# taz.de -- Nahverkehrsatlas von Agora Verkehrswende: Wo Bus und Bahn gut erreichbar sind
> Drei Viertel der Menschen in Deutschland sind gut an den Nahverkehr
> angebunden. Wo aber läuft es noch nicht so? Eine Analyse nennt Regionen
> und Zahlen.
(IMG) Bild: Manchmal geht es ganz schnell mit dem Nahverkehr – in einigen Gegenden aber ist er deutlich schlechter erreichbar
dpa/taz | Die Denkfabrik Agora Verkehrswende sieht 21 Millionen Menschen in
Deutschland und damit rund ein Viertel der Bevölkerung schlecht oder gar
nicht vom öffentlichen Nahverkehr versorgt.
Für rund 5,6 Millionen von ihnen erreiche das Angebot nicht einmal die
niedrigste Güteklasse, heißt es [1][im neuen ÖV-Atlas] von Agora
Verkehrswende. Betroffen sei vor allem die Bevölkerung in eher ländlichen
Regionen.
Ein gutes Grundangebot stellt aus Sicht des Berliner Thinktanks eine etwa
250 Meter vom Wohnort entfernte Haltestelle dar, an der werktags alle halbe
Stunde ein Bus abfährt.
Die am schlechtesten versorgten Menschen seien [2][auf das Auto
angewiesen]. Betroffen seien vor allem Gemeinden in Niedersachsen,
Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen-Anhalt
sowie in Bayern außerhalb der Ballungsräume.
## Frankfurt, Stuttgart und München sind gut versorgt
Etwa 30 Millionen Menschen seien sehr gut oder gut mit Bus und Bahn
versorgt. Diese Gruppe lebe überwiegend in großen Städten oder deren
Umgebung. In Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohner:innen habe
Frankfurt am Main das beste Angebot. Dicht dahinter folgen in der Analyse
von Agora Verkehrswende Stuttgart, München, Karlsruhe, Düsseldorf und
Darmstadt.
Bei den Landkreisen schnitten [3][Verdichtungsränder der Metropolen] wie
der Landkreis München und die Region Hannover am besten ab, bei den
Flächenländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg.
Rheinland-Pfalz biete das beste Gleichgewicht zwischen dem Angebot in
städtischen und ländlichen Regionen. Dagegen gebe es in Bayern, Sachsen und
Mecklenburg-Vorpommern ein großes Gefälle zwischen starken Zentren und dünn
erschlossenen Flächen.
Derweil [4][hat der WDR errechnet], wie teuer das Deutschlandticket, das
bundesweit im Nahverkehr gültig ist, im nächsten Jahr voraussichtlich sein
wird. Erstmals wird der Preis dafür nicht rein politisch festgelegt,
sondern anhand einer komplizierten Formel kalkuliert. In die Formel fließen
zum Beispiel die erwarteten Energie- und Personalkosten der
Verkehrsbetriebe ein.
Die Journalist:innen des WDR kommen anhand der Formel auf einen
monatlichen Preis von 66,80 Euro ab Januar 2027 – also eine Preissteigerung
um 6,1 Prozent im Vergleich zum aktuellen Monatspreis. Anfang August hatten
der [5][Tagesspiegel] und die Deutsche Umwelthilfe ihrerseits Berechnungen
vorgelegt.
## Diesel verteuert das Deutschlandticket
Die DUH hatte [6][66,40 Euro errechnet] und angemahnt, dass steigende
Preise des fossilen Kraftstoffs Diesel auch das Nahverkehrsticket
verteuerten – ein unglücklicher Zusammenhang angesichts der Tatsache, dass
das Deutschlandticket gerade klimafreundliche Alternativen zum fossilen
Autoverkehr zugänglich machen soll.
Der WDR gab nun an, die Berechnung der Umwelthilfe „überprüft,
nachgerechnet und mit neuen Daten ergänzt zu haben“.
1 Sep 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://www.agora-verkehrswende.de/veroeffentlichungen/oev-atlas-2026
(DIR) [2] /Mobilitaetswende-in-Hamburger-Bezirken/!6055110
(DIR) [3] /Spandau-vor-der-Wahl/!6202870
(DIR) [4] https://www1.wdr.de/nrw/deutschlandticket-preis-wie-teuer-100.html
(DIR) [5] https://www.tagesspiegel.de/politik/tagesspiegel-berechnungen-zeigen-so-teuer-wird-ihr-deutschlandticket-2027-15908183.html
(DIR) [6] https://www.duh.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/diesel-verteuert-deutschlandticket-deutsche-umwelthilfe-warnt-vor-weiterem-preisanstieg-und-fordert/
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