# taz.de -- Prämien für Teslas: E-Mobilität weiter fördern!
       
       > Wegen guter Absatzzahlen wird die E-Auto-Prämie infrage gestellt. Auch
       > weil vor allem Tesla profitiert. Doch ihre Abschaffung würde die Falschen
       > treffen.
       
 (IMG) Bild: Tesla profitiert besonders von der Förderung, Neuwagen aus dem Werk Grünheide in Brandenburg
       
       Es gibt nicht viel, für das man Schwarz-Rot loben kann, erst recht nicht in
       der Klimapolitik. [1][Die E-Auto-Prämie] ist aber so ein Fall. Die
       Ampel-Regierung hatte sie abgeschafft, die E-Auto-Zulassungen krachten
       zusammen, die aktuelle Regierung führte zu Jahresbeginn wieder eine Zahlung
       ein. Dass jetzt diskutiert wird, sie wieder zu streichen, ist ein Fehler.
       
       Im Juli waren fast 30 Prozent aller Neuwagen in Deutschland vollelektrisch.
       Der Ökonom und Mobilitätsexperte Ferdinand Dudenhöffer zweifelt angesichts
       der Absatzzahlen nun am Sinn der Förderung. Dudenhöffer steht nun wirklich
       nicht im Verdacht, der Elektromobilität schaden zu wollen, vielmehr ist er
       ein langjähriger Verfechter. Er sorgt sich eher um das Steuergeld und dass
       die Prämie [2][ausländische Unternehmen statt die kriselnde deutsche
       Branche] begünstige.
       
       Das stimmt zwar – ist aber sogar ein positives Symptom der sozial
       gestaffelten Prämie. Fast die Hälfte der Bewilligungen entfällt [3][auf
       Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 45.000 Euro].
       Diese Personen entscheiden sich tendenziell für kleine E-Autos, wie es sie
       vor allem von chinesischen Anbietern gibt. Ihnen macht die Prämie die
       Elektromobilität erst zugänglich.
       
       ## Die deutschen Hersteller haben gepennt
       
       Die deutschen Hersteller haben das Segment verpennt. Das ist ein Problem
       für den Industriestandort und für die Menschen, deren Arbeitsplätze in
       einer lange sicher geglaubten Branche nun auf dem Spiel stehen. Fürs Klima
       aber ist es egal, aus welchem Land ein E-Auto kommt. Relevant ist, dass es
       kein Verbrenner ist.
       
       Die Kehrseite: Die bislang meistgeförderte Marke ist Tesla. Es ist davon
       auszugehen, dass deren Käufer*innen dieses Geld nicht gebraucht hätten.
       Ist das Verschwendung von Steuergeldern? Vielleicht. Trotzdem gibt es viel
       wichtigere Baustellen. Der Staat finanziert klimaschädliche Zwecke wie etwa
       das Diesel-Privileg mit rund 65 Milliarden Euro im Jahr, [4][unter
       Schwarz-Rot dürfte es noch mehr werden]. Dort sollte die Regierung sparen,
       bevor sie jeden halbwegs klimafreundlichen Euro doppelt und dreifach
       umdreht.
       
       11 Aug 2026
       
       ## LINKS
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Susanne Schwarz
       
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