# taz.de -- USA unter Trump: MAGA-Split?
       
       > Der Iran-Krieg treibt die Preise in die Höhe. In Pennsylvania zeigt sich,
       > wie im Trump-Lager Zweifel wachsen, während viele dennoch an ihm
       > festhalten.
       
 (IMG) Bild: Ein teurer Griff zur Zapfpistole: Der Iran-Krieg ist auch in den USA spürbar
       
       Ganesh Rizvi blinzelt missmutig in die Frühlingssonne von Pennsylvania,
       während er den Füllstutzen in den Tank seines Chevy Trailblazers schiebt.
       „Das macht wirklich keinen Spaß mehr“, sagt der große, stämmige Mann und
       nickt mit dem Kopf in Richtung der großen Neonanzeigen an der Einfahrt zur
       Tankstelle. 4,39 US-Dollar pro Gallone Normal steht da, 5,09 für Super und
       6,29 für Diesel. Vor einem Monat habe das Benzin hier noch fast einen
       Dollar weniger gekostet, erzählt Rizvi, der als Manager mehrerer
       McDonald’s-Filialen rund um die Stadt Reading wöchentlich Hunderte von
       Meilen in seinem SUV zurücklegt. „Das tut schon weh“, sagt er.
       
       Es ist Mittagszeit, und an der Mega-Tankstelle der Kette Wawa mit sechzehn
       Zapfsäulen herrscht Hochbetrieb. Es ist ein stetes Kommen und Gehen, die
       Wawa liegt an einer der Hauptausfallstraßen von Reading. Büroangestellte in
       Limousinen, Lastwagenfahrer, Bauarbeiter, Hausfrauen, Studenten – alle
       tanken auf und holen sich im angeschlossenen Supermarkt ein Sandwich und
       eine Cola oder einen Kaffee mit Donut.
       
       Man sieht hier an einem gewöhnlichen Werktag einen guten Querschnitt der
       Bevölkerung von Reading und des umliegenden Landkreises Berks. Und somit
       auch einen Querschnitt von Pennsylvania, einem der notorischen Swing States
       bei US-Wahlen. 2008 und 2012 hat Obama Pennsylvania gewonnen, 2016 Trump,
       2020 Joe Biden und 2024 wieder Trump.
       
       Berks County gilt wiederum als repräsentativ für Pennsylvania, und so ist
       der Landkreis stets einer der am heißesten umworbenen Wahlbezirke. Jeder
       Kandidat für die Präsidentschaft, den Gouverneursposten oder einen
       Senatssitz kommt im Lauf einer Wahlperiode mehrmals nach Reading. 2024 war
       die Eishockey-Arena von Reading der Ort für Trumps letzte Kundgebung am
       Wahltag. Nur Stunden zuvor war Kamala Harris in der Stadt, um sich in einem
       Café mit Wähler:innen zu unterhalten und mit Wahlkämpfer:innen von
       Tür zu Tür zu gehen.
       
       Wie der gesamte Staat weist Berks bei der Parteizugehörigkeit einen klaren
       Stadt-Land-Kontrast auf. Die Stadt Reading – eine ehemalige Bergbau- und
       Eisenbahnerstadt am Rande der Alleghenies – wählt meist demokratisch und
       hat eine große lateinamerikanische Bevölkerung. Einwanderer, die von der
       Küste ins Landesinnere kommen, weil es hier in der Landwirtschaft Arbeit
       gibt und das Leben bezahlbarer ist als in Philadelphia oder New York, haben
       in der Innenstadt die Arbeiter des sterbenden Kohlebergbaus ersetzt. Die
       ländliche Umgebung wählt meistens republikanisch – mit einem starken
       Zuwachs, seit Trump auf dem Wahlzettel steht. Die Vororte werden derweil
       von klassischen Wechselwählern bewohnt, einer gebildeten, aber
       konservativen Mittelschicht, die auf keine Partei wirklich festgelegt ist.
       
       Rizvi ist einer dieser Wechselwähler. Er hat 2016 und 2020 für Trump
       gestimmt. 2024 nicht mehr – Trump war ihm zu extrem geworden, zu krass.
       Außerdem hatte er als indischstämmiger Amerikaner Sympathien für Harris.
       Jetzt, [1][mit der Invasion des Iran und der steigenden Inflation], hat er
       endgültig die Nase voll. „Ich hoffe nur, dass dieser Unsinn bald vorbei
       ist“, sagt er. „Aber ich sehe im Moment keine wirklich guten Optionen.“
       
       Ganeshs Worte scheinen ein Narrativ in den amerikanischen Medien zu
       bestätigen, das seit dem Angriff der USA auf den Iran an der Seite Israels
       kursiert. Anfang April unterstützten nur noch rund 30 Prozent der
       Bevölkerung die Intervention – ein Wert, der selbst unter traditionellen
       Republikanern und Unabhängigen Bestand hat.
       
       ## „Böse und ekelhaft“
       
       [2][Die Unbeliebtheit des Krieges] hat Risse auf den höchsten Ebenen des
       Trump-Lagers aufbrechen lassen. Der einst treue Fox-News-Moderator Tucker
       Carlson nannte die Invasion „böse und ekelhaft“. Seine Podcaster-Kollegen
       Joe Rogan und der ehemalige Trump-Berater Steve Bannon stimmten ihm zu: Der
       Krieg verrate alles, wofür die MAGA-Bewegung bislang gestanden habe – allem
       voran das Prinzip des „America First“.
       
       Auch republikanische Abgeordnete wehren sich inzwischen. Als das United
       States Department of Defense weitere 200 Milliarden Dollar für
       Militärschläge, Truppenstationierung und die Unterstützung von Verbündeten
       forderte, schwor die Abgeordnete aus Colorado und treue Trump-Anhängerin
       Lauren Boebert, gegen jede Kriegsfinanzierung zu stimmen. Chip Roy aus
       Texas erklärte, er habe „kein Interesse an Nation Building und
       Fußballplätzen in Teheran“. Und es gibt sogar parteiübergreifende
       Bestrebungen, eine Abstimmung über die verfassungsmäßige Kriegsvollmacht
       des Kongresses zu erzwingen, bevor die 200 Milliarden zu einer Billion
       anwachsen.
       
       [3][Christopher Caldwell – eine der einflussreicheren Stimmen der „neuen
       Rechten“] – erklärte in einem Aufsatz für den britischen Spectator das
       „Ende des Trumpismus“. „Der Respekt zwischen Trump und seiner Bewegung ist
       verloren“, schrieb er. „Die Revolution ist vorbei.“ Andrew Day,
       Chefredakteur der Zeitschrift The American Conservative, stimmte zu und
       prognostizierte, die Demokraten würden sich im Herbst die Mehrheit in
       beiden Kammern des Kongresses zurückholen und Trump zur „lame duck“ – zur
       lahmen Ente machen.
       
       Wenn das stimmt, wäre die Spaltung von MAGA der Traum der Demokraten. Doch
       das Bild an der Wawa-Tankstelle am Rand von Reading bestätigt diese
       Erzählung nur begrenzt. Es gibt durchaus mehrere Stimmen wie die von
       Ganesh. Ein älterer Herr, der einen Mini fährt und sich als „unabhängiger
       Wähler“ bezeichnet, nennt den Iran einen „fürchterlichen Fehler“. Aber es
       gibt auch Leute wie die Republikanerin Susan, die ihren schwarzen SUV mit
       dem teuren Sprit auffüllt und meint: „Die in Washington wissen schon, was
       sie tun. Ich verliere den Glauben nicht.“
       
       Um ein schärferes Bild zu bekommen, geht es am nächsten Tag noch weiter
       hinaus aus der Innenstadt von Reading, deren schmale, hölzerne
       Einfamilienhäuser – ehemalige Heime ordentlich verdienender
       Industriearbeiter – langsam verfallen. Über verschlungene Straßen führt der
       Weg in die grünen Hügel im Nordwesten der Stadt, wo bald freistehende
       Villen im Kolonialstil mit riesigen Garagen das Bild bestimmen.
       
       Hier lebt angeblich die heiß umworbene Wechselwählerschaft – jene Leute,
       die Trump immer nur unter Vorbehalten unterstützt haben sollen. Um den
       Frühstückstisch eines großzügigen Backsteinhauses zwischen gerade erst
       sprießenden Buchen und Weiden sitzen drei Männer in ihren frühen
       Sechzigern. Sie lassen ihr Berufsleben ausklingen und können es sich
       leisten, den Arbeitstag ruhig anzugehen.
       
       ## Nur Geduld
       
       „Normalerweise“, sagt der Gastgeber Nick, ein schlanker, kahler Mann mit
       Studienratsbrille, „reden wir gar nicht über Politik.“ Die drei Männer
       haben sich in jüngeren Jahren bei wilden Autorennen auf offener Landstraße
       kennengelernt, und ihre Gespräche drehen sich gewöhnlich um Automodelle,
       Motoren und PS. Oder ums Geschäft, private Dinge, und in letzter Zeit auch
       um die Fahrradtouren, die sie mit fortschreitenden Jahren dem
       draufgängerischen Motorsport vorziehen. Politik ist nicht das, was sie
       zusammenhält. Alles andere schon.
       
       Der muskulöse Dave, ein Financier, der sich am Ende des Tisches an seiner
       Kaffeetasse festhält, erklärt, warum sie alle Trump wählen. Trump sei der
       Mittelfinger gewesen, den die Eliten in Washington und New York gebraucht
       hätten – der endlich den Status quo des immer Gleichen aufgerüttelt habe.
       Und an der Einwanderung, für die drei Männer das größte Problem des Landes,
       sehe man ja, dass Trump etwas bewege. Die Grenzen seien dicht, die
       Kriminellen würden rausgeschmissen, und dass ICE zu brutal vorgehe, halten
       sie für linke Propaganda.
       
       Es sei doch wie mit den Schutzzöllen, wirft Ralf ein – ein Vertreter für
       deutsche Luxuslimousinen mit einem Dreitagebart und einer verschwitzten
       Truckermütze. Trump spiele ein langfristiges Spiel, man müsse nur Geduld
       haben. Das Vertrauen, dass Trump schon wisse, was er tut, scheint auch hier
       ungebrochen. Auf die Dauer werde alles gut. Und die Benzinpreise? Nun ja,
       die seien schon öfter so hoch gewesen, das werde sich schon wieder richten.
       
       Nick – der eine Manufaktur für optische Geräte geleitet hat – ist der
       Gemäßigtste der drei. Er ist praktizierender Quäker, engagiert sich
       ehrenamtlich bei einer Obdachlosenhilfe und ist seiner Überzeugung nach
       Pazifist. Aber er ist sich trotzdem mit den anderen beiden in der
       Unterstützung des Iran Kriegs einig. Ein praktizierender Quäker, der eine
       präemptive Militärinvasion befürwortet – keinen Verteidigungskrieg, keine
       humanitäre Intervention, sondern einen Angriffskrieg an der Seite eines
       ausländischen Verbündeten. Was immer Nick an diesem Tisch und bei diesen
       Überzeugungen hält, es ist stark genug, eine der tiefsten Verpflichtungen
       seiner eigenen religiösen Tradition außer Kraft zu setzen.
       
       „Das liegt uns gewissermaßen im Blut“, sagt Dave. In seiner Familie sei
       schon immer republikanisch gewählt worden. Einmal, als junger Mann, im
       Präsidentschaftswahlkampf 1984, habe er überlegt, für Walter Mondale und
       gegen Reagan zu stimmen. Sein Vater habe ihm mit einer scharfen, trockenen
       Bemerkung zu verstehen gegeben, dass er dann ausziehen könne. Dave erzählt
       das als amüsante Frühstücksanekdote – eine lustige Geschichte über seinen
       alten Herrn. Dass er die Lektion vollständig verinnerlicht hat, scheint ihm
       nicht aufzufallen. Er hat Mondale nie gewählt. Er ist nie wieder aus der
       Reihe getanzt. Sein Vater hat ihm nicht nur gesagt, wie er abstimmen soll.
       Er hat ihn gelehrt, dass politische Loyalität die Bedingung der
       Familienzugehörigkeit ist.
       
       Dave gibt zu, dass er mit Trumps Stil nicht immer etwas anfangen könne. „Es
       wäre schön, wenn nach ihm ein etwas leichter verdaulicher Republikaner
       käme.“ Doch wer Trump als „den Mittelfinger, den die Eliten gebraucht
       haben“ beschreibt, für den ist die Grobheit kein Makel, den man in Kauf
       nimmt – sondern gewissermaßen das Produkt, das man gekauft hat. Dave will
       die Aggression nach außen gerichtet sehen, gegen Washington und New York,
       aber in besserer Verpackung. Und wenn Berichte auftauchen, die seine
       Position erschüttern könnten – die Brutalität von ICE, die Kosten des
       Krieges —, werden sie unter „linke Propaganda“ abgelegt. Nicht, dass Dave
       die Beweise abgewogen hätte. Vielmehr sind die Quellen, die ihm schlechte
       Nachrichten überbringen könnten, von Anfang an disqualifiziert.
       
       Die drei sind kluge, erfolgreiche und sogar sympathische Männer. Doch unter
       den Freundschaften, die über Motoren und PS geschmiedet wurden, liegt eine
       gemeinsame politische Identität, die so tief reicht, dass sie nie
       besprochen, nur vorausgesetzt wird – und sie aufzugeben hieße, nicht eine
       Reihe von Meinungen zu verlieren, sondern die Welt, die sie gemeinsam
       aufgebaut haben.
       
       ## Desillusionierte Trump-Anhänger
       
       Die nächste Station auf der Suche nach desillusionierten Trump-Anhängern
       ist ein Starbucks in Wyomissing, einem vorwiegend weißen, wohlhabenden
       Vorort von Reading. Taylor Swift ist hier aufgewachsen, und viele Bewohner
       sind stolz darauf.
       
       Dort wartet Jane Zintak, eine Universitätsverwalterin im Ruhestand, die
       viel von der Welt gesehen hat. Sie hat Marokko und Pakistan bereist, in
       Paris gelebt und entspricht nicht dem gängigen Klischee einer
       Trump-Anhängerin.
       
       Und doch macht sie ihre Position klar, noch bevor sie ihren Latte bestellt
       hat. „Ich sage Ihnen gleich, ich bin für den Krieg und will, dass er
       weitergeht.“ Ich warte auf ihre Ausführung, während ich ihren Pinscher
       bewache und sie sich ihren Kaffee holt.
       
       Jane ist braun gebrannt und hellblond, als komme sie gerade aus der
       Karibik, und sie legt mit einer angestauten Dringlichkeit los, als habe sie
       lange darauf gewartet, ihre Meinung zu sagen. Sie könne nicht verstehen,
       sagt sie, wie die verdammten Linken Mitleid mit den kriminellen
       Einwanderern haben und ihnen gleichzeitig das Leid der Frauen im Iran egal
       sein könne. Amerika habe verdammt nochmal die Pflicht, unterdrückten
       Menschen auf der ganzen Welt zu helfen.
       
       Dass die Intervention einen Bruch mit Trumps angeblicher
       America-First-Doktrin darstellt, scheint sie nicht zu stören. Auch nicht,
       dass die enormen Ausgaben dringend im eigenen Land gebraucht werden. Jane
       gehört zu jenen Konservativen, die noch im neokonservativen Credo der
       Bush-Jahre verwurzelt sind – zumindest jetzt, da Trump aller vorherigen
       Bekundungen zum Trotz auf diese Linie eingeschwenkt ist.
       
       Für Menschen wie Jane scheint er nach wie vor schlicht nichts falsch machen
       zu können. Ihre Loyalität ist von einer anderen Art als die am
       Frühstückstisch – nicht geerbt, nicht sozial, sondern ideologisch,
       nachträglich auf Trump übertragen in dem Moment, in dem sein Handeln
       zufällig mit dem zusammenfiel, was sie ohnehin schon glaubte.
       
       Ein letzter Anlauf führt in einen brutalistischen Verwaltungsbau in der
       Innenstadt von Reading, eines der wenigen Hochhäuser der Stadt. Im 13.
       Stock sitzt die Kreisverwaltung. Dort begrüßt Christian Leinbach, einer der
       drei Kommissare, die die Geschäfte von Berks County führen.
       
       Leinbach ist ein herzlicher Mann mit silbernem Haar und einem Polohemd, das
       das Wappen von Berks ziert. Er ist Republikaner und seit fast zwanzig
       Jahren im Amt. Die Wände seines Büros sind geschmückt mit einem Porträt von
       Abraham Lincoln, dem 16. Präsidenten der Vereinigten Staaten, sowie
       historischen Plakaten aus den Filmen des ehemaligen US-Präsidenten Ronald
       Reagan und des Schauspielers Charlton Heston.
       
       Leinbach sieht sich als Republikaner der alten Schule; er sehnt sich nach
       der Zeit, „als wir noch mit der anderen Seite reden konnten“, sagt er. Und
       so betrachtet er auch die Zusammenarbeit mit seinen demokratischen Kollegen
       in der Lokalregierung. „Wir versuchen, uns darauf zu konzentrieren, was für
       uns hier in Berks das Beste ist, und die nationale Politik möglichst
       auszublenden.“
       
       Was natürlich nicht immer funktioniert. Leinbach ist bereit, mit ICE
       zusammenzuarbeiten, wenn sie nach Reading kommt, um nach undokumentierten
       Einwanderern zu suchen; sein demokratischer Kollege Michael Rivera nicht.
       Und als Demonstranten gegen ein neues ICE-Haftzentrum protestierten,
       verlangte Leinbach Beweise für Menschenrechtsverletzungen. Berichten aus
       Minnesota und anderen Städten traut er nicht – so, wie er überhaupt den
       Medien nicht mehr so recht traut.
       
       Als gewählter Politiker hütet er sich davor, die Trump-Regierung offen zu
       kritisieren. Aber irgendwann, im Laufe unseres Gesprächs, lässt er sich
       doch dazu hinreißen, zu sagen: „Niemand hier will einen Krieg. Das brauchen
       wir nicht.“
       
       Es ist das Einzige, was einem Riss nahekommt – und selbst Christian
       Leinbach formuliert es als persönliche Randbemerkung, nicht als politische
       Stellungnahme. Der institutionelle Druck, Reihen zu schließen, ist seine
       eigene Art von Loyalität, stiller als Daves Erbe oder Janes Überzeugung,
       aber nicht weniger bindend.
       
       Zum Abschied führt Christian Leinbach auf den großen Balkon vor seinem
       Büro, von dem aus sich ein Rundblick über die Stadt und das Tal eröffnet,
       in dem sich die nun beschaulich wirkende Ansiedlung an die grünen Hügel der
       Appalachen-Ausläufer schmiegt. Eine amerikanische Kleinstadt liegt vor
       einem, wie es Hunderttausende gibt, und doch eine, von der das Geschick und
       die Zukunft des Landes abhängt wie von wenigen anderen.
       
       Was sich hier im postindustriellen Hinterland zusammenbraut, macht ein
       wenig melancholisch. Was aus Umfragen und Zeitungsdebatten spricht, bewegt
       hier kaum jemanden. Die Menschen halten aus unterschiedlichen Gründen fest
       – Blut, Glaube, Ideologie, institutionelle Vorsicht – aber sie alle halten
       fest. Die Ära Trump ist, so sehr sich das manche wünschen, in Pennsylvania
       noch lange nicht vorbei.
       
       13 Apr 2026
       
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