# taz.de -- zeitgenössische Kunst
       
 (DIR) Netzkünstler Jon Rafman in Düsseldorf: Wenn Androiden träumen
       
       Jon Rafman macht die Abgründe des World Wide Web sichtbar. Das Düsseldorfer
       K21 zeigt, trotz Missbrauchsvorwüfen gegen ihn, eine große
       Einzelausstellung des Künstlers.
       
 (DIR) Stuttgarter Ausstellung „Das kalte Herz“: Hauffs Märchen in die Gegenwart geholt
       
       Das Kunstmuseum Stuttgart deutet Wilhelm Hauffs Erzählung „Das kalte Herz“
       mit Gegenwartskunst. Zentral sind Fragen nach Identität und Zugehörigkeit.
       
 (DIR) Iranische Künstlerin Aynaz Najafi: „Die Mullahs traten an die Stelle von Holofernes“
       
       Die iranische Malerin Aynaz Najafi wird im Kunstverein Ruhr ausgestellt.
       Sie spricht über die Entwicklung ihrer Bildsprache und die Bedrohung im
       Exil.
       
 (DIR) Kuratorin über gehäkeltes Korallenriff: „Wir reagieren aufs Dystopische durch etwas Konstruktives“
       
       Der Osnabrücker Kunstraum Hase 29 fordert zum Häkeln eines Korallenriffs
       auf. Kuratorin Ann-Katrin Günzel über Kollektivität und Möglichkeitsräume.
       
 (DIR) Die Kunst der Woche: Inneres und Äußerlichkeiten
       
       Eine intime Ausstellung bei Between Bridges versammelt Werke von Jochen
       Klein. Ebenfalls in Kreuzberg: die Schau „Inscape“ bei Kraupa Tuscany
       Zeidler.
       
 (DIR) Documenta-Symposium in Kassel: Kritisches Denken ist das langsame Kochen der Seele
       
       Mit einer dreiteiligen Konferenzserie umreißt das Kasseler
       documenta-Institut sein Forschungsprofil. Nur brav der Geschichte der
       Weltkunstschau hinterherforschen will es nicht.
       
 (DIR) Kunstkollektiv Kunzten in Berlin: Sie winden sich wie Würmer
       
       Junge Kunst an der Spree: Bis Ende der Woche noch kann man in Berlin eine
       Ausstellung des Kollektivs „Kunzten“ am Flutgraben anschauen.
       
 (DIR) Cecilia Vicuña im Castello di Rivoli: Sie baumelt darüber wie ein riesiger Berg zupfeliger Wäsche
       
       So richtig site-specific: In ihrer Ausstellung im Castello di Rivoli bei
       Turin erinnert Cecilia Vicuña an die verschwundenen Gletscher des Piemonts.
       
 (DIR) Kunstfestival Manifesta 16 Ruhr eröffnet: Staub in der Pantoffelkirche
       
       „This is not a church“ heißt die nun eröffnete Manifesta 16 Ruhr. Sie will
       mit Kunst leerstehende Kirchen umschreiben. Sehenswert, obwohl es nicht
       immer gelingt.
       
 (DIR) Tag der offenen Tür im Hamburger Bahnhof: Was für ein großer Spaß die Kunst doch ist
       
       Es war ein stetes Aufbauen und Niederreißen. Beim Tag der offenen Tür
       präsentiert sich das Berliner Museum für die Kunst der Gegenwart als
       Spielplatz.
       
 (DIR) Jury der Venedig-Biennale tritt zurück: Krach in Venedig
       
       Aus Protest gegen die Teilnahme Russlands und Israels ist die Jury der
       Kunstbiennale in Venedig zurückgetreten. Nun sollen die Besucher:innen
       abstimmen
       
 (DIR) Die Kunst der Woche: Weg mit den Gefühlen
       
       Neu in Charlottenburg ist die Galerie Müller Contemporary mit Fokus auf
       Kunst aus Osteuropa. Bei Esther Schipper stellt Thomias Radin Malerei und
       Objekte aus.
       
 (DIR) Südafrika und die Kunstbiennale Venedig: Wettlauf um Softpower
       
       Dass das abgesagte Kunstprojekt „Elegy“ nun doch auf der Biennale in
       Venedig zu sehen sein wird, zeigt, welch Kampffeld die Kunstschau werden
       wird.
       
 (DIR) Kunstwerke von Klara Lidén in den KW: Abtauchen ist ihre Spezialität
       
       Eine umfassende Ausstellung im Berliner KW Institute for Contemporary Art
       widmet sich dem Werk der schwedischen Künstlerin. Mehr Berlin könnte es
       kaum sein.
       
 (DIR) Die Kunst der Woche: Ich, das Wurzelgemüse
       
       Was zeigt ein Porträt? Anna Oppermann, Loretta Fahrenholz und Tishan Hsu
       spielen in Max Mayers Galerie mit Körper, Wahrnehmung und Täuschungen.
       
 (DIR) Russland auf der Venedig-Kunstbiennale: Diplomatie der Schönheit?
       
       Russland nimmt wieder an der Kunstbiennale von Venedig teil, damit zeige
       die Biennale ihre Neutralität. Das stößt nicht nur in Kyjiw auf Kritik.
       
 (DIR) Visuelle Kirchenkritik im Domschatz: Woher kommt dein Gold, Madonna?
       
       Die Künstler Alice Creischer und Andreas Siekmann verfolgen im Dommuseum
       Hildesheim die Lieferketten heiligen Geräts bis nach Potosí und in den
       Kongo.
       
 (DIR) Künstlerin über sorbischen Futurismus: Mit Zungenschlag durchs Baggerloch
       
       Karoline Schneider bringt sorbische Perspektiven in ihre Kunst. Wie tief
       sie dafür in der Lausitzer Erde gräbt, zeigt ihre Soloausstellung in
       Cottbus.
       
 (DIR) Buch über XXL-Kunst: Das Atelier, der mächtige Produktionsapparat
       
       In ihrem Buch „Große Kunst“ untersucht die Kunsthistorikerin Karen van den
       Berg das „Hyperwachstum in der Studiopraxis“.
       
 (DIR) Die Kunst der Woche: Der Körper zwischen Hütten und Plattenbau
       
       Beverly Buchanan lässt Architekturen verwittern. Sven Johne denkt über den
       militarisierten Körper nach – und Trey Abdella wird winterwütend.
       
 (DIR) Dekolonisierung botanischer Gärten: „Wir haben hier Pflanzen von überall auf der Welt“
       
       Botanische Gärten sind Anlagen aus dem Geist des Kolonialismus: In
       Deutschland fällt es ihnen schwerer als der Kunst, ihre Geschichte
       aufzuarbeiten.
       
 (DIR) Vereinigung Griffelkunst wird 100: Weiterverkauf verboten!
       
       Seit 100 Jahren entzieht der Verein Griffelkunst grafische Werke namhafter
       Künstler dem Markt. Die Kunsthallen Hamburg und Bremen huldigen ihm zum
       Jubiläum.
       
 (DIR) Fondation Cartier in Paris: Der Garten der Künste
       
       Die Fondation Cartier in Paris zieht an den Louvre in ein nahbar-elegantes
       Gebäude von Jean Nouvel. Dort zeigt sie endlich ihre anspruchsvolle
       Sammlung.
       
 (DIR) Ausstellung von Erik Schmidt: Ein durchschnittlicher Mann von Welt
       
       Bezugsrahmen eigenen Schaffens: Im Kindl-Zentrum Berlin verweist mit „The
       Rise and Fall of Erik Schmidt“ ein Künstler auf sich selbst.
       
 (DIR) Ian Waelder-Ausstellung in Hannover: Nasen der Erinnerung
       
       Nasenförmige Meisenknödel und zerfallene Vaterporträts: In Hannover
       verbindet Ian Waelder Innen und Außen der Kestner-Gesellschaft zu einer
       Erzählung.
       
 (DIR) Kunst-Dialog mit Fotograf Sascha Weidner: Totholz, Tränen und geschliffene Jeans
       
       Der Kunstverein Wolfenbüttel bringt Sascha Weidners Fotografie und drei
       junge Künstler:innen in einen Dialog.
       
 (DIR) Künstlerin Susanne Kriemann in Leipzig: Ein Sediment, das Rätsel aufgibt
       
       Eine Schau in Leipzig präsentiert die außergewöhnliche Künstlerin Susanne
       Kriemann. In ihren Arbeiten macht sich die Natur ein Bild von sich selbst.
       
 (DIR) Kunst über das Leben im Plattenbau: Variationen über ein heruntergekommenes Kulturgut
       
       Die Schau „Wohnkomplex“ im Potsdamer Minsk zeigt Kunst über das Leben im
       Plattenbau. Mit geisterhaften Betonlandschaften, Mief und
       Rechtsterrorismus.
       
 (DIR) Zwischenquartier für Schirn Kunsthalle: Das Kollektiv, die Kunst und die Stadt
       
       Die Schirn Kunsthalle in Frankfurt am Main zieht temporär in die alte
       Dondorf-Druckerei, für deren Erhalt sich Besetzer*innen eingesetzt
       hatten
       
 (DIR) Architekt über Ideen für die Zukunft: „Was wir als Realität bezeichnen, ist nur ein Vorschlag“
       
       Pierre-Christophe Gam sammelt als Künstler Träume. Warum und wie aus
       Träumen ein anderes Zusammenleben gedacht werden kann, erzählt er im
       Gespräch.
       
 (DIR) Zeitgenössische Kunst trifft Rokoko: Sind die Pferde ins Schloss gezogen?
       
       Zwischen Putten und bäuerlichen Szenen präsentiert „Rohkunstbau“
       zeitgenössische Kunst im Barockschloss Altdöbern in der Lausitz.
       
 (DIR) Atelierbesuch bei Petra Höcker: Im Urschlamm
       
       Die Osnabrücker Künstlerin Petra Höcker konfrontiert ihr Publikum mit
       seiner Verletzlichkeit. Das öffnet Augen.
       
 (DIR) Das Aktionshaus in Berlin-Tempelhof: Grill dir deinen eigenen Spieß
       
       In einem Berliner Industriegebiet liegt das Aktionshaus. In diesem
       Projektraum geht es ums gemeinsame Ausprobieren und die Freude am
       Provisorischen.
       
 (DIR) Kunstkollektiv im Flutgraben: Mondsüchtig und radikal neugierig
       
       Die Gruppenausstellung „Moonstruck“ des Kunstkollektiv KUNZTEN im
       Flutgraben e. V. zeigt erfrischend neue Perspektiven der Berliner
       Kunstszene.
       
 (DIR) Ausstellung „A Feminine Thought“: Frau als Tisch
       
       B. Ingrid Olson ironisiert im Braunschweiger Kunstverein den männlichen
       Künstlerblick auf Frauenkörper als bloße Unterlage.
       
 (DIR) Berliner Kunstraum CCA im Portrait: Ein Ort, der bleibt
       
       Das von Fabian Schöneich gegründete CCA Berlin hat sich zum progressiven
       Kunstort entwickelt. Nun ist eine Ausstellung für den Turner Prize
       nominiert.
       
 (DIR) 8. Africologne-Festival in Köln: Leiden für Schokolade
       
       Das Africologne-Festival ist die Biennale afrikanischer Kunst in Europa. In
       diesem Jahr geht es dort in Köln um die Macht der eigenen Erzählung.
       
 (DIR) Hundertwasser-Ausstellung in Osnabrück: Traumrecht für alle
       
       Das Kulturgeschichtliche Museum in Osnabrück zeigt Friedensreich
       Hundertwasser – und nutzt ihn als Plattform für einen umweltpädagogischen
       Appell.
       
 (DIR) Die Helsinki-Biennale: Die Insel ist die Protagonistin
       
       In der Helsinki-Biennale verbünden sich Kunst und Landschaft. Sie
       überrascht mit positiven Entwürfen für Gesellschaft und Gestaltung.
       
 (DIR) Podiumsdiskussion zu 70 Jahre documenta: Kunst kann höchstens die Art des Gesprächs ändern
       
       Beim Fest zum 70-jährigen Jubiläum der documenta gab es eine
       Podiumsdiskussion in Kassel mit den Kuratoren der letzten Ausgaben. Aber
       etwas fehlte.
       
 (DIR) Jeremy Deller-Ausstellung in Hannover: Kunst möchte bestaunt sein
       
       Mit Jeremy Dellers „Ausstellung für Kinder (und andere Leute)“ lädt
       Hannovers Kunstverein sein Publikum ein, sich auf spontane Rezeption zu
       besinnen.
       
 (DIR) Künstlerin über Spuren des Kolonialismus: „Deutschland hat einen sehr hohen Moralanspruch“
       
       Um den deutschen Kolonialismus aufzuarbeiten, greift die
       Politikwissenschaftlerin Natascha Nassir-Shahnian auf die Kunst zurück.
       
 (DIR) Nachruf auf den Künstler Günter Westphal: Immer auf Augenhöhe
       
       Der Hamburger Günter Westphal schuf beharrlich-leidenschaftlich eine Kunst,
       die auf andere ausgerichtet war. Vor allem auf Menschen im Abseits.
       
 (DIR) Die Kunst der Woche: Zwischen Metaphysik und Alltag
       
       Thomas Lanigan-Schmidt trägt glitzerende Kelche ins Wohnzimmer. Bei Michail
       Pirgelis werden ausrangierte Flugzeuge zu minimalistischen Readymades.
       
 (DIR) Ausstellung „Over Land and Sea“: Mit Knochenkajaks durch die Zeit
       
       Die Ausstellung „Over Land and Sea“ thematisiert im Kunsthaus Hamburg die
       Geschichte von Migration und Leben. Dabei bleibt sie angenehm zugänglich.
       
 (DIR) Ausstellung „Im Angesicht des Krieges“: Barfuß durch eine verwüstete Landschaft
       
       Die Künstlerin Iryna Vorona führte ein Tagebuch in Bildern, als russische
       Truppen ihre Stadt besetzten. Das Kunstmuseum Wolfsburg zeigt einige davon.
       
 (DIR) Konzeptkunst in Kassel: Historische Quellen kreativ ausgeschöpft
       
       Der mexikanische Konzeptkünstler Mario García Torres schaut auf die
       Vergangenheit der Kunst. Nun wird er im Fridericianum in Kassel
       ausgestellt.
       
 (DIR) Tavares Strachan in Mannheim: Sie umgarnen Geist wie Auge
       
       Die Kunst Tavares Strachans will hegemoniales Wissen kritisieren. Der
       Künstler hat in der Mannheimer Kunsthalle seine erste Soloschau in
       Deutschland.
       
 (DIR) Linder-Retrospektive in London: Das Montierte unterbricht den Zusammenhang
       
       Gründerin der Post-Punk-Band Ludus: Linder, der Künstlerin der
       radikalfeministischen Fotomontage, gilt eine Retrospektive in der Londoner
       Hayward Gallery.
       
 (DIR) Kürzungen bei Kunstvereinen: Kreativ ohne Knete
       
       Kunstvereine werden weniger gefördert und improvisieren. In Wolfsburg wird
       2025 das Abenteuer Thema – trotz knapper Kassen und unklarer Mittelvergabe.