# taz.de -- Vom Aussterben bedrohte Arten: Kaiserpinguine kämpfen mit der Klimakrise
       
       > Die Weltnaturschutzunion stuft die Pinguine als stark gefährdet ein.
       > Nicht nur für erwachsene Tiere ist das Schmelzen des Meereises eine
       > tödliche Gefahr.
       
 (IMG) Bild: Vom Aussterben bedroht: Kaiserpinguine in der Antarktis
       
       dpa | Dem Kaiserpinguin in der Antarktis geht es als Folge des Klimawandels
       immer schlechter. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) stuft ihn nun auf ihrer
       Skala der vom Aussterben bedrohten Arten als „stark gefährdet“ ein.
       
       Die [1][Population der Kaiserpinguine] (Aptenodytes forsteri) sei von 2009
       bis 2018 um 10 Prozent geschrumpft. Es dürften nach der Auswertung von
       Satellitenbildern 2018 noch rund 180.000 Tiere gewesen sein. Die IUCN geht
       davon aus, dass sich diese Zahl ohne einschneidende Rückgänge bei den
       Treibhausgasemissionen bis 2080 halbieren dürfte.
       
       „Der Hauptgrund dafür ist das frühe Aufbrechen und der Verlust des
       Meereises, das seit 2016 Rekordtiefstände erreicht hat“, so die IUCN.
       Kaiserpinguine benötigten Meereis, das an der Küste, am Meeresboden oder an
       festsitzenden Eisbergen verankert ist, berichten die Fachleute.
       
       Dies ist der Lebensraum für die Küken und während der jährlichen
       Mauserzeit, wenn Pinguine neues Gefieder bekommen und für zwei bis vier
       Wochen nicht schwimmen können. [2][Bricht das Eis zu früh], stürzt eine
       Brutkolonie demnach ins Meer und ertrinkt.
       
       ## Der Kampf um Krill
       
       Die IUCN stuft auch den Antarktischen Seebären (Arctocephalus gazella)
       neuerdings als stark gefährdet ein. Seine Population habe sich von 1999 bis
       2025 mehr als halbiert, auf zuletzt schätzungsweise 944.000 Tiere.
       
       Hier ist das Problem unter anderem, dass [3][kleine Krebstiere, Krill
       genannt], wegen der steigenden Meerestemperaturen auf der Suche nach kaltem
       Wasser immer tiefer tauchen. Den Seebärenjungen fehlt es deshalb an
       Nahrung. Zum Krillmangel trage auch bei, dass sich die Population der
       Bartenwale erholt hat, die dieselbe Nahrung suchen, so die IUCN.
       
       9 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Katastrophe-in-Antarktis/!5956004
 (DIR) [2] /Forscher-warnen/!6105336
 (DIR) [3] /Die-Drogeriekette-dm-will-keine-Produkte-mehr-anbieten-die-die-ueberfischte-Krebsart-Krill-enthalten/!6165238
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Artenschutz
 (DIR) Rote Liste
 (DIR) Pinguin
 (DIR) Meereis
 (DIR) Bundeswehr
 (DIR) Reden wir darüber
 (DIR) Schwerpunkt Artenschutz
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Nabu kooperiert mit Bundeswehr-Thinktank: Mehr Wildnis wagen, mehr Sicherheit gewinnen
       
       Moore als natürliche Barrieren, Elektropanzer, Kasernen mit Solaranlagen:
       Nabu und ein Bundeswehr-Thinktank denken Umwelt und Sicherheit zusammen.
       
 (DIR) Buckelwal in der Ostsee: Der übergriffige Mensch
       
       Penetrant wird dem Wal hinterhergestiegen. Wenn es um Empathie für leidende
       Tiere geht, wäre ein Besuch in einem Schlachthof empfehlenswerter.
       
 (DIR) Riesenotter unter Schutz gestellt: Möge er voranschwimmen!
       
       Die Uno-Artenschutzkonferenz COP15 hat den Riesenotter unter Schutz
       gestellt. Das über alle Grenzen migrierende Tier sollte uns politisch ein
       Vorbild sein.