrere westliche Regierungschefs
       ein schnelles Ende des Kriegs. „Das Ziel muss nun sein, in den kommenden
       Tagen ein ‌rasches und dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies kann
       nur auf diplomatischem Wege erreicht werden“, heißt es in einer Erklärung
       von ‌Kanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, des
       britischen Premierministers Keir Starmer, des kanadischen Regierungschefs
       Mark Carney, der Länderchefs von den Niederlande und Dänemarks, Rob Jetten
       und Mette Frederiksen, sowie der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der
       Leyen und des EU-Ratspräsidenten Antonio Costa. Entscheidend sei bei
       nötigen raschen Fortschritten, die Zivilbevölkerung im Iran zu schützen und
       die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. „Eine Verhandlungslösung
       kann auch eine schwere globale Energiekrise abwenden.“ Die Unterzeichner
       sagen einen Beitrag zur Sicherung der Freiheit der Schifffahrt in der
       Straße von Hormus zu. (rtr)
       
       ## 14.31 Uhr: Hegseth: Irans Raketenprogramm faktisch zerstört
       
       US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zieht eine positive Bilanz des
       Krieges gegen den Iran. Die USA hätten bei dem Einsatz „Epic Fury“ einen
       ‌entscheidenden Sieg errungen, sagt er vor Journalisten. Die Regierung in
       Teheran habe um eine Feuerpause gebettelt. Das Raketenprogramm des Irans
       ‌sei funktionell zerstört und die Fabriken des Landes seien dem Erdboden
       gleichgemacht worden. Nun gebe es eine echte Chance auf Frieden. An die an
       dem Einsatz beteiligten US-Soldaten gerichtet sagt Hegseth, sie sollten in
       Bereitschaft bleiben. (rtr)
       
       ## 14.18 Uhr: Passage durch Hormus bleibt eingeschränkt
       
       Der Iran hält weiterhin an einer Kontrolle des Schiffsverkehrs durch die
       Straße von Hormus fest. Der staatliche Sender Irib verwies auf X auf eine
       Erklärung von Außenminister Abbas Araghtschi. Demnach unterliegt der
       Schiffsverkehr nach wie vor „technischen Beschränkungen und der Abstimmung
       mit den iranischen Streitkräften“. Schiffe dürfen erst nach Erhalt einer
       offiziellen Genehmigung zwischen zwei iranischen Inseln hindurchfahren und
       iranische Hoheitsgewässer durchqueren.
       
       Die US-Zeitung Wall Street Journal zitierte ein Besatzungsmitglied eines
       Schiffes. Demnach sei per Funk mitgeteilt worden, dass eine Genehmigung der
       Sepah-Marine für eine Passage eingeholt werden müsse. „Jedes Schiff, das
       versucht, ohne Genehmigung durchzufahren, wird zerstört.“ Die Sepah-Marine
       ist der maritime Arm der Iranischen Revolutionsgarden. (dpa)
       
       ## 14.18 Uhr: Insider: Öffnung von Hormus Donnerstag oder Freitag möglich
       
       Die Straße von Hormus könnte einem hochrangigen iranischen
       Regierungsvertreter zufolge am Donnerstag oder Freitag freigegeben werden.
       Voraussetzung sei, dass ‌eine Einigung auf ein Rahmenabkommen erzielt
       werde, sagt der an den Gesprächen beteiligte Insider der Nachrichtenagentur
       Reuters. Die Öffnung würde ‌dann begrenzt und unter iranischer Kontrolle
       erfolgen. „Für alle Schiffe wird eine Abstimmung mit dem iranischen Militär
       zwingend erforderlich sein“, heißt es weiter. (rtr)
       
       ## 14.16 Uhr: Rüstungswerte legen kräftig zu
       
       Die Erholungswelle an den Aktienmärkten treibt auch die Rüstungswerte an.
       Der europäische Sektorindex steigt um 6,7 Prozent und damit so stark wie
       seit rund einem Jahr nicht mehr. Im vergangenen Monat hatte er rund 8,5
       Prozent eingebüßt, da europäische Staaten eine Teilnahme an dem Krieg der
       USA und Israels gegen Iran verweigert hatten. Grundsätzlich sei aber mit
       steigenden Verteidigungsausgaben zu rechnen, was der Branche zugute komme,
       sagte ein Händler. (rtr)
       
       ## 14.16 Uhr: Trump: 50-Prozent-Zölle für Irans Waffenlieferanten
       
       US-Präsident Donald Trump droht Ländern, die den Iran mit Waffen beliefern,
       mit Strafzöllen von 50 Prozent. Ein entsprechender Zollsatz solle mit
       sofortiger Wirkung auf alle Waren gelten, die in die USA verkauft würden,
       schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Das gelte ab sofort und ohne
       Ausnahme. Zudem kündigte Trump einen vollständigen Stopp der
       Urananreicherung im Iran an. „Es wird keine Urananreicherung geben“,
       schrieb er auf der Plattform. Die USA wollten gemeinsam mit Teheran
       nukleare Rückstände beseitigen; man werde „den gesamten tief vergrabenen
       nuklearen „Staub“ ausgraben und entfernen“, so Trump. Dieser stünde unter
       strenger Satellitenüberwachung, seit dem Angriff sei „nichts angerührt“.
       
       Er behauptete, dass das Land einen „sehr produktiven Regimewechsel“
       durchlaufen habe. Zugleich stellte er eine Annäherung Washingtons und
       Teherans in Aussicht. Die USA werden „eng mit dem Iran zusammenarbeiten“
       und über eine Lockerung von Zöllen und Sanktionen sprechen. „Viele der 15
       Punkte wurden bereits vereinbart“, schreib Trump auf Truth Social. Unklar
       blieb zunächst, worauf sich diese Punkte beziehen. Der Iran hatte zuvor
       einen eigenen Zehn-Punkte-Plan für ein mögliches Abkommen vorgelegt,
       während aus Washington Forderungen nach weitergehenden Zugeständnissen
       bekannt waren. (dpa)
       
       ## 14.11 Uhr: Kreml begrüßt Iran-Vereinbarung
       
       Russland heißt die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg gut,
       geht auf einen ähnlichen Vorschlag aus Kiew aber nicht ein. Moskau begrüße
       die Entscheidung, den Weg der bewaffneten Eskalation nicht weiterzugehen,
       sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen russischen
       Nachrichtenagentur Tass zufolge. „Sehr wichtig“ sei, dass es keine Angriffe
       auf zivile und wirtschaftliche Objekte des Irans gebe. (dpa)
       
       ## 14.05 Uhr: Israel meldet größten Angriff auf Hisbollah-Ziele im Libanon
       
       Israel hat nach eigenen Angaben seinen bislang größten Angriff seit
       Kriegsbeginn auf Einrichtungen der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz im
       Libanon ‌vollzogen. Dabei seien auch Kommandozentren der Miliz in der
       Hauptstadt Beirut getroffen worden, teilt das Militär mit. Die meisten
       ‌Ziele hätten sich in zivilen Gebieten im ganzen Land befunden. (rtr)
       
       ## 13.51 Uhr: Irans Revolutionsgarden haben „kein Vertrauen“ und behalten
       „Finger am Abzug“
       
       Die Revolutionsgarden im Iran haben eigenen Angaben zufolge nach der
       Einigung auf eine Waffenruhe „kein Vertrauen“ in die Versprechen der USA
       und behalten lieber „den Finger ab Abzug“. „Die engagierten Wachen der
       iranischen Nation befolgen die Befehle des Obersten Befehlshabers der
       Streitkräfte, Seiner Heiligkeit Ajatollah Sejjed Modschtaba Chamenei, und
       ihre Finger sind am Abzug“, hieß es in einer am Mittwoch im Onlinedienst
       Telegram veröffentlichten Erklärung der Garde. Die Revolutionsgarden
       forderten darin auch die Golfstaaten auf, ihre „Zusammenarbeit“ mit den USA
       zu beenden. Weiter betonten sie: „Der Feind war schon immer hinterhältig,
       und wir haben kein Vertrauen in seine Versprechen, und wir werden auf jede
       Aggression mit noch größerer Härte reagieren.“ (afp)
       
       ## 13.46 Uhr: Trump: Iran wird kein Uran mehr anreichern
       
       US-Präsident Donald Trump zufolge wird der Iran in Zukunft kein Uran mehr
       anreichern. Zudem würden die ‌USA und der Iran das verschüttete Uran
       ausgraben und entfernen, schreibt Trump auf seinem Kurznachrichtendienst
       Truth Social. Bei ‌vielen der 15 Punkte des US-Plans für den Iran gebe es
       bereits eine Übereinkunft. Man werde sehr eng mit der Regierung in Teheran
       zusammenarbeiten, heißt es weiter. Der Iran habe einen sehr produktiven
       Regimewechsel durchlaufen. Eine Stellungnahme der Islamischen Republik
       liegt zunächst nicht vor. (rtr)
       
       ## 13.45 Uhr: Trump: USA werden verschüttetes Uran mit Teheran bergen
       
       US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Plattform Truth Social eine
       Zusammenarbeit mit dem Iran bei der Bergung von bei Angriffen verschüttetem
       Uran angekündigt und eine weitere Anreicherung von Uran in der Islamischen
       Republik ausgeschlossen. Eine Bestätigung aus Teheran für die gemeinsame
       Bergung von angereichertem Uran oder einen Verzicht auf Urananreicherung
       lag zunächst nicht vor. Trump behauptete, Washington habe festgestellt,
       dass die Islamische Republik einen „sehr produktiven Regimewechsel“
       durchlaufen habe. Der Iran habe bereits vielen US-Forderungen zugestimmt.
       Bald werde man mit Teheran über Sanktions- und Zollerleichterungen sprechen
       und tue dies sogar bereits. (ap)
       
       ## 13.38 Uhr: SPD-Fraktionsgeschäftsführer gegen deutschen Alleingang bei
       US-Basis Ramstein
       
       Die ‌SPD-Fraktionsführung hat trotz jüngster ‌Ausfälle von US-Präsident
       Donald Trump gegen den Iran einen deutschen Alleingang bei der US-Basis
       Ramstein abgelehnt. Der parlamentarische Geschäftsführer Dirk Wiese,
       forderte am Mittwoch in Berlin zwar, NATO-Generalsekretär Mark Rutte müsse
       bei seinem Besuch in Washington am Mittwoch härter gegen Trump auftreten.
       Die Frage der Nutzung der Basis müsse jedoch ‌innerhalb der NATO besprochen
       werden. Deutschland solle hier nicht allein handeln. Trump und die US-Armee
       seien jedoch auf die NATO-Partner und deren Stützpunkte angewiesen. „Das
       ist keine Einbahnstraße hier von Seiten der USA“, erklärte Wiese. „Ich
       glaube, eine andere Sprache wird da nicht verstanden.“ (rtr)
       
       ## 13.37 Uhr: Bundesregierung erwartet gebührenfreie Hormus-Passage
       
       Die Bundesregierung fordert für die Straße von Hormus einen unbehinderten
       Schiffsverkehr auf Grundlage internationaler Abkommen. Die Meerenge sei
       nicht nur iranisches Seegebiet, sondern es gelte auch das
       UN-Seerechtsübereinkommen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in
       Berlin. „Und deswegen ist es erforderlich, dass bei der Wiederaufnahme ein
       freier, sicherer und auch gebührenfreier Seeschiffsverkehr sichergestellt
       wird. Das ist die deutsche Position, die sich aus dem internationalen
       Recht, was hier anwendbar ist, herleitet“, sagte er weiter. Eine ganze
       Reihe von Ländern sei weltweit von den Auswirkungen der Sperrung der Straße
       von Hormus betroffen. Aus Sicht Deutschlands seien die Vereinten Nationen
       der richtige Rahmen, um sich mit dem Problem zu befassen. (dpa)
       
       ## 13.36 Uhr: Hamas: Feuerpause ist „wichtiger Schritt“ zur Beschränkung
       des US-Einflusses in Region
       
       Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas hat die Einigung auf
       eine Feuerpause im Irankrieg als „wichtigen Schritt“ zur Beschränkung des
       Einflusses der USA in der Region bezeichnet. „Die Waffenruhe ist zweifellos
       ein bedeutender Schritt zur Schwächung der amerikanischen Vorherrschaft in
       der Region und ebnet den Weg für den bevorstehenden Untergang des
       illegitimen Gebildes“, erklärte der hochrangige Hamas-Vertreter Bassem Naim
       am Mittwoch und bezog sich dabei offenbar auf den US-Verbündeten Israel.
       „Der Wille der freien Völker, die bereit sind, den Preis für Freiheit und
       Unabhängigkeit zu bezahlen, hat triumphiert“, fügte Bassem hinzu. Die Hamas
       beglückwünsche „das Volk und die Führung des Iran“ und spreche „allen
       Märtyrern“ ihr Beileid aus, hieß es in der Erklärung der pro-iranischen
       Gruppe weiter, die im Gazastreifen an der Macht ist. (afp)
       
       ## 13.34 Uhr: EU: Durch Irankrieg ausgelöste Energiekrise von längerer
       Dauer
       
       Die durch den Irankonflikt ausgelöste Energiekrise ist der EU-Kommission
       zufolge nicht von kurzer Dauer. Rund 8,5 ‌Prozent des Flüssigerdgases,
       sieben Prozent des Erdöls sowie 40 Prozent des Flug- und Dieselkraftstoffs
       der EU würden ‌durch die Straße von Hormus transportiert, sagt Sprecherin
       Anna-Kaisa Itkonen. „Was wir bereits absehen können, ist, dass diese Krise
       nicht von kurzer Dauer sein wird“, sagte sie. Es handele sich
       offensichtlich um einen sehr, sehr wichtigen Engpass. (rtr)
       
       ## 13.34 Uhr: Syrien nimmt Flugverkehr wieder auf
       
       Angesichts einer Waffenruhe im Irankrieg hat auch Syrien den Flugverkehr
       wieder aufgenommen. Alle geschlossenen Luftkorridore seien wieder geöffnet,
       teilte die syrische Zivilluftfahrtbehörde mit. Der internationale Flughafen
       in Damaskus habe ebenfalls wieder den Betrieb aufgenommen. Alle Flüge
       starteten und landeten planmäßig. Die syrischen Luftfahrtbehörden hatten
       den Flugverkehr Anfang März aufgrund israelischer und iranischer
       Luftangriffe eingestellt. Seit Beginn des Irankrieges am 28. Februar war
       der Flugverkehr in der Region stark eingeschränkt. Zuvor hatte der Irak die
       Wiederöffnung des Luftraums verkündet. (dpa)
       
       ## 13.31 Uhr: US-Vize Vance bezeichnet Iran-Waffenruhe als „fragil“
       
       US-Vizepräsident J. D. Vance hat die zwischen den USA und dem Iran
       vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe als „fragil“ bezeichnet. Die Öffnung der
       Straße von Hormus und die beidseitige Einstellung der Kampfhandlung seien
       „die Grundlage für die fragile Waffenruhe, die wir haben“, sagte er in der
       Veranstaltung eines Politik-Instituts in Budapest. Eine Aufzeichnung davon
       wurde auf YouTube veröffentlicht. „Fragil“ sei die Lage deshalb, weil es im
       Machtzentrum des Irans sowohl Kreise gebe, die konstruktiv an mögliche
       Friedensverhandlungen herangingen, als auch solche, die diese torpedieren
       möchten, führte er weiter aus. „Wenn die Iraner dazu bereit sind,
       aufrichtig mit uns zu arbeiten, dann können wir zu einer Übereinkunft
       gelangen.“ Würden sie jedoch lügen, betrügen und die gegenwärtige brüchige
       Waffenruhe sabotieren, „würden sie damit nicht glücklich werden“.
       US-Präsident Donald Trump habe deutlich gemacht, dass die USA über
       militärische, diplomatische und vor allem ökonomische Druckmittel verfüge,
       fügte er hinzu. Sollte Teheran den Verhandlungsprozess nicht aufrichtig
       führen, ließe Trump „nicht mit sich spaßen“. (dpa)
       
       ## 13.26 Uhr: Reederverband: Waffenruhe ist wichtiges Signal für Seeleute
       
       Der Verband Deutscher Reeder (VDR) hat die zweiwöchige Waffenruhe zwischen
       dem Iran und den USA als wichtiges Signal für die im Golf festsitzenden
       Seeleute bezeichnet. Die Lage bleibe aber angespannt, solange Details nicht
       vorlägen und Sicherheit nicht gewährleistet sei, sagte der Sprecher des VDR
       aus Hamburg auf Anfrage. Nach Angaben des VDR sitzen seit Ausbruch des
       Kriegs Ende Februar mehr als 2.000 Handelsschiffe mit rund 20.000 Seeleuten
       im Persischen Golf fest. Darunter seien mindestens 50 Schiffe deutscher
       Reedereien.
       
       Auch der Generalsekretär der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation
       (IMO), Arsenio Dominguez, begrüßte „im Interesse der Gesundheit und des
       Wohlergehens der Seeleute sowie der weltweiten Schifffahrtsindustrie“ den
       Waffenstillstand. Er arbeite mit den zuständigen Parteien zusammen, um
       einen geeigneten Mechanismus zur Gewährleistung der sicheren Durchfahrt von
       Schiffen durch die Straße von Hormus einzurichten, sagte Dominguez. (dpa)
       
       ## 13.19 Uhr: Revolutionsgarden: Haben in der Nacht Ölanlagen angegriffen
       
       Die iranischen Revolutionsgarden haben eigenen Angaben zufolge in der Nacht
       Energieanlagen und Ölpipelines angegriffen, die ‌mit den USA und Israel in
       Verbindung stehen. Darunter seien auch Ölanlagen in der saudiarabischen
       Hafenstadt Janbu, ‌wie staatliche Medien berichten. Der Finger sei am
       Abzug, erklären die Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim
       zufolge. Auf jeden Angriff würden sie mit noch mehr Härte reagieren. (rtr)
       
       ## 13.18 Uhr: Hisbollah warnt vor iranischer Reaktion bei Bruch der
       Feuerpause
       
       Der Hisbollah-Abgeordnete Ibrahim al-Mussawi hat vor einer Reaktion des
       Irans und seiner Verbündeten gewarnt, sollte Israel die vereinbarte
       Feuerpause nicht einhalten. Die Übereinkunft schließe den Libanon gemäß den
       Bestimmungen ein, und der Iran habe auf dieser Einbeziehung bestanden,
       sagte al-Mussawi dem Fernsehsender Al-Dschadid. Es war die erste Reaktion
       aus den Reihen der schiitischen Miliz, seit die USA und der Iran unter
       Vermittlung Pakistans eine Vereinbarung für eine Waffenruhe schlossen. (ap)
       
       ## 13.17 Uhr: Polens Regierungschef: Keine dauerhafte Stabilität in Nahost
       
       Polens Regierungschef Donald Tusk rechnet trotz Erleichterung über die
       Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe nicht mit einer
       dauerhaften Stabilisierung in Nahost. „Frieden und sogar ein
       vorübergehender Waffenstillstand sind immer besser als Krieg“, sagte er zu
       Beginn einer Kabinettsitzung in Warschau. Allerdings gehe er angesichts des
       bisherigen Vorgehens, der Erfahrung und der Worte der an dem Konflikt
       beteiligten Politiker „mit äußerster Vorsicht“ von einer Perspektive von
       mehreren Wochen aus. (dpa)
       
       ## 13.13 Uhr: Spritpreise steigen am Mittag weniger stark
       
       Trotz abgestürzter Rohölpreise haben die allermeisten Tankstellen am
       Mittwochmittag ihre Preise deutlich erhöht. Im bundesweiten Durchschnitt
       verteuerte sich Superbenzin der Sorte E10 zwischen 11.45 Uhr und 12.15 Uhr
       um 5,7 Cent pro Liter, Diesel um 5,3 Cent, wie der ADAC mitteilt. Nach der
       Erhöhung kostete ein Liter E10 im Schnitt 2,208 Euro, ein Liter Diesel
       2,471 Euro. (dpa)
       
       ## 13.06 Uhr: Papst Leo erleichtert über Waffenruhe-Vereinbarung im Iran
       
       Papst Leo XIV. hat sich erleichtert über die in der Nacht vereinbarte
       Waffenruhe im Iran gezeigt. „Nach den jüngsten Stunden großer Spannungen im
       Nahen Osten und weltweit begrüße ich mit Genugtuung und als Zeichen inniger
       Hoffnung die Ankündigung einer sofortigen zweiwöchigen Waffenruhe“, sagte
       der Papst am Mittwoch während der Generalaudienz auf dem Petersplatz. Nur
       durch die Wiederaufnahme von Verhandlungen könne der Krieg beendet werden,
       sagte Leo weiter. (epd)
       
       ## 13.05 Uhr: Waffenruhe im Irankrieg stützt US-Finanzinvestoren
       
       Die Aufbruchstimmung an den Börsen nach der Ankündigung einer Waffenruhe im
       Irankrieg beflügelt die Aktien großer US-Finanzinvestoren. Die Papiere von
       Blue Owl, Apollo Global, Blackstone und KKR legen im vorbörslichen Handel
       an der Wall Street um knapp drei bis vier Prozent zu. Vermögensverwalter
       profitieren in der Regel von erhöhter Risikobereitschaft der Anleger, da
       steigende Aktienkurse den Wert ihrer Portfolios erhöhen. Dennoch liegen die
       Titel von Blue Owl ‌und seinen Rivalen zwischen rund 30 und 45 Prozent
       unter dem Niveau vom Jahresbeginn. Seit einer Welle von Mittelabzügen aus
       sogenannten Private-Credit-Fonds stehen die Unternehmen stark unter Druck.
       Dabei handelt es sich um Darlehen, die von Finanzinvestoren an Unternehmen
       vergeben werden, die für traditionelle Banken als zu riskant gelten. Als
       Hauptrisiko gilt laut Analysten die hohe Konzentration auf Softwarefirmen
       in den Portfolios der Fonds. Viele Marktteilnehmer fürchten, dass KI-Tools
       bisherige Geschäftsmodelle in der Branche untergraben könnten. (rtr)
       
       ## 12.56 Uhr: Pakistan: Iran bestätigt Teilnahme an Gesprächen in Islamabad
       
       Der Iran hat nach Angaben des pakistanischen Premierministers Shehbaz
       Sharif die Teilnahme an Gesprächen mit den USA in Islamabad bestätigt. Es
       war zunächst unklar, wer die Islamische Republik bei dem Treffen am Freitag
       in der pakistanischen Hauptstadt vertreten soll. Das Büro von Sharif teilte
       am Mittwoch mit, er habe mehr als eine Dreiviertelstunde lang mit dem
       iranischen Präsidenten Massud Peseschkian telefoniert und der iranischen
       Führung für die Einwilligung in eine Waffenruhe und die Annahme des
       pakistanischen Angebots gedankt, Gespräche zur Lösung des Konflikts
       auszurichten. Peseschkian habe Pakistan für die Vermittlungsbemühungen
       gedankt und der Bevölkerung des Landes seine besten Wünsche übermittelt.
       (ap)
       
       ## 12.55 Uhr: EU: Wollen uns noch nicht zur Absicherung der Straße von
       Hormus äußern
       
       Die EU-Kommission will sich noch nicht zu zu möglichen künftigen Maßnahmen
       zur Sicherung ‌des Schiffsverkehrs in der Straße von Hormus äußern. „Wir
       haben die Nachricht von der Waffenruhe erhalten. Wir begrüßen ‌sie. Wie die
       Hohe Vertreterin (Kaja Kallas) gesagt hat, haben wir ein Zeitfenster für
       Vermittlungsbemühungen, das offen bleiben muss, und dann sehen wir weiter“,
       sagt EU-Sprecher Anouar El Anouni während der einer täglichen
       Pressekonferenz. Die Straße von Hormus sei ein globales öffentliches Gut,
       das für alle offen bleiben sollte. (rtr)
       
       ## 12.40 Uhr: Libanesische Armee warnt Menschen vor Rückkehr in den Süden
       
       Die libanesische Armee hat die Bevölkerung davor gewarnt, in den Süden des
       Landes zurückzukehren. Es bestehe die Gefahr weiterer Angriffe durch
       Israel, teilte die Armee mit. Zuvor hatte Israel erklärt, die Waffenruhe
       mit dem Iran gelte nicht für den Konflikt mit der Hisbollah. Auch ein
       libanesischer Regierungsvertreter sagte der Deutschen Presse-Agentur, der
       Libanon habe bisher keine offizielle Mitteilung über eine Waffenruhe
       erhalten, die das Land einschließe. (dpa)
       
       ## 12.36 Uhr: Mehrere Golfstaaten melden Angriffe aus dem Iran
       
       Trotz der verkündeten Einigung auf eine Waffenruhe zwischen dem Iran und
       den USA haben mehrere Golfstaaten am Mittwoch erneut iranische Angriffe
       gemeldet. Die kuwaitische Armee teilte mit, der Iran greife das Land seit
       Stunden an. Dabei seien Ölförderanlagen, Kraftwerke und Entsalzungsanlagen
       erheblich beschädigt worden. „Seit 08.00 Uhr morgens sieht sich die
       kuwaitische Luftabwehr einer intensiven Welle feindlicher und krimineller
       Angriffe aus dem Iran ausgesetzt“, erklärte die Armee im Onlinedienst X. 28
       Drohnen seien aufgespürt worden.
       
       Die Emirate meldeten eine „Bedrohung durch Raketen“. „Die Luftabwehr ist
       derzeit mit Raketen- und Drohnenangriffen aus dem Iran konfrontiert“,
       erklärte das Verteidigungsministerium auf X. Am Morgen waren bereits aus
       Bahrain Raketenangriffe gemeldet worden. Eine Journalistin der
       Nachrichtenagentur AFP berichtete von Explosionen und Rauch über der Insel
       Sitra, auf der sich Ölförderanlagen befinden. Das bahrainische
       Innenministerium erklärte im Onlinedienst X, der Zivilschutz habe einen
       „durch die iranische Aggression“ verursachten Brand gelöscht. Bei den
       Angriffen auf Sitra seien zwei Menschen leicht verletzt und mehrere Häuser
       beschädigt worden. (afp)
       
       ## 12.27 Uhr: Staatsmedien: Raffinerie auf iranischer Insel Lawan
       angegriffen
       
       Auf der iranischen Insel Lawan ist Berichten von Staatsmedien zufolge eine
       Ölraffinerie angegriffen worden. Dabei sei ein Feuer ausgebrochen, das noch
       bekämpft werde, hieß es im Staatsfernsehen. Verletzt worden sei nach ersten
       Erkenntnissen niemand. Dem Bericht zufolge ereignete sich der Angriff gegen
       10 Uhr am Mittwochvormittag – und damit Stunden nach der Ankündigung einer
       Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA. Wer für den Angriff
       verantwortlich sein soll, wurde nicht thematisiert. (ap)
       
       ## 12.21 Uhr: Ägypten: Israel muss Angriffe im Libanon stoppen
       
       Ägypten hat Israel aufgefordert, seine Angriffe auf den Libanon
       unverzüglich einzustellen. Die Einigung auf eine zweiwöchige Waffenruhe
       zwischen den USA und dem Iran müsse sich darin widerspiegeln, dass Israel
       seine Angriffe „auf den brüderlichen Libanon“ sofort beende, teilte das
       Außenministerium in Kairo am Mittwoch mit. Die Situation im Libanon sei
       weiter kritisch. (ap)
       
       ## 12.14 Uhr: Italien: Stellen ohne UN-Mandat keine Schiffe zur Absicherung
       der Straße von Hormus
       
       Italien will ohne UN-Mandat keine Schiffe zur Überwachung ‌der Straße von
       Hormus entsenden. „Das steht nicht auf der Tagesordnung. Wir haben bereits
       gesagt, ‌dass wir keine Schiffe entsenden werden, es sei denn, es gibt eine
       Initiative der Vereinten Nationen“, sagt der stellvertretende
       Ministerpräsident Matteo Salvini, der auch Infrastrukturminister ist. (rtr)
       
       ## 12.12 Uhr: Erdbeben der Stärke 5,6 im Kaspischen Meer vor Iran
       
       Vor den Küsten Irans und Aserbaidschans hat es ein Erdbeben gegeben. Laut
       der Erdbebenwarte USGS hatte das Beben eine Stärke von 5,6 und ereignete
       sich in 10 Kilometern Tiefe. In mehreren ländlichen Regionen im Grenzgebiet
       sei das Erdbeben zu spüren gewesen, berichtete die iranische Staatsagentur
       Irna. Demnach wurden Rettungsteams der Rothalbmond-Gesellschaft zur Hilfe
       in die betroffenen Gebiete entsandt. Berichte über Opfer oder Schäden gab
       es zunächst weder im Iran noch im benachbarten Aserbaidschan. (dpa)
       
       ## 12.01 Uhr: Wadephul mahnt israelischen Kollegen im Libanonkrieg
       
       Außenminister Johann Wadephul hat seinen israelischen Kollegen ‌Gideon Saar
       nach Angaben eines Sprechers in einem Gespräch aufgefordert, „dass sich
       Israel auf ‌die notwendige Selbstverteidigung gegen Hisbollah beschränkt
       und nicht darüber hinausgeht“. Ziel müsse es sein, in den nächsten Tagen
       ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. (rtr)
       
       ## 11.41 Uhr: Peseschkian: Feuerpause berücksichtigt vom Iran geforderte
       Grundsätze
       
       Bei der vereinbarten Feuerpause sind ‌nach Angaben des iranischen
       Präsidenten Massud Peseschkian die vom Iran geforderten „allgemeinen
       Grundsätze“ akzeptiert ‌worden. Dies schreib er in einem Beitrag auf X.
       (rtr)
       
       ## 11.39 Uhr: Linken-Politiker Pellmann: Deutschland muss alle
       US-Stützpunkte schließen
       
       Linken-Fraktionschef Sören Pellmann hat nach den Drohungen von US-Präsident
       Donald Trump gegen den Iran drastische Schritte der Bundesregierung
       gefordert. Es müssten „jetzt dringender denn je alle US-Militärstützpunkte
       in Deutschland geschlossen werden“, sagte Pellmann am Mittwoch der
       Nachrichtenagentur AFP. „Trump führt seinen Krieg auch von deutschem Boden
       aus. Wer das nach dieser Eskalation weiter zulässt, trägt bewusst
       Mitverantwortung für die Folgen.“
       
       Der US-Präsident sei zwar vorerst von der Umsetzung „seiner
       kriegsverbrecherischen Drohungen“ abgerückt. Pellman betonte aber: „Wir
       dürfen nicht auf den Fall warten, dass kein Deal erreicht wird und Trump
       seine Drohungen wahrmacht.“ Die Waffenruhe im Irankrieg sei „grundsätzlich
       zu begrüßen“, sagte der Linken-Politiker. „Ein nachhaltiger Frieden kann
       aber nur durch Diplomatie und nicht durch erpresserische Ultimaten erreicht
       werden.“ Pellmann warf USA und Israel vor, mit ihrer Politik, das
       Völkerrecht mit Füßen zu treten. „Sie macht die Zivilbevölkerung Irans zum
       Erpressungsobjekt für Deals. Das ist an Schäbigkeit kaum zu überbieten.“
       (afp)
       
       ## 11.15 Uhr: Indien mahnt nach Waffenruhe-Ankündigung sichere
       Handelsrouten an
       
       Das indische Außenministerium hat die angekündigte Waffenruhe im Irankrieg
       begrüßt. Neu-Delhi erwarte nun eine freie Schifffahrt und einen
       ungehinderten globalen Warenverkehr, teilte das Außenministerium am
       Mittwoch mit. Die Kämpfe hätten immenses Leid verursacht, die globale
       Energieversorgung beeinträchtigt und den Handel gestört. „Wir haben uns
       stets für Deeskalation, Dialog und Diplomatie eingesetzt, um den Konflikt
       bald zu beenden“, hieß es in einer Mitteilung. (ap)
       
       ## 11.12 Uhr: Madagaskar ruft Energie-Notstand aus
       
       Madagaskar hat aufgrund der sich verschärfenden Energiekrise den
       Ausnahmezustand verhängt. Die Regierung kündigte am Dienstagabend an,
       dieser solle zunächst für zwei Wochen gelten. Die vom Irankrieg verschärfte
       Krise gefährdeten den Frieden und die Stabilität des Landes, hieß es. Seit
       Mitte März herrscht in dem südostafrikanischen Inselstaat bereits akuter
       Benzinmangel, viele Institutionen können nicht mehr betrieben werden. Durch
       die unterbrochene Energieversorgung sei das Land in einer „tiefen Krise“,
       erklärte die Regierung. Der Ausnahmezustand soll helfen, „konkrete und
       rasche Maßnahmen zu ergreifen, um die Energieversorgung wiederherzustellen
       und die Aufrechterhaltung der öffentlichen Dienste zu gewährleisten“.
       Präsident Andry Rajoelina hatte im Oktober nach wochenlangen Protesten
       gegen die Regierung das Land verlassen. Das Parlament stimmte für eine
       Amtsenthebung Rajoelinas, der General Michael Randrianirina wurde als neuer
       Präsident vereidigt. Der Ausnahmezustand sei wichtig, um auch in
       Krisenzeiten die angestrebten Reformen im Land voranzutreiben, betonte die
       Regierung. (epd)
       
       ## 11.01 Uhr: Israels Armee: Iran-Feuerpause gilt nicht für Libanon
       
       Die israelische Armee hat die Darstellung der Regierung bekräftigt, wonach
       die zwischen Washington und Teheran vereinbarte zweiwöchige Feuerpause im
       Irankrieg nicht für den Libanon gelte. „Der Kampf im Libanon geht weiter“,
       teilte ein Armeesprecher am Mittwoch im Onlinedienst X mit. Die
       Streitkräfte würden weiter gegen die proiranische Hisbollah-Miliz im
       Nachbarland vorgehen. Er rief Menschen südlich des Flusses Sahrani auf,
       sich in Sicherheit zu bringen. Die nationale libanesische
       Nachrichtenagentur meldete, Israel habe nach der Einigung auf die
       Feuerpause im Irankrieg mehrere Angriffe im Süden des Landes ausgeführt.
       Israel hatte den Angaben zufolge einen Evakuierungsaufruf für ein Gebäude
       in der südlichen Küstenstadt Tyros veröffentlicht. Die Hisbollah im Libanon
       meldete ihrerseits seit dem frühen Morgen keine Angriffe auf Israel.
       
       Das Büro von Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte zuvor
       mitgeteilt, Israel unterstütze zwar die Feuerpause in Iran, diese umfasse
       jedoch „nicht den Libanon“. Der Vermittler Pakistan hatte hingegen erklärt,
       die Feuerpause gelte für den gesamten Nahen Osten einschließlich des
       Libanons. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron rief dazu auf, den Libanon
       in die Waffenruhevereinbarung miteinzubeziehen. „Die Ankündigung der
       Waffenruhe ist eine sehr gute Nachricht“, sagte Macron zu Beginn einer
       Sitzung des Nationalen Verteidigungsrats in Paris. „Es ist unser Wunsch,
       dass die Waffenruhe den Libanon vollständig umfasst“, fügte er hinzu.
       Spaniens Außenminister José Manuel Albares nannte das anhaltende
       militärische Vorgehen der israelischen Armee im Libanon „inakzeptabel“. Die
       Waffen in dem Krieg müssten an „allen Fronten“ schweigen, sagte Albares dem
       Sender RNE. (afp)
       
       ## 10.54 Uhr: China äußert sich zu eigener Rolle in
       Nahost-Friedensbemühungen
       
       China will bei den Bemühungen um dauerhaften Frieden im Nahen Osten „weiter
       eine konstruktive Rolle spielen“. Das erklärte Außenministeriumssprecherin
       Mao Ning am Mittwoch in Peking, ohne jedoch Berichte über direkte Gespräche
       zwischen der Volksrepublik und dem Iran zu bestätigen, die demnach dazu
       beigetragen haben könnten, dass Teheran einer zweiwöchigen Waffenruhe mit
       den USA zustimmte. China habe sich stets für Friedensgespräche und eine
       Waffenruhe eingesetzt und werde das weiter tun, sagte Mao. (ap)
       
       ## 10.52 Uhr: Iran meldet Explosionen am Persischen Golf
       
       Nach Beginn der Waffenruhe mit den USA und Israel hat der Iran neue
       Explosionen am Persischen Golf gemeldet. Sie ereigneten sich an einer
       Raffinerie auf der Insel Lawan, wie die Nachrichtenagentur Mehr berichtete.
       Die Ursache war zunächst unbekannt. (dpa)
       
       ## 10.45 Uhr: Türkei dringt auf vollständige Umsetzung der Waffenruhe
       
       Die Türkei begrüßt die zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg und dringt auf
       eine vollständige Einhaltung. „Wir betonen die Notwendigkeit der
       vollständigen Umsetzung dieser befristeten Waffenruhe vor Ort und erwarten,
       dass alle Parteien die getroffene Vereinbarung einhalten“, teilte das
       Außenministerium in Ankara mit. Der Weg zu einem dauerhaften Frieden könne
       nur durch Dialog erreicht werden. Man werde die Verhandlungen in Islamabad
       weiter nach Kräften unterstützen. (dpa)
       
       ## 10.42 Uhr: Maersk: Waffenruhe reicht nicht für Normalbetrieb in Hormus
       
       ‌Die dänische Reederei Maersk will trotz der vereinbarten Waffenruhe
       zwischen ‌den USA und dem Iran den Normalbetrieb in der Straße von Hormus
       vorerst nicht wieder aufnehmen. Man verfolge einen vorsichtigen Ansatz und
       nehme zunächst keine Änderungen an bestimmten Diensten vor, teilte der
       Schifffahrtskonzern mit. Die Waffenruhe schaffe zwar Möglichkeiten für den
       Transit, biete aber noch keine vollständige Sicherheit für die Seefahrt.
       Maersk hatte im vergangenen Monat Buchungen für viele Häfen in der
       Golfregion ausgesetzt. (rtr)
       
       ## 10.29 Uhr: Israelische Kreise: USA werden Ende von Irans Atomprogramm
       anstreben
       
       Die USA streben nach Angaben aus israelischen Regierungskreisen eine
       Beseitigung von Atommaterial und ein Ende der Raketenbedrohung durch den
       Iran an. Vertreter von US-Präsident Donald Trump hätten Israel mitgeteilt,
       Washington werde bei voraussichtlich in den kommenden zwei Wochen geplanten
       Gesprächen mit Teheran mit Nachdruck auf die Entfernung des Atommaterials,
       ein Ende der Urananreicherung und die Beseitigung der Bedrohung durch
       ballistische Raketen bestehen, sagte ein hochrangiger Vertreter Israels,
       der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AP.
       
       Dabei handle es sich um gemeinsame Ziele der USA und Israels. Allerdings
       gab es auch nach der Ankündigung einer Waffenruhe zwischen dem Iran und den
       USA am Mittwoch zunächst keine Anzeichen, dass Washington und Teheran ihre
       Differenzen mit Blick auf das iranische Atomprogramm beigelegt haben. Der
       israelische Vertreter sagte, die USA hätten die Waffenruhe mit dem Iran im
       Vorfeld mit Israel koordiniert. Er führte das Zustandekommen der Feuerpause
       auf die „massive Zerstörung der Infrastruktur des Regimes“ zurück. (ap)
       
       ## 10.23 Uhr: Israelische Armee stoppt nach Waffenruhe-Vereinbarung
       Angriffe auf den Iran
       
       Nach der Einigung auf eine Feuerpause im Irankrieg hat die israelische
       Armee ihre Angriffe nach Abschluss nächtlicher Attacken eigenen Angaben
       zufolge gestoppt. Der Schritt sei „in Übereinstimmung mit Anordnungen der
       politischen Führung“ erfolgt, teilte die Armee am Mittwoch mit. Die
       Streitkräfte blieben aber „in höchster Alarmbereitschaft zur Verteidigung“.
       Sie seien bereit, auf „jede Verletzung“ der Vereinbarung zu reagieren.
       (afp)
       
       ## 10.22 Uhr: Macron fordert Einbeziehung des Libanons in die Waffenruhe
       
       Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat angesichts der Einigung auf eine
       Waffenruhe im Irankrieg zu deren „vollständiger Respektierung“ aufgerufen.
       Zugleich forderte er, den Libanon miteinzubeziehen – was nach israelischer
       Darstellung nicht der Fall sein sollte. „Die Ankündigung der Waffenruhe ist
       eine sehr gute Nachricht“, sagte Macron zu Beginn einer Sitzung des
       Nationalen Verteidigungsrats am Mittwoch in Paris. „Es ist unser Wunsch,
       dass die Waffenruhe den Libanon vollständig umfasst“, betonte Macron.
       Frankreich arbeite gemeinsam mit etwa 15 Ländern an einer „rein defensiven
       Mission“, um den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus abzusichern, sagte
       Macron. Dies solle „in Absprache mit dem Iran“ geschehen, sobald die
       Bedingungen dafür gegeben seien, fügte er hinzu. (afp)
       
       ## 10.20 Uhr: Hapag-Lloyd-Chef: Sechs Schiffe sitzen noch im Golf fest
       
       Sechs Schiffe von Deutschlands größter Containerreederei Hapag-Lloyd sitzen
       nach ‌Angaben des Unternehmens weiterhin im Persischen Golf fest.
       Hapag-Lloyd hoffe, die Schiffe und vor allem die Crews möglichst bald aus
       der Region herauszubekommen, sagt Konzernchef Rolf Habben Jansen in einem
       Kunden-Call. Die Schifffahrt sei derzeit noch stark beeinträchtigt und für
       das Unternehmen entstünden vor allem durch Umleitungen hohe Kosten, die
       auch an die Kunden weitergegeben werden müssten. Die jüngste Entwicklung
       sei aber positiv. „Wir hoffen, in den nächsten Monaten zur Normalität
       zurückkehren zu können.“ (rtr)
       
       ## 10.15 Uhr: EU begrüßt „dringend benötigte Chance“ für Diplomatie
       
       Die EU hat die vereinbarte Feuerpause zwischen den USA und dem Iran als
       einen „Schritt weg vom Abgrund“ begrüßt. Sie sei eine „dringend benötigte
       Chance, Drohungen zurückzufahren, Raketenangriffe zu stoppen, die
       Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie“ zu schaffen,
       erklärte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas am Mittwoch im Onlinedienst X.
       Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mahnte die Fortsetzung der
       „Verhandlungen über eine dauerhafte Lösung dieses Konflikts“ an.
       EU-Ratspräsident António Costa forderte „alle Parteien nachdrücklich auf“,
       die Bedingungen des Waffenstillstands einzuhalten. (afp)
       
       ## 10.11 Uhr: Spanien fordert Waffenruhe auch für den Libanon
       
       Die linksgerichtete Regierung in Spanien hat die vereinbarte zweiwöchige
       Waffenruhe im Irankrieg als eine Chance für die Diplomatie begrüßt.
       Außenminister José Manuel Albares sprach im Interview des Radiosenders RNE
       von einem „Tag der Hoffnung“. Zugleich forderte er aber, dass auch die
       israelischen Angriffe auf den Libanon eingestellt werden. „Es ist
       inakzeptabel, dass die Invasion Israels in ein souveränes Land, die
       Angriffe auf die Friedenstruppen der Vereinten Nationen – die Blauhelme,
       unter denen sich auch spanische Soldaten befinden, die hervorragende Arbeit
       leisten – sowie die wahllosen Bombardierungen der Zivilbevölkerung in
       Beirut fortgesetzt werden“, beklagte der spanische Außenminister.
       
       Mit Blick auf die kommenden zwei Wochen sagte Albares: „Wir werden keine
       Ressourcen scheuen, um die Vermittlungsbemühungen Pakistans zu unterstützen
       und der Diplomatie zum Durchbruch zu verhelfen. Aber es ist noch zu früh,
       um zu wissen, wohin sie führen werden.“ Ein endgültiger Frieden sei noch
       weit entfernt. Man müsse daher alles tun, um „das Risiko von Gewalt und
       einer inakzeptablen Eskalation, wie sie die Menschheit seit dem Zweiten
       Weltkrieg nicht mehr erlebt hat, zu verringern“, forderte er. (dpa)
       
       ## 10.02 Uhr: SPD-Politiker Stegner: Iran-Waffenruhe könnte Chance für
       Verhandlungen bieten
       
       Der SPD-Außenpolitiker Ralf Stegner hat die Einigung auf eine Waffenruhe im
       Irankrieg begrüßt. „Natürlich muss jeder Mensch erleichtert sein, wenn es
       jetzt nicht zu dieser Eskalation kommt und vielleicht die Waffenruhe auch
       eine Chance bietet für Verhandlungen, die dann zu einer Friedenslösung
       führen“, sagte Stegner am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. Gleichzeitig
       kritisierte er die Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem
       Iran: Dieser habe die Welt „in Angst und Schrecken versetzt“. Stegner
       glaubt nicht, dass Trump mit seiner scharfen Rhetorik erfolgreich war.
       „Abgesehen davon weiß ich nicht, was dadurch besser wird, wenn man sich
       genauso verhält, wie die Diktatoren sich verhalten.“ (afp)
       
       ## 10.00 Uhr: Linken-Chefin Schwerdtner fordert Schließung der
       US-Militärbasen in Deutschland
       
       Die Linke-Vorsitzende ‌Ines Schwerdtner fordert als Konsequenz aus den
       Iran-Äußerungen von US-Präsident Donald Trump die „unverzügliche“
       Schließung der US-Militärbasen in Deutschland und kritisiert Kanzler
       Friedrich Merz. „Der selbsternannte Außenkanzler Merz hat sich bislang vor
       allem durch politisches Duckmäusertum gegenüber Donald Trumps
       zerstörerischer ‌Politik hervorgetan“, sagte Schwerdtner am Mittwoch der
       Nachrichtenagentur Reuters. „Selbst dann, wenn Trump damit droht, eine
       ganze Zivilisation auszulöschen und damit eindeutig rote Linien
       überschreitet, bleiben klare Worte der Kritik aus Berlin aus“, kritisierte
       die Linke-Co-Chefin.
       
       Dies sei „feige“ und führe dazu, dass Deutschland in Konflikte
       hineingezogen und erpressbar werde, sagte ⁠die Chefin der oppositionellen
       Linken. „Eine souveräne europäische Politik muss der kriegstreibenden Linie
       Trumps entschlossen entgegentreten. Das bedeutet auch, dass US-Basen wie
       ‌Ramstein unverzüglich geschlossen ‌werden müssen“, sagte Schwerdtner. Die
       EU ⁠müsse eine eigenständige Position in dem Konflikt einnehmen, wenn sie
       in der Welt ‌bestehen wolle – „eine, die ‌auf Völkerrecht und Diplomatie
       beruht“. (rtr)
       
       ## 9.58 Uhr: Afrikanische Union: Iran-Waffenruhe ist wichtige Chance
       
       Die Afrikanische Union (AU) sieht die angekündigte Waffenruhe im Irankrieg
       als wichtige Chance, das Leid von Zivilisten in von dem Konflikt
       betroffenen Ländern zu lindern. Der Vorsitzende der Kommission der AU,
       Mahmoud Ali Youssouf, erklärte am Mittwoch, die Vereinbarung zeuge von
       lobenswerter Führung und dem gemeinsamen Engagement für die Deeskalation,
       die die Afrikanische Union seit Langem fordere. Diplomatie auf Grundlage
       der Charta der Vereinten Nationen sei weiterhin der einzig gangbare Weg zur
       Lösung internationaler Krisen, betonte er. (ap)
       
       ## 9.57 Uhr: Zwei in Iran freigelassene Franzosen nach Frankreich
       zurückgekehrt
       
       Ein jahrelang in Iran inhaftiertes Paar aus Frankreich ist wieder frei und
       am Morgen in die Heimat zurückgekehrt. Cécile Kohler und Jacques Paris
       wurden nach ihrer Ankunft am Mittwochmorgen am Pariser Flughafen
       Charles-de-Gaulle von Mitarbeitern des Krisenstabs des französischen
       Außenministeriums in Empfang genommen, wie die Nachrichtenagentur AFP aus
       informierten Kreisen erfuhr. Sie sollten zunächst ihre Familien treffen,
       später wollte Präsident Emmanuel Macron sie im Elysée-Palast empfangen. Die
       beiden waren am Vortag gemeinsam mit dem französischen Botschafter in Iran
       nach Aserbaidschan ausgereist. Kohler und Paris waren im Mai 2022 am
       letzten Tag einer Iran-Reise wegen Spionagevorwürfen festgenommen und
       später zu langen Haftstrafen verurteilt worden.
       
       Die 41 Jahre alte Französischlehrerin und der 72 Jahre alte pensionierte
       Mathelehrer waren im November aus dem berüchtigten Evin-Gefängnis in
       Teheran entlassen worden. Sie durften jedoch zunächst nicht den Iran
       verlassen und hielten sich seitdem in der Residenz des französischen
       Botschafters auf. Beide hatten stets ihre Unschuld beteuert. Die
       französische Regierung hatte die beiden als „Staatsgeiseln“ bezeichnet und
       dem Iran vorgeworfen, sie für Verhandlungen zu nutzen. Kohler und Paris
       waren die letzten Franzosen, die noch in Iran in Haft waren. (afp)
       
       ## 9.48 Uhr: Internet trotz Waffenruhe in Iran weiter gesperrt
       
       Die Bevölkerung in Iran bleibt auch nach Verkündung der Waffenruhe weiter
       vom Internet abgeschnitten. „Die Zensurmaßnahme aus Kriegszeiten hält
       weiterhin an, obwohl sowohl die Regierungen der USA als auch Irans jeweils
       den Sieg für sich beanspruchen“, schrieb die auf Netzsperren spezialisierte
       Organisation Netblocks auf der Plattform X. Die iranische Bevölkerung werde
       derweil erneut im Dunkeln gelassen, hieß es dort.
       
       Ein kleiner Teil des Militär- und Machtapparats in Iran nutzt das Internet
       unterdessen weiter ohne Einschränkungen. Seit Jahren verfügt ein
       privilegierter Kreis über sogenannte „weiße SIM-Karten“, die ermöglichen,
       ohne Sperren und Restriktionen online zu gehen. Auch iranische Medien
       publizieren ihre Nachrichten auf Telegram und X, die eigentlich gesperrt
       sind. Irans Internet unterliegt auch in Friedenszeiten strenger Zensur.
       Viele Webseiten und auch Apps sind in dem Land mit gut 90 Millionen
       Einwohnern gesperrt. Um soziale Medien und Netzwerke wie etwa Instagram,
       Tiktok und Youtube zu nutzen, gehören Tunneldienste (VPN) für einen
       Großteil der Nutzer zum Alltag. Die Verbindungen sind dann jedoch oft
       langsam und unzuverlässig. (dpa)
       
       ## 9.37 Uhr: Neuseelands Regierungschef: Waffenruhe „unglaublich
       ermutigend“
       
       Der neuseeländische Ministerpräsident Christopher Luxon hat sich
       erleichtert über die angekündigte Waffenruhe im Irankrieg gezeigt. Nach
       Wochen in einem destabilisierenden Konflikt sei das eine „unglaublich
       ermutigende“ Nachricht, erklärte er am Mittwoch in der Hauptstadt
       Wellington. „Die Ereignisse der letzten sechs Wochen waren unglaublich
       destabilisierend und zutiefst besorgniserregend für die Welt. Wir alle
       wünschen uns ein Ende des Nahostkonflikts, der jedes Land der Welt,
       einschließlich Neuseeland, betrifft.“ (ap)
       
       ## 9.33 Uhr: Kallas: Iran-USA-Feuerpause „dringend benötigte Chance“ für
       Diplomatie
       
       Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat die vereinbarte Feuerpause zwischen
       den USA und dem Iran als „Schritt zurück vom Abgrund“ begrüßt. Sie sei eine
       „dringend benötigte Chance, Drohungen zurückzufahren, Raketenangriffe zu
       stoppen, die Schifffahrt wieder aufzunehmen und Raum für Diplomatie“ zu
       schaffen, erklärte Kallas am Mittwoch im Onlinedienst X. Die Straße von
       Hormus müsse nun auch tatsächlich geöffnet werden. (afp)
       
       ## 9.30 Uhr: Dax springt nach oben: Anleger feiern Waffenruhe
       
       Der Dax steigt nach der angekündigten zweiwöchigen Feuerpause zwischen dem
       Iran und den USA deutlich. Der deutsche Leitindex legte zum Handelsstart um
       4,9 Prozent auf 24.033 Punkte zu. Die Hoffnung auf eine Wiederaufnahme der
       Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus lässt die Ölpreise
       einbrechen und beflügelt die Aktienmärkte weltweit. Sie reagieren vor allem
       auf die Aussagen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach die
       Straße von Hormus während der Waffenruhe geöffnet werde. Die Ölpreise
       sackten prozentual zweistellig ab. Sie sind momentan der wichtigste
       Gradmesser für die Inflations- und Konjunktursorgen am Markt. Der Preis für
       ein Barrel der Nordseesorte Brent fiel zeitweise unter 92 Dollar und damit
       auf das tiefste Niveau seit mehr als zwei Wochen. (dpa)
       
       ## 9.18 Uhr: Israelischer Oppositionsführer Lapid wirft Netanjahu Versagen
       vor
       
       Nach der Einigung auf eine Waffenruhe im Irankrieg hat der führende
       israelische Oppositionspolitiker Jair Lapid Regierungschef Benjamin
       Netanjahu politisches Versagen vorgeworfen. Netanjahu habe „politisch
       versagt, strategisch versagt und nicht eines der Ziele erreicht, die er
       selbst gesetzt hatte“, schrieb Lapid am Mittwoch im Onlinedienst X. „In
       unserer gesamten Geschichte hat es noch nie eine solche politische
       Katastrophe gegeben“, erklärte Lapid weiter. Lapid, der vor Netanjahus
       erneuter Amtsübernahme im Dezember 2022 israelischer Regierungschef gewesen
       war, fügte an: „Israel war nicht einmal ansatzweise an den Verhandlungen
       beteiligt, als Entscheidungen getroffen wurden, die den Kern unserer
       nationalen Sicherheit betrafen.“ Die Armee lobte Lapid: Die Streitkräfte
       hätten „alles ausgeführt, was von ihnen verlangt wurde“.
       
       Es werde jedoch „Jahre dauern, bis der politische und strategische Schaden
       behoben ist, den Netanjahu aufgrund von Arroganz, Sorglosigkeit und
       mangelnder strategischer Planung verursacht hat“, erklärte Lapid. Israels
       Regierungschef Netanjahu hatte die Zerschlagung oder zumindest die
       erhebliche Schwächung des iranischen Atomprogramms als zentrales Kriegsziel
       ausgegeben und das Programm als „existenzielle Bedrohung“ für sein Land
       bezeichnet. (afp)
       
       ## 9.06 Uhr: Israel auch nach Waffenruheverkündung unter Beschuss
       
       Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und den Iran ist
       Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss geraten. Aus den Städten
       Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die
       israelische Nachrichtenseite ynet. Kurz darauf heulten im Zentrum und Süden
       des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von heftigen
       Explosionen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren,
       teilte die israelische Armee auf Telegram mit. (dpa)
       
       ## 9.03 Uhr: Libanesische Staatsmedien: Israel greift Tyros im Süden des
       Libanons an
       
       Nach der Einigung auf eine Feuerpause im Irankrieg dauern die israelischen
       Angriffe im Libanon weiter an. Israel habe am Mittwoch mehrere Angriffe im
       Süden des Landes ausgeführt, berichtete die nationale libanesische
       Nachrichtenagentur. Zuvor hatte Israel den Angaben zufolge einen
       Evakuierungsaufruf für ein Gebäude in der südlichen Küstenstadt Tyros
       veröffentlicht. Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Insidern zufolge in
       den frühen Morgenstunden im Rahmen der Waffenruhe im Irankrieg ihre
       Angriffe auf Nordisrael und israelische Truppen im Libanon ausgesetzt. Das
       teilen drei Insider aus dem libanesischen Umfeld der radikal-islamischen
       Organisation gegenüber Reuters mit. (afp/rtr)
       
       ## 8.56 Uhr: Arabische Staaten begrüßen Einigung auf Waffenruhe
       
       Mehrere arabische Staaten haben die Einigung zwischen den USA und dem Iran
       auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus begrüßt, drängen
       aber auf weitere Diplomatie. Es sei nun wichtig, die Bemühungen zu
       intensivieren, um Lösungen zu finden, die die Krise an der Wurzel packten,
       teilte das Außenministerium des Golfstaats Oman mit. Auch Ägypten drängt
       auf weitere Verhandlungen. Das Aussetzen der US-Militäroperationen sei eine
       wichtige Chance, die genutzt werden sollte, um Raum für Diplomatie und
       einen konstruktiven Dialog zu schaffen, teilte das Außenministerium in
       Kairo mit.
       
       Der Irak erklärte der staatlichen Nachrichtenagentur INA zufolge, die
       Waffenruhe trage dazu bei, Spannungen in der Region abzubauen, man
       unterstütze alle weiteren Bemühungen für Dialog. Nach Ansicht der
       Vereinigten Arabischen Emirate geht ihr Land als Sieger aus dem Konflikt
       hervor. Der Berater des Präsidenten der Emirate Anwar Gargasch schrieb auf
       X, die Vereinigten Arabischen Emirate hätten in einem Krieg triumphiert,
       den man unbedingt habe vermeiden wollen und das Land erfolgreich
       verteidigt. (dpa)
       
       ## 8.56 Uhr: Insider: Hisbollah setzt Angriffe auf Nordisrael aus
       
       Die libanesische Hisbollah-Miliz hat Insidern zufolge in den frühen
       Morgenstunden im Rahmen der Waffenruhe im Irankrieg ihre Angriffe auf
       Nordisrael und israelische Truppen im Libanon ausgesetzt. Das teilen drei
       Insider aus dem libanesischen Umfeld der radikal-islamischen Organisation
       gegenüber Reuters mit. Israel hat ungeachtet der Waffenruhe seine Angriffe
       auf den Südlibanon fortgesetzt und eine neue Evakuierungsanordnung für eine
       südliche Stadt erlassen. Das deutet darauf hin, dass es dort bald angreifen
       wird. Zuvor hat der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
       erklärt, dass die zweiwöchige Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA den
       Libanon nicht einschließe. Die vom Iran unterstützte Hisbollah werde
       voraussichtlich eine Erklärung abgeben, in der sie ihre offizielle Position
       zur Waffenruhe und zu Netanjahus Darstellung, der Libanon sei nicht
       eingeschlossen, darlege, sagen die drei Insider. (rtr)
       
       ## 8.50 Uhr: Starmer zu Waffenruhe: „Moment der Erleichterung“
       
       Der britische Premierminister Keir Starmer spricht nach der Einigung
       zwischen den USA und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der
       Straße von Hormus von einem „Moment der Erleichterung“. „Zusammen mit
       unseren Partnern müssen wir alles tun, was in unserer Macht steht, um diese
       Waffenruhe zu unterstützen und aufrechtzuerhalten“, schrieb Starmer in
       einem X-Beitrag. Die temporäre Waffenruhe müsse nun in ein „dauerhaftes
       Abkommen“ übergehen. Der britische Premier wird noch am Mittwoch in die
       Golfregion reisen, wie die Downing Street der Nachrichtenagentur PA zufolge
       ankündigte. Dort werde Starmer mit Staats- und Regierungschefs der
       Verbündeten in der Region über diplomatische Bemühungen zur
       Aufrechterhaltung der Waffenruhe sprechen. Dabei soll es demnach auch um
       „konkrete Maßnahmen“ zur Wiederherstellung der freien Schifffahrt in der
       Straße von Hormus gehen. (dpa)
       
       ## 8.32 Uhr: Explosionen in Bahrain trotz Einigung auf Feuerpause
       
       Wenige Stunden nach der Verkündung einer Feuerpause im Irankrieg sind aus
       Bahrain erneut Explosionen gemeldet worden. Eine Journalistin der
       Nachrichtenagentur AFP berichtete am Mittwochmorgen von Explosionen und
       Rauch, der über der bahrainischen Insel Sitra aufstieg, auf der sich
       Ölförderanlagen befinden. Zuvor seien Warnsirenen zu hören gewesen. Das
       Innenministerium erklärte im Onlinedienst X: „Der Zivilschutz hat einen
       Brand in einer Anlage gelöscht, der durch die iranische Aggression
       verursacht wurde.“ Es seien keine Verletzten gemeldet worden. (afp)
       
       ## 8.26 Uhr: Wadephul begrüßt Waffenruhe im Irankrieg
       
       Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) begrüßte die Entscheidung der
       Konfliktparteien für eine Waffenruhe im Irankrieg. „Endlich eine frohe
       Botschaft auch in der Politik“, erklärte Wadephul am Mittwochmorgen im
       Onlinedienst X. Wadephul fügte an, die Einigung müsse „der entscheidende
       erste Schritt auf dem Weg hin zu einer dauerhaften Befriedung“ sein. „Die
       Folgen einer Fortsetzung des Krieges wären unübersehbar“, ergänzte er.
       Wadephul dankte allen Beteiligten, die die Vereinbarung unterstützt hätten,
       „insbesondere Pakistan“. Deutschland werde den „Weg der Diplomatie nach
       Kräften unterstützen“. (afp)
       
       ## 8.15 Uhr: Merz: Ziel muss dauerhaftes Ende des Irankriegs sein
       
       Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) begrüßt die Einigung zwischen den USA
       und dem Iran auf eine Waffenruhe und die Öffnung der Straße von Hormus und
       will weitere diplomatische Bemühungen unterstützen. „Ziel muss nun sein, in
       den nächsten Tagen ein dauerhaftes Ende des Krieges auszuhandeln. Dies wird
       sich nur auf diplomatischem Weg erreichen lassen“, erklärte Merz.
       Entsprechende Verhandlungen dienten dem Schutz der iranischen
       Zivilbevölkerung und der Sicherheit in der Region. Sie könnten eine schwere
       weltweite Energiekrise abwenden. „Die Bundesregierung unterstützt diese
       diplomatischen Bemühungen. Dazu steht sie in engem Austausch mit den USA
       und anderen Partnern.“ Deutschland werde in geeigneter Weise dazu
       beitragen, die freie Schifffahrt in der Hormus-Straße zu gewährleisten. Die
       Bundesregierung danke Pakistan für die Vermittlung der Vereinbarung. (dpa)
       
       ## 8.05 Uhr: Ölpreis fällt wieder unter die 100-Dollar-Marke
       
       Nach der Einigung zwischen den USA und dem Iran auf eine zweiwöchige
       Feuerpause im Irankrieg hat der Ölpreis deutlich nachgelassen. Gegen 7.00
       Uhr fiel der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent um
       13,13 Prozent auf 94,92 Dollar (81,15 Euro). Der Preis für die
       US-Referenzsorte sank um 14,53 Prozent auf 96,54 Dollar. Die asiatischen
       Börsen schossen ins Plus. In Südkorea notierte der Leitindex Kospi gegen
       7.00 Uhr fast 7 Prozent im Plus, der Nikkei in Tokio ging um mehr als 5
       Prozent nach oben. Auch an den Börsen in Taipeh, Sydney und in Hongkong
       legten die Aktienkurse zu. (afp)
       
       ## 7.49 Uhr: Australien begrüßt Iran-Waffenruhe und kritisiert Wortwahl
       Trumps
       
       Australien hat die Ankündigung einer Waffenruhe im Irankrieg begrüßt.
       Premierminister Anthony Albanese und Außenministerin Penny Wong sprachen am
       Mittwoch von einer „Vereinbarung der Vereinigten Staaten, Israels und Irans
       über eine zweiwöchige Waffenruhe“, um eine Lösung des Konflikts im Nahen
       Osten auszuhandeln. „Die australische Regierung fordert seit Längerem eine
       Deeskalation und ein Ende des Konflikts“, erklärten Premierminister Anthony
       Albanese und Außenministerin Penny Wong am Mittwoch. Sie kritisierten die
       weitgehende Schließung der Straße von Hormus durch den Iran, Angriffe auf
       Handelsschiffe, zivile Infrastruktur sowie Öl- und Gasanlagen in dem
       Konflikt.
       
       Albanese betonte jedoch auch seinen Unmut über Trumps Drohung, die
       iranische Zivilisation auszulöschen. Die Drohung vom Dienstag, dass „eine
       ganze Zivilisation“ sterben und nicht mehr zurückkehren werde, wenn der
       Iran die Straße von Hormus nicht öffne und sich einem Friedensschluss
       verweigere, sei keine angemessene Sprache für einen Präsidenten der USA. Er
       gehe davon aus, dass dies noch Besorgnis auslösen werde, sagte Albanese dem
       Sender Sky News. „Wir haben ganz klar gesagt, dass jeder Konflikt im
       Einklang mit dem Völkerrecht geführt werden muss. Das sieht vor, dass
       Zivilisten – die keine Konfliktparteien sind – jeden erdenklichen Schutz
       erhalten.“ Die zweiwöchige Waffenruhe sei eine gute Nachricht. (ap)
       
       ## 7.28 Uhr: Regierungen in Asien begrüßen Waffenruhe zwischen Iran und USA
       
       Regierungen in Asien haben sich erleichtert über die angekündigte
       Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA gezeigt. Der malaysische
       Ministerpräsident Anwar Ibrahim erklärte am Mittwoch, die Feuerpause sei
       ein gutes Zeichen für die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität,
       nicht nur in der Region, sondern auch weltweit. Auch Indonesien begrüßte
       die Entwicklung als einen Schritt, die Tür für Diplomatie offen zu halten
       und so zur Deeskalation beizutragen.
       
       Die Sprecherin des indonesischen Außenministeriums, Yvonne Mewengkang,
       sagte, die Regierung in Jakarta werde stets alle konstruktiven
       diplomatischen Bemühungen unterstützen, einschließlich solcher, die zu
       einer dauerhafteren Lösung führen könnten. Der Schutz der Zivilbevölkerung
       habe dabei oberste Priorität. Das südkoreanische Außenministerium lobte in
       einer Mitteilung die Vermittlungsbemühungen Pakistans und anderer Staaten
       und forderte eine rasche Wiederherstellung von Frieden und Stabilität im
       Nahen Osten. Zugleich erklärte Seoul, es erwarte eine „schnelle und
       sichere“ Wiederaufnahme der freien Durchfahrt aller Schiffe durch die
       Straße von Hormus, darunter auch südkoreanischer Schiffe. (ap)
       
       ## 7.08 Uhr: Rubio: Im Irak verschleppte US-Journalistin ist wieder frei
       
       Die im Irak verschleppte US-Journalistin Shelly Kittleson ist nach Angaben
       von US-Außenminister Marco Rubio wieder freigelassen worden. „Wir sind
       erleichtert, dass diese US-Bürgerin jetzt frei ist, und arbeiten daran,
       ihre sichere Ausreise aus dem Irak zu unterstützen“, erklärte Rubio am
       Dienstag (Ortszeit). Zuvor hatten die mutmaßlichen Entführer der
       Journalistin, die einflussreiche paramilitärische Miliz Katajeb Hisbollah,
       ihre Freilassung angekündigt.
       
       Die Miliz hatte zuvor mitgeteilt, sie habe „in Anbetracht der Haltung des
       scheidenden Ministerpräsidenten entschieden, die Angeklagte Shelly
       Kittleson freizulassen“. Bedingung dafür sei, dass sie den Irak sofort
       verlasse, hieß es in einer kurzen Mitteilung des Sicherheitsbeauftragten
       der Miliz, Abu Mudschahid al-Assaf. Kittleson war am 31. März in der
       irakischen Hauptstadt Bagdad verschleppt worden. Sie ist nach Angaben der
       Stiftung International Women's Media eine „seriöse Journalistin“ mit
       Erfahrung im Nahen Osten, die in Rom lebt. (afp)
       
       ## 6.16 Uhr: UN-Generalsekretär Guterres begrüßt Waffenruhe im Irankrieg
       
       UN-Generalsekretär António Guterres hat die zweiwöchige Waffenruhe im
       Irankrieg begrüßt. Sein Sprecher Stephane Dujarric sagte laut einer
       Mitteilung in der Nacht zum Mittwoch, Guterres rufe alle Parteien auf, sich
       an die Bedingungen der Waffenruhe zu halten, „um den Weg zu einem
       dauerhaften und umfassenden Frieden in der Region zu ebnen“. Der
       UN-Generalsekretär fordere die Konfliktparteien zudem auf, ihren
       völkerrechtlichen Verpflichtungen nachzukommen. Dazu gehören der Schutz von
       Zivilisten und ziviler Infrastruktur. „Der Generalsekretär betont, dass ein
       Ende der Kampfhandlungen dringend notwendig ist, um Leben von Zivilisten zu
       schützen und menschliches Leid zu lindern“, sagte Dujarric. Guterres'
       Sondergesandter für den Konflikt, Jean Arnault, sei in der Region, um die
       Bemühungen um einen dauerhaften Frieden zu unterstützen. (ap)
       
       ## 6.12 Uhr: US-Spitzenpolitiker reagieren verhalten auf Zehn-Punkte-Plan
       
       Einige Spitzenpolitiker in den USA haben verhalten auf die Verkündung einer
       zweiwöchigen Waffenruhe im Irankrieg reagiert. „Eine Waffenruhe ist eine
       gute Nachricht – allerdings nur, weil dieser sinnlose Krieg so schnell wie
       möglich beendet werden sollte“, schrieb etwa der demokratische Senator
       Richard Blumenthal auf X. US-Präsident Donald Trump könne weiterhin nicht
       erklären, warum er den Krieg begonnen habe. „Eine Waffenruhe ist für das
       amerikanische Volk kein Sieg“, fügte Blumenthal hinzu.
       
       Der demokratische Kongressabgeordnete Gregory Meeks betonte indes, dass
       eine Waffenruhe nicht genug sei. Trump müsse dem Kongress erklären, warum
       er die USA in den Krieg mit dem Iran geführt habe, in dem 13
       Militärangehörige gestorben seien. Spöttischer zeigte sich der
       demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer. Er sei froh, dass
       Trump einen „Rückzieher“ gemacht habe und „nun verzweifelt nach einem
       Ausweg aus seinem lächerlichen Getöse“ suche, schrieb er auf X. (dpa)
       
       ## 5.50 Uhr: Trump spricht von „totalem Sieg“
       
       US-Präsident Donald Trump bezeichnet die vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe
       mit dem Iran als „totalen und vollständigen Sieg“ für die USA. „Hundert
       Prozent. Ohne jeden Zweifel“, sagt er der Nachrichtenagentur AFP in einem
       kurzen Telefonat. Die USA hätten einen Zehn-Punkte-Plan aus Teheran
       erhalten, der eine brauchbare Verhandlungsgrundlage darstelle. Ein
       mögliches Friedensabkommen werde auch das iranische Atomprogramm abdecken.
       „Das wird perfekt geregelt sein, sonst hätte ich mich nicht darauf
       eingelassen“, sagt Trump. Was mit dem Uran passieren solle, erläuterte er
       nicht.
       
       Auf ‌die Frage nach seinen früheren Drohungen, zivile Kraftwerke und
       Brücken in Iran zu zerstören, falls die Vereinbarung scheitert, antwortet
       er dem Bericht zufolge lediglich: „Das werden Sie abwarten müssen.“ Trump,
       der im Kriegsverlauf wiederholt seine Ziele und Zeitpläne geändert hat,
       bekräftigt, dass die US-Ziele erreicht worden seien. (rtr)
       
       ## 5.45 Uhr: Trump zur Iran-Einigung: Es wird viel Geld verdient werden
       
       US-Präsident Donald Trump rechnet nach der Einigung mit dem Iran auf eine
       Waffenruhe und der Öffnung der Straße von Hormus mit einem großen
       wirtschaftlichen Gewinn. „Es wird viel Geld verdient werden“, frohlockte
       der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social. „Ein großer Tag für den
       Weltfrieden!“, schrieb er. „Der Iran will es, er hat genug! Und alle
       anderen auch!“ Die USA würden bei der Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs in
       der Straße von Hormus helfen. „Es wird viele positive Maßnahmen geben!“
       
       Der Iran könne jetzt mit dem Wiederaufbauprozess beginnen, schrieb Trump.
       Die USA würden vor Ort bleiben, um sicherzustellen, „dass alles gut geht“.
       Er sei zuversichtlich. „Genau wie wir es in den USA erleben, könnte dies
       das Goldene Zeitalter des Nahen Ostens sein!!!“, schloss Trump seinen
       Jubel-Post.
       
       Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif lud Delegationen der USA und Irans
       für weitere Gespräche am Freitag in die Hauptstadt Islamabad ein, wo sie
       über ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts verhandeln
       sollen. (dpa)
       
       ## 5.24 Uhr: Netanjahu: Waffenruhe mit Iran gilt nicht für Konflikt mit
       Hisbollah
       
       Die zweiwöchige Waffenruhe im Irankrieg soll nach israelischen Angaben
       nicht für den Konflikt mit der libanesischen Schiitenmiliz Hisbollah
       gelten. Das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte am
       Mittwoch mit, Israel unterstütze die Entscheidung von US-Präsident Donald
       Trump, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen einzustellen. Den Krieg
       mit der Hisbollah betreffe das jedoch nicht.
       
       Die Waffenruhe stehe zudem unter der Bedingung, dass der Iran die Straße
       von Hormus unverzüglich öffnet und alle Angriffe auf US-Interessen, Israel
       und andere Staaten in der Region einstellt, erklärte Netanjahus Büro.
       Israel unterstütze die Bemühungen der USA, sicherzustellen, dass der Iran
       keine nukleare oder Raketenbedrohung mehr darstelle. (AP)
       
       ## 4.03 Uhr: Medien veröffentlichen Details aus Zehn-Punkte-Plan
       
       Im Zuge der Einigung auf eine zweiwöchige Feuerpause haben Vertreter Irans
       der US-Regierung in Washington einen Zehn-Punkte-Plan als Vorschlag für ein
       dauerhaftes Kriegsende übermittelt. US-Präsident Donald Trump schrieb auf
       Truth Social, dass dieser eine „praktikable Grundlage für Verhandlungen
       bietet“.
       
       Offiziell hat Irans Regierung die Forderungen bislang nicht öffentlich
       gemacht. Nachrichtenagenturen, die den Revolutionsgarden nahestehen,
       berichten jedoch bereits über Details. Laut der Nachrichtenagentur Tasnim
       beinhaltet der Entwurf die Forderung nach einer dauerhaften Einstellung von
       Aggressionen. Der Iran soll die Kontrolle über die Straße von Hormus
       behalten und Uran anreichern dürfen. Die politische Führung in Teheran
       fordert die Aufhebung der harten internationalen Sanktionen und
       Strafmaßnahmen des UN-Sicherheitsrats.
       
       Auch Resolutionen des Gouverneursrats der Internationalen
       Atomenergiebehörde IAEA will Teheran aufgehoben sehen, wie Tasnim weiter
       berichtet. Weiter werden Kriegsentschädigungen und ein Abzug der
       US-Streitkräfte aus der Region gefordert. Der Krieg soll an allen Fronten
       enden, einschließlich im Libanon.
       
       Auch die Nachrichtenagentur Fars berichtet über die zehn Punkte. Ihre
       Informationen decken sich weitgehend mit dem Bericht bei Tasnim. In ihrem
       Bericht heißt es jedoch auch, dass sich der Iran gemäß dem Plan
       verpflichten werde, niemals Atomwaffen herzustellen. Die Urananreicherung
       soll nach Verhandlungen eingeschränkt werden. Teheran stimme außerdem zu,
       mit anderen Ländern in der Region über Friedensabkommen zu sprechen. (dpa)
       
       ## 4.02 Uhr: Nach Äußerungen zu möglichem Nato-Austritt: Rutte trifft Trump
       in Washington
       
       Vor dem Hintergrund heftiger Kritik aus Washington an der Nato trifft
       Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch US-Präsident Donald Trump im
       Weißen Haus in Washington. Rutte und Trump wollten bei ihrem Gespräch „die
       aktuelle Sicherheitslage“ erörtern, „einschließlich im Kontext des Iran
       sowie des andauernden Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine“, teilte
       eine Nato-Vertreterin mit. Weiteres Thema wird demnach die Vertiefung der
       transatlantischen Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie sein.
       
       Trump und sein Außenminister Marco Rubio hatten zuletzt angekündigt, die
       Nato-Mitgliedschaft der USA nach dem Ende des Irankrieges überdenken zu
       wollen. Der US-Präsident kritisierte die europäischen Verbündeten dafür,
       die USA im Krieg gegen den Iran nicht ausreichend zu unterstützen. Rutte
       zeigte Verständnis für beide Seiten und gilt als Vermittler zwischen
       Washington und dem Rest der Allianz. (afp)
       
       ## 3.46 Uhr: Leavitt: Zehn-Punkte-Plan Basis für weitere Verhandlungen
       
       Der vom Iran vorgelegte Zehn-Punkte-Vorschlag zur Beendigung des Krieges
       ist nach Ansicht von US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt eine
       Grundlage für weitere Verhandlungen. „Die Worte von Präsident (Donald)
       Trump sprechen für sich: Dies ist eine praktikable Verhandlungsgrundlage,
       und diese Verhandlungen werden fortgesetzt“, teilte sie auf Anfrage mit.
       
       Leavitt betonte, dass die Öffnung der für den weltweiten Öl- und Gashandel
       wichtigen Straße von Hormus Trump zu verdanken sei. Dieser habe gemeinsam
       mit dem US-Militär „den Iran dazu gebracht“, die Meerenge wieder zu öffnen.
       (dpa)
       
       ## 3.45 Uhr: Teheran inhaftiert Angehörige von geflüchteten Aktivisten
       
       Nach der brutalen Niederschlagung von Protesten zu Beginn des Jahres hat
       die Führung in Teheran ihr Vorgehen gegen Vertreter der Opposition offenbar
       noch weiter verschärft. Seit Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe
       sollen Hunderte Menschen festgenommen worden sein – darunter auch etliche
       Verwandte von bekannten Regierungskritikern, die selbst gar nicht politisch
       aktiv sind.
       
       Am 15. März nahmen Sicherheitskräfte in der iranischen Hauptstadt den
       Bruder von Hossein Razzagh fest. Das sagt der ehemalige politische
       Gefangene, der im vergangenen Jahr nach Europa flüchten konnte, im Gespräch
       mit der Nachrichtenagentur AP. „Mein Bruder ist überhaupt nicht politisch,
       er ist in keinster Weise politisch aktiv. Es geht nur darum, mich unter
       Druck zu setzen“, betont er.
       
       Laut den Angaben von Razzagh konnte sein Bruder Ali nach der Festnahme aus
       einer vom iranischen Geheimdienst betriebenen Einrichtung heraus nur „für
       wenige Sekunden“ mit seiner Frau telefonieren. Seitdem sei weder die
       Familie noch deren Anwalt in der Lage gewesen, Kontakt zu dem Bruder
       aufzunehmen. Ihnen sei lediglich mitgeteilt worden, dass dessen
       Verbindungen zu dem im Exil lebenden Razzagh überprüft würden. (ap)
       
       ## Israel auch nach Waffenruhe-Verkündung unter Beschuss
       
       Auch nach der Verkündung einer Waffenruhe durch die USA und den Iran ist
       Israel in der Nacht weiter unter Raketenbeschuss geraten. Aus den Städten
       Petach Tikva und Bnei Brak gebe es Berichte über Einschläge, meldete die
       israelische Nachrichtenseite „ynet“. Kurz darauf heulten im Zentrum und
       Süden des Landes erneut die Sirenen. Bewohner berichteten von heftigen
       Explosionen. Die Luftabwehr sei im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren,
       teilte die israelische Armee auf Telegram mit. (dpa)
       
       ## 2.43 Uhr: Mindestens acht Tote bei israelischem Angriff im Südlibanon
       
       Bei einem israelischen Angriff in Sidon im Süden des Libanons sind nach
       Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens acht Menschen
       getötet worden. „Nach einer vorläufigen Bilanz“ seien 22 weitere Menschen
       dabei verletzt worden, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Ein Fotograf
       der Nachrichtenagentur AFP vor Ort sah Flammen aus einem Café aufsteigen
       und Glasscherben auf der Straße davor.
       
       Feuerwehrleute kämpften gegen den Brand an der Uferpromenade der
       Küstenstadt an, wie der AFP-Fotograf beobachtete. In der Nähe geparkte
       Autos wurden bei dem Angriff ebenfalls beschädigt. Ein Sanitäter sagte AFP,
       Rettungskräfte hätten mindestens sechs Verletzte vom Ort des Geschehens
       abtransportiert.
       
       Der Angriff ereignete sich kurz bevor Pakistans Regierungschef Shehbaz
       Sharif erklärte, eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den USA und dem Iran
       schließe die Verbündeten der USA ein und gelte „überall, einschließlich des
       Libanons und anderswo“. (afp)
       
       ## 2.30 Uhr: Staatsmedien: Irans Militär soll Angriffe einstellen
       
       Irans oberster Führer hat im staatlichen Nachrichtensender IRIB bekannt
       gegeben, dass das Militär angewiesen wurde, das Feuer einzustellen. Dieser
       Befehl kam ungefähr zwei Stunden nach der Ankündigung der USA, dass eine
       Waffenrufe vereinbart wurde. „Dies ist nicht das Ende des Krieges, aber
       alle militärischen Teilstreitkräfte sollten dem Befehl des Obersten Führers
       folgen und das Feuer einstellen“, heißt es weiter in der Erklärung. (taz)
       
       ## 2.13 Uhr: Waffenstillstand auch mit dem Libanon
       
       Der Waffenstillstand umfasst auch den Libanon, erklärte Pakistans
       Premierminister Shehbaz Sharif. „Mit größter Demut freue ich mich, bekannt
       geben zu können, dass die Islamische Republik Iran und die Vereinigten
       Staaten von Amerika zusammen mit ihren Verbündeten einem sofortigen
       Waffenstillstand überall, einschließlich im Libanon und anderswo,
       zugestimmt haben – mit sofortiger“, hieß es in einer Erklärung des
       pakistanischen Premiers.
       
       Sharif lud Delegationen aus dem Iran und den USA für weitere Gespräche am
       Freitag in die pakistanische Hauptstadt Islamabad ein, wo Vertreter aus
       Washington und Teheran ein endgültiges Abkommen zur Beilegung des Konflikts
       aushandeln sollen. Beide Seiten hätten in den Gesprächen „bemerkenswerte
       Weisheit und Verständnis“ bewiesen und sich konstruktiv für Frieden und
       Stabilität eingesetzt. (dpa/taz)
       
       ## 1.57 Uhr: Gespräche zwischen USA und Iran angekündigt
       
       Der Nationale Sicherheitsrat Irans kündigt Gespräche mit den USA ab Freitag
       in Pakistan an. „Wir sprechen über persönliche Verhandlungen, aber nichts
       ist endgültig, solange es nicht vom Präsidenten oder dem Weißen Haus
       angekündigt wird“, sagte die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline
       Leavitt, gegenüber CNN.
       
       Das Treffen könnte in Islamabad stattfinden, unter Beteiligung
       pakistanischer Vermittler. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff, sein
       Schwiegersohn Jared Kushner sowie Vizepräsident J. D. Vance werden
       teilnehmen, insofern die Gespräche stattfinden. (dpa/taz)
       
       ## 1.32 Uhr: Iran: „Sichere Passage wird möglich sein“
       
       Im offiziellen Statement des iranischen Außenministers Seyed Abbas
       Araghchi, das unter anderem von US-Präsident Trump in Sozialen Medien
       geteilt wurde, heißt es: „Als Reaktion auf die brüderliche Bitte von
       Premierminister Sharif (dem Premier Pakistans, anm. d. Red.) sowie unter
       Berücksichtigung der Bitte der Vereinigten Staaten um Verhandlungen auf
       Grundlage ihres 15-Punkte-Vorschlags und der Ankündigung des US-Präsidenten
       über die Akzeptanz des allgemeinen Rahmens von Irans 10-Punkte-Vorschlag
       als Verhandlungsbasis erkläre ich hiermit im Namen des Obersten Nationalen
       Sicherheitsrats Irans: Sollten die Angriffe gegen Iran eingestellt werden,
       werden unsere mächtigen Streitkräfte ihre defensiven Operationen
       einstellen. Für einen Zeitraum von zwei Wochen wird eine sichere Passage
       durch die Straße von Hormus durch Koordination mit den Streitkräften Irans
       und unter angemessener Berücksichtigung technischer Einschränkungen möglich
       sein“. (taz)
       
       ## 1.32 Uhr: Iran will Straße von Hormus öffnen
       
       Der Nationale Sicherheitsrat Irans veröffentlichte eine Erklärung, in der
       dargelegt wird, dass Irans 10-Punkte-Plan unter anderem eine „regulierte
       Durchfahrt durch die Straße von Hormus unter Koordination der Streitkräfte
       Irans“ vorsieht. Dies würde dem Land laut der Erklärung eine „einzigartige
       wirtschaftliche und geopolitische Stellung“ verschaffen.
       
       Der iranische Außenminister Seyed Abbas Aragachi erklärte, dass während der
       zwei Wochen eine sichere Durchfahrt durch die Straße von Hormus „durch
       Koordination mit den Streitkräften Irans (…) möglich sein wird“. (taz)
       
       ## 1.32 Uhr: Ölpreis gibt nach
       
       Nach der Ankündigung eines zweiwöchigen Waffenstillstands ist der Ölpreis
       deutlich eingebrochen. Marktberichte zeigen einen Rückgang von rund 10
       Prozent. (taz)
       
       ## 1.31 Uhr: Iran: „Haben USA gezwungen, unseren Plan anzunehmen“
       
       Der Oberste Nationale Sicherheitsrat behauptet, dass Iran einen großen Sieg
       errungen habe und die Vereinigten Staaten gezwungen habe, seinen
       10-Punkte-Plan zu akzeptieren. (taz)
       
       ## 1.30 Uhr: CNN: Israel hat zweiwöchiger Pause auch zugestimmt
       
       Israel hat sich ebenfalls bereit erklärt, die Angriffe auszusetzen, während
       die Verhandlungen fortgesetzt werden, sagte ein hochrangiger Beamter dem
       US-Medium CNN. (taz)
       
       ## 1.30 Uhr: Bedingung: „Sofortige und sichere Öffnung“ der Staße von
       Hormus
       
       „Basierend auf Gesprächen mit Premierminister Shehbaz Sharif und
       Feldmarschall Asim Munir aus Pakistan, in denen sie mich gebeten haben, die
       heute Nacht gegen Iran entsandte zerstörerische Gewalt zurückzuhalten, und
       unter der Voraussetzung, dass die Islamische Republik Iran der
       vollständigen, sofortigen und sicheren Öffnung der Straße von Hormus
       zustimmt, erkläre ich mich bereit, die Bombardierung und den Angriff auf
       Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen. Dies wird ein
       beidseitiger Waffenstillstand sein“, schreibt US-Präsident Trump auf seiner
       Plattform „Truth Social“ – weniger als anderthalb Stunden vor Ablauf seines
       Ultimatums gegen den Iran.
       
       Weiter behauptet er in seinem Post, dass die USA „alle militärischen Ziele
       erreicht und sogar übertroffen haben und bei einem endgültigen Abkommen
       über einen langfristigen Frieden mit Iran sowie Friden im Nahen Osten sehr
       weit fortgeschritten sind“. Trump schreibt weiter: „Wir haben einen
       10-Punkte-Vorschlag aus Iran erhalten und glauben, dass er eine praktikable
       Grundlage für Verhandlungen darstellt. Fast alle der verschiedenen
       Streitpunkte der Vergangenheit wurden bereits zwischen den Vereinigten
       Staaten und Iran geklärt, doch ein Zeitraum von zwei Wochen wird es
       ermöglichen, das Abkommen abzuschließen und umzusetzen.“
       
       Er schließt seine Ankündigung mit der Aussage ab, dass dieses „langfristige
       Problem kurz vor der Lösung steht“. (taz)
       
       ## 1.16 Uhr: Israel meldet neue Raketenangriffe aus dem Iran
       
       Wenige Minuten nach der Verkündung eines zweiwöchigen Aufschubs der
       US-Angriffe auf iranische Infrastruktur durch US-Präsident Donald Trump hat
       die israelische Armee neue Raketenangriffe aus dem Iran gemeldet. Die
       Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, erklärte die Armee am Mittwochmorgen im
       Onlinedienst Telegram. In Jerusalem und in Jericho im von Israel besetzten
       Westjordanland waren Journalisten der Nachrichtenagentur AFP zufolge
       Explosionen zu hören.
       
       Kurz zuvor hatte Trump sich in seinem Onlinedienst Truth Social bereit
       erklärt, die Angriffe auf den Iran für zwei Wochen aussetzen. Er „stimme
       zu, die Bombardierung und den Angriff auf den Iran für einen Zeitraum von
       zwei Wochen auszusetzen“, wenn der Iran die Straße von Hormus vollständig
       wieder öffne. „Dies wird eine beidseitige Waffenruhe sein“, schrieb er.
       (afp)
       
       ## 0.46 Uhr: Trump setzt Angriffe für zwei Wochen aus
       
       US-Präsident Donald Trump setzt die Angriffe auf ‌den Iran für zwei Wochen
       aus. Er habe zugestimmt, „die Bombardierung und den Angriff auf den Iran
       für einen Zeitraum von zwei Wochen auszusetzen“, sagt Trump. Er sei nach
       eigenen Angaben bereit, zwei Wochen lang auf Bombardierungen und Angriffe
       auf den Iran zu verzichten, wenn dieser die wichtige Straße von Hormus
       öffne. Dabei werde es sich um eine beidseitige Waffenruhe handeln, teilte
       Trump auf seiner Plattform Truth Social mit. (dpa/rtr)
       
       ## 0.33 Uhr: 30 Länder beraten in UK über Straße von Hormus
       
       Militärstrategen aus mehr als 30 Ländern haben in Großbritannien über eine
       Öffnung der Straße von Hormus nach einem möglichen Waffenstillstand im
       Irankrieg beraten. Die virtuelle Konferenz habe sich mit „geeigneten
       Maßnahmen“ befasst, um die Meerenge nach Beendigung der Kampfhandlungen
       „zugänglich und sicher“ zu machen, erklärte das britische
       Verteidigungsministerium am Dienstag. Vergangene Woche hatte die britische
       Regierung bereits ein diplomatisches Treffen mit rund 40 Ländern zu der
       strategisch wichtigen Schifffahrtsroute abgehalten.
       
       Ziel der Beratungen sei es, den „diplomatischen Konsens zur Straße von
       Hormus in konkrete militärische Planungen“ zu übersetzen, erklärte das
       britische Verteidigungsministerium weiter. „Zu gegebener Zeit“ werde eine
       weitere militärische Planungskonferenz stattfinden. (afp)
       
       ## 0.09 Uhr: Irans Vizepräsident: Teheran für „alle Szenarien“ vorbereitet
       
       Angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump ist der Iran nach
       den Worten des iranischen Vizepräsidenten Mohammed Resa Aref für „alle
       Szenarien“ vorbereitet. „Die Regierung hat die notwendigen Maßnahmen für
       alle Szenarien bis ins Detail ausgearbeitet“, erklärte Aref am Dienstag im
       Onlinedienst X. „Keine Drohung übersteigt unsere Bereitschaft und unsere
       Geheimdienstfähigkeiten“, fügte er hinzu. Die Äußerungen Arefs erfolgten
       wenige Stunden vor Ablauf eines Ultimatums des US-Präsidenten an den Iran.
       (afp)
       
       ## 23.39 UIranische Justiz ruft zu „beschleunigten“ Todesurteilen auf
       
       Der Chef der iranischen Justiz hat die Gerichte des Landes dazu aufgerufen,
       schneller Todesstrafen im Zusammenhang mit dem Krieg gegen die USA und
       Israel zu verhängen. „Sie müssen die Verhängung von Todesstrafen und die
       Beschlagnahmung von Besitztümern beschleunigen“, sagte Gholam Hossein
       Mohseni Ejei am Dienstag während einer im Fernsehen übertragenen
       Versammlung von ranghohen Justizverantwortlichen.
       
       Es sei „notwendig, weiterhin und mit größerer Schnelligkeit Urteile gegen
       Elemente und Agenten des feindlichen Aggressors zu fällen,“ fügte er mit
       Hinblick auf die Gesetzgebung zur Spionage hinzu.
       
       Seit Beginn des Krieges Ende Februar wurden sieben Menschen gehängt. Sie
       waren im Zusammenhang mit den gewaltsam unterdrückten
       Anti-Regierungsprotesten im Januar verurteilt worden. Sechs von ihnen war
       die Zugehörigkeit zu der verbotenen Oppositionsgruppe Volksmudschaheddin
       vorgeworfen worden, einem iranisch-schwedischen Doppelstaatsbürger Spionage
       für Israel und die USA. (afp)
       
       ## 23.30 Uhr: Irans größter Aluminiumproduzent angegriffen
       
       Das US-Medium CNN berichtet, dass der größte Aluminiumproduzent Irans sowie
       der größte petrochemischen Komplex angegriffen wurden und beruft sich dabei
       auf iranische Staatsmedien. Der Angriff auf den Fajr-Petrochemiekomplex in
       der Stadt Mahshahr traf laut Angaben des stellvertretenden
       Sicherheitsgouverneurs der Provinz Khuzestan eine eine Anlage der Amirkabir
       Petrochemical Company. Der Angriff auf das Aluminiumwerk in Arak soll laut
       iranischen Staatsmedien einen Großbrand ausgelöst haben. (taz)
       
       ## 23.01 Uhr: Papst und UN schockiert von Trump-Aussagen
       
       Die Vernichtungsandrohung von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran hat
       international starken Widerspruch ausgelöst. Sowohl Papst Leo XIV. als auch
       die UN verurteilten die Äußerungen des US-Präsidenten.
       
       Leo XIV. bezeichnete die Drohung als „nicht akzeptabel“. Die Androhung
       weitreichender Vernichtung der Infrastruktur sei nicht nur ein Verstoß
       gegen das Völkerrecht, sondern zeige auch „Hass und den Willen zur
       Zerstörung“. Dem sollten die Menschen den Einsatz für Frieden
       entgegensetzen, sagte der Papst am Dienstagabend vor Journalisten in seiner
       Residenz in Castel Gandolfo.
       
       Leo XIV. rief die Menschen in allen betroffenen Ländern auf, sich an ihre
       Regierungen und „an ihre Kongressabgeordneten zu wenden und ihnen zu sagen,
       sie sollten den Krieg ablehnen“. Nach Meinung vieler sei dieser Krieg ein
       ungerechter Krieg, und nun eskaliere er immer weiter. In diesem Kontext
       ging der Papst auch auf die weltweite Wirtschaftskrise infolge des
       Irankriegs ein und sagte, dieser Krieg löse keine Probleme. Vielmehr führe
       er zu einer äußerst instabilen Lage im Nahen Osten und provoziere immer
       mehr Hass weltweit. (kna)
       
       ## 22.57 Uhr: Pakistan: Verhandlungen könnten bald zu Ergebnissen kommen
       
       Die Friedensverhandlungen im Irankrieg machen nach Angaben des Vermittlers
       Pakistan Fortschritte. Die diplomatischen Bemühungen schritten „stetig,
       entschlossen und kraftvoll voran und könnten in naher Zukunft zu
       substanziellen Ergebnissen führen“, teilte der pakistanische
       Premierminister Shehbaz Sharif auf X mit. Er bitte daher US-Präsident
       Donald Trump eindringlich darum, sein Ultimatum um zwei Wochen zu
       verlängern. (dpa)
       
       ## 22.25 Uhr: Pakistan drängt Trump zu zweiwöchigem Fristaufschub
       
       Kurz vor Ablauf des Ultimatums von US-Präsident Donald Trump an den Iran
       hat der Vermittler Pakistan zu einem erneuten Aufschub gedrängt. Der
       pakistanische Regierungschef Shehbaz Sharif bat Trump am Dienstag im
       Onlinedienst X, „die Frist um zwei Wochen zu verlängern“, um den
       Verhandlungen eine Chance zu geben. Derweil solle der Iran als Zeichen des
       guten Willens für zwei Wochen die Straße von Hormus öffnen.
       
       Der pakistanische Regierungschef rief alle Kriegsparteien überdies zu einer
       zweiwöchigen Waffenruhe auf. Diese solle es den Unterhändlern ermöglichen,
       „den Krieg mit einem endgültigen Ergebnis zu beenden – im Interesse eines
       langfristigen Friedens und einer langfristigen Stabilität in der Region“.
       
       Das Weiße Haus erklärte dazu, Trump prüfe den Vorschlag. Ursprünglich hatte
       Pakistan nach US-Medienberichten eine Waffenruhe von 45 Tagen ins Gespräch
       gebracht. Der US-Präsident hatte dies als „wichtigen Schritt“ bezeichnet,
       der allerdings nicht ausreiche.
       
       Sharif schrieb weiter, die diplomatischen Bemühungen schritten voran. Er
       äußerte die Hoffnung, dass sie „in naher Zukunft zu substanziellen
       Ergebnissen führen“ könnten. Der pakistanische Regierungschef spielt eine
       zentrale Rolle bei den Bemühungen zur Beilegung des Irankrieges.
       
       Trump hatte der Führung in Teheran mit [1][massiven völkerrechtswidrigen
       Angriffen auf Brücken und Kraftwerke gedroht], sollte der Iran nicht die
       Straße von Hormus öffnen, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und
       Flüssiggastransports verläuft. Kurz vor Ablauf der Frist um 20.00 Uhr
       US-Ostküstenzeit (Mittwochfrüh 02.00 Uhr MESZ) [2][legte Trump am Dienstag
       nach und drohte dem Iran mit der Auslöschung]: „Eine ganze Zivilisation
       wird heute sterben und nie mehr zurückkehren“, schrieb er auf seiner
       Plattform Truth Social.
       
       Trump hatte sein [3][Ultimatum an den Iran] ursprünglich bereits am 21.
       März gestellt. Danach verlängerte er es aber mehrfach. Zu den Bedingungen
       machte er widersprüchliche Angaben. Neben der Öffnung der Straße von Hormus
       verlangte er, der Iran müsse sich zur Aufgabe seines Atomprogramms
       verpflichten. (afp/taz)
       
       ## 21.47 Uhr: Mehrere Demokraten fordern Trumps Amtsenthebung
       
       Mehrere Demokraten fordern angesichts der harschen Drohungen von
       US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran, den Republikaber seines Amtes
       zu entheben. Bis zum frühen Nachmittag (Ortszeit) waren es nach Recherchen
       des „Wall Street Journal“ mehr als zwei Dutzend Kongressmitglieder.
       
       Entsprechende Forderungen von Demokraten erreichten laut dem
       Nachrichtenportal „Axios“ ihren Höhepunkt, nachdem Trump dem Iran Stunden
       vor Ende seines Ultimatums noch einmal auf besonders drastische Weise
       gedroht hatte: „Eine ganze Zivilisation wird heute Nacht untergehen, um nie
       wieder zurückzukehren“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
       
       Neben einem regulären Amtsenthebungsverfahren im Kongress gibt es
       theoretisch noch einen schnelleren Weg, um Trump seine Präsidentschaft zu
       entziehen, auf den mehrere Demokraten nun explizit Bezug nehmen: den
       Zusatzartikel 25 der Verfassung. Dieser erlaubt es in Abschnitt vier, den
       Präsidenten für unfähig zu erklären, „die Rechte und Pflichten des Amtes
       auszuüben“.
       
       Der Abschnitt wurde allerdings noch nie angewandt – die Hürden dafür sind
       sehr hoch. J. D. Vance als Vizepräsident und eine Mehrheit der wichtigsten
       Kabinettsmitglieder müssten eine entsprechende Erklärung schriftlich an die
       Vorsitzenden des Senats und des Repräsentantenhauses übermitteln. Trump
       könnte als Präsident aber widersprechen.
       
       Vance und die entsprechenden Minister könnten ihn anschließend überstimmen.
       Danach wäre der Kongress am Zug – und bis zu einer Entscheidung des
       Parlaments wäre der Vizepräsident amtierender Präsident. Der Kongress hätte
       21 Tage Zeit, um abzustimmen. Für eine Amtsenthebung des Präsidenten
       müssten in beiden Kammern jeweils Zweidrittelmehrheiten zusammenkommen.
       
       Demokraten wären also auf eine größere Unterstützung von Republikanern im
       Kongress angewiesen – sowie in Trumps eigenem Kabinett. Öffentliche
       Anzeichen dafür, dass sich diese formieren könnte, gab es zunächst nicht.
       Trump setzte bei der Zusammenstellung seines Kabinetts auf treue
       Gefolgsleute. (dpa
       
       ## 20.13 Uhr: Russland und China stimmen gegen UN-Resolution zur Öffnung
       der Straße von Hormus
       
       China und Russland haben ihr Veto gegen eine UN-Sicherheitsratsresolution
       für eine Wiederöffnung der Meerenge von Hormus eingelegt. Vor der
       Abstimmung am Dienstag war der Text der Resolution bereits mehrfach
       entschärft worden, in der Hoffnung, dass sich die beiden Vetomächte der
       Stimme enthalten würden. Am Ende gab es neben den beiden entscheidenden
       Nein-Stimmen Chinas und Russlands elf Voten für den Text und zwei
       Enthaltungen.
       
       Der Iran hat nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe Ende
       Februar die Straße von Hormus praktisch blockiert, durch die etwa ein
       Fünftel des weltweit geförderten Rohöls verschifft wird, aber auch große
       Mengen verflüssigtes Erdgas und Düngemittel. Das trifft insbesondere
       asiatische Staaten, die den Großteil ihres Treibstoffs aus der Golfregion
       importieren. Inzwischen lässt der Iran zwar wieder einige Schiffe
       durchfahren, beansprucht aber die Kontrolle bei der Auswahl der Schiffe und
       ihrer Ladung. Außerdem betont Teheran, für Feinde des Landes und deren
       Verbündete sei die Meerenge geschlossen.
       
       Der ursprüngliche Resolutionsentwurf Bahrains hatte die Staaten ermächtigt,
       „alle notwendigen Mittel“ zu ergreifen, um die Blockade der Straße von
       Hormus zu beenden – eine Formulierung, die militärische Schritte
       einschließen würde. Nachdem Russland, China und Frankreich sich gegen den
       Einsatz von Gewalt aussprachen, war in einem weiteren Entwurf nur noch von
       „allen notwendigen defensiven Mitteln“ die Rede.
       
       Die jetzt schließlich abgelehnte Version ermutigte „die Staaten, die an der
       Nutzung der kommerziellen Seewege in der Straße von Hormus interessiert
       sind, nachdrücklich, defensive Bemühungen zu koordinieren, die den
       Umständen angemessen sind, um zur Gewährleistung der Sicherheit der
       Schifffahrt durch die Straße von Hormus beizutragen“. Dies solle auch die
       Eskortierung von Handelsschiffen einschließen und Versuche abwehren, die
       internationale Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu blockieren oder
       zu stören. (ap)
       
       7 Apr 2026
       
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