# taz.de -- Soziologie
(DIR) Soziologin über Klimakrise: „Resignation ist überhaupt nicht angebracht“
Hitze, Brände, Fluten: Die Welt ächzt unter den Folgen der Klimakrise. Ist
noch Wandel möglich? Soziologin Anita Engels sagt Ja – und erforscht, wie.
(DIR) Nach Uni-Skandal im britischen Cambridge: Ex-Professor Jason Arday tot aufgefunden
Erst gefeiert, dann gestürzt: Der über eine Plagiatsaffäre gestolperte
Akademiker Jason Arday ist tot. Seine Familie erhebt schwere Vorwürfe.
(DIR) Buch über Zukunft der Arbeit: Mangelware Mensch
Der Soziologe Florian Butollo sagt einen drastischen Arbeitskräftemangel
voraus, trotz Digitalisierung und KI. Er setzt auf starke Gewerkschaften.
(DIR) Skandal um Professor in Großbritannien: Ein Märchenerzähler, dessen Märchen alle hören wollten
Der junge schwarze Soziologe Jason Arday galt als Erfolgsbeweis für
Großbritanniens Kampf gegen Rassismus. Nun ist er als Hochstapler entlarvt.
(DIR) Essay über digitale Unterwerfung: „Faschist sein, das ist heute Fun“
Das „Cyberpunk“-Manifest von Soziologin Asma Mhalla beklagt wortgewaltig
die Allmacht von Tech-Konzernen und Politik. Und ruft am Ende zur Rebellion
gegen diese auf.
(DIR) Neue Buchreihe von Berliner Kleinverlag: Dylan mit Marx und Adorno ergründen
Der Philosoph Rüdiger Dannemann versucht in „I shall be free No. 10“ das
Werk des Songwriters Bob Dylan ontologisch auszuloten. Das gelingt ihm aber
nur bedingt.
(DIR) Soziologe über Nationalismus: „Viele wollen Teil von etwas sein, ohne selber etwas dafür zu tun“
Bei der WM projizieren Menschen ihren Nationalstolz auf die Mannschaften.
Doch Nationalismus kann seine Versprechen nie halten, sagt Thorsten Mense.
(DIR) Soziologe über Chancen einer Fußball-WM: „Das zeugt noch von einem kolonialen Denken“
Beim Fußball kommen politisch und wertemäßig Unterschiedliche zusammen wie
sonst nirgends, sagt der Soziologe und Fußballfan Aladin El-Mafaalani.
(DIR) Trauer um Edgar Morin: Wilderer des Wissens
Der französische Soziologe und Philosoph Edgar Morin ist im Alter von 104
Jahren gestorben. Präsident Macron würdigt ihn als „Denker des
Jahrhunderts“.
(DIR) Plattensammlung von Klaus Ronneberger: Im besten Sinne eklektisch
Klaus Ronneberger war Stadtsoziologe und Vinylliebhaber. Das Institut für
Europäische Ethnologie der Humboldt-Uni Berlin stellte seine Sammlung vor.
(DIR) Berührungen unter Fremden: Franzosen küssen gerne, oder nicht?
Händeschütteln oder Wangenküsschen? Forscher erklären, warum Berührungen
unter Fremden schnell als zu intim empfunden werden.
(DIR) Nachdenken über Weihnachten: Die Rache des Profanen am Sakralen
Bekanntlich ist Ostern das wichtigste christliche Fest. An Weihnachten
dagegen verbündet sich Religion mit dem Kommerz und der bürgerlichen
Familie.
(DIR) Analyse jüdischer Fussballvereine: Jüdisch kicken
Warum geben sich manche Fußballvereine jüdisch, obwohl sie es nicht sind?
Und warum gelten andere als „Judenclubs“? Ein Soziologe hat das untersucht.
(DIR) Mitte-Studie der Ebert-Stiftung: 76 Prozent gegen Rechtsextremismus
Rechtsextreme Einstellungen in Deutschland haben abgenommen. Aber rund 20
Prozent stimmen nationalchauvinistischen Aussagen zu.
(DIR) Wie Städte Abschottung erzeugen: „Der Glaube, dass wir uns verändern können, geht verloren“
Städte gelten als progressiv, doch auch dort gewinnen Rechte Stimmen. Zwei
Forschende erklären, warum fehlende Zukunftsvisionen eine Gefahr sind.
(DIR) Buch des Soziologen Philipp Staab: Allein mit den Problemen der Gegenwart
Unsere Gesellschaft ist in einer schweren Identitätskrise, schreibt der
Soziologe Philipp Staab in seinem neuen Buch. Kommen wir da wieder raus?
(DIR) Buch zur Polarisierung der Gesellschaft: Polarisiert sind immer die anderen
Der Soziologe Nils Kumkar betrachtet die Polarisierung: Als
Gesellschaftsdiagnose taugt sie wenig, als politische Strategie ist sie oft
erfolgreich.
(DIR) Ausstellung über Lucius Burckhardt: Der Spaziergang ist politisch
Zum 100. Geburtstag des Schweizer Stadtforschers Lucius Burckhardt ist in
Basel eine Ausstellung zu sehen. In Kassel findet zudem ein Kongress statt.
(DIR) Buch über Rolle der Polizei: Staatsbürger mit Bodycam
Welche Rolle sollte die Polizei in einer vielfältigen Gesellschaft spielen?
Dieser frage geht ein soziologischer Sammelband nach.
(DIR) Soziologe vor Wahl in Venezuela: „Soziale Ungleichheit wie noch nie zuvor“
Am Sonntag sind in Venezuela Parlamentswahlen – die Opposition boykottiert
diese. Das Land stecke in einer schweren Krise, sagt Edgardo Lander.
(DIR) Soziologe über Krise der Öko-Bewegung: Die demokratische Verstopfung
Der Wissenschaftler Ingolfur Blühdorn erforscht Widersprüche
öko-emanzipatorischer Bewegungen und ihr Bestreben, die Demokratie zu
demokratisieren.
(DIR) Nachruf Stadtforscher Klaus Ronneberger: Die Stadt als Beute
Der Frankfurter Soziologe und Stadtforscher Klaus Ronneberger ist 74-jährig
gestorben. Nachruf auf einen kritischen Geist und rastlosen Analytiker.
(DIR) Buch über Einsamkeit: Gesichter der Einsamkeit
Ob Verschwörungstheoretiker, Katholik oder Sängerin: Janosch Schobin zeigt,
wie vielfältig Menschen vereinsamen.
(DIR) Die Wahrheit: Putzer und Mümmler
Die lustige Tierwelt und ihre ernste Erforschung (213): Seehasen und
Meereskaninchen sind für den Menschen recht nützliche Fischlein.
(DIR) Sozialwissenschaftlerin über das Gendern: „Ein Feindbild, das Ängste vor Veränderungen bündelt“
Juliane Lang erklärt die Angst vor gendergerechter Sprache: Wenn die einen
ihre Identität leben dürfen, fürchten die anderen, ihre zu verlieren.
(DIR) Analyse der Wahlergebnisse: „In ostdeutschen Städten nicht abgestürzt“
Wer wählt in Deutschland was, und warum? Ein Gespräch mit dem Soziologen
Ansgar Hudde über Wahlmuster, den Gender Gap – und warum die Linke ihn
überrascht hat.
(DIR) Bildungsforscher über Zukunft der Kinder: „Bitte nicht länger ignorieren“
Viele Jahre wurde versäumt, die Position von Kindern zu stärken, sagt
Bildungsforscher Aladin El-Mafaalani. Er hat Ideen, wie man es besser
machen kann.
(DIR) Buch des Soziologen Richard Sennett: Diskurs und Anstand
Der Soziologe Richard Sennett erkundet in seinem neuen Buch die
performative Dimension des Politischen und deren Wirkung.
(DIR) Wald, Klima, Soziologie: Der Wald und wir
Junge Soziologinnen entdecken den Wald als Forschungsthema und schließen
sich zum Netzwerk Soziologische Waldforschung zusammen.
(DIR) Gefühlsgeschichte der Migration: Tiefgang der Emotionen
Mohammad Sarhangi verbindet Exklusionserfahrungen und
Emotionsforschung. Seine Studie „Jahre der Angst, Momente der Hoffnung“
ist wichtig.
(DIR) Leipziger Autoritarismus Studie 2024: Ausländerfeindlichkeit als Einstiegsdroge
Eine Studie der Universität Leipzig zeigt: In Westdeutschland nehmen
rassistische und antisemitische Vorurteile zu. Der Wunsch nach autoritären
Parteien steigt.
(DIR) Andreas Reckwitz' Buch „Verlust“: Rasender Stillstand
Soziologe Andreas Reckwitz stellt in seinem Buch „Verlust“ fest: Die
Motoren der westlichen Gesellschaften laufen auf Hochtouren – mit Schäden.
(DIR) Kritische Musterkennung: Ich will mit den Dingen sein
Unser Autor ist umstellt von Dingen, die ihn machen. Er sieht Muster, über
die er urteilt. Doch was, wenn er stattdessen mit den Dingen verschmilzt?
(DIR) Wert von Fotos: Mach dir ein Bild!
Die Lücke zwischen Beobachtung und Beobachter: Theodor M. Bardmann fragt in
einem monumentalen Werk nach dem strukturellen Wert von Fotografien.
(DIR) Zygmunt Baumans Memoiren: Moralischer Sozialismus
Die Memoiren des Soziologen Bauman sind als Buch erschienen. Kindheit und
Jugend im Polen der Zwischen- und Nachkriegszeit bekommen viel Raum.
(DIR) Soziologin über junge Rechtsradikale: „Teil des Establishments sein“
Die Soziologin Janina Myrczik forscht bei 18- bis 35-Jährigen aus der AfD
und der Jungen Alternative, was diese in rechtsradikalen Aktivismus treibt.
(DIR) Soziologe über die Letzte Generation: „Neue konfrontative Aktionen“
Die Letzte Generation klebt wieder. Wie die Aktivist*innen um
Aufmerksamkeit für die Klimakrise kämpfen müssen, erklärt Soziologe Vincent
August.
(DIR) Ruth Westheimer gestorben: Sie demokratisierte den Sex
Ruth Westheimer machte das Reden über Sex salonfähig. Nun ist die
Sexualtherapeutin im Alter von 96 Jahren in New York gestorben. Ein
Nachruf.
(DIR) taz Talk mit Soziologe Steffen Mau: Warum der Osten anders bleibt
„Ungleich vereint“ heißt der neue Bestseller des Soziologen Steffen Mau.
Ein Gespräch über Fehler bei der Wiedervereinigung und Meckerer in Görlitz.
(DIR) Erfolge der extremen Rechten: Regression und Privileg
Warum war die extreme Rechte bei den Europawahlen so erfolgreich? Als ein
Erklärmodell bietet sich die Abwehr des sozialen Wandels an.
(DIR) Klimawandelbuch von Soziologe Beckert: Die 2,5 Grad im Rücken
Der Soziologe Jens Beckert dämpft mit „Verkaufte Zukunft“ etwaige
Erwartungen, menschengemachten Klimawandel rechtzeitig in den Griff zu
bekommen.
(DIR) Renommierter Adorno-Preis an Benhabib: Für Kosmopolitismus
Seyla Benhabib ist neue Preisträgerin des Adorno-Preises. Zuletzt gab es
Forderungen, ihrer Vorgängerin Judith Butler den Preis zu entziehen.
(DIR) Dozenten über Subkultur-Akademie: „Kultur braucht blühende Subkulturen“
Wie betreibt man einen Club? An der Academy for Subcultural Understanding
soll man das lernen. Anastasia Schmidt und Martin Fuller unterrichten dort.
(DIR) Gegen die Polarisierung: „Stereotype sind toxisch“
Der Sozialwissenschaftler Jan Voelkel forscht zur Frage, was gegen
gesellschaftliche Polarisierung hilft. Er hat einen Werkzeugkasten mit 25
Maßnahmen entwickelt.
(DIR) Alfred Grosser ist tot: Deutsch-französischer Brückenbauer
Alfred Grosser war einer der intellektuellen Wegbereiter des
deutsch-französischen Freundschaftsvertrags. Er starb im Alter von 99
Jahren.
(DIR) Buch über die Boomer: Generation Plauderton
Heinz Bude skizziert die Babyboomer, die nun in Rente gehen. Das
Generationsbuch hat Schwächen – aber auch ein paar funkelnde Ideen.
(DIR) Soziologe über Soziale Bubbles: Muss jede Grüne AfDler kennen?
Wir umgeben uns mit Leuten, die uns in Status und Ansichten ähnlich sind.
Aber ist das ein Problem? Der Soziologe Olaf Groh-Samberg erforscht Blasen.
(DIR) Reemtsma-Institut vor der Schließung: Wes Geist es entspräche
Das Hamburger Institut für Sozialforschung wird dichtgemacht. Damit geht
ein Stück deutsche Wissenschaftsgeschichte zu Ende.
(DIR) Hamburger Institut für Sozialforschung: Der Himmel der Theorieproduktion
Die Verdienste des Hamburger Instituts für Soziaforschung um die kritische
Öffentlichkeit sind groß. Reemtsma, der es nun schließt, ermöglichte viel.
(DIR) Ende des Hamburger Reemtsma-Instituts: Harter Schlag für Königsdisziplin
Das Hamburger Institut für Sozialforschung ist von herausragender
Bedeutung. Nun möchte es sein Gründer und Stifter Jan Philipp Reemtsma
schließen.