# taz.de -- Neue Wahlumfrage für Berlin: SPD und AfD gleichauf
       
       > Die CDU bleibt einer aktuellen Umfrage zufolge stärkste Kraft in Berlin,
       > wenn auch mit Verlusten. SPD und AfD liegen mit 17 Prozent auf Platz 2.
       
 (IMG) Bild: Wo werden die Wähler im September in Berlin ihr Kreuzchen machen? Wahlumfragen versuchen dies zu erfassen, sind aber unsicher
       
       dpa | Fünf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus deutet laut
       einer Umfrage weiterhin vieles darauf hin, dass die Hauptstadt künftig von
       einem Dreierbündnis regiert wird. Laut einer [1][Erhebung] des
       Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der B.Z. liegt die CDU des
       Regierenden Bürgermeisters Kai Wegner mit 21 Prozent vorn, gefolgt von SPD
       und AfD mit jeweils 17 Prozent. Dahinter folgen Grüne und Linke mit jeweils
       15 Prozent.
       
       Auf Basis dieser Werte könnte die Koalition aus CDU und SPD mangels
       Mehrheit nicht weiter regieren. Möglich wären Dreierbündnisse etwa aus CDU,
       SPD und Grünen oder aus SPD, Grünen und Linken. Eine Regierungsbeteiligung
       der AfD ist sehr unwahrscheinlich, weil mehrere Parteien eine
       Zusammenarbeit ausgeschlossen haben.
       
       Die FDP (3 Prozent) liegt in der aktuellen Umfrage ebenso unter der
       5-Prozent-Hürde wie das BSW (4 Prozent). Sonstige Parteien vereinen
       zusammen 8 Prozent auf sich. Im Vergleich zu einer Erhebung Ende Februar
       gab es über alle Parteien hinweg kaum Bewegungen.
       
       Zum Vergleich: Bei der Wiederholungswahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 2023
       war die CDU mit 28,2 Prozent der Zweitstimmen der klare Sieger. SPD und
       Grüne kamen auf jeweils 18,4 Prozent, wobei die Sozialdemokraten wenige
       Stimmen mehr hatten. Die Linke bekam 12,2 Prozent, die AfD 9,1 Prozent. Die
       FDP flog mit 4,6 Prozent aus dem Abgeordnetenhaus.
       
       ## Mit Unsicherheiten behaftet
       
       Für die aktuelle Insa-Umfrage wurden 1.000 Menschen vom 7. bis 14. April
       befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei rund 3 Prozentpunkten.
       
       Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem
       erschweren nachlassende Parteibindung und immer kurzfristigere
       Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der
       erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum
       Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.
       
       15 Apr 2026
       
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