# taz.de -- Pendler und Familienticket: Bahn macht Monatskarten im Fernverkehr billiger
       
       > Um ein Viertel sollen die Preise für Fernpendler sinken. Außerdem wird
       > das sogenannte Familienticket für bis zu fünf Reisende neu aufgelegt.
       
 (IMG) Bild: Es gibt sie noch, die guten Nachrichten: Die Bahn senkt die Preise für Monatskarten im Fernverkehr
       
       Besitzer von Monatskarten im [1][Fernverkehr] der [2][Deutschen Bahn]
       können sich auf eine Preissenkung freuen. Das Unternehmen senkt ab dem 21.
       Oktober die Preise für die Zeitkarten. „Die Monatskarte kostet dann 25
       Prozent weniger als bisher“, kündigt der zuständige Bahnvorstand Michael
       Peterson an. Damit biete die Bahn den Kunden, die auf tägliche Fernfahrten
       angewiesen sind, weiter bezahlbare Mobilität.
       
       Eine weitere Neuerung kann ebenfalls Kosten sparen. Die Monatskarten sowie
       die Schülerzeitkarten werden nur noch ohne Abo angeboten. Das bringe den
       Fahrgästen mehr Flexibilität, erläutert das Unternehmen. So würden zum
       Beispiel im Urlaub keine Ausgaben für ein ungenutztes Abo mehr anfallen. Zu
       den beliebtesten Verbindungen für Fernpendler zählen die Fahrten zwischen
       München und Ingolstadt oder Augsburg sowie von Düsseldorf nach Köln und
       zwischen Frankfurt und Mannheim.
       
       Angesichts der Gesamtzahl an Passagieren im Fernverkehr betrifft die
       Preissenkung nur relativ wenige Fahrgäste. Etwa 10.000 Pendler nutzen die
       Monatskarten. Allen anderen Kunden bleibt der Trost, dass [3][Bahnchefin
       Evelyn Palla] die sonst übliche Preiserhöhungen zum Fahrplanwechsel im
       Dezember ausgesetzt hat. Bis zum Mai 2027 bleiben die Ticketpreise damit
       stabil.
       
       Zudem führt die Bahn das ursprünglich auf die Sommermonate begrenzte
       Familienticket wieder ein. Bis zu fünf Personen können damit für 99,99 Euro
       in ganz Deutschland hin und zurück reisen. Die einfache Fahrt kostet 59,99
       Euro. Die Platzreservierung ist inbegriffen. Gebucht werden können die
       Tickets dauerhaft ab dem 26. Oktober für Fahrten ab dem 1. November.
       
       ## Anzahl der Familientickets beschränkt
       
       Das Familienticket ist aber an Voraussetzungen gebunden. So muss wenigstens
       ein Erwachsender ab 15 Jahren mit bis zu vier Kindern reisen, oder zwei
       Erwachsene mit bis zu drei Kindern. Es besteht auch eine Zugbindung. Gegen
       einen Aufpreis kann eine Nahverkehrsstrecke dazu gebucht werden. „Das
       Ticket ist kontingentiert“, schränkt die Bahn das Angebot ein. So werde
       sichergestellt, dass auch ausreichend viele Sitzplätze vorhanden sind.
       Genauere Angaben zur Anzahl der verfügbaren Familientickets macht die Bahn
       nicht.
       
       Die Digitalisierung beim Ticketverkauf schreitet weiter voran. Die
       Flextickets werden ab dem Fahrplanwechsel am 13. Dezember auch in den
       Reisezentren nur noch als personalisiertes, digitales Ticket angeboten.
       Auch wenn die klassische Fahrkarte auf dickerem Papier nicht mehr
       erhältlich ist: „Auf Wunsch können die Tickets weiterhin ausgedruckt
       werden“, versichert die Bahn. Eine Mailadresse oder ein Smartphone
       benötigen die Fahrgäste dafür auch nicht. Sie nennen beim Kauf nur ihre
       Namen.
       
       Eine weitere Vereinfachung führt das Unternehmen bei der Buchung von
       Gruppenreise ein. So wird es die Möglichkeit geben, den Sparpreis Gruppe
       kostenlos und unverbindlich für zwei Wochen zu reservieren. Auch die
       Stornofrist wird erweitert. Bislang können Gruppenreise bis sieben Tage vor
       der Abfahrt abgesagt werden, künftig ist das bis zum Vorabend des ersten
       Geltungstages der Fahrscheine möglich.
       
       7 Oct 2026
       
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