# taz.de -- Neue Hoffnung für Timmy: Minister erlaubt private Walrettungsmission
       
       > Der gestrandete Buckelwal könnte vielleicht doch gerettet werden.
       > Umweltminister Backhaus gibt grünes Licht für den Transport in die
       > Nordsee.
       
 (IMG) Bild: Der Buckelwal liegt weiterhin vor der Insel Poel
       
       afp/dpa | Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister gibt grünes Licht für den
       Rettungsversuch einer privaten Initiative [1][für den bei Wismar
       gestrandeten Buckelwal]. Das Konzept sehe eine Bergung des lebenden Tieres
       und einen Transport in die Nordsee und gegebenenfalls bis in den Atlantik
       vor, sagte Till Backhaus (SPD) bei einer Pressekonferenz in Schwerin.
       
       Die Behörden hätten das entsprechende Konzept geprüft und ihm zugestimmt.
       Nach Aussage von Backhaus soll das Tier per Luftkissen angehoben werden.
       Der Wal solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und
       transportiert werden.
       
       ## Mediamarkt-Gründer dabei
       
       Die Maßnahmen sollten zügig eingeleitet werden. Die Verantwortung liege bei
       den Initiatoren. „Wir dulden dieses Vorhaben“, sagte Backhaus. Bei den
       Initiatoren handelt es sich laut Backhaus unter anderem um den
       Mediamarkt-Gründer Walter Gunz. Die Initiatoren würden in Kürze weitere
       Details mitteilen.
       
       Der kranke und geschwächte Wal liegt seit dem 31. März vor der
       [2][Ostseesinsel] Poel. Überlegungen, den Wal noch lebend zu bergen und in
       die Nordsee zu bringen, [3][schlossen Experten zusammen mit Backhaus vor
       einigen Tagen endgültig aus]. Sie sahen keine realistische Erfolgschance
       dafür.
       
       Mit dem am Dienstag und Mittwoch von der Initiative vorgelegten Plan gebe
       es nun „eine neue Situation“, sagte Backhaus. Das vorgeschlagene System aus
       Luftkissen und Pontons stelle einen neuen Ansatz dar. Das Konzept sei von
       Experten auf Behördenseite umfassend auf technische, veterinärmedizinische
       und tierschutzrechtliche Aspekte geprüft und nach einigen Nachbesserungen
       akzeptiert worden. Es sei mit den Vorschriften des
       Bundesnaturschutzgesetzes vereinbar und stelle „eine Chance“ dar.
       
       ## Meeresmuseum nicht in Wal-Rettungspläne einbezogen
       
       Das Deutsche Meeresmuseum war nach eigenen Angaben nicht in das neue
       Konzept zur Rettung des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Wals
       eingebunden. „Das Deutsche Meeresmuseum teilt mit, dass es nicht in die
       Vorbereitungen der aktuell geplanten Lebendbergung des Buckelwals vor Poel
       einbezogen wurde“, hieß es in einem Statement des in der Hansestadt
       Stralsund beheimateten Museums. Auch das gesamte Konzept liege dem Museum
       nicht vor. „Die Fachleute erfuhren davon aus der Pressekonferenz“, teilte
       die Einrichtung nach dem Auftritt von Mecklenburg-Vorpommerns
       Umweltminister Till Backhaus (SPD) vor der Presse am Nachmittag mit.
       
       Am Wochenende hatte der Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Burkard
       Baschek, Zweifel an einer Lebendrettung geäußert. Dazu seien der
       Wasserstand zu niedrig und die Kräfte des Wals zu gering. „Eine neue
       Lagebewertung gibt es seitens der Stiftung Deutsches Meeresmuseum nicht“,
       hieß es in der Mitteilung.
       
       15 Apr 2026
       
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